Welche sozialen Normen machen für dich als neurodivergente Person am wenigsten Sinn? #neurodiverse
Für mich glaube ich: Unlogische/unwahre Dinge hinnehmen, um den sozialen Frieden zu sichern, und „sich erwachsen verhalten“. Spielt Lego, hüpft Trampolin!
@MaiKueper Dass Menschen erwarten, an bestimmten Tagen im Jahr angerufen zu werden um dabei immer die gleichen Sprüche gesagt zu bekommen. Frohe Weihnachten. Frohes Neues. Alles Gute zum Geburtstag... Nächstes Jahr rufe ich alle irgendwann im Jahr an und wünsche einen wunderschönen $Datum.
@lilo @MaiKueper finde ich auch ermüdend. Kann Geburtstage und Weihnachten und die damit verbundenen Rituale usw nicht ausstehen. Bin ich also neurodivergent? 🤔
@lilo @Ketakater Das kann ich dir nicht sagen ;)

@MaiKueper
Status und Statusdenken, "Gesicht bewahren", makellos sein (wollen), keine Fehler zugeben, Schein und Ansehen. Und dieser ganze Affenzirkus, den manche darum betreiben, tw. verbunden mit hohen Kosten, sei es rein finanziell oder anderer Natur.

Geschenke und Rituale, weil "man das halt so macht", bei zeitgleich kompletter Ignoranz der realen Bedürfnisse des anderen.

@Anthrako Ohja das mit den Geschenken! Gnaa

@Anthrako JaAaaAaaAaaAaaa, da geh ich mit! 😅

Gerade Fehler sehen und eingestehen können ist SO grundlegend wichtig!

Auch dieser Statusbullshit! Als wäre der eine Typ irgendwie geiler als der daneben, nur weil er mehr von seinem Gehalt in ne Uhr gebuttert hat.

Und "weil halt" geht sowieso einfach nie klar. Ich schenke Leuten was, weil ich Bock hab ihnen eine Freude zu machen. Nicht, weil ich ein Geschenk "zurückzahlen" will.

@MaiKueper
Regelmäßig rein sozialen Anlässen zusammenzukommen, die keinen Zweck haben und ohne dass man da etwas tut außer über irgendwelche zufälligen Dinge zu reden.
Das finde ich extrem stressig.

@MaiKueper
Kirchengeläut.

Warum muss der Krach sein?
Egal wann.

@MaiKueper Statuserhalt um jedem Preis
@MaiKueper Smalltalk bzw. Oberflächliche Gespräche.
@MaiKueper holt tief Luft

- Geburtstage
- sämtliche traditionellen Festtage
- Schweigen im Fahrstuhl (warum nicht immer und überall)
- kompetetiver Sport und dessen Verherrlichung
- nach dem Befinden fragen, wenn es einen nicht interessiert
- Glück wünschen (ist Erfolg von Glück abhängig?)
- bedanken für etwas, was man eigentlich nicht haben will
- politische Rhetorik (warum nicht einfach sagen, wie es ist?)

@MaiKueper Lügen, überall Lügen.

Man darf so gut wie nie die Wahrheit sagen, alle erwarten von einem, dass man permanent lügt.

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Die Toleranz der Gesellschaft ggü. Menschen, die sich asozial verhalten.

@MaiKueper dass unsere ganze Welt auf Rechtshänder ausgelegt ist: ob es Standardtastenkombinationen in Games/Apps sind, oder die Positionen von Lichtschaltern, Türklinken und Hänkeln bei Tassen mit lustigen Sprüchen...
@MaiKueper Small Talk, bzw. der Widerstand am Tisch o.Ä. nicht ernsthafte Dinge bereden zu können. Die Angst vor "Streit".
@MaiKueper Dass man ständig zu hören bekommt "Das kannst Du doch nicht sagen", wenn man bloß die Wahrheit gesagt hat.
@historiavocis Und es ist ja auch Unfug, denn ganz offensichtlich kannst Du ja doch, sonst wäre es ja nicht passiert. :')
@MaiKueper Kleidungsvorschriften jeder Art. Oder auch bloß Mode.
@benni Ja, ist mir auch viel zu anstrengend. Capsule wardrobe for the win!

@MaiKueper
Nicht direkt ganz unten in der "Sinn-Skala", bringt aber doch oft Irritationen mit sich:
Siezen.

Wann sag ich Sie, wann du?

@MaiKueper

Ich kann mich nicht entscheiden. Ich kann viele nichtmal in Worte fassen.

Das Nicht-einfach-so-sein-dürfen-wie-ich-bin.

Und dann das ständige Rätselraten, was denn nun von mir erwartet wird, und das vergebliche Warten auf die Erklärung, warum um alles in der Welt.

@MaiKueper
Smalltalk.

Ich bin (etwas unfreiwillig) Meisterin im Smalltalk sterben lassen und unangenehme Stille provozieren.

Ich gehe Smalltalk so gut ich kann aus dem Weg.

@MaiKueper Das Leute erwarten, dass man sich Dinge über sie nach einem Mal hören merken kann. Namen zum Beispiel. :')

Wenn es ne Runde mit Stühlen und/oder Tischen ist, schreibe ich direkt in der Vorstellungsrunde mit, wer wo sitzt. Ansonsten keine Chance, dass ich Justus und Christoph in fünf Minuten noch am Namen erkennen würde.

@MaiKueper Rücksicht auf die Gefühle von Leuten nehmen, die keine Rücksicht auf irgendjemandes Gefühle nehmen.
@Laracoa Oh, guter Punkt, ja. Das kann ich auch extrem schlecht. Im professionellen Kontext sehr anstrengend.

@MaiKueper „Awaresskonzepte“.
Die laufen darauf hinaus, die subjektive emotionale Befindlichkeit selbsternannter Tugendwachend:*:Innen zum absoluten Maßstab moralischen Anstands zu machen und jede Infragestellung davon mit Exkommunikation zu bestrafen.

Beware the Aware!

@MaiKueper das morgens Kollegen „guten morgen“ gesagt haben wollen, statt einfach meine „es ist vor 14 Uhr, ich bin nicht wach!!!“ fresse hinzunehmen
@MaiKueper
Für mich als Autist ist die soziale Norm, sich in die Augen zu sehen, sehr anstrengend. Ich kann abstrakter Ebene verstehen, wieso sich so eine Norm entwickeln konnte, aber es ist lästig, ständig auf mein "Fehlverhalten" hingewiesen zu werden. Ähnliches gilt für Stimming.
@MaiKueper Ungeschriebene Regeln die dann auch noch eingehalten werden sollen obwohl sie nicht Kommuniziert werden.
@MaiKueper Aus Höflichkeit ständig Konversation betreiben müssen - lächelnd, freundlich und fröhlich!
@MaiKueper Interessant, dass die "Divergenten" hier nicht mehr fordern als reine Vernunft: aufrichtig sein, BS unterlassen, Potemkinsche Dörfer einreissen, keine Anerkennung für Illegitimes. Spricht dafür, dass da was ganz anderes und zwar systematisch divergent ist.
@distincteclare Gute Beobachtung. Aber viele neurotypicals würden vllt widersprechen? 🧐

@MaiKueper alle

Aber ist das ein Argument?

@MaiKueper Wenn Leute anders/besser behandelt werden weil sie reich/berühmt sind.

Smalltalk.

@MaiKueper was ich nicht als Konzept verstehe: Silvester und viel Geld für Feuerwerk ausgeben.
@MaiKueper Nicht rumzappeln, kritzeln etc., wenn man einem Gespräch folgen soll.