„Sehr geehrte Frau Brauch,
vielen Dank für Ihre Zuschrift und Ihr Interesse. Offenbar bezieht sich Ihre Kritik auf die Tagesschau-Sendung um 20 Uhr vom Sonntag, dem 21. Januar 2024.
In der Tat haben bei den Demonstrationen in den vergangenen Tagen viele hundertausend Menschen in ganz Deutschland eindrucksvoll gezeigt, dass sie für demokratische Werte einstehen. Dies hat die Redaktion entsprechend gewichtet und zum Aufmacher der Sendung gemacht. Zudem wurde auch noch ein Bilderclip vorangestellt, was wir nur in Ausnahmefällen bei besonderen Ereignissen tun. Der Großteil der beteiligten Menschen wollte dabei seinen Protest gegen Rechtsextremismus zum Ausdruck bringen, aber bei der hohen Anzahl der Demonstranten ist klar, dass wir nicht alle zum Ausdruck gebrachten Themen abbilden können.
Die Entscheidung über einen Brennpunkt zu dem Thema liegt hingegen nicht bei ARD-aktuell, sondern bei der ARD-Programmdirektion in München, an die Sie sich hier gerne wenden können
https://hilfe.ard.de/fernsehen/
Was Ihr zweites Anliegen betrifft, so ist es das Ziel von ARD-aktuell, unser Publikum möglichst gut und umfassend zu informieren. Das bedeutet auch, aus der Vielzahl der möglichen Themen die wichtigsten auszuwählen, sie einzuordnen und zu gewichten. Die Aktionen von AfD-Mitgliedern in den vergangenen Wochen waren der Auslöser für die bundesweiten Proteste in der Bevölkerung, aber auch in der Politik sind erneut Debatten über den Umgang mit der AfD entstanden. Bei einem Bericht darüber halten wir es für journalistisch korrekt, auch Vertreter AfD zu Wort kommen zu lassen. Grundsätzlich können wir Ihnen versichern, dass ARD-aktuell weder ein politisches Ziel verfolgt, noch eine besondere Nähe zu der einen oder anderen Partei hat.
Wir hoffen, Sie begleiten unser Nachrichtenangebot aufmerksam weiter.
Mit freundlichen Grüßen
Publikumsservice ARD-aktuell“
