🧵#AfD-Wähler*innen ‒ für immer für die #Demokratie verloren?

Das sagt unsere pädagogische Leiterin Nicole Broder: „Wir wissen von unseren Fortbildungen, dass man Menschen mit rassistischen Einstellungen, aber ohne geschlossenes rechtes Weltbild, oft noch erreichen kann.“
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„#Protestwähler*innen kann man aufzeigen, was für ein Weltbild die AfD hat, dass sie demokratische Rechte beschneiden möchte. Denn: In allen Ländern, in denen rechtspopulistische Parteien an die Macht gekommen sind, ging das mit Einschränkung von Minderheitenrechten einher.“ /2
„Man muss #Rassismus und #Antisemitismus so thematisieren, dass man sich nicht mehr entziehen kann: bei der Arbeit, in Schulen, im Verein. Zum Teil passiert das schon, weil Rechte lauter werden & es zu Konflikten kommt. Jetzt braucht es #Gegenrede, #Protest & #Unterstützung.“ /3
„Es braucht die gesamtgesellschaftliche Erkenntnis, dass #Demokratie etwas ist, was wir alle gemeinsam schützen müssen. #Rassismus & #Antisemitismus sind nicht nur ein Problem gesellschaftlicher Ränder, sondern auch ein Problem der Mitte.“ /4
„Wir müssen weg vom Bild der bösen Extremist*innen und stattdessen über Vorurteile, Diskriminierung & reaktionäre Einstellungen sprechen, an die Rechte andocken können. Je subtiler sich #Antisemitismus & #Rassismus äußern, desto mehr wird es als “#Meinungsfreiheit” toleriert.“ /5
„Ein breites bürgerliches Lager hat nicht verstanden, versteht zum Teil bis jetzt nicht, dass die AfD eine rechtsextreme Partei ist. Ich glaube deshalb, dass die Berichterstattung über das von @correctiv_org aufgedeckte #rechtsextreme #Geheimtreffen Menschen wachrüttelt.“ /6
„Es ist aktuell ein sehr kleiner gemeinsamer Nenner bei den Demos: Wir wollen keine Diktatur. Trotzdem: immerhin ein Anfang. Und ein Zeichen.“ /7
@BSAnneFrank So sehe ich das auch. In den kommerzialisierten sozialen Medien ist so etwas schwer umsetzbar – Stichwort: Blasenbildung durch Algorithmen. In den föderierenden sozialen Medien basteln auch schon einige an der »sauberen« Timeline. Gerade neulich verkĂĽndete https://troet.fediverse.at/@nicobruenj[email protected] »solche Nasen direkt weg zu blocken« (gemeint sind jene, welche sich als »politische Mitte« outen – was durchaus fragwĂĽrdig sein kann). User https://troet.fediverse.at/@AppleWoi@mastodon.social sekundierte mit irgendwas von wegen »Nazis in die Fresse hauen« woraufhin ein davon begeisterter https://troet.fediverse.at/@AppleWoi@mastodon.social zum Sesselkreis ruft, um einen »Konsens« zu finden. Abgesehen davon, dass die Ansätze offensichtlich nicht zusammen passen, verhindert blocken genauso wie »in die Fresse hauen« naturgemäß jeglichen Dialog. Daraus folgt zwingend, dass das Blocken von Usern konträrer Auffassung und aktiver Antifaschismus nicht zusammen gehen. Wer sich nicht darĂĽber hinaus sieht, faschistoiden Ansichten auf einer sachlichen Ebene erfolgreich zu begegnen, kann gerne die sozialen Medien nutzen, um sich die Zeit damit zu vertreiben. Den politischen Anspruch hat eine solche Person aber damit aufgegeben.
Nico (@[email protected])

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