Wisst ihr was mich derzeit am meisten ankotzt?

#Natenom wurde totgefahren und viele außerhalb der Bubble sehen ihn selbst als Schuldigen an der Sache.

Und das sind nich irgendwelche wütenden Pforzheim-Dudes, sondern das sind auch meine Familienmitglieder, Freunde, Bekannte, Verwandte, ...

Dieses "Autos First" denken bekommen wir einfach nicht raus aus den Köpfen.

Ja, wir sind jetzt laut und hauen auf den Tisch, aber im Grunde genommen steckt man uns doch nur in die Fahrrad-Freaks-Ecke.

@Nessie_LE Dito. DIe nächsten derartigen Meldungen einer #Autolizei geistern durchs Fediverse (Dortmund Zebrastreifen und Fall #iprime )
Warum ist ausgerechnet bei der Law-and-order-Fraktion alles "Freak" was im Sinne der nicht Motorisierten auf die Einhaltung der STVO wert legt.
#Natenom hat sich noch nciht mals primär als Verkehrswendeverfechter geäußert (auch, wenn ich ihn so einschätze, dass er das schon war) vorrangig hat er die EInhaltung geltenden Rechts gefordert. NIcht mehr.

@Nessie_LE
Dass wir die Autozentrische Denkweise insgesamt angehen müssen ist für mich der zweite Schritt. Der erste wäre: WIe kriegen wir konsequente EInhaltung, Ahndung und Kenntnis der echten #STVO durchgesetzt. Hängt zusammen, ist aber nur ein ganz kleiner Teil des gesamten Themas #Autozentrik .

Angefangen beim Begriff der Höchstgeschwindigkeiten (50/100), die in der STVO nicht als Recht genannt sind, sondern mit dem Vorsatz "selbst unter den günstigsten Umständen".

@jakob_thoboell @Nessie_LE saß neulich noch bei einem Freund im Auto der sagte: "Höchstgeschwindigkeit ist ja eh mehr so Richtlinie, ich verstehe nicht, warum das überhaupt kontrolliert wird."
@Nessie_LE Ich bin mit meiner Frau vor kurzem nicht wohin gefahren. Sie hält an den "Vorteilen" vom Auto fest. Fährt allerdings sehr voraussehend (ich finde Rücksicht zynisch in Bezug auf Radfahrer. Die wenigsten werden im Rückwärtsgang erwischt). Trotzdem, die Dinger sind einfach zu gefährlich, für Menschen.
@Nessie_LE diese merkwürdige Mischung aus Rechtfertigung zugunsten der Autofahrer aus einer privilegierten Position in Sachen Infrastruktur und Verkehrsregelinterpretation, die Radfahrende dann noch als leichtsinnig und selbst schuld darstellen, wenn sie auf der Straße fahren. Es ist so mühsam dagegen anzureden.
@Nessie_LE
Das ist die gleiche Geisteshaltung wie:
„…. selber schuld wenn sie so einen kurzen Rock trägt!“
Opfer werden diskreditiert um Fehlverhalten zu relativieren 🤮
#natenom
@Nessie_LE Ich habe die genaue (englisch) Formulierung nicht im Kopf - Sinngemäß: Radfahrer werden durch das Recht reguliert, aber nicht geschützt.
Von Radfahrern wird erwartet, das sie sich an die Regulatorik hält (benutzungspflichtige Radwege! und andere eher gefühlte Pflichten), aber einen Schutz vor den stärkeren Verkehrsteilnehmern können wir nicht wirkungsvoll durchsetzen.
@Nessie_LE Leider wahr. Ich mache die selbe Erfahrung.
Deswegen müssen wir Druck auf Politik und Presse ausüben.
Nur wenn #Radinfrastruktur konsequent umgesetzt wird und auch die Berichterstattung sich ändert, ändert sich etwas in der öffentlichen Wahrnehmung.

@Nessie_LE Mir sehr nahe stehende Leute sagen (noch sehr diplomatisch ausgedrückt) Sachen wie "Scheiß Radfahrer, alle selber Schuld so wie die fahren!"
Wenn ich darauf hinweise, dass ich im übrigen auch scheiß Radfahrer bin, wird irgendwas gemurmelt. Bestenfalls noch "na fahr halt Auto!"

Und das eigene Rad steht seit >10 Jahren im Keller, weil Radfahren ja so gefährlich ist.

Es ist so dumm, aber es tut so dermaßen weh 💔