Vielleicht ist die Zeit reif und der Moment günstig für eine Idee von sozialen Netzwerken, die klüger machen, zur Beteiligung einladen und befähigen und sich an Werten orientieren, die Demokratien schützen und stärken können. Ein paar Gedanken dazu: https://mihajlovicfreiburg.com/2023/08/26/soziale-netzwerke-zwischen-demokratie-und-dienstleistung/
Soziale Netzwerke zwischen Demokratie und Dienstleistung

Letzten Sonntag deaktivierte ich nach fast zehn Jahren meinen Twitter-Account bzw. mittlerweile X-Account und löschte die Twitter-App von allen Geräten. Es war eine persönliche, aber auch politisch…

Dejan Mihajlović

@dejanfreiburg Danke für diesen ausführlichen Text dazu, was soziale Netzwerke sind bzw. sein können.

Eine Frage dazu lässt mich seit einer Diskussion gestern nicht los: wenn soziale Netzwerke politisch sind, wie gehen wir dann mit Ein-/Ausschluss um? Soll ein soziales Netzwerk "die Öffentlichkeit" abbilden (inkl. zB. verbohrten CDU-Wähler*innen) - oder soll es "die Guten" (what ever that may be) zusammenbringen?

@_tillwe_ Wenn es um das Zusammenbringen geht: Viele gesellschaftliche Probleme sind sehr komplex, strukturell und können nur gemeinsam, mit einem Abbild der Gesellschaft (in ihrer Diversität, wozu alle zählen) gelöst werden. Wenn es um Demokratie geht: Alle Meinungen müssen vertretbar sein und gehören zu einer demokratischen Debattenkultur (und führen u.a. zu Lösungen, auf die ich eben hinwies). Menschenfeindliche Aussagen/Hass/Gewalt sind aber z.B. keine Meinungen => Ausschluss
@dejanfreiburg Normativ soweit d'accord. Etwas tiefer gebohrt: wie viel Rücksicht sollte auf dieses demokratische Zusammenbringen z.B. im Design einer Plattform vorkommen? Sowohl mit Blick auf Hürden wie auch soziotechnisch-kulturell ... ("wir machen das hier aber so, und wenn du das nicht so machen willst, bist du hier falsch")?
@_tillwe_ Verstehe die Frage leider nicht. Woran konkret denkst du bei/m Hürden/Design bzw. Rücksicht/Grenzen? Kannst du das anders formulieren?

@dejanfreiburg Das eine ist die technische Seite - wie zugänglich/"nerdig" im Sinne von konfigurierungsnotwendig ist eine Plattform?

Das andere, kompliziertere: wie viel kulturelle Übereinstimmung darf vorausgesetzt werden? (Fiktives Beispiel: jemand wird blöd angemacht, weil er*sie nicht oder nicht "korrekt" gendert - "wir machen das hier aber so").

@_tillwe_ Technische Seite: müsste frei wählbar von extrem niederschwellig bis Pro-Level sein. (Was ich bei Mastodon aktuell nicht sehe. Die Hürde Server-/Instanzsuche scheint vielen Menschen zu hoch.) Bürger*innen entscheiden selbst.

Würde gar keine kulturelle Übereinstimmung voraussetzen. Die anstrengende, unangenehmen Gespräche sind notwendig und gehören zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung dazu.

Projekte und die Mitte

Man kann sich auch auf Mastodon wunderbar in die Haare kriegen. Und manchmal ist das sogar produktiv. Beispielsweise ist das Ergebnis einer solchen Posting-Schlacht gestern, dass ich seitdem darüber nachdenke, wie das mit Projekten und der Mitte ist, und ob der Mainstream sich umleiten lässt. Obe

till we *)
@_tillwe_ (Das sprengt wahrscheinlich den Rahmen eines Austausches via Mastodon. Da müssen wir doch mal beim nem Kaffee darüber sprechen.)