NEU: Listen veröffentlicht: Diese Konzerne füllten die Wahlkampf-Kassen der Parteien. Die Bundestagsverwaltung hat erst jetzt die Spendenlisten für 2021 öffentlich gemacht – darauf findet sich das Who is Who der deutschen Wirtschaft. 🧵

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Listen veröffentlicht: Diese Konzerne füllten die Wahlkampf-Kassen der Parteien | abgeordnetenwatch.de

Wer waren die Geldgeber der Parteien im Wahljahr 2021? Die Bundestagsverwaltung hat jetzt die Spendenlisten veröffentlicht – darauf findet sich das Who is Who der deutschen Wirtschaft. Die mit Abstand höchsten Spenden stammen allerdings von zwei Privatpersonen. Von Martin Reyher

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Auffallend ist die große Schieflage bei den Spenden aus der Wirtschaft. Die #CDU bekam im Wahljahr 2021 fast genau so viel Geld von Konzernen und Verbänden wie die übrigen Parteien zusammen.

Hier einige Beispiele, wer die Parteien finanzierte:

Die #CDU erhielt Geld u.a. von
- dem Süßwaren-Hersteller August Storck KG (“nimm2”) (59.500 Euro)
- dem Textildiscounter KiK (15.000 Euro)
- dem Braunkohlekonzern MIBRAG (19.000 Euro)
- dem Rüstungskonzern Rheinmetall (43.000 Euro)
- dem Fleischkonzern Tönnies (24.800 Euro)
- dem Finanzvertrieb DVAG (463.000 Euro)

Privatspenden bekam die #CDU u.a. von
- dem Unternehmer August von Finck (“Möwenpick”) (20.000 Euro)
- dem Unternehmensberater Roland Berger (11.500 Euro)
- 1&1-Chef Ralph Dommermuth (150.000 Euro)
- den BMW-Erben Susanne Klatten (50.001 Euro) und Stefan Quandt (50.001)
- dem Unternehmer und #HSV-Mäzen Klaus-Michael Kühne (70.307 Euro)

Die #FDP erhielt Geld u.a. von
- dem Glücksspielautomatenhersteller Löwen Entertainment GmbH (15.500 Euro)
- dem Süßwarenhersteller Katjes (15.000 Euro)
- dem Mineralölkonzern Minera Kraftstoffe-Mineralölwerk (20.000 Euro)
- den Textildiscountern TeDi (100.000 Euro) und Woolworth (100.000 Euro)
- dem Finanzvertrieb DVAG (252.500 Euro).

Privatspenden bekam die #FDP u.a. von
- 1&1-Chef Ralph Dommermuth (100.000 Euro)
- den BMW-Erben Susanne Klatten (50.000 Euro) und Stefan Quandt (50.000 Euro)
- dem Investor Georg Jakob Kofler (750.000 Euro)
- dem Investor Carsten Maschmeyer (209.000 Euro)

Die #SPD erhielt Geld u.a. von
- dem Arzneimittelportal DocMorris (20.000 Euro)
- dem Chemiekonzern Evonik (40.000 Euro)
- dem Braunkohlekonzern MIBRAG (19.000 Euro)
- dem Tabakkonzern Philip Morris (15.000 Euro)
- der Buchhandelskette Thalia (49.500 Euro)

Privatspenden bekam die #SPD u.a. von
- dem Investor Christian Berthold Angermayer (49.900 Euro)
- dem Immobilienunternehmer Klaus Groth (39.900 Euro)

Die #CSU erhielt Geld u.a. von
- dem Glücksspielautomatenkonzern Gauselmann AG (11.000 Euro)
- dem Maschinenhersteller Herrenknecht AG (20.000 Euro)
- dem privaten Klinikbetreiber Schön Klinik SE (30.000 Euro)
- dem Lebensmittelkonzern Zott (13.000 Euro)
- dem Verband der Bayerischen Metall- und Elektroindustrie: 755.000 Euro
- dem Autovermieter Sixt GmbH (130.821 Euro)

Privatspenden bekam die #CSU u.a. von dem in Großbritannien ansässigen Geschäftsmann Nicolaus Rintelen (20.000 Euro), dem damaligen Eigentümer der IT-Firma Virtual Solution. Mehr:

https://www.capital.de/wirtschaft-politik/firma-von-marsalek-bekanntem-schuetzt-mails-in-botschaften-bka-und-wehrressort

Firma von Marsalek-Bekanntem schützt Mails in Botschaften, BKA und Wehrressort

Der Eigner eines IT-Unternehmens, das die Kommunikation von Behörden absichert, pflegte Kontakte ins Umfeld des Ex-Wirecard-Vorstands. Auf die Produkte se...

Capital

Die #Grünen bekamen Geld u.a. von
- dem Lebensmittelkonzern Dr. August Oetker KG (15.000 Euro)
- der JobRad GmbH (30.000 Euro)
- dem Autovermieter Sixt (50.001 Euro)
- der Südzucker AG (20.000 Euro)
- dem Finanzvertrieb DVAG (106.000 Euro)
- dem Verband der chemischen Industrie (42.000 Euro)
- den Erneuerbare Energien-Konzerne WestfalenWIND (20.000 Euro) und wpd onshore GmbH (29.000 Euro).

Privatspenden bekamen die #Grünen u.a. von
- 1&1-Chef Ralph Dommermuth (15.000 Euro)
- dem Immobilienunternehmer Christoph Alexander Kahl (40.000 Euro)
- dem Unternehmer Florian Rehm (“Jägermeister”) (50.001 Euro)

Die beiden mit Abstand höchsten Einzelspenden aller Parteien erhielten die #Grünen. Sie stammten von
- Steven Schuurman: 1.250.000 Euro (IT- und Medien-Unternehmer)
- Moritz Schmidt: 1.000.300 Euro (selbständiger Softwareentwickler)

Die #AFD bekam Geld u.a. von
- dem Bundestagsabgeordneten Jörn König (50.270 Euro)
- der IT-Firma Shark Systems IT GmbH (40.000 Euro)
- Erhard Schappeit (39.700 Euro)

Die #Linkspartei bekam Geld u.a. von
- Helmtraut Klara (56.000 Euro)
- den Bundestagsabgeordneten Sören Pellmann (45.086 Euro), Katja Kipping (33.597 Euro) und Petra Pau (32.698 Euro).

Anzeigepflichtige Spenden aus der Wirtschaft erhielt die Linke nicht.

Listen veröffentlicht: Diese Konzerne füllten die Wahlkampf-Kassen der Parteien | abgeordnetenwatch.de

Wer waren die Geldgeber der Parteien im Wahljahr 2021? Die Bundestagsverwaltung hat jetzt die Spendenlisten veröffentlicht – darauf findet sich das Who is Who der deutschen Wirtschaft. Die mit Abstand höchsten Spenden stammen allerdings von zwei Privatpersonen. Von Martin Reyher

abgeordnetenwatch.de
@a_watch
Darauf trinken wir einen Jägermeister.

@a_watch die #fdp wurde auch von den fossilen managern (#kkr) sowie #bild Aufsichtsräten Freise & Huth mit jeweils 50k bedacht. Ob die #fossileliebe der Partei auch damit zusammenhängt?

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/springer-aufsichtsraete-spendeten-100-000-euro-an-die-fdp-a-e21d2a79-631b-4b80-bfec-5999a3a18934?sara_ref=re-so-app-sh

Insgesamt 100.000 Euro: Springer-Aufsichtsräte spendeten an die FDP

Seit Tagen sorgt die Nähe des Axel-Springer-Verlags zur FDP für Schlagzeilen. Nun stellt sich heraus: Zwei Aufseher des Konzerns spendeten im Wahljahr 2021 hohe Summen an die Partei.

DER SPIEGEL
@a_watch Das sind keine Gelder, die die Parteien zur Meinungsbildung einsetzen! Diese Gelder dienen alleine der politischen Einflussnahme im Sinne der Spender!! Unsere Demokratie ist im Ar…, da die Parteien und die Politiker *innen nicht mehr unabhängig sind! Tschüss Deutschland!

@a_watch ich glaube in Frankreich ist es, wo nur natürliche Personen (also keine Firmen/Konzerne) Parteien spenden dürfen und auch nur bis zu einem überschaubaren Betrag.

Solange Konzerne die Haupteinnahmequelle für Parteien und Politiker sind, wird in Deutschland auch für Konzerne Politik gemacht.
Die wenigsten Grundschüler, Rentner oder Singlemütter können an Parteien spenden.
Das ist "legale Korruption"

@a_watch Ich bin vor allem überrascht, wie wenig Geld das ist. Für 20.000 bekommt man nicht gerade viele Werbeplakate an die Autobahn-Ausfahrt gestellt…

@a_watch Ich hab bis heute nicht verstanden wieso _Firmen_ überhaupt Parteispenden machen dürfen. Bei natürlichen Personen versteh ich das noch irgendwie, die haben eine politische Haltung und unterstützen die entsprechenden Organisationen.

Aber Firmen haben keine politische Haltung, die wollen per definition Gewinne maximieren und Produkte/Dienstleistungen herstellen.

@a_watch Bei den Spenden an die Union kann man jetzt guten Gewissens von "Stranded Investments" reden. 😏