Fun Fact: Eine Wärmepumpe verursacht in den meisten Fällen selbst dann noch weniger CO2 als eine Gastherme, wenn der Strom komplett aus einem modernen Gaskraftwerk kommt.

Die #Wärmepumpe nutzt nämlich zu mindestens 2/3 umweltfreundliche Umgebungswärme. Und nur zu 1/3 Strom.

Ein modernes Gaskraftwerk bringt 40-60% Wirkungsgrad. Die Wärmepumpe macht daraus dann 3 mal so viel Heizenergie. Also über 100% und damit mehr als eine Gastherme.

Die Wärmepumpe kann deutlich mehr Energie erzeugen als man Strom hineinsteckt. Das klingt paradox, aber funktioniert indem der Außenluft oder dem Boden Wärme entzogen wird. Die ist dann hinterher kälter und die Wärme ist in der Wohnung.

Wenn jetzt also 1/3 der Energie, die wir zum Heizen brauchen, aus Strom kommt, der noch nicht ganz CO2-neutral ist, dann macht das überhaupt nichts. Lasst euch von BILD und Co nicht verarschen.

Wir brauchen weder KKR-Frackinggas noch Putin Blutgeld zahlen. Wir haben bereits alle Technologien, um mit erneuerbaren Energien Umweltfreundlich zu heizen.

@Volksverpetzer Man kann natürlich auch einen zertifizierten reinen #Ökostrom­anbieter nutzen. Dann produziert man für das Heizen mit #Wärmepumpe exakt null g CO2, 12 Jahre vor dem geplanten Braunkohleausstieg. Einige Anbieter nehmen auch wieder neue Kunden an.

@MartinK @Volksverpetzer
Beim Anbieterwechsel bitte auch immer darauf achten, dass in neue EE-Anlagen investiert wird. Dann wird nicht nur der Bestand genutzt, sondern die Energiewende vorangetrieben.

Liebe Regierenden, shame on you, dass Ihr die Finanzierung der Energiewende einzelnen überlasst, anstatt diese endlich wirksam und sehr viel schneller voranzutreiben

@rustyguy Das habe ich mittels EWS vor 10 Jahren so gemacht 😊@Volksverpetzer

@Volksverpetzer
"Die Wärmepumpe kann deutlich mehr Energie erzeugen als man Strom hineinsteckt."

Nein. Das ist (physikalisch) falsch (widerspricht dem Energieerhaltungssatz). Eine Wärmepumpe bewegt ("pumpt") lediglich Wärme von einem Medium in ein Anderes; daher auch der Name. Dabei wird keine Energie erzeugt.

@denki @Volksverpetzer Das ist technisch korrekt, aber wir reden ja in der Energiewirtschaft generell von "Energieerzeugern". Das ist physikalisch sehr unsaubere Sprache aber in dem Kontext hier (leider) normale Lingo.

Selbstverständlich geht es hier nicht um die Erzeugung von Energie (Erneuerbare Energien erneuern ja auch keine Energie, was soll das überhaupt sein – ditto Verbraucher).

@ljrk @Volksverpetzer
Ich bezweifle, dass das (bei Wärmepumpen) normale Lingo ist. Bei einer Gastherme z.B. kann man das so sagen, denn diese erzeugt die Wärmeenergie, mit der geheizt wird, tatsächlich (aus chemischer Energie des Gases).

Das ist bei einer Wärmepumpe (nicht nur "technisch") falsch. Die Wärme, mit der geheizt wird, wird eben nicht von der Wärmepumpe erzeugt; ein erheblichen Vorteil der Wärmepumpe.

@denki @ljrk @Volksverpetzer wenn wir jetzt suuuuper genau sein wollen, dann wird nie Energie erzeugt, solange die Masse konstant bleibt. Das ist bei allen chemischen Reaktionen so, auch der Oxidation.
Es wird nur Energie umgewandelt. Eine Heizung ist also ein Wandler.
Bsp. Kernkraft erzeugt Energie aus Masse. Wobei man Materie halt auch als Energie ansehen könnte.

@cboehmit
Stimmt. Daher hab ich ja auch nicht gesagt, dass Energie erzeugt wird, sondern das Wärmeenergie erzeugt wird. Das sollte auch ganz genau genommen richtig sein, denn vor der chemischen Reaktion ist die Wärmeenergie noch nicht da. Und danach ist die Wärmeenergie da. Das Wort "erzeugen" ist in meine Augen daher gerechtfertigt.

Ich würde, wie du gesagt hast, Masse als eine Form von Energie sehen. Sonst würden Kernprozesse den Energieerhaltungssatz umgehen.
@ljrk @Volksverpetzer

@denki @ljrk @Volksverpetzer ja, der Begriff erzeugen ist halt etabliert. So gesehen, erzeugt die Wärmepumpe aber halt auch Energie, nur nicht Eine, die man erwarten würde. Es wird potentielle Energie erzeugt, da gegen ein Gefälle gearbeitet und es vergrößert wird.
@cboehmit
Eine Temperaturdifferenz hat keine potentielle Energie. Sonst müsste doch beim Ausgleich der Temperaturdifferenz Arbeit verrichtet werden. Wenn sich aber z.B. zwei Flüssigkeiten mit initial verschiedenen Temperaturen vermischen wird keine Arbeit verrichtet.
Die Prozessgrößen: Wärme und Arbeit - tec-science

Arbeit und Wärme sind Prozessgrößen, die in der Thermodynamik den Prozess der Energiezufuhr oder -abfuhr eines Körpers beschreiben!

tec-science
@cboehmit
Mhh... Mein Erklärungsversuch war schlecht. Mit Temperaturdifferenz meinte ich tatsächlich nicht Wärme, sondern Wärmedifferenz (d.h. Differenz an in zwei Teilsystemen gespeicherter Wärmeenergie).
@cboehmit
Mir ist nicht klar, was hier mit potentieller Energie gemeint ist. Wärme (erkennbar durch die Temperaturdifferenz) kann es ja nicht sein, denn die bekommt die Wärmepumpe (abgesehen von der Abwärme des Mechanismus) von außen.
@ljrk @Volksverpetzer

@ljrk @Volksverpetzer
"Erneuerbare Energien" halte ich nicht für problematisch. Das sind Energien die erneuert werden können. Wenn man z.B. mit Photovoltaik Strahlungsenergie (von der Sonne) in elektrische Energie umsetzt, dann erneuert die Sonne diese Strahlungsenergie ohne menschliches zutun wieder. (Es wird elektrische Energie aus Strahlungsenergie erzeugt.)

Energien, die etwas erneuern, müssten wohl eher "Erneuende Energien" heißen; ein solcher Begriff ergibt aber in der Tat wenig Sinn.

@Volksverpetzer wir leben diesen Luxus seit 15 Jahren. Damals haben uns alle ausgelacht, weil Gasheizung wäre doch viel günster. Mit Blick auf unsere jährlichen Heizkosten lachen wir jetzt. 🤷🏻‍♀️
@clauchichi @Volksverpetzer Das ist ja super! Wer zuletzt lacht...
@Volksverpetzer Noch mehr ginge mit einem gasbetriebenen Mini-BHKW. Allerdings werden die, wenn ich es richtig verstehe, mit der Gesetzesnovelle ebenfalls verboten.
@Volksverpetzer meine Wärmepumpe Baujahr 2022 schafft 1 zu 4,5 bei 0 Grad Außentemperatur. Bei 15 Grad liegt sie bei 1 zu 6+
@dobido42 Wichtig ist der Durchschnitt übers Jahr gerechnet.

@Volksverpetzer

Ein Großteil der Bauten in Deutschland sind Altbauten mit schlechter Isolierung. Bei denen zahlen Sie sich tot mit dem Strom für Wärmepumpen.

Macht nichts, dann isolieren wir halt: Macht 200.000€ bei einem bisschen größeren Haus. Ist ja nicht so, dass Wohnen so spottbillig in Deutschland ist.

Im Übrigen würde unser Stromnetz eine flächendeckende Wärmepumpenversorgung gar nicht sicher stellen können. Gepaart mit Umstieg zum E-Auto ist das schlicht unmöglich.

Tolle Idee.

@Scorpion8741

Wenn in Deutschland etwas für den Klimaschutz getan wird, ist ein großer Teil der Einwohner flexibel wie eine Betonmauer, ganz gleich ob es um Heizungen, Verbot von neuen Verbrennerstehzeugen in 12, Tempolimit oder Fleischkonsum geht.

@Volksverpetzer

@Volksverpetzer Gibt es negative Auswirkungen auf die Umwelt, da dort die Wärme entnommen wird?
@Busta @Volksverpetzer Das könnte allerhöchstens sehr lokal, also direkt bei der Ausseneinheit, der Fall sein, da wird der Bau des Gebäudes einen größeren Einfluss auf die Umwelt gehabt haben. Ansonsten ist die Wärme ja nicht weg, sondern wird aus dem Haus ja auch wieder abgegeben. Das macht aber auch jedes anders geheizte Haus natürlich. Ob das erwärmen der Umwelt durch Heizen des Hauses ein Problem ist, nun, das machen wir schon lange da sollte es Infos zu geben.

@Volksverpetzer
Fun Fact: das gilt auch für Gasthermen, die #H2ready oder mit #eFuels betrieben werden. Auch diese Brennstoffe könnte man besser zentral verfeuern und mit dem gewonnenem Strom die Wärme pumpen.
@energisch_

#warmepumpe

@Volksverpetzer Und es wird sogar noch viel besser: Bei #bhkw, die mit Gas betrieben werden, wirst ja auch die Wärme oft genutzt. In eurer Rechnung ist die ja einfach weg.