Neue Regeln: Alle Journalist*innen, die über die #LetzteGeneration schreiben, müssen bei mindestens einer Blockade anwesend gewesen sein.

Hier schreibt wieder jemand von der @tazgetroete, dass die Proteste sich gegen Autofahrer*innen richten würden. Das tun sie nicht. Das wird in jedem (?) Interview erklärt und auch den Autofahrer*innen bei der Deeskalation immer wieder gesagt.

„Stellen wir uns vor, die Protestierenden würden sich bei ihren Aktionen andersherum hinsetzen, als sie es bisher tun. Also dass ihre Gesichter und Banner von den Autos weg zeigen, so würden die Protestierenden die Masse hinter sich vereinen. Diese Bilder wären ein starkes Signal. Die Protestierenden würden damit sagen: Wir sind ein Teil von euch. Wir sind gemeinsame Opfer eines Systems, das wir verurteilen und gegen das wir gemeinsam kämpfen müssen.

Stattdessen setzen sich die Demonstrierenden unmittelbar vor die einzelnen Autos und damit den Fah­re­r:in­nen demonstrativ entgegen. Sie schauen sie an, zeigen Banner in ihre Richtung anstatt von ihnen weg. Es werden zwei Seiten konstruiert, der Protest auf der einen, die Autos auf der anderen. Damit richten sich die Aktionen in der bisherigen Form eindeutig auch gegen einzelne Ver­brau­che­r:in­nen und nehmen sie in die Pflicht.“

Das ist ein lustiger Gedanke. Als Fotograf möchte ich sagen, dass ein Bild, wo die Aktivist*innen vor dem 14km langen Stau stehen und dabei dann dahinter vielleicht noch wütende Autofahrer*innen rumhüpfen überhaupt nicht funktionieren würde.

Außerdem ist die Konfrontation mit Blickkontakt wichtig, denn sonst würden einzelne einfach weiter fahren. Blickkontakt ist ein menschliches Element, das davor bewahrt, die letzte Hemmung zu überschreiten.

Hier zwei Bilder, die einen LKW zeigen, der einfach weiter gefahren wurde. Weit über die Haltelinie, an der er ursprünglich stand, hinaus.

Schönhauser Tor, 21.11.2022

Und noch was: Bahnstreiks richten sich gegen Bahnkund*innen? Poststreiks gegen Postkund*innen? Lehrer*innenstreiks gegen Kinder?

Ist wohl etwas zu kurz gedacht. Der Letzten Generation geht es um #Disruption. Unterbrechung des Weiter-So. Auf den Transparenten steht nie so etwas wie: Hört auf, Auto zu fahren. Es geht immer um Forderungen an die Regierung.

https://www.taz.de/!5909531

Urlaub nach Autobahn-Blockade: Kli­ma­grüße von Bali

Ak­ti­vis­t*in­nen der „Letzten Generation“ flogen in den Urlaub nach Bali, statt zu ihrem Prozess zu kommen. Dürfen sie das? Ein Pro und Kontra.

@stefanmuelller @tazgetroete

Volle Zustimmung.

Was ist das für ein Porträtfoto, das die Protestierende in den Händen hält?

Eine Bitte: Der #AufstandletzteGeneration ist gerade in den Schlagzeilen, weil die Aktiven mit den Daten von Sympathisanten fahrlässig umgegangen sind: https://www.golem.de/news/politische-ansichten-auf-google-drive-letzte-generation-mit-datenschutz-gau-2302-171664.html

Wenn du sie triffst, erinnere sie bitte daran, dass es die #Cryptoparty-Bewegung gibt. Da lernt man kostenlos und unabhängig, richtig mit sensiblen Daten umzugehen.

#Cryptoparties in deiner Nähe: https://cryptoparty.in/berlin

Und anderswo: https://cryptoparty.in/

Politische Ansichten auf Google Drive: Letzte Generation mit Datenschutz-Super-GAU - Golem.de

Die Aktivisten der Letzten Generation haben Daten von Unterstützern mitsamt politischer Meinung und Gefängnisbereitschaft ungeschützt auf Google Drive gelagert.

Golem.de

@chpietsch

Ach so, noch zu Crypto: Das Problem war wohl, dass sie die Links zu den Dateien in Chats geteilt haben. Da können auch als Aktivist*innen getarnte Journalist*innen dabei sein. Verschlüsselung hilft dann auch nicht.

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/letzte-generation-stellte-daten-von-aktivisten-ins-netz-a-9f7bb28a-55b9-4956-bfd9-d73f3bfba5bc

Immerhin wissen wir jetzt, dass es im Herbst 2200 Menschen waren. Nach Lützerath sind bestimmt noch ein paar Hundert dazugekommen. Wie man das organisiert, ist eine interessante Frage.

Google würde ich für gar nichts benutzen, aber letztendlich nützt auch Verschlüsselung nichts, wenn man allen den Schlüssel gibt. Das Konzept der maximalen Offenheit und Öffentlichkeit schließt eben eine straff organisierte Kaderorganisation mit kleinen Zellen aus.

Wird so etwas bei den #Cryptoparties auch thematisiert?

2200 Menschen betroffen: »Letzte Generation« stellte Daten von Aktivisten ins Netz

Telefonnummern, Wohnorte und Auskunft über die Bereitschaft, ins Gefängnis zu gehen: Die »Letzte Generation« sammelte laut einem Medienbericht haufenweise persönliche Daten von Unterstützern – und machte sie zugänglich.

DER SPIEGEL

@stefanmuelller

Jede Cryptoparty ist anders. Es geht jedenfalls nicht nur ums Verschlüsseln. Eins haben alle Cryptoparties gemeinsam: Es geht nicht um Cryptowährungen. (Leider haben die Crypto-Bros das Schlagwort Crypto für sich vereinnahmt.)

Aber zurück zum Thema: Personenbezogene Daten dürfen nach aktueller Gesetzeslage nicht in US-Clouds abgelegt werden (s. #Schrems2-Urteil und #DSGVO).

Es gibt kostenlos nutzbare #E2E-verschlüsselte #CryptPad-Instanzen. Die enthalten ein komplettes OnlyOffice, das einen ähnlichen Funktionsumfang hat wie die Online-Offices von Microsoft und Google. Der Unterschied ist, dass die Daten bei CryptPad zu jedem Zeitpunkt verschlüsselt sind – auch auf dem Server.

Natürlich muss man irgendwie an die Daten rankommen. Dafür gibt es Share-Links. Wenn die wirklich nur über interne, E2EE-Verschlüsselte Chats (z.B. Signal oder Matrix) verschickt werden, gibt es kein Problem.

Ich empfehle die CryptPad-Instanz von @digitalcourage: https://cryptpad.digitalcourage.de

#E2EE

CryptPad: end-to-end encrypted collaboration suite

CryptPad: end-to-end encrypted collaboration suite

@stefanmuelller

Disclosure: Ich habe https://cryptpad.digitalcourage.de für @digitalcourage aufgesetzt. Inzwischen wird diese CryptPad-Instanz auch von hauptamtlichen Systemadministratoren des Vereins betreut.

CryptPad: end-to-end encrypted collaboration suite

CryptPad: end-to-end encrypted collaboration suite