Hier noch mal eine Studie zur Idee des @BMWK blauen #Wasserstoff aus #Norwegen zu importieren. Im schlimmsten Fall ist dabei der Klimaschaden größer als wenn wir weiter #Erdgas importieren. Ich dachte, @GrueneBundestag hätten das verstanden.
https://www.stern.de/panorama/wissen/energie---blauer-wasserstoff--klimaschaedlicher-als-kohle-oder-gas--sagt-studie-30661172.html
Energie: "Blauer Wasserstoff" klimaschädlicher als Kohle oder Gas, sagt Studie

Wasserstoff verspricht saubere Energie, aber solange das Gas nicht mit regenerativer Energie erzeugt wird, ist es auch nicht sauber. Eine neue Studie hält...

STERN.de

@VQuaschning

Ich erkenne einfach noch immer nicht, wem eigentlich blauer Wasserstoff irgendwas bringen soll - das geht ja über Greenwashing noch hinaus! Das Erdgas wird doch in beiden Fällen genutzt...

Grüner Wasserstoff als Nebenprodukt, welchen man dann für die Speicherung verwenden kann, da spricht jetzt denke ich nichts gegen.

@BMWK @GrueneBundestag

@Herbstfreud @VQuaschning @BMWK @GrueneBundestag Ich glaube das Argument ist hier, die Infrastruktur aufbauen zu können solange noch kein grüner Wasserstoff verfügbar ist.
@TobivArk @Herbstfreud @VQuaschning @BMWK @GrueneBundestag Nnatürlich muss man man muss die Infrastruktur aufbauen. Aber wieso Steam-Reformer mit komplexer CO2-Abscheidung? Die Anlagen muss erst gebaut werden (Zeitachse),die CO2-Abscheidung ist energieintensiv. Und dann haben wir eine neue Endlagerdebatte.
Wieso baut man nicht stattdessen sofort Elektrolyseure in Deutschland und holt sich den Strom aus Norwegen statt über lange Unterwasserrohrleitungen extrem leichtentzündlichen Wasserstoff?

@greymatter @TobivArk
FYI: Aktuell wird bei Blue-Hydrogen-Projekten statt Steam Methane Reforming (SMR) Auto Thermal Reforming (ATR) verwendet, weil das bei geplanter CO2 Sequestierung wirtschaftlicher ist.
Konkret wird auch kein CO2 sondern CO abgeschieden, nach dessen Verbrennung reines CO2 enststeht, das dann "endgelagert" wird.

@Herbstfreud @VQuaschning @BMWK @GrueneBundestag

@ths4bc @greymatter @Herbstfreud @VQuaschning @BMWK @GrueneBundestag Das ist natürlich auch deshalb sehr interessant, da reines CO wohl in diversen Anwendungen der Chemie- und Pharmaindustrie in nicht unwesentlichen Mengen benötigt wird.
Zudem ließe sich zumindest theoretisch CO mit weniger Energieaufwand in Kohlenstoff und Sauerstoff spalten als CO².
@TobivArk @ths4bc @Herbstfreud @VQuaschning @BMWK @GrueneBundestag Abscheidung von CO aus einem Gasstrom macht man imo über eine flüssiges Absorbents oder kryogen. Beides nicht trivial, da hier einiges an anderen Stoffen mitgeschleppt werden. Diese Stoffe machen dann downstream ungewünschte Dinge.
@greymatter @TobivArk @Herbstfreud
Da hab ich Unsinn erzählt. Am Ende des ATR steht ein Gemisch aus CO2 und H2, das sich aufgrund der starken Differenz der Siedepunkte leicht trennen läßt, zumal man das CO2 für den Transport evtl. ohnehin flüssig haben will.
@ths4bc @TobivArk @Herbstfreud die Energie für die kryogene Abscheidung und fürs Reforming kommt dann aus der Verbrennung von Erdgas, richtig?

@greymatter
Richtig, wobei das dabei entstehende Abgas genauso in den Prozeß eingeht und das CO2 abgetrennt wird.

@TobivArk @Herbstfreud

@ths4bc @TobivArk @Herbstfreud da wird sich aber die fossile Industrie freuen, dass noch mehr Erdgas gefördert wird, verbunden mit der Hoffnung, dass sich schon einer um das CO2 kümmert. Notfalls sozialisieren über ein CO2 Endlager. Sorry, aber hier wird der theorische Vorteil teuer erkauft mit viel Unsicherheit.

@greymatter
Wie kommst Du auf mehr Erdgas? Ammoniak wird schon immer auf Erdgasbasis herstellt, der bisher bevorzugte SMR Prozeß eignet sich lediglich nicht so gut zur CO2 Abscheidung.

Klar wäre es besser, den Wasserstoff per Elektrolyse oder Methanpyrolyse zu erzeugen und CO2 ganz zu vermeiden. Die Verfahren sind aber noch nicht großtechnisch skaliert und es fehlt an ausreichend Strom aus Erneuerbaren.

@TobivArk @Herbstfreud

@ths4bc @TobivArk @Herbstfreud weil das Ausfrieren des großen Massenstroms an CO2 viel Energie zieht und diese letztlich über Erdgas gedeckt werden müsste. Liege ich damit falsch?

@greymatter
Richtig, das CO2 in die Atmosphäre zu blasen wäre energieeffizienter.

@TobivArk @Herbstfreud

@ths4bc @greymatter @Herbstfreud Am besten wäre es natürlich gleich grünen Wasserstoff herzustellen. Hier gibt es aber aufgrund des zu langsamen Ausbaus eine Konkurrenz um die Kapazitäten von Erneuerbaren Energien. Wenn die These aus dem Stern Artikel stimmt, wäre es wohl besser den grünen Strom in die Produktion von Wasserstoff zu stecken und den Strommarkt weiter mit Erdgas zu decken.