Gestern hat sich Deutschland über 9 Stunden zu 100% mit Strom aus erneuerbaren Energien versorgt! Der Strompreis lag dabei die ganze Zeit im negativen Bereich. Soviel zum Thema steigende #Energiepreise! #Energiewende
@demodavid stimmt, allerdings sind die negativen Strompreise kein Grund zur Freude. Erstens treiben die den Strompreis hoch (es wird richtig Geld in die Hand genommen um den Strom loszuwerden) und das sind nicht irgendwelche anonymen Energieversorger sondern wir Verbraucher die das bezahlen. Zweitens kann ein Übermaß an Strom zu den selben Problemen führen wie eine Unterdeckung, sprich zu einer Destabilisierung der Netze. Den Strom sinnvoll zu speichern wäre die beste Antwort, nur gibts dafür wohl noch keine wirtschaftlich sinnvolle Technologie.

@janbro @demodavid Hahaha. Natürlich gibt es die (min seit 100 Jahre) Technologie, nicht nur eine. Hätte man die Kapazitäten, die mal mal geplant hat, auch umgesetzt, hätten wir heute genug Speicherkapazitäten.

Aber es war nie politisch gewollt, lieber ein wenig in Gaskraftwerke investiert, die sind ja so schön flexibel. Übrigens ist der Wirkungsgrad bei den mir bekannten Technik um ein Vielfaches höhere, als wenn man versucht, aus dem Strom Wasserstoff oder gar andere Brennstoffe zu machen.

@maos @demodavid das wäre mir neu. Welche Technologien sollen das denn sein? Und damit meine ich verprobte wirtschaftliche Ansätze und kein Wunschdenken.

@janbro @demodavid Je nach dem, wie detailliert Sie in dieses Thema einsteigen wollen, empfehle ich: Michael Sterner,
Energiespeicher - Bedarf, Technologien, Integration, 2. Auflage.
Muss man sich nicht kaufen, steht wahrscheinlich in jeder Bibliothek mit technischer Abteilung.

Beispiel: Pumpspeicherkraftwerke, kommen auf ca 80 % Wirkungsgrad, haben schon seit den 20ern des letzten Jahrhunderts zur Stabilisierung der Netze beigetragen, seit dem serienreif. Potenzial wäre vorhanden.

@maos @demodavid ok, also die bekannten „Verdächtigen“. Pumpspeicherwerke sind in der Tat mit die älteste und vermutlich auch bewährteste Technik. Nur, wie soll das noch weiter skalieren? Wo sind noch Flächen die sich dafür eignen und nicht durch Bürgerproteste blockiert und damit nie realisiert werden? Darüber hinaus, was meinen sie wie viele zusätzliche Stauseen bräuchten wir um uns vernünftig abzusichern? Nur um mal eine Größe in die Diskussion zu werfen. Wir könnten Deutschland für rund 45 min damit versorgen. Das Aufladen dauert natürlich ungleich länger. Für mich ist das damit Utopie. Batteriespeicher und ihre Nachteile (alleine die Kosten) sowie der Lebenszyklus sind auch nicht attraktiv. Und damit sind wir an dem bekannten Punkt dass es hierfür noch keine Lösung gibt, außer Grundlast- und Regelen-ergiefähige (leider oft CO2 emittierende) Energieträger zu nehmen.

@janbro @maos @demodavid

- Ausbau der nationalen und europäischen Stromnetze reduziert Speicherbedarf
- Batterien werden immer wirtschaftlicher und per bidirektionaler Laden lassen sich e-Autos und Hausspeicher als verteiltes Kraftwerk nutzen
- Elektrolyseure erzeugen mit dem Rest dringend benötigten Wasserstoff direkt vor Ort
- Aktuell ist jeder Euro in den Ausbau der Erneuerbaren eine bessere Investition als in Speicher

@Flo_Rian @janbro @demodavid Zumal auch noch riesige Kapazitäten brach liegen, das Netz aus Verbrauchern (also den Bedarf) an das Angebot zu synchronisieren, was den Bedarf an Speichern, den wir heute hätten, auf ein Bruchteil reduzieren würde.