50 Leute, die von sich sagen, sie leben vegan, aber 4x im Jahr ein Leberkäsebrötchen oder 2x im Monat Mozzarella-Pizza essen, sind mir persönlich lieber als fünf 100%ige Veganer. Es bringt unterm Strich einfach mehr!
Nicht komplett konsequent zu sein ist menschlich und das unerreichbare Ziel, "perfekt" zu leben, schreckt viele von den kleinen Schritten ab, die für Veränderung nötig sind..
Die Verbesserung des gesamten Systems ist doch viel wichtiger als das Handeln Einzelner.
@ralphruthe systemische Veränderung ist relevanter als individuelle. Definitiv.
@ralphruthe Sehe ich auch so. Ich versuche möglichst vegan zu essen. Zuhause 100%, wüsste nicht was ich da nichtveganes habe, auswärts bei Freunden, Verwandten und sonstigen gesellschaftlichen Runden runde ich auf auf vegetarisches, wenn keine vegane Option da ist oder diese mir nicht zusagt. Das kommt dann halt punktuell vor. Kein Problem. Fleisch bleibt aber in jedem Fall ein No Go für mich.
@ralphruthe es gibt so viele Möglichkeiten auf Schnitzel, Hackfleisch, Bratwurst und anderes zu verzichten und auf Ersatz zu setzen.
Und es wird immer mehr. Da greif ich doch gerne zu.
@ralphruthe
Stimme ich zu.
Maximalforderungen werden sowieso nur zum Blockieren benutzt - i.d.R. von Faschos oder Oppositionellen.
@ralphruthe kennst du gescheite alternativen zu Feta? Das ist mein Schwachpunkt zur Zeit 😅
@Bene @ralphruthe find den Greek White von Violife ganz gut.
@ralphruthe
Exakt!
Und genau so ist es auch mit den 50 fröhlichen Radfahrern, die dreimal im Monat doch mit dem Auto zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren.
Wer da "Heuchler!" blökt zeigt vor allem, dass er/sie nichts begriffen hat.
@ralphruthe
Selbst wenn jemand nur seinen Fleischkonsum reduziert und sich bemüht, andere mitzureißen, ist das mehr wert als sich dem Durchschnitt hinzugeben. Auch wenn man nur eine Halbe Kuh rettet oder 0,7 Schweine. Ich sehe es sinnvoller, wenn 1000 Menschen ihren Konsum reduzieren und 500Kühe und 700 Schweine rettet als wenn 10 komplett verzichten und alle maßregeln. Ein friedliches Miteinander ist besser als ein Feindbild. 😊
@ralphruthe
Die Veränderung des Systems geschieht durch das Handeln vieler Einzelner. Nur so.
Ich stimme im Kern aber zu. Sich selbst auf den Weg zu machen ist besser als die, die es geschafft haben, als unerreichbares Ziel wahrzunehmen.
@ralphruthe Du sprichst mir damit so aus der Seele!

@ralphruthe

Kurze Anmerkung: Veganismus hat nicht nur mit der Ernährung zu tun. Sie ist wahrlich ein großer Teil, aber längst nicht alles.

@ralphruthe , 50 100%ige Veganer*innen sind mir persönlich lieber als fünf, die von sich sagen, sie leben vegan, aber 4x im Jahr ein Leberkäsebrötchen oder 2x im Monat Mozzarella-Pizza essen. Es bringt unterm Strich einfach mehr!

@diritschka
Beides gehört zur Realität. 🤷‍♂️

Und ich lege mich fest: 100% vegan wird niemals auch nur ansatzweise Mehrheitsernährung werden.

@ralphruthe

@ralphruthe „Alles oder nichts“ heißt halt leider immer wieder: Nichts.
@ralphruthe
jeder wie er kann.
Ist schon richtig so.
@ralphruthe Ich kenne Gegenden in diesem, unserem Land, da wirst Du allein wegen des Wortes »Leberkäsebrötchen« geköpft. ‚Leberkässemmel‘ ist gerade noch akzeptabel.
@ralphruthe Sehe ich auch so. Dazu kommt, dass es in meiner Erfahrung einen Effekt hat "irgendwie anzufangen". Ich hab mich irgendwann entschlossen weniger Fleisch zu essen, zwei Jahre später habe ich mich nur noch vegetarisch ernährt, heute ernähre ich mich vegetarisch und ersetze vieles z.B. Milch und Käse durch vegane Alternativen. Das hat sich fast von allein ergeben und war nicht schwer, wäre aber vermutlich nie passiert, hätte ich nicht irgendwann angefangen weniger Fleisch zu essen.

@ralphruthe Wäre es auch ok, ein bisschen Katze oder Hund zu essen?

Veganismus ist keine Diät. Es ist was anderes wie eine Plant Based Ernährung. Es ist eine Lebensweise.

„Veganismus ist eine Philosophie und Lebensweise, die – soweit möglich und praktikabel – alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeit von Tieren für Nahrung, Kleidung oder andere Zwecke ausschließen will und im weiteren Sinne die Entwicklung fördert Einsatz tierfreier Alternativen zum Wohle von Tier, Mensch und Umwelt. In ernährungswissenschaftlicher Hinsicht bezeichnet es den Verzicht auf alle Produkte, die ganz oder teilweise tierischen Ursprungs sind."

"Wäre es auch ok, ein bisschen Katze oder Hund zu essen?"

Selbstverständlich.

Da die aber selbst Fleischfresser sind, wäre dieser Verzehr besonders teuer für Umwelt und Klima. Ich rate daher eher zu Geflügel, wenn es denn mal Fleisch sein soll.

@Blickwinkel @ralphruthe

@ralphruthe
Deshalb folgt der #CarowVerlag (@carowverlag ) dem bekannten Spruch aus #Afrika: "Wenn viele kleine Leute in vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, dann können sie das Gesicht der Welt verändern." Ausserdem versuchen wir nach dem Motto von Mahatma #Gandhi zu handeln: "Sei die Veränderung die du in der Welt sehen möchtest."
@ralphruthe Wie wäre es, wenn wir Kannibalismus mal offen diskutieren würden?Der zu verspeisende könnte immerhin seine Zustimmung geben, bevor er vom Metzger nebenan stressfrei und artgerecht, nach einem erfüllten Leben, zu Frikadellen verarbeitet wird. Da alle ja nur 4x im Jahr Frikadellen essen, fallen ggf. ausreichend lebensmüde Mitmenschen an. Der Rothenburger als Trendsetter quasi. Allerdings: Viele mit längerer Abstinenz können nicht mehr ekelfrei Leiche konsumieren, egal welcher Herkunft.

Interessantes Gedankenexperiment...

Legaler Kannibalismus mit Menschenmetzgern würde dazu führen, dass diese Metzger ein Interesse daran haben, dass möglichst viele Leute möglichst jung sterben. Das möchte man gesellschaftspolitisch nicht. Ich jedenfalls nicht.

In nichtkapitalistischen Gesellschaften war manchmal Kannibalismus so konnotiert, dass dem Verstorbenen durch das Verspeisen Ehre angetan wird. Das kriegen wir m.E. nicht hin.

@lon @ralphruthe

@ralphruthe
Gibt es dafür nicht einen eigenen Begriff?
Flexitarier oder so?
@ralphruthe Hatte neulich eine Diskussion, in der interessant war, dass von einer vegan essenden Person in der „Wir“-Form gesprochen wurde. Mir scheint da der Wunsch einer Zugehörigkeit zu einer gewissen Gruppe eine Rolle zu spielen. Wie früher „Ich bin ein ‚Roter‘“ (bei der SPD) oder „Ich bin Katholik“ oder „Ich bin BVB-Fan“ oder „Ich höre nur echten Metal“. Das bringt Ordnung. Wir lächelten auch früher über Leute, die „nur“ populären Rock gehört haben - was für ein Käse…
@DerPrada @ralphruthe Ersatzreligion.
Aber derer gibt's heutzutage so einige.
@ralphruthe Wie ein trotziges Kleinkind:
«Weil die bösen Veganer Fakten objektiv verbreiten werden Tierfresser umso mehr Tiere fressen.»
@ralphruthe genau meine Meinung :)
@ralphruthe Was "vegan" bedeutet bestimmt jede*t selbst. Insofern ist nichts inkonsequent, es gibt kein allgemeingültiges Siegel, dessen Kontrollen man über sich ergehen lassen muss, um das Label "vegan" tragen zu dürfen. Omnivor lebende Menschen sind oft schnell dabei, solche Schubladen aufzumachen, statt einfach zu entspannen. Am Ende des Tages gilt: Systemkritik statt Individualkritik. Mit Konsum, und mag er noch so ethisch korrekt sein, retten wir die Welt nicht.
@ralphruthe Ok, guck dir an, wohin dein Framing und deine Hierarchisierung führt, falls Dich überhaupt interessiert, was hier kommentiert wird.

@ralphruthe moah!

Niemand, der Ausnahmen macht, lebt vegan. Himmelarschundzwirngottverdammt.

Es ist super, wenn Menschen immer mehr pflanzenbasiert essen. Gar keine Frage.

Aber #vegan ist keine Diät. Es ist eine ethische Lebensweise, bei der eins so viel Tiervernutzung wie nur eben möglich zu verhindern versucht.

Also auch nicht in Zoos geht, keinen Wein kauft, dessen Etiketten mit tierischen Kleber geklebt wurden, keine Putzmittel mit tierischen Bestandteilen nutzt etc

@ralphruthe #vegan ist man oder eben nicht.

Es gibt kein vorwiegend, bisschen, hauptsächlich oä.

DAS. GIBT. ES. NICHT.

Wer vegan verstanden hat, der MÖCHTE keine Ausnahmen machen.

Ich freue mich selbstverständlich über jede Mahlzeit ohne tierische Bestandteile. Die Masse machts, das ist richtig.

Aber bitte hört endlich auf so zu tun, als gäbs Teilzeitveganismus.

Echt mal.

#goVegan

Seitansbraten (@[email protected])

Vegane betreiben übrigens kein Gatekeeping, wenn sie #vegan als das definiert wissen wollen, als was es definiert ist: so viel Tiervernutzung wie nur eben möglich verhindern. Gatekeeping wäre, wenn wir n elitärer Verein wären, der es anderen (extra) schwierig macht, auch mitzumachen. Das tun wir nicht. Vegan ist einfach, alle können mitmachen. Aber verstehen müssen sie es halt. Wer sich trotzdem noch (ohne Not!) gern n Frühstücksei gönnt & wegen des Geschmacks nicht auf Käse XY verzichten

chaos.social

@Seitansbraten @ralphruthe

Vielleicht sollten wir einfach aufhören alles so verbissen zu sehen.

@Biedermann @ralphruthe ach, es ist also verbissen, wenn eins Definitionen gut findet.

Spannend.

Also, wenn jemand mal Psychologie heute gelesen hat, isser Psychologe, richtig?

Wer schon n Ikea-Schrank aufgebaut hat, ist Schreiner/Möbelbauer.

Nachts is zukünftig auch mittags, wenn das jemand so definiert wissen will & wer nur 2 oder 3x in seinem Leben n Menschen erschossen hat, ist immer noch Pazifist.

Ich seh nicht verbissen, wie jemand lebt oder sich ernährt. Icn

@Biedermann @ralphruthe seh das aber durchaus 'verbissen' wenn jemand sich unbedingt ein Label anheften möchte, dessen Voraussetzungen eins nicht erfüllt.

Mir geht's hier, auch wenn das Omnis & Co unglaublich gern falsch verstehen wollen, mitnichten darum, wieviel % der täglichen Nahrung ohne Tiervernutzung auskommen. Mir geht's nur darum, dass das Wort '#vegan' nur genutzt werden sollte, wenn die Menge der Tiervernutzungsprodukte im gesamten Leben soweit wie nur eben

@Biedermann @ralphruthe möglich gegen 0 geht (0 selbst ist, solange wir am gemeinschaftlichen Leben teilnehmen quasi unmöglich, da selbst in Steckdosen oft tierische Produkte stecken)

Du isst gern Steak? Bitte, tu das. Aber nur, weil auf dem Rest des Tellers Pommes & Salat liegen, isst du halt nicht 75% vegan.

Es geht um Begriffe. Um nichts sonst.

@Seitansbraten Ja und? Dann benutzen sie halt das Wort nicht 100% korrekt. Hauptsache, sie tun etwas.

@till ok, nochmal extra füt dich: NEIN.

Selbstverständlich ist es gut, wenn sie was tun. Das hab ich nirgendwo bestritten.

Aber vegan ist klar definiert & ich bekomm jetzt schon zu oft zu hören 'aber der letzte Veganer hat dann auch ~normale~ Milch genommen / Fisch gegessen / Käse auf der Pizza .....

Weichst du andere Begrifflichkeiten auch gern auf? Ist ein Tisch ein Stuhl, nur weil eins auch drauf sitzen kann?

Wieso müssen sich Menschen einen Begriff aneignen, dessen

@till Definition sie aber nicht erfüllen wollen?

Denn: sie könnten na vegan leben.

Wieso muss sich jemand vegan irgendwas nennen, wenns beim Stammtisch dann Currywurst gibt? Oder n Stück Sahnetorte bei Oma?

Nochmal: wer vegan VERSTANDEN hat, nutzt das Wort nicht oder lebt danach.

Pflanzenbasiert sagen scheint nicht gut genug zu sein, oder was?

Und wenns nicht gut genug ist, woran liegt das wohl?

@ralphruthe
Jeder, der seinen Konsum an tierischem Protein mindert, trägt etwas zu Entspannung der Situation bei. Allerdings lohnt sich dabei auch ein kritischer Blick auf die Zutatenliste bei Fertigprodukten gleich welcher Art. ZB steckt das meiste Ei in Backwaren und nicht als Frühstücksei auf den Tisch.

@ChristianRiegel

@ralphruthe Wenn man Tiere nicht als schützenswerte Individuen ansieht, ist das verständlich.

Mir persönlich sind Menschen lieber, die verstanden haben, dass das grundlose Quälen und Töten dieser fühlenden, intelligenten Wesen falsch ist und abzulehnen ist.

Von Mördern forderst du doch auch nicht, dass die bitte nur alle paar Jahre jemanden ermorden, sondern das komplett sein lassen.

So ist das nur ein weiterer Take von jemandem, der es noch nicht verstanden hat, leider.

@ralphruthe
Ich bin deiner Meinung. Was ich nicht ausstehen kann sind eben "Religionen" die immer totalitäre Projekte sind und plötzlich in "Gewalt" ausmunden kann! Wir sind alle fehlerhafte Menschen und lass den Leben.

@ralphruthe ich bin unentschlossen

a) ich bin nicht mal einer der inkonsequenten

b) konsequent bleiben ist eine "einfache" Grenze - Menschen sind nicht gut mit schwammigen Zielen

c) Ich würde beidem 50 Inkonsequente vorziehen, die öffentlich lügen/behaupten konsequent zu sein.

@ralphruthe Yep!
Betrifft auch andere Gebiete (bspw. den Verkehr, das Heizen, das Fliegen....), mutatis mutandis.

Mies van der Rohe und andere:
„Weniger ist mehr!“

Less is more.

@ralphruthe
Die #PlanetaryHealthDiet ist ein schöner wissenschaftlicher Ansatz dazu. Andere Dinge für "systemischen Effekt" in Alltag: Bei Eventteilnahmen um veganes Essen bitten, bei eigenen Events "vegan/vegatarisch" als Default-Annahme haben - Fleisch dann trotzdem ermöglichen, aber nur nach konkreter Bitte.

@ralphruthe Warum denn entweder oder?

Außerdem ist Veganismus ja nicht nur eine Ernährungsform. Damit haben Leute, die sich "nur" vegan ernähren, dein Argument "nicht komplett konsequent zu sein" ja sowieso schon ausgeschöpft 😉

Aber ich stimme dir zu:
hin und wieder eine Mozzarella Pizza zu essen, die dann deutlich teurer wird, sorgt automatisch dafür, dass der Konsum zurückgehen wird 🙏

@ralphruthe jeder einzelne Schritt ist ein guter. Ich habe entdeckt, dass Hafermilch noch viel besser schmeckt, als Kuhmilch. Drum gibt’s jetzt Hafermilch bei uns. Mal sehen, was der nächste Schritt ist.

@ralphruthe je mehr menschen sich vegan ernähren, desto mehr auswahl gibt es und desto einfacher wird es

jeder schritt in die richtige richtung ist gut