@mado @quuux

Die Pflicht zur Mitgliedschaft in Prüfverbänden (sog. #Anschlusszwang) wurde durch eine Änderung des Genossenschaftsgesetz|es in #Y1934 eingeführt.

Sie diente im #Genossenschaft|swesen ebenso wie ähnliche Regeln in anderen Bereichen (zB #Wohnungswirtschaft; vgl die #NeueHeimat-Gesellschaften) der #Zentralisierung & #Gleichschaltung.

https://www.econstor.eu/bitstream/10419/179369/1/1023121565.pdf

https://www.kaufmann-stiftung.de/documents/1502KaltenbornVerdraengteVergangenheitweb.pdf

Das Thema ist eine bis heute umkämpfte, blutende Wunde der Genossenschaftskultur der #BRD.

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@jpreisendoerfer @mado Jein.
Ich will Prüfverbände nicht generell abschaffen, nur weil's die Nazis eingeführt haben. Beispielsweise dort, wo größere Vermögenswerte bewegt werden (z.B. Agrargenossenschaften) halte ich eine regelmäßige Prüfung für richtig.

Aber die Kriterien, ab wann wieviel Bürokratieaufwand verlangt wird, sollte man vernünftiger gestalten, um kleinen Genossenschaften (eigentlich allen Formen von Gesellschaften) nicht so viel Overhead aufzubürden.

@quuux @mado

Die #Nazis haben nicht die Prüfverbände eingeführt, sondern den #Anschlusszwang.

Die #Prüfverbände bzw die genossenschaftlichen Dachverbände gab es vorher schon, aber die Mitgliedschaft und die ›Gründungsprüfung‹ waren freiwillig.

Ein Blick in andere Staaten, wo #Genossenschaft|en & #Mutuals blühen, zeigt, dass objektiv nachprüfbar keine Notwendigkeit besteht, in der #Bundesrepublik Nazipolitik fortzusetzen, nochzumal vergleichbare Regeln für andere Rechtsformen nicht gelten.

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