Vielen Dank für den sehr interessanten Artikel.
Ich habe mich in der Vergangenheit für diesen Social-Media-Kram (StudiVZ, Facebook Instagram, Twitter etc. ) überhaupt nicht interessiert und bin damit sehr gut gefahren. Dennoch wollte ich jetzt als "mittelalter" Mann mal Mastodon ausprobieren. Naturgemäß kann ich kein Vergleich anstellen, aber positiv bewerte ich, dass man viel Input, andere Sichtweisen bekommen kann, wenn man denn "open-minded" ist.
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Ich glaube auch, dass es hier auch einigermaßen gesittet zugeht.
Dennoch ist auch die Social-Media-Welt (bei Dir/Ihnen eher auf der linken Seite der Achse) dennoch nur ein Spiegelbild dieser Gesellschaft.
Es wird hier auch teilweise so schlecht, plump, unsachlich und voreingenommen "diskutiert", dass mir Angst und Bange wird. Prinzipiell sind hier viele rechthaberisch, halten sich aber für die "Guten". Aber gut, vielleicht habe ich auch die falsche Erwartungshaltung.
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Vielleicht sollte man es tatsächlich als "Sende"-Portal für Behörden, Institute, Bibliothek, Unternehmen und Katzenfotos begreifen, auch wenn ich den "demokratischen" Aspekts des Meinungsaustauschs eigentlich sehr schätze bzw. schätzen würde.
PS: Und manche Menschen mit hoher Follower-Zahl sind sich ihrer Verantwortung glaube ich nicht so bewusst, was man mit einem schnell rausgehauenen Post anstellen kann.
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Audrey Tang ist Hackerin, Schulabbrecherin, transgender, IT-Wunderkind - vor allem aber ist Taiwans Digitalministerin eine Pionierin für völlige Regierungs-Transparenz, soziale Innovationen und der Gegenentwurf zur Führung in Festland-China.
@dejanfreiburg Danke für diesen ausführlichen Text dazu, was soziale Netzwerke sind bzw. sein können.
Eine Frage dazu lässt mich seit einer Diskussion gestern nicht los: wenn soziale Netzwerke politisch sind, wie gehen wir dann mit Ein-/Ausschluss um? Soll ein soziales Netzwerk "die Öffentlichkeit" abbilden (inkl. zB. verbohrten CDU-Wähler*innen) - oder soll es "die Guten" (what ever that may be) zusammenbringen?
@dejanfreiburg Das eine ist die technische Seite - wie zugänglich/"nerdig" im Sinne von konfigurierungsnotwendig ist eine Plattform?
Das andere, kompliziertere: wie viel kulturelle Übereinstimmung darf vorausgesetzt werden? (Fiktives Beispiel: jemand wird blöd angemacht, weil er*sie nicht oder nicht "korrekt" gendert - "wir machen das hier aber so").
@_tillwe_ Technische Seite: müsste frei wählbar von extrem niederschwellig bis Pro-Level sein. (Was ich bei Mastodon aktuell nicht sehe. Die Hürde Server-/Instanzsuche scheint vielen Menschen zu hoch.) Bürger*innen entscheiden selbst.
Würde gar keine kulturelle Übereinstimmung voraussetzen. Die anstrengende, unangenehmen Gespräche sind notwendig und gehören zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung dazu.
Man kann sich auch auf Mastodon wunderbar in die Haare kriegen. Und manchmal ist das sogar produktiv. Beispielsweise ist das Ergebnis einer solchen Posting-Schlacht gestern, dass ich seitdem darüber nachdenke, wie das mit Projekten und der Mitte ist, und ob der Mainstream sich umleiten lässt. Obe
@dejanfreiburg Danke für den Artikel!
Unbedingte Leseempfehlung, wenn man ein paar ruhige Minuten übrig hat - eher nix für nebenbei.
Vielleicht auch ein Problem der sozialen Netzwerke: Die Schnelligkeit und Bequemlichkeit sowie die vielen unterschiedlichen Kanäle. Mitunter - scheint mir - verhindert genau das auch eine tiefere inhaltliche Beschäftigung mit Themen. Geklickt & geteilt ist schnell, kann aber auch etwas (negativ formuliert) papageienhaftes an sich haben. Man plappert nach und beschäftigt sich nicht selbst tiefer, da der nächste neue Content schon wartet - wie seht Ihr das?