Man fragt sich ja ein bisschen, was Scholz' strategische Überlegungen hinter seinem Plan sind, die Vertrauensfrage erst im Januar zu stellen. Ich sehe zwei Möglichkeiten:

1. Er hat(te) vor, die CDU in die Defensive zu drängen, indem er sie quasi zwingt, seine Minderheitsregierung zu stützen. Wenn die CDU es täte, würde das sein Ansehen als Macher steigern, wenn die CDU es nicht täte, würde sie damit ihr eigenen Ansehen beschädigen, … 1/

… denn es würde klar, dass es ihr nur um die eigene Machtoption geht und sie nicht bereit ist, in einer Krisensituation staatstragend und verantwortungsvoll zu handeln.

Wenn das die Überlegung ist, verzockt sich Scholz da m.E., denn dazu müsste er eine Mischung aus Machismo und politischem Sex-Appeeal beim Volk haben, die es ihm erlauben würde, die Medien und die Bevölkerung auf seine Seite zu ziehen. Nur so könnte er ja den Druck auf die CDU aufbauen. 2/

Diese Mischung aus Machismo und Sex-Appeal hat er aber nicht. Der frühe Schröder oder die späte Merkel hätten das vielleicht erfolgreich durchziehen können, aber nicht der frühe, mittlere oder späte Scholz.

Eigentlich müsste er das auch wisssen, bzw. jemanden haben, der ihm das sagt. Vielleicht aber auch nicht — der SPD-Parteivorstand ist schon eine heftige Filterbubble, da ist alles denkbar.

Deshalb die andere Möglichkeit: 3/

2. Scholz dachte ernsthaft, die CDU unter Merz würde sich der Verantwortung der Situation stellen und hatte gar keine strategischen Überlegungen. Das klingt erstmal unwahrscheinlich, aber eine Eigenschaft muss man der SPD zugute halten, die der CDU völlig fehlt: Sie hat sich (egal, warum oder mit welchem eigenen Machtwillen verbunden) immer dieser Verantwortung gestellt. Genau deshalb hat sie ihr eigenes Profil ja oft bis zur völligen Selbstverleugnung verzerrt und vergessen. 4/
Ich glaube ernsthaft, dass, wenn die Rollen von SPD und CDU vertauscht wären, die SPD dann genau das tun würde, was sie jetzt von der CDU erwartet. In einem alternativen Universum in dem Armin Laschet sich drei Jahre in einer schwarz-grün-gelben Koalition geplagt und jetzt Lindner gefeuert hätte, würde die SPD unter Scholz eine schwarz-grünen Minderheitsregierung zumindest bei bestimmten Gesetzesvorhaben unterstützen. 5/

Es kann also sein, dass bei der SPD wirklich niemand versteht, wie absolut anders die CDU (erst recht, aber nicht nur unter Merz) tickt.

Aber für die Gesellschaft und für die Medien muss das jetzt eigentlich die Erkenntnis sein: Eine Partei, die nicht mal bis März auf eine Wahl warten kann und bereit ist, vorher dabei mitzuhelfen, etwas Ruhe und Ordnung zu schaffen, ist in keiner Weise geeignet, um Regierungsverantwortung zu übernehmen. 6/

Völlig egal, wie unüberlegt, strategisch falsch und/oder naiv die SPD und Scholz hier gehandelt haben, die Situation ist jetzt, wie sie ist (und inhaltlich war der Rauswurrf der FDP sowieso überfällig). Die CDU müsste jetzt einmal in ihrer Geschichte zeigen, dass sie im Interesse des Landes und der politischen Vernunft in der Lage ist, das Trumpeske Theater ihres Kanzlerkandidaten für ein paar Wochen herunterzufahren und dringend notwendige politische Entscheidungen mitzutragen. 7/
Das kann sie natürlich nicht, sie konnte es noch nie, sie hat es unter Merkel nur ein paar Jahre lang simuliert. Und deshalb sollte niemand, dem auch nur an einem kleinen Rest Zukunft, Zivilgesellschaft und Zusammenhalt liegt, auch nur daran denken, diese Partei und ihren aktuellen Vorsitzenden zu wählen. 8/8
@astefanowitsch
Absolut treffende Analyse.
Die CDU hat drei Jahre bewiesen, das sie keinerlei Verantwortungsbewusstsein für dieses Land hat.
@ktulu73 @astefanowitsch
Nicht nur drei Jahre lang. Eher 35 Jahre lang. Nicht dass die Schröder SPD besser gewesen wäre.

@Stricki

A gazillion times THIS.

Wobei Kohl, so sehr ich ihn verachte, im Vergleich noch besser abschneidet als Merkel.

@ktulu73

Ergänzung: Sie hat das schon in den Kohl-, v.a. aber in den Merkeljahren bewiesen.

@astefanowitsch

@astefanowitsch
Wie ich sehe, verfängt die Politik von Scholz tatsächlich...
Deine Analyse ist nachvollziehbar, dennoch höchst kurzsichtig.
Was Scholz mit den Wählern macht, ist reine Verblendung.
Er hat eine Situation herbei geführt, in der sämtliche demokratischen Gebilde nur verlieren können.
Das zutiefst Bedauerliche ist, dass sich die Grünen vor diesen Karren spannen lassen, weil ihnen der Schneit fehlt #NeuwahlenSofort auszurufen. Wie es auch die Mehrheit der Bürger wollen.

@juru177 @astefanowitsch seine sicht ist also kurzsichtig, der wunsch des volkes aber staatstragend und nachhaltig/weitsichtig?
Und was ist, wenn es eigtl genau andersherum ist?

Wenn zb das wahlvolk *jetzt* keine aufwaende fuer klimaschutz will, aber in zig jahren rumheult, wenn ihr haus weggegespuelt wird und hunderte millionen klimafuechtlinge in die eu wollen? Dann ist scholz *jetzt* kurzsichtig? 🤔

@juru177 @astefanowitsch Was soll denn "sofort" heißen? Wahlkampf im Advent? Es müssen Programme ausgearbeitet, Kandidaten aufgestellt, Wahlkampf vorbereitet werden. Dafür finde ich fünf Monate sportlich genug.
@nyca @astefanowitsch
Sofort heißt unverzüglich.
Ich kann nicht einschätzen, wie hoch der Zeitaufwand für Parteien u Bundeswahlleiterin sind, habe bisher allerdings noch nichts Stichhaltiges gehört, warum die Vertrauensfrage nicht nächste Woche gestellt werden könnte.
Btw: das Argument, es sei Weihnachten ist abstrus u ein Hohn derjenigen, die sich Weihnachten nicht leisten können und/oder arbeiten müssen. Ganz zu schweigen, von den Menschen, die an Weihnachten frieren und bombardiert werden.
@juru177 @astefanowitsch Inwiefern hilft es den Bombardierten, wenn hier Weihnachten überstürzt und schlecht vorbereitet gewählt wird?
@nyca @astefanowitsch
Gar nichts.
Es gibt jedoch keinen Grund, anzunehmen, dass die Wahlen überstürzt und schlecht vorbereitet wären.
@juru177 @astefanowitsch Eine Wahl mit mehr als 60 Millionen Wahlberechtigten lässt sich nicht in drei Wochen organisieren. Deswegen beträgt die zulässige Frist auch 60 Tage *nach Auflösung des Parlaments*. Dies wiederum muss spätestens 21 Tage nach verlorener Vertrauensabstimmung erfolgen. Das sind die Fristen, schneller muss hier überhaupt nichts gehen. Zumal es für viele Millionen Menschen sehr beruhigend wäre, wenn erstmal ein Haushalt für 2025 beschlossen werden könnte.
Nach dem Ampelbruch: Bundeswahlleiterin warnt vor »unabwägbaren Risiken« bei einer Neuwahl im Januar

Olaf Scholz peilt Neuwahlen im März an, die Opposition drängt auf einen deutlich früheren Termin. Nun aber erhält der Kanzler Unterstützung von der Bundeswahlleiterin. Die sieht nach SPIEGEL-Informationen eine schnelle Abstimmung kritisch.

DER SPIEGEL

@nyca @astefanowitsch

Da bin ich bei dir. Die Warnungen sollten nicht ignoriert werden.

@nyca @astefanowitsch
Es geht doch nicht darum, die Fristen nicht einhalten zu wollen bzw. zu verkürzen. Zumindest mir nicht.
Das "Problem" ist, dass die 60-Tage-Frist in die Weihnachtszeit fällt, wenn die V-Frage nächste Woche gestellt werden würde.
Die Frage nach dem Haushalt stellt sich doch nicht mehr aufgrund fehlender Mehrheit.
@juru177 @astefanowitsch Die Alternative wäre ein Bundeshaushalt frühestens im Mai, das ist komplett unverantwortlich.

@nyca @astefanowitsch
Die CDU wird diesem Haushalt nicht zustimmen. Sie hat ihn auch mehrfach scharf kritisiert.

Wie kommst du auf Mai? Meinst du, im Mai haben wir bereits eine neue Regierung? (Ernstgemeinte Frage)

@juru177

Doch, ganz klar. Wahlen werden in signifikantem Ausmaß von freiwilligen Wahlhelfern getragen. Die müssen alle angeworben und geschult werden. Schon unter normalen Umständen ist das ne Riesenaufgabe - aber mal angenommen die Wahlen finden wie von Merz gewünscht am 19. Januar statt bedeutet dass, das die Schulung über Weihnachten stattfinden muss. Ganz ehrlich - wer hat denn da drauf Lust. Und ohne Wahlhelfer gibt’s keine ordentliche Wahl.

@nyca @astefanowitsch

@juru177 dazu kommt, dass sich die Parteien und Organisationen auch noch vorbereiten müssen, korrekte Wahllisten abgeben müssen und dann auch noch Stimmzettel vorbereitet und gedruckt werden müssen - und wer hat an Weihnachten zu? Genau, Druckereien, die sowas machen.

Die Idee, dass man an 19. Januar wählen könnte ist sooo weit aus dieser Welt, dass ich wünsche, dass die Cannabislegalisierung nicht erfolgt wäre, weil der Merz scheint voll in den Stash gegriffen zu haben.

@nyca @astefanowitsch

@juru177 dazu kommt, dass ja das Wahlgesetz sich geändert hat - also auch wirklich wirklich jeder, der Wahlhelfer wird wahrscheinlich zumindest ne Nachschulung brauchen. Ich mach das ja schon ein paar Jahre als Wahlvorsteher, aber über Weihnachten bin ich nicht da. Und ob ich ohne Schulung die Verantwortung übernehmen will? Nun ja, dann eher ohne mich. Aber vielleicht will Merz ja mal nen Wahlvorstand leiten.

@nyca @astefanowitsch

@xylakant @nyca @astefanowitsch

Der Kanzler ist gesprächsbereit, tickert es in den News.
https://www.sueddeutsche.de/politik/news-ampel-aus-scholz-vertrauensfrage-bundestag-neuwahlen-merz-lux.XU95mWuMR6Ub8CrLSumuTA

Ich halte den 19.01. auch für sehr ambitioniert. Aber jede Verzögerung, die auf parteipolitischen Gründen fußt, schadet der Demokratie. Dem Eindruck kann man sich nicht verwehren, bei Scholz.
Das ist Wasser auf die Mühlen der AfD.

News zum Ampel-Aus: Scholz wohl zu Gesprächen über den Wahltermin bereit

In Budapest zeigt sich Olaf Scholz erstmals offen für Diskussionen über einen früheren Termin der Neuwahl. Merz nennt kommende Woche als guten Zeitpunkt für die Vertrauensfrage.

Süddeutsche.de

@juru177
Dass Merz gerne eine Wahl hätte, die vor Ende der vorgeschriebenen Frist ist, ist halt auch Wahltaktik.

Die Bundeswahlleiterin hat deutlich davor gewarnt, die Wahlen über die Weihnachtstage zu organisieren- denn eine nicht sauber organisierte Wahl würde das Vertrauen in die Korrektheit der Wahlen massiv beschädigen.

https://www.tagesschau.de/newsticker/liveblog-ampel-krise-freitag-100.html#Bundeswahlleiterin

@nyca @astefanowitsch

Liveblog zum Ampel-Aus: ++ Bundeswahlleiterin warnt vor Neuwahl im Januar ++

Laut Bundeswahlleiterin Brand könnte eine auf Januar oder Februar vorgezogene Wahl zu "unabwägbaren Risiken" führen. Seit dem Ampel-Aus meldet die SPD etwa 500 neue Mitglieder. Die Entwicklungen im Liveblog.

tagesschau.de

@nyca @juru177 @astefanowitsch

Es wird auch dann nicht über Weihnachten gewählt... 🙄

Und etwas Spontanität ist vielleicht auch mal gut. Dann werden die Bürger nicht wieder monatelang mit Wahlkampflügen veräppelt, die dann im Rahmen einer Koalitionenverhandlung ganz schnell wieder unter den Tisch fallen.

Ein Wahlkampf länger 6 Wochen bringt ohnehin inhaltliches nichts, was nicht auch in 6 Wochen vermittelt werden kann.

@Tomcat @juru177 @astefanowitsch Wäre vielleicht gut, vor April einen Bundeshaushalt zu verabschieden.

@nyca @Tomcat @astefanowitsch

Das ist genau der Punkt für eine zügige neue Regierungsbildung. Die jetzige ist handlungsunfähig.
Und mit der vorläufigen Haushaltsführung 2025 umzugehen, ist auch kein erstrebenswertes Ziel.

@juru177 @Tomcat @astefanowitsch Das wäre beim frühesten Wahltermin auch nicht vor März. Heißt 3 Monate vorläufige Haushaltsführung minimum.

@nyca @Tomcat @astefanowitsch

Je nachdem wie gewählt wurde. Denke auch an Sondierungsgespräche und Koalitionsverhandlungen. Das kann sich monatelang ziehen, insbesondere wenn es wieder drei Koalitionspartner werden, wovon derzeit ausgegangen werden kann.

@juru177 @Tomcat @astefanowitsch Ja eben. Und was willst du mir da jetzt von frühen Wahlen erzählen? Der Haushalt muss vorher verabschiedet werden, das ist doch der Punkt.
@nyca @Tomcat @astefanowitsch
Das wird nicht passieren. Die CDU stimmt dagegen, wenn Scholz das zur Abstimmung bringt. Die Entwürfe sind bereits mies und es klafft ne Lücke.
@juru177 @Tomcat @astefanowitsch Dann wird es Gespräche geben müssen. Sind ja noch knapp zwei Monate bis Jahresende. Und danach kann man sich mit Wahlen beschäftigen.
@nyca @Tomcat @astefanowitsch
Wir werden sehen, wie sich der BK entscheidet. Verlierer hat es genug gegeben. Wäre schön, wenn die Demokratie nicht auch dazu gehören würde.

@juru177 @nyca @astefanowitsch

Schön, dass das noch jemand ausspricht. Auch für Nachrichtensprecher scheint es nicht denkbar zu sein, dass ein Politiker in der Situation, auch mal zwischen dem 24.12. und 11.1. etwas für sein Geld tut.

Ich weiß, dass die teilweise fern ihrer Familie arbeiten, aber ich finde, dass man das von jemandem der auszieht das Volk zu vertreten, durchaus in einer Ausnahmesituation auch mal erwarten darf.

@Tomcat @juru177 @astefanowitsch Es geht nicht nur um Politiker, sondern vor allem um Wahlhelfer und die ordentliche Vorbereitung.
@nyca @juru177 @astefanowitsch Das hätte schon etwas, #Wahlkampfstände auf dem #Weihnachsmarkt und beim #Glühwein und gebrannten Mandeln mit dem #Wahlkreiskandidaten oder seinem #Team diskutieren...
@juru177 @astefanowitsch Die Grünen wollen sicherlich auch lieber Neuwahlen früher als später – nur ist das organisatorisch nicht sofort machbar. Es müssen Kandidaten für die Landeslisten gewählt werden, die müssen auf Wahlzetteln landen, die gedruckt und verteilt werden müssen – das dauert einige Wochen. Deshalb warnt auch die Bundeswahlleiterin vor einer sofortigen Vertrauensfrage, denn eine chaotische Wahl würde das Vertrauen in die Demokratie noch weiter schwächen.
@robert @astefanowitsch
Naja, glaubt man den Grünen im Land Berlin sind diese vorbereitet. 😉
Ich kann mir vorstellen, dass es herausfordernd ist, keine Frage. Allerdings kann ich mir ebenso vorstellen, dass auch andere Verbände gut vorbereitet sind.
Denn die Frage war ja seit langem nicht mehr, ob es vorgezogene Neuwahlen gibt, sondern wann.
@juru177
Woher kommt diese Information dass die Mehrheit sofort Neuwahlen wollen?
@astefanowitsch
Bruch der Regierungskoalition: Mehrheit der Deutschen will rasche Neuwahlen – und begrüßt Ampel-Aus

Wann wählt Deutschland? Olaf Scholz peilt den März an und erhält Unterstützung von den Grünen. Die Opposition drängt jedoch zur Eile. Und hat damit Umfragen zufolge einen Großteil der Bevölkerung auf ihrer Seite.

DER SPIEGEL
@juru177 @astefanowitsch Dass Scholz eine Situation geschaffen habe, in der alle Demokraten nur verlieren könnten, halte ich für komplett falsch: Die CDU hätte sich jetzt als staatstragende, verantwortliche Partei zeigen können, das unsachliche Gepolter zurückfahren können, und die wichtigsten Dinge mit SPD und Grünen angehen können.
Alle demokratischen Parteien könnten so gleichzeitig an Ansehen gewinnen. Demokratie ist kein Nullsummenspiel.

@astefanowitsch

Ich denke es ist viel einfacher: Niemand (außer Merz und der AfD, denen es nicht schnell genug gehen kann) will Neuwahlen bei Schnee, Schneematsch und Glatteis, und schon gar niemand will Wahlen in den Weihnachtsferien (die Tage zwischen den Jahren sind für andere Dinge da). Neuwahlen im März sind viel angenehmer für alle Beteiligten (Wähler, Wahlkämpfer und Wahlhelfer).

@jk @astefanowitsch Es wird in diesem Zusammenhang gerne vergessen, dass die Wahlen dann nicht nur einmal zum Jahresbeginn abgehalten werden, und das mit sämtlichen Konsequenzen. Bei einem normalen Turnus, der eine volle Legislaturperiode dauert, haben wir das dann bei jeder Bundestagswahl
LdN405 Ampel am Ende, Trump erneut US-Präsident (Interview Isabella Weber, Ökonomin)

Lage der Nation - der Politik-Podcast aus Berlin

@astefanowitsch Comic. 2 Panels.

Das erste Panel ist das „This is fine“-Mem, nur sitzt Scholz am Tisch und sagt „I could use some help“. Außen am Fenster steht Merz, er sagt „I know what to do“.

Das zweite Panel ist ebenfalls das „This is fine“-Mem. Die Flammen schlagen höher, der Tisch brennt. Jetzt sitzt Merz am Tisch und sagt „Now everything is fine“.

@astefanowitsch Die CDU hatte das Kanzleramt einfach seit Bestehen der Bundesrepublik so lange inne dass für Merz (und große Teile der Partei) das einzige Problem Deutschlands darin besteht dass das im Moment nicht der Fall ist. Dieses Problem zu lösen hat oberste Priorität.

@astefanowitsch
Danke für das Ausformulieren und ordnen dessen, was sich auch in meinem Kopf zu diesem Thema abspielt.

Die CDU war noch nie eine Alternative. Sie redet aktuell nur denen das Wort, die sich selbst nicht bewegen wollen und die Angst vor allem haben, was sich von ihrem kleinen, engen Weltbild und ihren Gewohnheiten unterscheidet.

@astefanowitsch Was auch immer Scholz da fehlt, es sind sich alle einig, dass seine letzte Rede bisher auch die Beste war. Wenn er ein paar Mal in den nächsten Wochen so vor die Presse tritt, der Amtsbonus verschafft ihm da mehr Aufmerksamkeit als der Konkurrenz, dann kann er den verbreiteten Eindruck von sich als Daumendreher vielleicht wenden. & wäre dann ein starker Kontrast zum nach Neuwahlen krakeelenden Merz: energisch, deutlich & um die Sache bemüht, nicht um seinen persönlichen Vorteil.
@docht Nein, dazu hätte er spätestens in den letzten drei Jahren ein Geflecht aus guten Beziehungen zu einflussreichen Medien/Journalist*innen knüpfen müssen. Hat er aber nicht, anders als Merz und Lindner. Und (unter anderem) deshalb bestimmen die weiterhin das Narrativ.

@astefanowitsch

Verstand kann schneller schrumpfen als Wählerzahl oder Mitglieder. Es ist nicht das erste Mal.