Was Aktienrente vor allem heißt: Deutschland macht sich vollständig abhängig von der Wirtschaft! Danach sind Gesetze, die das Wirtschaftswachstum bremsen könnten, wie bspw. Klimaschutz, nur noch schwer durchsetzbar, weil es dann heißt: Das gefährdet unsere Renten!!1! Eine Aktienrente wäre das Dümmste, was man machen könnte, deshalb wird die SPD es tun.

@sixtus
Vor allem heißt Aktienrente: wir müssen wieder die Banken retten, die sich verspekuliert haben, begeben uns in Abhängigkeiten, die noch mehr Macht von Politik auf internationalisiertes Großkapital verschiebt usw.

PS: kein Klimaschutz gefährdet die Renten natürlich noch mehr, aber das werden sie nicht verstehen

@Lapizistik @sixtus
Vielleicht müsste es eine Verpflichtung geben nur in nachhaltige Projekte zu investieren?! So könnte der Umbau vielleicht sogar unterstützt werden! Auch wenn sowas sicher nicht passieren wird!

@timmy @sixtus
Aktienrente ist ganz grundsätzlich eine blödsinnige Idee.
Die nicht Arbeitenden¹ in einer Gesellschaft müssen _immer_ zu jedem Zeitpunkt von den Arbeitenden² versorgt werden (konkrete Bedürfnisse müssen erfüllt werden). Das muß die Gesellschaft schaffen.

Aktienrente ist der Versuch, sich heute zukünftige Leistungen zu kaufen und damit im Zweifel ein Verteilungskampf.

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¹Bedürftigen
²nicht nur Lohnarbeitenden

@Lapizistik @timmy @sixtus Du wirfst hier Sozialleistungen und Versicherungsleistungen durcheinander. Selbstverständlich muss eine Grundversorgung sichergestellt werden, aber eben durch Steuergelder. So ist es heute schon. Das ist sozialer, weil alle einzahlen (Vermögende sparen sich die Rentenversicherung) und hält die Versicherung stabil, weil keine versicherungsfremde Leistungen gezahlt werden.

@simon @timmy @sixtus
Nach der Argumentation benötigen wir kein staatliches Rentensystem sondern können Rente rein privatwirtschaftlich machen. Der Staat kümmert sich um Grundversorgung, wer mehr will, kümmert sich selbst.

Aber wie gesagt, ich will da jetzt grad gar nicht in die Tiefe argumentieren.

@Lapizistik @timmy @sixtus Nein, weil ein Umlagesystem als Basis für alle im Prinzip währungs- und inflationsstabil ist sowie sehr effizient. Aber schon heute garantiert die RV kein auskömmliches Dasein. Dafür sind Steuern da. Die Rente ist kein Sozialsystem.
@timmy
Der Norwegische Pensionsfont folgt in der Tat einer Ethikrichtlinie. Unmöglich ist das also nicht. 🤔
@Lapizistik @sixtus
@alchemist @timmy @Lapizistik @sixtus Die deutsche VBL auch - sie investiert nicht in Streuminen.
@alchemist @timmy @Lapizistik @sixtus Norwegen funktioniert auch nur, weil sie faktisch die einzigen sind. Würden weitere Staaten einsteigen, würde sich auch für Norwegen zeigen, dass der Aktienmarkt letztendlich ein Nullsummenspiel ist.
@Lapizistik @sixtus Man kann zur Aktienrente stehen wie man will, aber das ist Unsinn. Man investiert ja diversifiziert in die Weltwirtschaft (möglichst auf Indexbasis) nicht speziell in Banken. Die Banken halten diese Kundeninvestments nur treuhänderisch. Ist die Bank am Ende, zieht der Fonds eben um.
@simon @sixtus
Schau dir die Begründungen bzgl griechischer Banken und den ganzen Schwanz bis zurück zu den Lehman Brothers an. Da wurde überall mit Rentenfonds argumentiert. Da geht es ja nicht um einzelne kleine Banken, sondern um ganze Wirtschaftsstrukturen.
@Lapizistik @sixtus Habe ich und es ergibt trotzdem keinen Sinn, wenn man die Struktur erhält, wie sie heute in Deutschland ist. Eine Fondsgesellschaft und eine Bank müssen strukturell getrennt sein und die Bank fungiert als Mittelsmann/Treuhänder für die Kunden. Aktien der Banken sind natürlich (wie aller anderen Branchen) im Fonds, was bei Streuung aber kein großes Problem ist.
@Lapizistik @sixtus Es heisst auch: Alle paar Jahre die Chance, alles zu verlieren! [habe ich nun zweimal hinter mir, das mit den 'immer steigenden Aktienmärkten' blendet die realen Spikes und individuelle Lebenszeit conveniently aus].
@Evo2Me @Lapizistik Ich hatte ab 2000 einen unter „vermögenswirksame Leistungen“ fallenden Aktiensparvertrag. Der stieg bis September 2001 ordentlich, die restlichen Jahre hat er samt Ruhefrist gebraucht um inklusive Arbeitnehmer-Sparzulage ziemlich genau das zu „erwirtschaften“ was ich in der Laufzeit in Summe eingezahlt hatte. „Liegenlassen bis der wieder zugelegt hat“ war keine Option, ich brauchte zu dem Zeitpunkt das Geld.
@Lapizistik @sixtus
Aktienrente ist der Verzicht auf Konsum der in die Zukunft gelegt wird. Ich bin gar kein Feind der Aktienrente, aber zwei Systeme gleichzeitig zu finanzieren im demografischen Wandel sehe ich sehr kritisch. Dennoch wäre es möglich gewesen in der Niedrigzinshase per Staatsverschuldung ein Aktiendepo wir Norwegen aufzubauen. Aber das wäre mit dem FDP nicht möglich gewesen.

@sixtus Vielleicht ist etwas großzügig "Wirtschaft" als Ganzes mit Entwicklungen am Aktienmarkt gleichzusetzen. Die Spekulation am Aktienmarkt ist ja nicht unmittelbar an den wirtschaftlichen Werdegang gekoppelt.

Und nicht nur Klimaschutz. Auch Mindestlöhne, Arbeitnehmerrechte, Verbraucherrechte und Strafbarkeit von Besitzern, Geschäftsführern, Firmen wenn sie aktiv scheiße bauen.. All das ist schlecht für Kurse :/

@sixtus Aber ... ähmm ..., halten zu Gnaden, der kapitalistische Staat "macht sich abhängig" von "der Wirtschaft" ??!? Also jetzt mit der "Aktienrente"? Sonst wär das nicht so?
@sixtus
Genau aus diesem Grund treibt die FDP ja die Verheißung der so lukrativen Aktienrente ja voran. Sie will den Sozialstaat komplett dekonstruieren.
@sixtus Cryptorente wäre doch dann auch ne Option.
@sixtus Geld aus der Zukunft leihen.
@sixtus "... deshalb wird die spd es tun."😂 🥴 🥳
@sixtus Das gegenwärtige Rentensystem ist von den sozialversicherungspflichtigen Einkommen abhängig, also auch von der Wirtschaft. Auch die Verfügbarkeit von Steuergeldern ist weitgehend von der Wirtschaft abhängig. Ich bin nicht bei der gesetzlichen RV und kann durch Anlage der Beiträge u.a. in Aktien mit einer viel höheren Rente rechnen als bei gleicher Einzahlung in der gesetzlichen RV.
@sixtus wäre ggf eine Option gewesen, wenn mannes vor 40 Jahren gestartet hätte. Jetzt wird nach SWE geschaut und geträumt, dabei ist die MS Demografie längst am Sinken
@sixtus In den Kommentaren sind ja einige auf FDP-Linie. Ein Blick in die Schweiz, wo die "Aktienrente" auf 30% Aktien, 30% Immobilien und 30% Staatsanleihen (der Staat leiht sich Geld bei den Bürgern und zahlt Zinsen aus den Steuern) basiert, zeigt hauptsächlich eines: Die Verwalter sitzen mit klebrigen Fingern in den Geldströmen. 1% des Aktiengewinnes gehen in die Verwaltung. Und die Bürger mit "Aktienrente" sind stramme Wirtschaftswähler. Die Träger der "Aktienrente" sind nicht frei wählbar.
@sixtus Jeder Staat ist abhängig von der Wirtschaft. Ohne Wirtschaft keine Arbeitsplätze, ohne Arbeitsplätze kein Lohn/Gehalt und damit direkt und indirekt keine Steuern.
@sixtus
Deutschland ist – wie jede funktionierende Zivilgesellschaft – vollständig abhängig von der Wirtschaft.
Das Problem ist, dass nicht zu erwarten ist, dass die Politik den Willen und das Durchhaltevermögen hat, das Geld in nachhaltige Produkte zu investieren, sondern es eher zugunsten von Partikularinteressen verbrennen wird.
@sixtus Aktien sind doch Crowdfunding. Wenn ich also in klimafreundliche Technologien investiere, dann wäre das kein Klimaschutz?
@sixtus Wir sind jetzt also unabhängig von der Wirtschaft? Und was genau ist das passende Gegenkonzept zur Aktienrente? Kopf in den Sand wie bisher?
@sixtus Also, die Prämisse, dass Klimaschutz uns wirtschaftlich mehr schadet als nutzt, würde ich bezweifeln (plakatives Beispiel: Der Bedeutungsverlust von VW in China und bald auch überall sonst auf der Welt)
@sixtus eine zusätzlich, dividendenfinanzierte Rente könnte doch Kriterien festlegen, wie z.B. nur in "grüne" oder nachhaltige Technologien zu investieren.
@sixtus "Von den Machern von Agenda 2010 und Hartz IV kommt bald der neue Blockbuster..." 🤮

@sixtus

Simon Grothe hat die Pläne für eine Aktienrente in Deutschland im April in einem Essay für @tazgetroete ganz gut ausgeleuchtet. Viele der damit zu erwarteten Effekte waren mir nicht bewusst.

https://taz.de/Plaene-der-Ampelkoalition/!5928992/

Pläne der Ampelkoalition: Aktienrente für Profite

Der Plan von Finanzminister Christian Lindner für ein „Generationenkapital“ löst das Rentenproblem nicht – sondern verschärft Einkommensungleichheit.

@sixtus Das stimmt so pauschal nicht, wenn ich z.B. ab das australische System denke. Man kann seinen Fund wählen, und diese Funds sind ziemlich gross und mächtig und nehmen tatsächlich auch ethisch Einfluss. Sie werden oft von den Gewerkschaften kontrolliert.

Sorry, mit 500 Zeichen lässt sich die Komplexität nicht erklären.

@sixtus Ich hoffe doch, dass die Fonds weltweit anlegen müssen und nicht nur in Deutschland. Dann kann man die Wirtschaft hier immer noch regulieren.

@sixtus

Wusste schon Volker Pispers, als es mit der Riesterrente losging:
https://m.youtube.com/watch?v=l1vZ9GtmbOQ

Volker Pispers - Rente

YouTube
@sixtus Mit Verlaub - das ist Unsinn. Wirtschaft ist Staatsziel - dann kann da auch hinein investiert werden. Auch auf Mastodon fehlt der down vote button.
@hodyroff Von Aktien und Börse steht absolut nichts in der Verfassung. Wenn Du das für Wirtschaft hältst, hast Du eine esoterische Weltsicht.

@sixtus Aber die FDP würde gerne die amerikanische Politikdebatte zu dem Thema übernehmen.

Und jep, es ist ein brutales trojanisches Pferd.

Obwohl, wenn wir ehrlich sind, die staatliche Rente ist im Prinzip genauso, wenn vielleicht so offensichtlich davon abhängig, dass es der Wirtschaft gut geht. Geht es dem Land schlecht, geht es gerade Leuten, die nur "Geldleistungen" bekommen schlecht.

@sixtus
Dieser Post hat ja für einige Antwort gestört.
Ohne sie alle, jedoch die ersten paar, gelesen zu haben, drängt sich mir auf dass ein Großteil der lesenden vermutlich keinen Plan hat wie eine Aktienrente Funktioniert!
Auch scheint der Beitrag die linkere Leserschaft sehr gut zu bedienen.
@sixtus Genau Mietdeckel oder Rente? 🤔
Ganz raffinierte Aktion von Lindner.
Ich habe keine Hoffnung mehr, hat jemand ne Ecke für mich frei?
@sixtus es ist das typische Outsourcing von Staatsverantwortung zu Lasten des Solidarpaktes