[Bitte #Mastodon als Quelle zitieren, wenn Sie Informationen aus dem Thread verwenden].

Ist die Pandemie jetzt vorbei und sind wir im endemischen Zustand? – Ja
Heißt das, dass alle Vorsichts- und Hygienemaßnahmen fallen gelassen werden sollten? – Nein
Hier mehr dazu.

[1/N]

Schon die #COVID-Wellen im Sommer und im Oktober sind zurückgegangen, ohne dass es Verhaltensänderungen brauchte. Das ist ein klarer Hinweis auf einen endemischen Zustand. Auch die aktuelle COVID-Welle hält sich in Grenzen. Insofern – COVID wird endemisch.
Das gilt, solange sich das Verhalten nicht extrem ändert oder eine neue (relevante) Variante kommt.

[2/N]

Können jetzt alle Maßnahmen fallen gelassen werden? – Endlich nicht mehr Lüften, Hände waschen, zu Hause bleiben, wenn man krank ist? 😊
Die meisten Personen sind und waren sehr vernünftig und werden das sicherlich auch nach dem Ende der Pandemie bleiben.
(Danke an die vernünftigen >80% !)

[3/N]

Es bleibt also die Frage nach den zwei relevanten, verpflichtenden Maßnahmen: Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln und Isolationspflicht bei einer COVID-Erkrankung. Hier die Stellungnahme unseres Modellierungsnetzwerkes dazu:

https://zenodo.org/record/7440730

[4/N]

2. Stellungnahme des Modellierungsnetzes für schwere Infektionskrankheiten (MONID)

In dieser Stellungnahme gibt das Modellierungsnetz für schwere Infektionskrankheiten (MONID) eine kurze Übersicht zur aktuellen epidemiologischen Lage schwerer Atemwegserkrankungen und weist auf drei aktuelle Problem- bzw. Handlungsfelder hin: (1) die angespannte Situation in den Kinderkliniken, (2) die möglichen Effekte der Aufhebung der Isolationspflicht und (3) die möglichen Effekte der Aufhebung der Maskenpflicht im öffentlichen Personenverkehr. Es wird außerdem über Erkenntnisse aus entsprechenden Modellsimulationen bzgl. der Punkte (2) und (3) berichtet. Die Ergebnisse der Modellrechnungen legen nahe, dass die Aufhebung von Isolations- und Maskenpflicht die Krankheitslast sowie die Belastung des Gesundheitssystems durch SARS-CoV-2 gegenüber dem Beibehalten dieser Maßnahmen unter ansonsten gleichbleibenden Rahmenbedingungen erhöhen würde. Diese Ergebnisse sind im Zusammenhang mit der Ausbreitung anderer infektiöser Atemwegserkrankungen, der Gesamtbelastung des Gesundheitssystems durch SARI sowie der angespannten Personalsituation im Gesundheitswesen, insbesondere im pädiatrischen Bereich, zu sehen. Um eine zusätzliche Belastung im aktuellen Winter 2022/2023 zu vermeiden, ist es sinnvoll, die Maßnahmen bis zum Frühling 2023 beizubehalten.

Zenodo
Die Wirkung der Maskenpflicht hängt (wie immer) davon ab, wie gut sie umgesetzt wird. Nimmt man an, dass alle – oder niemand – Maske in den öffentlichen Verkehrsmitteln trägt, dann kommt es zu rund 10 % mehr Infektionen in großen Städten. In Regionen mit wenig Bus und Bahn ist der Effekt geringer.
[5/N]
Die Wirkung der Isolationspflicht hängt davon ab, wie viele Menschen wegen des Wegfalls der Pflicht ihr Verhalten ändern. Viele werden ihr Verhalten nicht ändern: Ein Teil ist so krank, dass er sowieso zu Hause bleibt; ein Teil ist vernünftig und kann es sich erlauben, auch bei einer (sehr) milden Infektion oder bei Verdacht zu Hause zu bleiben; ein Teil bemerkt die Infektion nicht. All diese Personen ändern ihr Verhalten nicht, unabhängig von einer Isolationspflicht.
[6/N]

Es bleiben also diejenigen, die infektiös sind und nach dem Wegfall der Pflicht nicht zu Hause bleiben. Dazu gehören Personen, die in prekären Verhältnissen arbeiten. Diese könnten unter größeren Druck stehen, arbeiten zu gehen. Nehmen wir an, dass insgesamt +10 % aller Personen trotz Infektion auf die Straße gehen. – Dann kommt es zu entsprechend mehr Infektionen.

[7/N]

Soll/kann/darf/muss man die Masken- und Isolationspflicht jetzt sofort aufheben? Das ist Güterabwägung. Es würde insgesamt zu mehr COVID- und Atemwegsinfekten kommen. – Da derzeit gerade die Kinderkliniken unter dem krankheitsbedingten Personalausfall noch zusätzlich leiden, wäre aus meiner Sicht das kleine bisschen Rücksicht angemessen.

[8/N]

Klar, ich kann auch freiwillig Maske tragen und im Verdachtsfall Kontakte reduzieren, egal ob wegen COVID, Influenza, RSV... Aber den Effekt kennt inzwischen fast jeder: Wenn die anderen keine Maske tragen, macht man selbst es auch eher nicht, und vice versa. Einheitliche Regeln helfen der Umsetzung. Im Frühjahr ist sicher eine gute Zeit, diese Vorschriften auslaufen zu lassen. Aber jetzt?

[9/N]

Klar, ich kann auch freiwillig Maske tragen und im Verdachtsfall Kontakte reduzieren, egal ob wegen COVID, Influenza, RSV... Aber den Effekt kennt inzwischen fast jeder: Wenn die anderen keine Maske tragen, macht man selbst es auch eher nicht, und vice versa. Einheitliche Regeln helfen der Umsetzung. Im Frühjahr ist sicher eine gute Zeit, diese Vorschriften auslaufen zu lassen. Aber jetzt?

Hier auch der Artikel von Ingo Arzt, ZEIT dazu:

https://www.zeit.de/gesundheit/2022-12/christian-drosten-corona-pandemie-virologe-covid-19-massnahmen

[10/N]

Christian Drosten: Er hat "vorbei" gesagt

Die Pandemie sei vorbei, sagt Christian Drosten – also der Virologe, der oft vor Corona gewarnt hat. Ist jetzt alles gut? Was eine Endemie bedeutet.

ZEIT ONLINE
Corona bald Vergangenheit - Können jetzt alle Maßnahmen auslaufen?

Deutschlandfunk Kultur
@ViolaPriesemann Danke für die Einordnung. Wie immer fundiert und gut verständlich!
@brendel @ViolaPriesemann Kann mich da nur anschließen, thx
@ViolaPriesemann Danke, dass sie weiterhin aufklären.
@ViolaPriesemann
Brücken schlagen? Zu Querdenkern?
Warum?
@ViolaPriesemann danke für Ihre Einschätzung und Ihren Optimismus - auch wenn ich weder beim Händewaschen noch beim Lüften wesentliche Verhaltensänderungen im Vergleich zu vorpandemischer Zeit feststelle (Wasserhahn auf, Fingerspitzen drunter, abtrocknen - wenn überhaupt!) und Masken sehe ich freiwillig getragen auch nur noch selten (ÖPNV in Bayern, Einkauf, Kino, Oper - also ganz allgemein Innenräume mit vielen fremden Menschen ohne Maskenpflicht)
@ViolaPriesemann Es tut mir leid, aber 80% Vernünftige sehe ich nirgends. Es ist wieder ganz so wie früher, die Menschen schleppen sich rotzend und keuchend zum Shoppen, zur Weihnachtsfeier oder zur Arbeit. Ohne Masken. Evtl. selbsgetestet, aber eher Selbstdiagnose durch Handauferlegen - negativ natürlich! AG-Tests sind ja auch nur noch so semi-aussagekräftig. PCR macht so gut wie niemand freiwillig für 80 €. 80 % Ignoranten sehe ich, die vernünftigen 20% verzweifeln.

@better_tomorrow @ViolaPriesemann

Die 80% "Vernünftigen" habe ich in den Hörsälen meiner Uni kurz vor Weihnachten wirklich stark vermisst.

Fast niemand hat dort Masken getragen, sehr viele Kommiliton_innen kamen ansteckend zur Uni, obwohl sie auch digital hätten teilnehmen können. Sogar live und interaktiv.

Ich halte es aufgrund dieser Erfahrung für ein Gerücht, dass besonders die prekär (über-)lebenden Menschen hier die "Rücksichtslosen" sein sollen.

@ViolaPriesemann Mir fehlt bei dieser Einschätzung das Risiko langfristiger, möglicherweise kumulativer Schäden, auch des Immunsystems, was wiederum erhöhte Erkrankungen mit anderen Erregern nach sich ziehen kann. Und ganz ehrlich auch die Sicht auf den Einzelnen, der es sich nicht leisten kann oder will, sich zu infizieren, und dem der Schutz bei Aufhebung von Maßnahmen deutlich reduziert bis verunmöglicht wird. Sind Long / Post COVID, der Anspruch auf gesundheitliche Unversehrtheit irrelevant?

@kumquat

Danke für den Hinweis. Immunologie, Long COVID etc sind wichtig! - aber nicht meine Kernexpertise. Also überlasse ich diese Punkte anderen. Es gab in der Vergangheit genug Missverständnisse, weil man sich zu fachferneren Themen geäussert hat. Daher versuche ich, das zu vermeiden.

@ViolaPriesemann @kumquat Das finde ich löblich. Und das der aktuell verbliebene Stand der Maßnahmen vielleicht wirklich keinen ausgeprägten Effekt mehr hat im Vergleich zu ihrer Abschaffung mag tatsächlich so sein.
Meine Konsequenz daraus wäre aber zu schauen, ob man (wieder) wirksamere Maßnahmen einführen sollte - zB ausgeweitete Maskenpflicht, Anleitungen zum tragen, Tests, Finanzierung ...
Welche Maßnahmen wirksam wären finde ich eine interessantere Modellierung als welche wir abschaffen.
@larsmb @ViolaPriesemann Das finde ich einen interessanten Gedanken. Dabei sollten auch von individuellem Handeln unabhängige Maßnahmen wie Luftfilter / Luftqualitätswerte für öffentliche Räume einfließen. Und bitte nicht nur kurzfristige sozialhygienische Auswirkung betrachten sondern auch Risikokomponenten (Mutationen, langfristige Schäden) — und auch ethische Gesichtspunkte, u.a. Betroffenheit verschiedener Bevölkerungsgruppen, versuchen abzubilden.
@ViolaPriesemann @kumquat
Ich respektiere Ihre Haltung. Jedoch fände ich es wichtig, zumindest zu erwähnen, dass sich Ihre Überlegungen ausschließlich auf die akute Situation bei Krankheitsverläufen und Belastung des Gesundheitswesen beziehen. Denn das ist schon eine erhebliche Limitation, die benannt werden sollte.

@ViolaPriesemann

Nach 3 Jahren sollte jeder diese Publikationen kennen ⬇️

https://threadreaderapp.com/thread/1590443795057086464.html

Thread by @SourceControl21 on Thread Reader App

@SourceControl21: #SARSCoV2 journals.plos.org/plosone/articl… #SARSCoV2 cardiab.biomedcentral.com/articles/10.11… cureus.com/articles/11837… link.springer.com/article/10.100… mdpi.com/2077-0383/11/3… nature.com/arti...…

Thread by @SourceControl21 on Thread Reader App

@SourceControl21: "respiration & the shedding of millions of skin cells daily contribute to bioaerosols...in fact human ... might be the most important Faktor...of bioaerosols..."[indoors] imagine highly transmissib...…

Dieser Auffassung widerspreche ich, @Cafe_au_lait, sofern „jeder“ bewusst nicht spezifiziert wurde. Bäckerinnen, Vermessungsingenieure, Erdkundelehrerinnen und Archivare (wie ich) benötigen Wissenschaftskommunikator:innen bzw. -journalist:innen, die die Inhalte für uns aufbereiten, und dabei bewerten, ob die Inhalte „jedem“ vermittelt gehören.

@ViolaPriesemann

Sie hätten auf diesen Teil des Interviews hinweisen können,
taten es aber nicht

Warum nicht?! 🤔

"infecting children would then have been a huge mistake. ..."

"we don't know..."

Zitate ⬇️

@Cafe_au_lait

Immunologie ist nicht mein Fachgebiet. Aber ja, ich kenne die Studie dazu. -

@ViolaPriesemann @kumquat
> "Also überlasse ich..."
OK, aber ein Hinweis ist sinnvoll.

@ViolaPriesemann @kumquat Da das mittlerweile für viele das größte Bedenken in Hinblick auf wiederholte Infektion mit SARS-CoV 2 ist, wäre es sinnvoll, trotzdem auf die Thematik hinzuweisen, auch wenn man auf dem Gebiet keine Expertin ist.

Gerade in Hinblick auf wenig invasive Maßnahmen wie Masken, Tests und Isolation und auf die Frage bezogen, ob und wie diese auch für das „Leben mit dem Virus“ empfehlenswert wären.

@Danos @ViolaPriesemann @kumquat
Das gilt auch für andere Viren.
Maske in Arztpraxen etc wäre nicht verkehrt, wenn die Viruslast hoch ist
@ttdonrw @ViolaPriesemann @kumquat Maske im Wartezimmer wäre unabhängig von der Pandemie ne sinnvolle Sache. Ich mein… Wo sind Leute krank, wenn nicht dort? 😳

@kumquat

In diesem Teil der Diskussion darfst Du aber nicht vergessen, dass "endemisch" auch bedeutet, dass eine Ansteckung so gut wie garantiert ist. Masken sind immer noch sehr wichtig bei der Entlastung des Gesundheitswesens, was ja die Aufgabe von Atembarrieren ist, sind aber noch weniger als in einer pandemischen Landschaft in der Lage Ansteckungen dauerhaft zu verhindern.

Der Schutz, den Masken bieten, ist eben nicht Individualschutz, sondern Infektionsverzögerung, welche den Schutz des Gesundheitswesens bedeutet. Oder, anders gesagt, wenn sich statt 100 Menschen am Tag nur 60 anstecken, was recht utopisch ist, stecken sich trotzdem, jetzt halt innert 23 statt 9 Monaten, alle an. Bei SARS-CoV-2 ist das Prodrom kürzer als das Immunsystem eine echte Gegenleistung schaffen kann (hier sprechen wir von der zellulären Immunität, nicht von der initial humoralen oder kurzfristig inhärenten welche COVID-19 Symptome auslöst). Und das bedeutet halt auch, das Präinfektion oder Impfung eben keinen Schutz vor Ansteckung und Weitergabe bietet sondern nur eine sehr viel geringere Inzidenz von schwerem oder kritischem COVID-19.

23 stat 9 wäre eine sehr gute Reduktion der Fallzahlen mit schwerem COVID-19, was Kliniken und Krankenhäuser aber auch die Wirtschaft entlastet.

Genau wie bei EBV (jährliche Todeszahlen in Langzeitfolge etwa 10x der von SARS-CoV-2), wird es Zeit nicht hinter der nicht schaffbaren Vermeidung von Ansteckungen herzutrauern (bei EBV ist die Ansteckungsrate in DE etwa 92% aller Menschen über 18) sondern hart an der schnellen Entdeckung und Therapie möglicher Langzeitfolgen zu forschen.

MS, CFS, Parkinsons, Lymphome (u.A. dem sehr gefährlichen Burkitt), andere Krebse, etc. sind bei EBV große Gefahren. Und alles was es braucht ist eine virale Infektion, u.A. auch SARS-CoV-2 aber auch Noro oder andere fäkal-orale, um EBV "aufzuwecken." Die Wissenschaft muss sich jetzt sehr stark auf diese Ecke konzentrieren. Denn Infektionsvermeidung auf immer gibt es bei einer Endemie, egal wie viele Barrieren man aufbaut, nicht.

@ViolaPriesemann

@mikka

Sehr gute Zusammenfassung.

Ich erlaube mir, diese in meinen Argumentationsscatz aufzunehmen.

In der wissenschaftlichen Ernsthaftigkeit herrlich konsequent erfrischend. Man findet gerade von allen Seiten einfach viel politisch Aufgeladenes, da ist so ein toot schön down to earth.

@kumquat @ViolaPriesemann

@mmorschel @mikka @kumquat @ViolaPriesemann @energisch_ Viola Priesemann ist einfach unfassbar wohlwollend, gelassen und freundlich. (Mal abgesehen von ihrer Expertise, meine ich.)

@mikka @kumquat

Als kurze Antwort: Ja, wenn SARS-CoV-2 endemisch ist und die Inzidenz hoch, dann ist eine Ansteckung nicht einfach zu vermeiden. Aber der Infektionsschutz macht einen gewissen Unterschied: Man kann sich je nach Inzidenz und Vorsicht alle 6, 12 oder 24 Monate - oder seltener anstecken. Das ist im Spielraum der eigenen und gesellschaftlichen Vorsicht.

@ViolaPriesemann Wenn SARS-CoV-2 jetzt endemisch ist, wo bin ich dann sicher davor? (Im Sinne von Pandemie ist eine nicht örtlich begrenzte Endemie)
@waldi @ViolaPriesemann Pandemie ist eine nicht örtlich begrenzte *Epidemie*. Endemie ist was anderes.
@ViolaPriesemann @mikka @kumquat
Was sollen Ihrer Meinung nach Familien mit Schulkindern machen, die sich und andere nicht anstecken wollen?
@1lieblingstag @mikka Ohne einer Antwort von @ViolaPriesemann vorgreifen zu wollen: es gäbe Konzepte, mit Wechsel- u Distanzunterricht, vor allem mit Luftfiltern in allen Klassenräumen und noch einigem mehr. Diese Konzepte sind aber nicht neu. Sie wurden die letzten zwei Jahre schon nicht umgesetzt.
@1lieblingstag @ViolaPriesemann @mikka Wenn jetzt COVID als endemisch gelten und damit „zum allgemeinen Lebensrisiko gehören“ soll, werden sie niemals umgesetzt werden. Es sei denn, alle Eltern gehen auf die Barrikaden. Allerdings ist dies so gut wie ausgeschlossen, solange die mediale Aufklärung über COVID weiterhin so katastrophal minimierend und wissenschaftsfern bleibt wie bisher.
@kumquat @1lieblingstag @ViolaPriesemann @mikka
DAS sehe ich auch z.Zt. als größtes Problem. Sobald es "Endemie" heißt, gibt es gar keinen Anspruch auf geregelten Schutz mehr. Alles ist persönliches Risiko, auch wenn letztlich das GG was anderes sagt.
Ich möchte in dem Zusammenhang nur kurz auf die jetzt eingereichte Verfassungsbeschwerde von Twitter-User @anon_ronin gegen das IfSG hinweisen, falls es reine Mastodon User nicht kennen:
https://www.startnext.com/bverfg-vs-ifsg/blog/beitrag/einreichung-control-covid-verfassungsbeschwerde-p100591.html
Einreichung! Control Covid Verfassungsbeschwerde - BVerfG vs IfSG

startnext.com
@blaubeerblue86 @1lieblingstag @ViolaPriesemann @mikka Inzwischen denke ich, wenn es jemanden gibt, der für die Gesundheit der Kinder eintreten kann, und das vielleicht sogar tut, ist es die Wirtschaft. Angesichts der demographischen Entwicklung die wenigen Fachkräfte der Zukunft mutwillig kaputt zu machen, ist volks- und betriebswirtschaftlich eine ganz schlechte Idee. Wir dürfen hoffen, dass sich diese Erkenntnis bald durchsetzt.
@kumquat @1lieblingstag @mikka Ist ne interessante Überlegung. Allerdings bin ich da nicht so optimistisch. Denn sonst müssten sie ja schon jetzt bei der ganzen Schulsituation Alarm schlagen...
Aber die Hoffnng stirbt zuletzt. :)

@ViolaPriesemann

Schlimmer finde ich, dass nicht alle die Freiheit und die Mittel haben, sich so zu schützen, wie sie vielleicht wollen. Z.B. am Arbeitsplatz.

Erlaubt meine Firma Masken? (zB bei Kundykontakt)

Wer bezahlt Masken, Tests, ggf Tage zuhause, wenn positiv?

Gibt es Auffrischimpfungen für alle, die wollen?

Was ist mit Kindern in der Schule? Nicht nur bei Covid, sondern auch Influenza, RSV & Co?

Mir fehlt das _Recht_ auf Selbstschutz samt Finanzierung für alle, die es brauchen.

Thread by @SourceControl21 on Thread Reader App

@SourceControl21: "respiration & the shedding of millions of skin cells daily contribute to bioaerosols...in fact human ... might be the most important Faktor...of bioaerosols..."[indoors] imagine highly transmissib...…

@challenge2035

Die Einordnung dazu würde mich auch interessieren, @ViolaPriesemann.
Lange nichts mehr davon gehört.

Oder können dazu andere Expertinnen mehr sagen als Virologen und Modelliererinnen?

@ChristianKuhn @challenge2035 @ViolaPriesemann
Eine leichte Mittelohrentzündung kann eine tödliche Meningitis hervorrufen. Nicht schön, aber wir leben damit. Mit Covid kommt ein weiteres Risiko hinzu.
So zumindest meine Sicht darauf.
@Dergoran @ChristianKuhn @challenge2035 @ViolaPriesemann
Gegen Entzündungen haben wir wirksame Behandlungsformen. Zu Longcovid beginnen wir erst einige der vielen Schadensmechanismen zu verstehen.
Für einiges wie z.B. Endothelschäden werden wir in
absehbarer Zeit nichts finden.
@tonAN @ChristianKuhn @challenge2035 @ViolaPriesemann
Sofern die Entzündung viral ist stehen wir vor dem selben Problem, wie bei Corona. Ansonsten gebe ich Dir recht. Ich hoffe, dass im richtigen Verhältnis hierzu geforscht wird, doch sehe ich keine ausreichende Rechtfertigung für die Weiterführung der Maßnahmen nach diesem Winter. Da sind die Ausführungen von Prof. Dr. Priesemann hilfreich.
@Dergoran @ChristianKuhn @challenge2035 @ViolaPriesemann
Auch wenn man Rechtfertigung nur auf kurze Sicht fest macht oder machen will, und Prävention ablehnt, Fakt bleibt: die langfristigen Auswirkungen, Schäden und Belastungen kommen, bleiben und treffen.
Das Ausmaß hängt proportional an der Zahl der Infektionen.
@Dergoran @ChristianKuhn @challenge2035 @ViolaPriesemann Wenn es um deine Gesundheit geht verständlich. Doch hier, geht es auch um die kollektive Gesundheit anderer Mitmenschen mit denen Kontakt besteht oder bestand. Außerdem läuft das Gesundheitssystem auf Anschlag.
@meinname161 @ChristianKuhn @challenge2035 @ViolaPriesemann
Bitte verstehe mich nicht falsch. An Covid und Longcovid soll weiter geforscht werden, denn das wünsche ich keinem. Doch sehe ich jetzt keine Lösung hierzu, wenn es um die Maßnahmen geht.
@ViolaPriesemann Nein, auch im Frühjahr ist das für viele Menschen Mist. Aber es interessiert halt niemanden mehr, was mit Risikogruppen ist. Was mit LongCovid ist etc. pp.
Hab schon Schiss vor dem Tag, wo auch in Arztpraxen gar keine Maske mehr getragen werden muss... Es war schon ein Drama, eine Zahnarztpraxis zu finden, die selbst noch FFP2 trägt und mir erlaubte, einen Luftfilter mitzubringen.
#Sozialdarwinismus