Gestern hat sich Deutschland über 9 Stunden zu 100% mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt! Der Strompreis lag dabei die ganze Zeit im negativen Bereich. Soviel zum Thema steigende #Energiepreise! #Energiewende
@demodavid Bitte, wo kommt die Info her?
@Sine Die Daten kommen von der Bundesnetzagentur und sind unter www.smard.de abrufbar.

@demodavid
Wenn die Freude sich etwas gesetzt hat, kann man überlegen, wieviel des Weges geschafft ist. Es geht ja nicht nur um den *heutigen* Strombedarf. Wärme ist ein größerer Brocken.

Ein guter "EE-Tag" ist noch kein endgültiger Beweis für irgendwas. Die Kritiker sprechen (nicht zu Unrecht) von Wackelstrom. DAMIT gilt es umzugehen.

Und:
Was heißt "negativer Strompreis" eigentlich?

Im Gesamtstromangebot (= schlecht abregelbare "Konventionelle" plus Erneuerbare) ist gerade mehr vorhanden als vorausgeplant. Dieser Zustand ist aber *absehbar* nicht von Dauer! Bevor ein Kraftwerk für KURZE Zeit abgeschaltet wird, wird dann quasi ein wenig verschenkt. Die Kundschaft hat davon nichts.

Netzdienliche Speicher müssen her! Das Fehlen von Speichern ist die Lebensversicherung für nuklear-fossile Kraftwerke.

Smard-Konzept:
https://www.sfv.de/artikel/markteinfuehrung_fuer_speicher_mit_einem_neuen_speichermarkt-design_smard

Methanol als Energiespeicher:
https://www.sfv.de/artikel/power_to_methanol_multifunktionell

Nur mal so als Anregung zum Weiterdenken.

Markteinführung für Speicher mit einem neuen Speichermarkt-Design (SFV-SMARD)

@NichtVielZuSagen @demodavid "Wackelstrom" ist ziemlich üble Propaganda der fossilen Verhindererlobby die lediglich den Status quo betrachtet. Dass es massive verringerung im Bedarf, Speicher und Intelligenz im Netz braucht ist seit Jahrzehnten bekannt und wird nicht in Abrede gestellt, im Gegenteil, es wird immer wieder darauf hin gewiesen. Die gesamte Primärenergiebedarfe zu elektrifizieren wird sowieso nicht gelingen, dazu wird es weiter Kohlenwasserstoffe brauchen.

@Bildrauschen @demodavid Egal, wer den Begriff in die Welt gesetzt hat, und unabhängig vom Begriff selbst, an dem man sich stoßen kann, der jedenfalls in der Welt ist und Uninformierte erfolgreich davon abhält, sich näher mit dem Thema zu befassen:
Wackelstrom drückt klar aus, daß die Haupt-Erneuerbaren-Techniken PV und Windkraft naturbedingt nicht stetig verfügbar sind. Die Fossilen haben den naturbedingten "Vorteil", daß sie sich vor langer Zeit lokal in hoher Konzentration (Energiedichte) bilden konnten. Die Erneuerbaren haben den Vorteil, dezentral nutzbar zu sein. Das Denken der heutigen Menschen ist aber eher auf bequeme Zentralität fixiert. König, Chef, Kaufhaus, Zentralheizung... Da weiß man, was man hat.

Gerade weil die Speicherproblematik eigentlich schon lange bekannt ist und der SFV (als Beispiel) seit Jahren darauf hinweist [1], ohne damit richtig durchzudringen, muß das endlich angepackt werden.
Solange sich da nichts tut, BLEIBT der Status quo.

Die Dringlichkeit von Speichern habe ich selbst schon in ein paar früheren Beiträgen erwähnt: [2],[3] (heikel...), [4] nebenbei als Voraussetzung für einen Vergleich. Ende der Eigenwerbung.

Aber mal interessehalber gefragt: WELCHE Kohlenwasserstoffe werden denn WO noch weiter gebraucht, abgesehen vom ausdrücklich erwähnten Methanol und der Vorstufe Methan?

[1] https://sfv.de/solarbrief-01-2022
[2] https://climatejustice.social/@NichtVielZuSagen/109644355520396169
[3] https://climatejustice.social/@NichtVielZuSagen/108845987301042254
[4] https://climatejustice.social/@NichtVielZuSagen/108251330514071185

Solarbrief 01/2022

@NichtVielZuSagen @demodavid Jegliche Kohlenwasserstoffe die durch elektrische Energie erzeugt und wie auch immer transportiert werden können und für den Betrieb von Flugzeugen, Schiffen oder industrieelle Anwendungen unabdinglich sind.
Georg Nowak (@[email protected])

Tapfere Menschen, die das Fliegen klimaneutral machen wollen Eine aufatmende Luftfahrtindustrie, die nach der Coronapause endlich wieder wachsen will. Flugreisende, die es in die Ferne zieht - Klimaschädigung hin oder her. Politiker handeln im Auftrag der Bürger und berücksichtigen zugleich die Interessen der Wirtschaft. Wenn die Bürger fliegen wollen, muß die Politik zugunsten des Klimaschutzes dafür sorgen, daß die Luftfahrt klimaneutral arbeitet. Als Klimaschädling kommt anscheinend nur der übliche Verdächtige in Betracht: Kohlendioxid = CO2. Doch auch NICHT-CO2-Effekte tragen zum menschengemachten Klimawandel bei. Forschung und Entwicklung unternehmen aufwendige und teure Anstrengungen, den Ausstoß von CO2 aus fossilem Kohlenstoff zu vermindern, zu neutralisieren oder zu eliminieren. Vor allem regenerativ erzeugte E-Fuels und Wasserstoff sollen es bringen. Panorama (16.3.2023) [1] nennt das Problem beim Namen: Auf die klimawirksamen Nicht-CO2-Effekte hat die Politik keine Antwort. Konfrontiert mit der Frage nach diesen Nicht-CO2-Effekten, antworten im Interview zwei Politiker:innen, die mit der Luftfahrt befaßt sind. 1. Er, FDP, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion: vertraut auf die Tüftler und Ingenieure. 2. Sie, Grüne, Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt: will die Fortschritte beobachten; sonst werde man sich das "nochmal neu anschauen müssen". Das Umweltbundesamt hat das Anschauen vor Jahren mit einer Studie ermöglicht [2]. Durchgedrungen zu den Entscheidungsträgern ist das aber wohl nicht. So sind teure und vor allem klimaschädliche Fehlinvestitionen vorprogrammiert. Wirklich klimaneutral sind Luftfahrzeuge, die weder CO2 noch Wasserdampf noch irgendein anderes klimarelevantes Gas ausstoßen. Elektroantriebe sind dafür geeignet. Als Stromquelle kommen Solarzellen und Akkus [3] infrage sowie Brennstoffzellen-Generatoren, wenn Tanks mitgeführt werden, in denen das produzierte Wasser auf den Boden gebracht wird [4][5]. Es gibt Ideen, wie die klimaschädlichen Wirkungen des Fliegens zumindest minimiert werden könnten. Diese laufen auf eine flexiblere Planung der Flugrouten und Flughöhen hinaus. Entsprechend den atmosphärischen Bedingungen sollten Flugzeuge horizontal und vertikal feingesteuert werden [6]. Erreichbare Passagierzahlen, Kosten und Flugzeiten müssen zurückstehen. Die Physik läßt sich mit Tüfteln und Ingenieurskunst nicht austricksen. [1] <https://www.ardmediathek.de/video/panorama/panorama-vom-16-maerz-2023/das-erste/Y3JpZDovL25kci5kZS9mMmVmN2VjYi1lZjYyLTQwNTQtYTdhOC0yYzlmZWNhNmJiZWY> [2] <https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2019-11-06_texte-130-2019_umweltschonender_luftverkehr_0.pdf> [3] <https://de.wikipedia.org/wiki/Solarflugzeug> [4] <https://de.wikipedia.org/wiki/Elektrolyseur> [5] <https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoffflugzeug#Nachteile> [6] <https://e-space.mmu.ac.uk/618290/1/Fahey%20and%20Lee%20CCLR%202016.pdf> (Seiten 4, 7 und 8) #physik #treibhauseffekt #KlimaWandel #verkehr #fliegen #wasserstoff #H2

Climate Justice Social
@NichtVielZuSagen @demodavid Bleib doch mal realistisch. Du glaubst doch nicht wirklich dass die Menschheit darauf verzichten wird.

@Bildrauschen @demodavid Wer die Physik des Klimawandels versteht und sich, so gut es geht, danach verhält, hat noch Hoffnung.
Was mit dem Zug oder virtuell erledigt werden kann: gut so!
Für Sonderfälle, wo Eile angesagt ist (Hilfsorganisationen, wichtige persönliche Treffen/Konferenzen von Politikern, Wissenschaftlern), ist ein wenig Treibhauseffekt meines Erachtens gerechtfertigt. Aber auch für die Touristenfliegerei noch EXTRA-CO2 aus der Atmosphäre abpumpen? Das kann nicht dein Ernst sein.

Insofern: Glauben ist die falsche Kategorie - sonst könnten wir den Laden stante pede schließen. Was sagen wir dann den Menschen, die unter 'unserer' Lebensweise immer nur gelitten haben?

@NichtVielZuSagen @demodavid Indien leidet bekanntlich extrem und hat trotzdem 500 neue Airbus bestellt. Die wenigsten verstehen und sind auch bereit ihr Handen zu überdenken.
@demodavid Also der Energiemonitor von zeit.de zeigt auch für gestern noch Kohleverstromung an, wenn auch wenig🤔
@demodavid Oh what?
Gibts irgendwo mehr Infos zu dem Diagramm? Maybe eine Legende oder sowas? 
@demodavid stimmt, allerdings sind die negativen Strompreise kein Grund zur Freude. Erstens treiben die den Strompreis hoch (es wird richtig Geld in die Hand genommen um den Strom loszuwerden) und das sind nicht irgendwelche anonymen Energieversorger sondern wir Verbraucher die das bezahlen. Zweitens kann ein Übermaß an Strom zu den selben Problemen führen wie eine Unterdeckung, sprich zu einer Destabilisierung der Netze. Den Strom sinnvoll zu speichern wäre die beste Antwort, nur gibts dafür wohl noch keine wirtschaftlich sinnvolle Technologie.

@janbro @demodavid Hahaha. Natürlich gibt es die (min seit 100 Jahre) Technologie, nicht nur eine. Hätte man die Kapazitäten, die mal mal geplant hat, auch umgesetzt, hätten wir heute genug Speicherkapazitäten.

Aber es war nie politisch gewollt, lieber ein wenig in Gaskraftwerke investiert, die sind ja so schön flexibel. Übrigens ist der Wirkungsgrad bei den mir bekannten Technik um ein Vielfaches höhere, als wenn man versucht, aus dem Strom Wasserstoff oder gar andere Brennstoffe zu machen.

@maos @demodavid das wäre mir neu. Welche Technologien sollen das denn sein? Und damit meine ich verprobte wirtschaftliche Ansätze und kein Wunschdenken.

@janbro @demodavid Je nach dem, wie detailliert Sie in dieses Thema einsteigen wollen, empfehle ich: Michael Sterner,
Energiespeicher - Bedarf, Technologien, Integration, 2. Auflage.
Muss man sich nicht kaufen, steht wahrscheinlich in jeder Bibliothek mit technischer Abteilung.

Beispiel: Pumpspeicherkraftwerke, kommen auf ca 80 % Wirkungsgrad, haben schon seit den 20ern des letzten Jahrhunderts zur Stabilisierung der Netze beigetragen, seit dem serienreif. Potenzial wäre vorhanden.

@maos @demodavid ok, also die bekannten „Verdächtigen“. Pumpspeicherwerke sind in der Tat mit die älteste und vermutlich auch bewährteste Technik. Nur, wie soll das noch weiter skalieren? Wo sind noch Flächen die sich dafür eignen und nicht durch Bürgerproteste blockiert und damit nie realisiert werden? Darüber hinaus, was meinen sie wie viele zusätzliche Stauseen bräuchten wir um uns vernünftig abzusichern? Nur um mal eine Größe in die Diskussion zu werfen. Wir könnten Deutschland für rund 45 min damit versorgen. Das Aufladen dauert natürlich ungleich länger. Für mich ist das damit Utopie. Batteriespeicher und ihre Nachteile (alleine die Kosten) sowie der Lebenszyklus sind auch nicht attraktiv. Und damit sind wir an dem bekannten Punkt dass es hierfür noch keine Lösung gibt, außer Grundlast- und Regelen-ergiefähige (leider oft CO2 emittierende) Energieträger zu nehmen.

@janbro @maos @demodavid

- Ausbau der nationalen und europäischen Stromnetze reduziert Speicherbedarf
- Batterien werden immer wirtschaftlicher und per bidirektionaler Laden lassen sich e-Autos und Hausspeicher als verteiltes Kraftwerk nutzen
- Elektrolyseure erzeugen mit dem Rest dringend benötigten Wasserstoff direkt vor Ort
- Aktuell ist jeder Euro in den Ausbau der Erneuerbaren eine bessere Investition als in Speicher

@Flo_Rian @janbro @demodavid Zumal auch noch riesige Kapazitäten brach liegen, das Netz aus Verbrauchern (also den Bedarf) an das Angebot zu synchronisieren, was den Bedarf an Speichern, den wir heute hätten, auf ein Bruchteil reduzieren würde.

@demodavid gibt es eigentlich auch irgendwo eine Quelle gür „wieviel Windenergie hätten wir zu einem gegebenen Zeitpunkt ohne abregeln erzeugen können“?

Von den lokalen Anlagen seh ich immer nur „Ist“, sehr oft drehen da aber nur ein Teil der Anlagen

@demodavid Wir sind damit auf einem guten Weg, haben aber noch ein gutes Stück vor uns, den insbesondere in windarmen Nächten beziehen wir laut Agora Energiewende viel Strom aus den Nachbarländern. Die Kohlekraftwerke können wir leider noch nicht abschalten, da Sie sonst nachts fehlen würden und die Fernwärme auch noch produziert werden will.

@demodavid Ich kann deine Begeisterung nachvollziehen.

Allerdings stellt sich die Frage, welchen Mehrwert die Verwendung deiner positiven Darstellung des Preises hat, wenn sich dieser nicht in Form einer finanziellen Entlastung auf den Kunden auswirkt?