Ich habe bisher kein „Aufklärungsschreiben“ einer gesetzlichen Krankenkasse zum Widerspruchsrecht bei der ePA gesehen, dass fair oder wenigstens ausreichend informiert, wer z.B. alles die Daten wie lange sehen kann. Die Krankenkasse meiner Familie widmet der ePA im Quartalsheft keine einzige Zeile. Das ist unangemessen gegenüber den Bürger:innen und gefährdet die ePA auch bei möglichen Gerichtsverfahren, da so die europarechtlichen Anforderungen (DSGVO) sehr strapaziert werden.
@ulrichkelber Ausserdem wird die Möglichkeit des Widerspruchs doch eh abgeschafft werden. (<- Meinung! Keine Quelle! Aber ich bin schon alt genug um das zu wissen...born at 324ppm)
#edit: Eigenen Geburts-CO2-Athmosphärengehalt verbockt
@ulrichkelber Der Gesetzgeber mag diese Intransparenz ja. Ähnlich wie die Regelung, dass Beitragserhöhungen nur noch in der Mitgliederzeitschrift bekanntgeben werden müssen ...

@ulrichkelber Immerhin hatten sie vier Seiten zu ChatGPT im Magazin bei meiner (und zwei zur ePA, aber immerhin nicht grob falsch)

Weil Prioritäten.

@ulrichkelber lobenderweise kann ich sagen, dass mir die AOK innerhalb von 4 Tagen eine Bestätigung per Post geschickt hat
@ulrichkelber bei mir gab es eine Seite, die Vorteile auflistet, aber keine Nachteile oder Risiko und auch nicht darauf eingeht, welche Daten erhoben oder wo sie gespeichert werden. das war für mich Grund genug, zu widersprechen.
@ulrichkelber Ich hatte ein Schreiben bekommen, in dem hauptsächlich geschrieben wurde, wie toll das doch alles sei, ich aber widersprechen könne, sollte ich Bedenken haben. Und das hab ich dann auch getan.
@ulrichkelber Ich habe schon im September vorsorglich per Email Widerspruch eingelegt. Die Bestätigung (siehe unten) habe ich heute bekommen. Ein "Aufklärungsschreiben" habe ich nicht erhalten.
@ulrichkelber
Die Knappschaft veröffentlicht auf ihrer Landingpage keine Informationen zur ePA. Man muß schon aktiv suchen. In den Ergebnissen werden auch nur die Vorteile aufgeführt. Wer 'noch mehr zur "ePA für alle'" erfahren möchte, kann a) einem Link zu einem PDF mit 43 Seiten Infomaterial öffnen, oder b) einem Link zum BMG folgen.
Der Vorteil Nr. 7 dort (bei b) zeugt schon von einem gewissen Humor. Und nein, es sind nicht die Wasserschäden gemeint.

@ulrichkelber @theresmiling ich wäre schon glücklich wenn ich überhaupt ein schreiben jeglicher Art dazu bekommen hätte. Aber die AOK scheint in den letzten Jahren extrem opportunistisch geworden zu sein und wundert sich dann regelmäßig wenn man sie informiert das man eines ihrer Angebote ablehnt.

[Edit] Speziell da aus dem Opt-in ab Januar 2025 ein Opt-Out wird..

@ulrichkelber ist das nicht eh noch gar nicht so klar, wer in Zukunft Zugriff auf die Daten haben wird? Ich meine, wenn Lauterbach, wie vor kurzem berichtet, die Daten dann auch an Google und Meta geben will, dann fehlt da den Krankenkassen evtl auch einfach noch die komplette Übersicht darüber? Ich hab mich jedenfalls eh dagegen entschieden, weil mir das eben auch viel zu undurchsichtig ist und meine Daten schon garnicht dazu beitragen sollen, dass sich Google und Meta daran bereichern können.
@ulrichkelber
Lieber Herr Kelber,
ein Pat. von mir hatte kürzlich das Infoschreiben der IKK Classic mitgebracht, als zweites Blatt lag ein Widerspruchsvordruck bei. Das hat mich sehr erstaunt, da ich es vorher so erlebt hatte wie von Ihnen beschrieben.
Gruß, Dr. A. Meißner, Psychiater, München
@A_Meissner Dankeschön. Sie sind jetzt die zweite Person, die diese Krankenkasse positiv erwähnt
@ulrichkelber Lieber Herr Kelber, jetzt hatten wir kürzlich die IKK Classic so gelobt ...! Wie würden Sie das Antwortschreiben der Kasse auf einen Widerspruch sehen? Nur Nennung von Nachteilen durch den erfolgten Widerspruch?
(ich hätte dann noch 1 Frage, in der nächsten Nachricht).
Gruß, A. Meißner

@ulrichkelber Frage zur Gemeinwohlorientierung der Forschung mit ePA-Daten. Sie hatten am 8.9.23 in der Stellungnahme zum GDNG kritisiert, dass der Begriff im § 303e (lange Liste der Zwecke) nicht auftaucht.

Ist die Schlussfolgerung gerechtfertigt, dass Gemeinwohlorientierung für Forschungsanträge jetzt als Kriterium weggefallen ist?

Die "Laudatio" von Th. Weichert beim BigBrotherAward ließ auch darauf schließen.

Viele Grüße
A. Meißner

@ulrichkelber

Die Frage ist also, wann der Rollout gestoppt wird, bis die Voraussetzungen dafür erfüllt sind.