Nachdem ich fast drei Monate und bis zum Umzug auf social.heise den Mastodon-Account von @heiseonline (auf mastodon.social) befüllt und dort über 1600 Beiträge abgesetzt habe, wird der ja inzwischen weitgehend automatisch betrieben. Zeit für eine kleine Bilanz und ein paar Sachen, die ich gelernt habe. Hat ja neulich interessiert.

#Mastodon #Twitter #SocialMedia #Analytics

Thread:

@heiseonline
Wenn ich nicht gewusst hätte, wie oft die geteilten Links geklickt werden, hätte die Motivation sicher nicht so weit gereicht, aber #Mastodon macht diese Analyse (natürlich) nicht leicht. Man sieht einfach nicht, wer über Mastodon auf eine Seite kommt. Deshalb habe ich nur Links mit einem URL-Parameter geteilt, über den sich das erkennen lässt (natürlich nur gesammelt und nicht auf Einzelne zurückführbar). Das hat direkt zu Beginn Spannendes gezeigt:
@heiseonline
Schon seit November kamen auf die geteilten Artikel fast so viele über den Mastodon-Account wie insgesamt über #Twitter. Das legt nahe, dass die Zahlen vergleichbar sind, obwohl der Mastodon-Account in diesem Zeitraum von 500 auf rund 40.000 Follower gewachsen ist. Auf Twitter folgen @heiseonline über 240.000 Accounts. Ehrlicherweise muss man sagen, dass Twitter einfach nicht viele Besuche bringt – anders als etwa #ElonMusk anzunehmen scheint. Wir reden hier von wenigen Prozent.
@heiseonline
Dazu hier mal eine Grafik: Hellblau sind die Einstiege über #Twitter insgesamt (!) und lila die ausschließlich über den Mastodon-Account auf die dort geteilten Meldungen. Groß ist der Abstand nicht. Beide Kurven steigen leicht an, weil pro Tag immer mehr Artikel auf #Mastodon gelandet sind und hier reinfließen. Auf Twitter wurden natürlich anfangs viel mehr Artikel vom hauseigenen Account automatisch geteilt, seit ein paar Tagen ist die Zahl der geteilten Beiträge identisch.
@heiseonline
Sehr aufschlussreich ist auch das #Engagement: Während es in diesem (zugegeben noch recht jungen) Jahr nur einen Tweet von @heiseonline gab, der mehr als 50 Mal geteilt wurde, kommt der Mastodon-Account auf über 30 Beiträge mit jeweils über 50 Boosts. Ein eindrückliches Beispiel in den Screenshots und da ging es weder um Mastodon noch um Twitter ;-) Wenn man Twitters Suche noch trauen kann, wurden auch nur vier Tweets von #heiseonline in diesem Jahr mindestens 10 Mal kommentiert.
@heiseonline
Ab und zu kritisiert wurde die Praxis, bereits geteilte Beiträge erneut zu teilen. Weil auf #Mastodon keine #Algorithmen ältere Beiträge in die #Timeline spülen, geraten die viel schneller aus dem Blick. Dass erneut geteilte Beiträge wirklich noch auf Interesse stoßen, hat man in den Zahl gesehen, das "Re-Boosten" hat teilweise noch einmal genauso viele Besuche gebracht, wie der ursprüngliche Beitrag. Wer das nicht möchte, kann auf der Profilseite "Geteilte Beiträge verbergen".
@heiseonline
Weil es auf #Mastodon keine Suche gibt, die ihren Namen verdient, sind Hashtags besonders wichtig. Von Anfang an habe ich deshalb versucht, pro Beitrag mehrere zu vergeben, unter anderem auch #News (wenn es auch eine News ist). Der Effekt lässt sich natürlich nicht messen, aber ich denke, es spricht nichts dagegen. Außerdem habe ich jeweils das Artikelbild eingefügt, nicht jede Mastodon- oder Fedverse-App unterstützt Artikelvorschauen. Eventuell muss man das Vorgehen anpassen.