Warum fällt es uns leichter, uns fss Ende der Welt vorzustellen, als fas Ende des Kapitalismus?
Und warum ist die einzige Alternative, die Leuten zu Kapitalismus einfällt, autoritärer Sozialismus?
@afelia ich habe gerade „Im Grunde gut“ von Rutger Bregman gelesen, was vielleicht einen Teil einer Antwort aufzeigt: Wenn wir nicht mehr davon ausgehen, dass Menschen im Grunde schlecht oder egoistisch sind, tun sich viel mehr Möglichkeiten für eine Neugestaltung unserer Gesellschaft auf. Ein Buch, das gut tut 🙂
https://www.rowohlt.de/buch/rutger-bregman-im-grunde-gut-9783499004162
Im Grunde gut - Rutger Bregman | Rowohlt Verlag

Der Historiker Rutger Bregman setzt sich in seinem Buch mit dem Wesen des Menschen auseinander. Anders als in der westlichen Denktradition angenommen ist der...

@emailgeek @afelia Hab das Buch nicht gelesen, die Prämisse, dass er im Grunde schlecht ist kommt mir aber deutlich realistischer vor, wenn ich mir so anschaue, was der Mensch so macht...
@liebero3 @emailgeek @afelia Es passieren schon auch ziemlich viele gute Dinge auf der Welt. Der Blick darauf mag durch Effekte wie den Availability Bias verschoben sein. Andere gute Bücher in dem Kontext sind "Factfulness" und "Warum es uns noch nie so gut ging..."
@felixw @emailgeek @afelia Klar passieren gute Dinge. Es passieren aber auch schlechte Dinge. Beides lässt die Folgerung nicht zu, dass der Mensch "von Grund auf gut/schlecht ist"
@felixw @afelia @liebero3 Das ist wohl wahr. Was mir an dem Buch gefällt, ist, dass bei so vielen prominenten Beispielen der Vergangenheit, bei genauerer Betrachtung heraus kommt, dass Ergebnisse gefälscht wurden oder gutes Verhalten nicht erwähnt wurde, weil es nicht interessant genug war oder nicht zur Erwartungshaltung der Forscher passte. D.h., selbst wenn man nicht pauschal sagen kann, dass alle Menschen gut sind (oder schlecht), so stellt sich doch eine sehr starke Tendenz zum positiven Verhalten der Menschen heraus. Mit der Grundannahme fällt es viel leichter, neue Gesellschaftsformen zu erdenken.