Es tut mir leid, dass ich euch hier so mit Content zuschütte. Aber wenn ihr auch sonst nichts von mir lest oder hört, dann lest doch bitte diesen längeren Artikel, den ich über Mastodon, Twitter und die Meinungsfreiheit geschrieben habe.

Ich glaube, für mich persönlich ist das der wichtigste Text, den ich seit langem zustande gebracht habe!

https://www.zeit.de/2022/52/mastodon-twitter-alternative-plattform-dezentral/komplettansicht

Mastodon: Unser digitales Dorf soll schöner werden

Mastodon könnte das bessere Twitter werden. Hier kann man nicht nur konstruktiv streiten, sondern es eröffnet sich auch ein neuer Begriff von Meinungsfreiheit.

ZEIT ONLINE
Der Artikel ist aus der Print-Ausgabe, die morgen erscheint
@larsweisbrod danke für den Hinweis mit der Print-Ausgabe. Dann werde ich morgen wohl mal wieder bedrucktes Papier kaufen. Bin zu anfällig für Probeabo-nicht-kündigen.
@larsweisbrod Starker Artikel! Weiß noch nicht so ganz, ob ich die These mit der Links-Libertären Transformation teile. Ist aber vllt auch nur ne Frage der Begriffe. Würde eher sagen, dass das Fediverse halt sowohl freiheitliche als auch machtausgleichende Prinzipien bedient. Insofern hab ich noch nie verstanden, wie sowohl manche Linke als auch Liberale lieber bei Twitter bleiben.

@larsweisbrod Würde ihn zu gerne lesen. Erscheint er auch in der Print-Ausgabe?

PS: Gibt’s eine Chance, dass man bei der Zeit bald für einzelne Artikel zahlen kann, oder zumindest (analog zum Kauf einer Wochenausgabe) einen „Wochenpass“ kaufen kann? 🥲

@schlauschlau ja ist morgen in Print! Ich glaube nicht das sowas geplant ist, man kann aber natürlich einzelne Ausgaben digital kaufen, in unseren Apps
@larsweisbrod ja das stimmt natürlich… und man kann Z+ natürlich auch für eine Woche abschließen und direkt wieder kündigen. Ist dann ja quasi ein DIY Wochenpass
@schlauschlau ich merke gerade dass ich mich mit den eigenen digital Produkten nicht auskenne… ich glaub das digital Abo hat eine Kündigungsfrist von zwei Wochen, also wäre es sozusagen ein zwei Wochen passen?
@larsweisbrod oh stimmt 😬 vielleicht sende ich mal eine Anregung an den Leserservice. Ist der schon hier auf Mastodon? 😌

@larsweisbrod
Starker, wenn auch manchmal überladener Beitrag. Danke dafür!

Die Befreiung aus der fürsorglichen Entmündigung durch kommerzielle Plattformbetreiber unter Inkaufnahme von Abnabelungsschmerz: Wenn dies der Journalismus auf- und die Politik als Chance begreift, kann politische Debatte im öffentl. Raum auch ohne Dauereskalation wieder stattfinden.

Was mich nervös macht: Wieviel hängt noch an Eugen Rochko, dass er jetzt 14h/d arbeiten muss? Geht das nicht auch dezentraler? 🙈

@Hafer was hättest du weggelassen damit es nicht so überladen ist?

@larsweisbrod
- den Ausflug durch das Seelenleben der Linken (auch wenn du das für deinen Punkt der linken drift natürlich brauchst).
- den Versuch, den Begriff des Libertären zu rehabilitieren (dessen "Zerstörung" durch rechte Interpretation mich auch schon hat verzweifeln lassen).

Aber wer Interesse an deinen Gedanken hat, wird sich davon nicht ablenken lassen 👍

@larsweisbrod Danke, ich habe den Artikel mit Gewinn gelesen.
Derzeit frage ich mich allerdings noch, welche Systemeigenschaft von mastodon denn die "konstruktive Kritik" fördern soll? Auch ich finde den freundlichen Ton sehr angenehm, den ich hier (mit wenigen Ausreissern) vorfinde - aber ich führe diesen eher darauf zurück dass die hate speech Freunde eben den Weg noch nicht gefunden haben ... was sich aber schnell ändern könnte.
Oder habe ich da einen Mechanismus noch nicht verstanden?
@wolfgangcramer @larsweisbrod ich denke tatsächlich auch über diese Frage nach.
Möglicherweise ist ein großer Grund warum Twitter so beschissen ist, dass es halt die Aufmerksamkeit seiner Nutzer*innen verkauft und deshalb den Algorithmus darauf trainiert, diese möglichst lange dort zu halten.
Und das geht am einfachsten durch Polarisierung, den Hippies die Faschisten immer wieder in die Timeline tun usw.
Das ist ja hier fundamental anders.

@wolfgangcramer @larsweisbrod noch eine Kleinigkeit neben den schon von anderen genannten Punkten: man hat hier nur die Option, einen Post zu teilen oder direkt drunter zu kommentieren. Es fehlt "Teilen mit Kommentar", und das ist wohl bewusst.

Man redet also tendenziell eher *mit* den Autoren eines Posts als *über* sie.

@lizzard bin nicht sicher, ob Du das meinst, schau mal hier: https://anonsys.net/display/bf69967c-1163-9ac3-583c-8ca964947156 Ist das dann ein "Drüko"?? @wolfgangcramer @larsweisbrod
caos

Das stimmt, das Mastodon das Teilen mit Kommentar bewusst nicht implementiert hat. Viele andere Dienste im Fediverse haben es aber (m.W. gab es bislang auch ...

@caos @wolfgangcramer @larsweisbrod jein: natürlich kannst du einen anderen Beitrag verlinken und deinen "Senf" dazu geben. Anders als bei Twitter wird aber der verlinkte Beitrag unter deinem Kommentar nicht vollständig mit Text/Bild-Vorschau angezeigt.

Du kannst deswegen weniger gut eine parallele Diskussion starten. Wer sich für den Inhalt interessiert, muss direkt zum Original wechseln.

@lizzard Das ist aber auch nur bei Mastodon so, dass es nur den Link anzeigt.
Auf Friendica kommt es so an, siehe bild.
Ich nutze die Funktion aber eigentlich nicht, weil es es eben die Diskussionen zerstückelt (und u.a. deswegen nutze ich auch Friendica mehr als Mastodon, weil es da nicht so zerstückelt ist). Und es wird m.W. auch kaum genutzt, warum auch?
@wolfgangcramer @larsweisbrod

@caos @wolfgangcramer @larsweisbrod es lebe das Fediverse!

Meine Aussage galt nur für mastodon, aber ich vergesse gelegentlich, dass die Posts im Fediverse ja auch ganz anders gelesen können werden.

Friendica habe ich mir noch gar nicht angesehen. Ist das vom Funktionsumfang ähnlich, oder gibt es da signifikante Unterschiede zu mastodon?

@lizzard eigentlich haben alle anderen mehr Funktionen als Mastodon oder sind auf bestimmte Fkt spezialisiert (wie bspw. #Pixelfed auf Bilder).
#Friendica soll wohl Facebook ähnlich sein und hat auch Funktionen wie Gruppen, Foren, Bildergalerien, kann auch mit Twitter kommunizieren u.v.m.: https://friendi.ca/about/features/
Einen anschaulichen Einblick in Friendica und auch andere Dienste wie #Misskey und #Hubzilla gibt es in dieser Artikelserie: https://gnulinux.ch/serie-%E2%80%93-fediverse-dienste-die-idee
@wolfgangcramer @larsweisbrod
Features – friendica

@caos @wolfgangcramer @larsweisbrod super, vielen herzlichen Dank für die ausführlichen Infos. Facebook ohne den fiesen Algorithmus könnte ja auch ganz nett sein, ich schaue mir das mal an.
@larsweisbrod
Wann darf ich das erste Mastodon-Zitat in den ZEIT-Publikationen erwarten? 😁

@larsweisbrod
Und jetzt nutze ich deinen Tröt für einen weiteren Vorschlag (sorry Lars):

Mich stört die Eskalation in den Kommentaren bei ZEIT-Online schon lange. Macht es doch so:
(1) Artikel wird online veröffentlich wie üblich
(2) Artikel wird auf Mastodon bekannt gemacht (via bot z.B.)
(3) Kommentarfunktion unter online-Artikel wird ersetzt durch einen Verweis auf den Tröt. Dort können dann alle kommentieren.

Vorteile liegen auf der Hand, wenn ich deinen Text richtig verstanden habe 😉

@Hafer dadurch dass ich so viel auf Twitter kommuniziert habe, habe ich die letzten Jahre die ZON-Kommentare nur noch aus dem Augenwinkel wahrgenommen. Dabei komme ich ja eigentlich „daher“ - als ich damals bei jetzt.de anfing, war das ja mein zuhause, die Community-Kommentare unter einem Text. Ich will eigentlich nur sagen: ich will mich in zukunft wieder mehr mit den ZON-Kommentatoren beschäftigen und bilde mir da eine Meinung!
@larsweisbrod super Artikel!😍 Danke für die klugen Gedanken und das guttuende Leseerlebnis!
@larsweisbrod Klasse Artikel. Hätte ich am Anfang des Jahres nicht gedacht, dass es mit so einem Beitrag von Dir endet. Aber hey, look at us..
@wackJackle danke! woraus ist das?

@larsweisbrod https://www.youtube.com/watch?v=3Yd3lQVbkYc

Müsste aus dieser Interview-scharfes-Zeug-Sendung kommen!

Hey Look At Us (Paul Rudd) - Original

YouTube
@larsweisbrod danke, sehr anregender Text! Ich hoffe, du behältst recht. Habe aber die Befürchtung, dass sich Twitter gerade wieder erholt, also nicht strukturell, aber es schleichen doch wieder viele zurück, ich auch zu oft. Die süchtig machenden Algorithmen, die du beschreibst, sind stark.
@larsweisbrod das klingt jetzt total selbstreferenziell, aber ich hatte vor nicht allzu langer Zeit ein erstaunlich ähnlich euphorisches Gefühl bezüglich diesem ganzen Digitaldemokratie-Entwurf von Audrey Tang:
@lichtblauq hast du den Link? Würde gern mehr lesen!

@larsweisbrod probier' mal den, glaube der funktioniert ohne Abo:

https://t.co/XVDlyqxA5h

Kann Taiwan den Cyber­krieg – oder nur die Utopie?

Taiwan will eine digitale Demokratie, die radikal transparent ist. Kann das funktionieren, wenn ein militärischer Konflikt mit China droht?

Republik
@lichtblauq @larsweisbrod „Regierung“ in „Koordination“ umbenennen - und schon wäre der erste Schritt getan. Denn ohne Koordination geht es nicht.

@larsweisbrod

Ich lese keine Artikel, die ich nicht lesen kann, Sorry.

@larsweisbrod würde ich gerne lesen, der Artikel ist aber hinter einer Paywall.

Ich kann verstehen, dass die Verlage auch Geld verdienen wollen, aber wenn man immer gleich ein Abo abschließen muss, um einen Artikel lesen zu können, wird man schnell arm, denn es gibt ja neben der Zeit noch andere Verlage mit guten Autoren.

@sid_amos_666 @larsweisbrod ging / geht mir genauso. Ich habe #readly https://de.readly.com/ . Da ist #DieZeit aber leider nicht dabei. ☹️
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@larsweisbrod Leider hinter Paywall, aber allein der erste Absatz ist schon mal gut. ;o)
@larsweisbrod
Du hast endlich das wage Gefühl, welches ich in Bezug auf #mastodon und #twitter hatte, für mich treffend konkretisiert. Danke! Vor allem damit:
"Anders als Mastodon-Betreiber sind Twitter-Aktionäre darauf angewiesen, dass ich mich nach einem langen Arbeitstag halb bewusst noch durch die Timeline wische, angetrieben vom Bedürfnis nach der niedrigsten Kommunikation, zu der ich gerade noch fähig bin – schnell etwas finden, das mich wütend macht und über das ich mich aufregen darf."
@caos @Aakerbeere der @larsweisbrod möchte Feedback haben zu diesem Beitrag
@larsweisbrod „Und hoffentlich wird so auch der Aberglaube aussterben, dass Worten eine dunkle Zauberkraft innewohnt, die ihnen Macht verleiht; ihre Macht besteht allein aus der, die wir ihnen verleihen, wenn wir ihnen zuhören.“
ja, das finde ich das wichtigste.
@larsweisbrod
Ürde ich ja gerne, wenn ich einen Zeit+ Account hätte.
Das du auf diese Artikel hinweist finde ich ja gut, aber vielleicht solltest du überlegen, Artikel zu kennzeichnen, die hinter einer Paywall sind.
@janboehm
@larsweisbrod „Und hoffentlich wird so auch der Aberglaube aussterben, dass Worten eine dunkle Zauberkraft innewohnt, die ihnen Macht verleiht; ihre Macht besteht allein aus der, die wir ihnen verleihen, wenn wir ihnen zuhören.“ 🙏
@larsweisbrod Da musste ich doch glatt erstmal „desavouieren“ im Duden nachschlagen. 🙂 Toller Artikel, danke dafür. 👍🏻
@larsweisbrod ich würde es gerne lesen, aber ich möchte nicht für ein Artikel die Zeit abonnieren. Ich verstehe auch dass Sie nicht umsonst für Geizhälsen wie mich schreiben können. Gibt es aber für Journalismus auch so etwas wie eine Bewegung für Open Access (wie sie für wissenschaftliche Veröffentlichungen gibt)?
@thelonious ich glaube die offentlich-rechtlichen sind unser Open Access!
@larsweisbrod das stimmt wahrscheinlich, man könnte natürlich der GEZ-Beitrag erhöhen und so alle Journalismus OA machen… ist politisch unproblematisch denke ich…
@larsweisbrod - guter Artikel. Ergänzend möchte ich anmerken, daß Mastodon auch dem Gedanken eines Sozialen Netzwerkes im wahrsten Sinne des Wortes näher ist als eine Twitter- oder Facebookzentrale es je sein können.
@larsweisbrod Toller Text. Was die Gefahr der Vereinnahmung von Mastodon durch das Valley angeht möchte ich noch ergänzen, dass es ein Muster gibt, welches schon oft funktioniert hat. Da offener Software die Community getrieben ist meist die finanziellen und personellen Ressourcen fehlt, können die Tech Unternehmen die Usability Probleme schnell mit viel Geld lösen, und am Ende landet dann wieder der Großteil der Leute auf einer Google Mastodon Instanz.
@larsweisbrod Vielleicht kann eine genossenschaftliche Organisation die Ressourcen Probleme bei der Verbesserung von Mastodon lösen.
@larsweisbrod Diese genossenschaftliche Organisation sollte selber auch dezentral organisiert sein.
@larsweisbrod Paywall - aber es fing ganz gut an.
@larsweisbrod für mich ist #mastodon in erster Linie ein #rssfeed Reader-Ersatz! Deswegen verglichen es es auch nicht mit #twitter .
@larsweisbrod warum ist die Zeit eigentlich nicht bei mastodon? Eine Instanz pro Verlag.
@larsweisbrod Das ist einer der besseren Artikel – der aber Mastodon immer noch als Produkt versteht und überbewertet. Die eigentliche Leistung liegt beim W3C, die Activity Pub (– Stream) definiert haben und den vielen Leuten, die das bemerkt und damit als Grundlage programmiert haben.

@larsweisbrod
Wirklich lang, aber lesenswert. Doch was ist mit #pixelfed?

@evawolfangel

@larsweisbrod Wenn du ihn ohne Paywall veröffentlichst, lese ich ihn. Versprochen.