#Wärmepumpe / #Brennwert: Überoptimierte Heizkurve erkennen

Bei der #Heizung bedeutet eine niedrigere Vorlauftemperatur Einsparungen. Aber nicht unbegrenzt.

Wenn trotz zunehmender Optimierungen der Verbrauch gleich bleibt oder sogar steigt, statt sinkt, kann es sein, dass man die Temperaturen zu stark runteroptimiert hat.

Der Punkt mit dem höchsten #Wirkungsgrad liegt häufig deutlich oberhalb der niedrigst möglichen Vorlauftemperatur bei Wärmepumpe und Brennwert.

#Energiesparen

Heizkurvenoptimierung, Teil 2:

Systeme mit #Raumthermostat und/oder vielen verteilten Sensoren mit adaptiven Heizkurven sind oft notorisch anfällig für solche Probleme.

Sparsames Verhalten führt bei derartigen "smart" Lösungen mitunter direkt zu Mehrverbrauch.

In einem solchen Fall kann eine manuelle Abstimmung statt der adaptiven Automatik-Kurve / "Smart HK" signifikante Verbesserungen bringen.

#Energiesparen #Wärmepumpe #Brennwert

@cymaphore Die Erfahrung mache ich auch gerade mit der #Brennwerttherme. Hydraulischer Abgleich ist schon lange gemacht (Alle Thermostate sind offen). #Heizkurve ist inzwischen bei 0,40. Raumtemperatur ist konstant, weil ich die Nachtabsenkung auf Delta von 1,5 K gesetzt hab. Bei Temperaturen um die 1 Grad ist der Verbrauch inzwischen höher als bei einer 0,5 #Heizkurve. Frage mich, wie man den optimalen Wirkungsgrad der #brennwertherme ermitteln kann.
@Iudex030 Was für ein Modell ist das denn?
@cymaphore Brötje Ecotherm WBS 14 F
Meine Vermutung ist ja, dass durch die geringe #Vorlauftemperatur die Speicherfähigkeit des Estrich nicht ausreichend genutzt wird und deswegen permanent nachgeheizt wird. Bei Temperaturen unter -5 Grad hatte ich mit der Einstellung der #Heizkurve Ersparnisse von ca. 21%

@Iudex030 Was bei Dir wahrscheinlich passiert:

1. Die abgegebene Wärme passt jetzt perfekt zum Haus.

2. Die Nennleistung der Therme passt aber nicht zur erforderlichen Wärmemenge, Du erreichst einen Punkt den er nicht anregeln kann

3. Er kommt in einen Modus, wo die Spreizung sehr gering wird und die Rücklauftemperatur zu hoch ist, dann geht der Brennwerteffekt komplett flöten

4. Bei Minusgraden klappt es dann wieder, weil die Spreizung wieder größer wird.

@Iudex030 Fußbodenheizung ist extrem träge, das macht es nicht einfach. Aber verifizieren kannst Du es so:

1. Unterbinde das Heizen für einige Stunden.

2. Aktiviere dann das heizen, und beobachte ob er dann bei gleicher HK effizienter heizt. Durch das Auskühlen ist die Rücklauftemperatur über längere Zeit geringer und der Brennwerteffekt müsste wieder zum Tragen kommen

@Iudex030 ...falls das einen geringeren Verbrauch zeigen sollte, kannst Du Dir die Speicherfähigkeit des Bodens zu nutze machen und ein Zeitprogramm einstellen, dass das Heizen in regelmäßigen Abständen unterbindet.

Idealerweise so lange möglich, ohne dass man etwas an der Raumtemperatur merkt.

In der Zeit kühlt der Boden aus, und beim Wiederanfahren gibts eine hohe Spreizung zwischen Vorlauf und Rücklauf. Dann kannst Du auch mit höhrerer HK fahren ohne den Brennwerteffekt zu verlieren oder..

@Iudex030 ...die Räume zu überheizen. Bei mir (Wärmepumpe zu stark, ähnliche Auswirkung) hab ich damit eine signifikante Einsparung in dem Niedriglastbereich erzielt.
@Iudex030 Alternativ: Die Thermostate so einstellen, dass sie die Temperatur "deckeln" und dann die Heizkurve so einstellen, dass er bewusst ins Takten gezwungen wird. Aber das braucht länger um sich einzuschwingen als wenn du einfach das Gesamtsystem mittels der "Abkühlzeiten" in eine langandauernde, gleichmäßig hohe Spreizung zwischen VL und RL zwingst