Freie/quelloffene Software, Protokolle und Standards sind die digitale Zukunft. Wer sie nutzt, verbessert und verbreitet, ist Teil dieser Zukunft. Alle anderen bewegen sich ins digitale Steinzeitalter bzw. blockieren den Fortschritt. 🧙‍♂️
@kuketzblog oder ist zu Bequem, den neuen Weg zu gehen
@kuketzblog Die Aussage ist ganz schön absolut.
Weil sie impliziert, dass man etwas falsches tut, wenn man unfreie Software benutzt. Das tut ein bisschen weh aber im Grunde gebe ich ihm da recht. Man mag nun trotzdem unfreie Software verwenden aber dann darf man sich über sowas auch nicht ärgern. Jeder, der ein Auto besitzt, obwohl er es nicht unbedingt bräuchte, lebt mit dem selben Dilemma.

Na ja, und manchmal tut man eben falsche Dinge, weil sie sich gut anfühlen oder bequem sind.
@zuglufttier @kuketzblog Ich finde nicht, dass Nutzer:innen durch diese Aussage in die Verantwortung gezogen wird.
Ich mag diese Aussage: "freie/quelloffene Software" = gut, "closed code" = schlecht nicht. Eine hohe Prozentzahl von Anwender:innen haben nichts von quelloffenen Code. Es sagt nichts über die Güte des Programms aus. Bei hinreichend komplexen Programmen kann quelloffener Code ohne Dokumentation ähnliche Überraschungen bereithalten wie "closed code".
Wenn man so argumentiert, dann hat von unfreier Software niemand etwas. So gesehen ist freie Software dann automatisch besser, selbst wenn nicht alle Benutzer*innen davon profitieren.

Als krasses Beispiel was in eine ähnlich Richtung geht: Auch wenn ich selber nur selten krank bin, finde ich es trotzdem extrem wichtig für die Gesellschaft, dass es Krankenkassen gibt. Vor allem für die Menschen, die wirklich ständig diese in Anspruch nehmen müssen und alleine die Kosten niemals stemmen könnten.

Die Güte des Programms ist davon überhaupt nicht betroffen, da stimme ich dir zu 100% zu! Ich denke auch, dass quelloffene Software oft von unerfahrenen Entwicklern geschrieben wird, die dann natürlich auch Fehler und Sicherheitslücken aufweist aber das findet man leider auch bei bezahlter Arbeit öfter als man es sich wünscht. Bei freier Software gibt es dann zumindest die Option die Fehler auszubügeln oder die generelle Funktionsweise eines Programms zu analysieren, damit man mit dem Wissen eine bessere Software schreiben kann. Geschlossene Software verhindert den Wettbewerb, der so oft von der Wirtschaft gefordert wird. Es dauert einfach länger bis sich neue Technologien durchgesetzt haben, wenn hinter verschlossenen Türen entwickelt wird. Ist ja auch ein Grund warum Wissenschaftler weltweit im Normalfall zusammenarbeiten und Ergebnisse austauschen.
Microsoft (365) ist ein Standard, den alle einsetzen – Gezwungenermaßen

Solche Meinungen halten sich hartnäckig in IT-Infrastrukturen mit mäßig ausgebildeten und/oder unkritischen Mitarbeitern. Denn sie basier...

Daten-Ganoven und ihre Komplizen
@this @kuketzblog ich sage ja nicht, dass es keine schwarzen Schafe gibt. Betriebssysteme und Infrastruktur geht alle etwas an und sollte auch Partizipation zulassen. Ich sage nur, dass die Welt nicht schwarz/weiß ist. Vielleicht gibt es noch Ansätze zwischen open und closed code.
@jbernoth
Kannst Du Beispiele dafür nennen? Mir ist das sonst zu abstrakt.
@kuketzblog
@this Ne, kann ich leider nicht, es bleibt abstrakt. Beispiel aus einem anderen Bereich: Gastronomie. Einige Küchen sind offen, einige kochen sogar direkt am Tisch, bei anderen weiß man gar nicht, was in der Küche passiert. Es gibt trotzdem Hygieneregeln. Das Gesundheitsamt achtet darauf, dass diese eingehalten werden und ist zur Not auch befugt, Sanktionen zu verhängen oder das Geschäft dichtzumachen. Die Kontrolle muss nicht immer die Öffentlichkeit sein. Muss auch andere Möglichkeiten geben.
@jbernoth
Ich finde der Vergleich hinkt.

Im Bezug auf Datenschutz gibt es als "Hygieneregeln" die EU DS-GVO, welche aber in der Praxis trotz @bfdi, @dsk oder ähnlich Behörden ignoriert werden kann.

Bei Software-as-a-Service u.ä. Angeboten wird es noch schwieriger hinter die Kulissen zu schauen, um technische Details nachzuvollziehen.

Es fehlt auch eine (unabhängige) Kontrollinstanz wie das Gesundheitsamt, die unangemeldet überprüfen und dann bei Verstößen #BigTech erstmal schließen darf.
@this Da sind wir auf der gleichen Seite. Ich finde es auch unmöglich, dass die Regeln in der Softwarelandschaft noch nicht ausreichend durchgesetzt werden können. Die Behörden müssen dafür echt aufgerüstet werden.
@jbernoth
Leider ist das nicht so einfach, da die Internetnutzung keine Ländergrenzen kennt, Gesetze und Datenschutz-Politik, aber leider schon. 🫤

@kuketzblog
Ich stimme dieser Aussage zwar prinzipiell zu (im Sinne eines Ideals), muss aber aus meiner Erfahrung sagen, dass open source Software es leider seit Jahren nicht schafft, den Qualitätsvorsprung von kommerzieller Software einzuholen bzw. volle Kompatibilität mit de facto marktbeherrschender closed source Software auch nur annähernd zu erreichen.

Konkret: MS Office, Adobe Lightroom, Photoshop, InDesign, Illustrator.
Die open source Alternativen gibt es zwar, aber... (s.o.).

Nach meiner Erfahrung trifft das nur auf ganz wenige Software tatsächlich zu. Wenn man die selbe Zeit in LibreOffice oder Gimp steckt, die man verwendet hat, um MS Office oder Photoshop zu erlernen, dann sind die Unterschiede doch erschreckend gering. Ich fotografiere sehr gerne und habe früher viel Lightroom verwendet aber seit diversen Jahren nutze ich nun Darktable und finde mittlerweile, dass Lightroom die schlechtere Software ist (für meinen Anwendungsfall).
@zuglufttier @kuketzblog
LibreOffice habe ich lange Zeit verwendet. Es kann alles, was ich benötige. Es wird halt schwierig, wenn man MS Office Dateien zur Verfügung gestellt bekommt, die dann in LibreOffice weiterverarbeitet oder leicht angepasst werden müssen. Die Formatierung wird sofort zerschossen, schon wenn die Ausgangsdatei nur Tabellen enthält. Mir ist klar, dass das nicht die Schuld von LibreOffice ist, sondern des proprietären Dateiformats von Office. Und nicht jeder braucht das.
Ich weiß, dass man da oft solche Kämpfe austragen muss... Zum Glück habe ich kaum Berühungspunkte mit den Office Produkten, weil die allermeisten Informatiker lieber in Klartext kommunizieren :D
@zuglufttier @kuketzblog
Was eine Lightroom Alternative angeht, habe ich, zugegeben vor mehr als fünf Jahren, auch Darktable (Rawtherapee, etc.) probiert. Ich weiß nicht mehr die Details, aber ich denke, es war nicht eine mangelnde Leistungsfähigkeit der Software, sondern die "user experience", die eben sehr "clunky" war. Ich glaube auch nicht, dass es nur daran lag, dass ich Lightroom gewöhnt bin. Die Bedienung finde ich zumindest wesentlich intuitiver. Und die Dokumentation war besser.
Die Bedienung von Darktable geht nicht so leicht von der Hand, das stimmt. Es ist schon recht komplex mit all seinen Funktionen. Lightroom nimmt einen da mehr an die Hand und man kommt schnell zu einem Ergebnis. Mit Darktable lässt sich meiner Meinung nach gezielter arbeiten und deswegen passt mir das auch besser. Aber ja, das sind halt oft die Punkte, die einen davon abhalten sowas zu verwenden, kann ich absolut nachvollziehen.
@zuglufttier @kuketzblog
Danke für dein Verständnis!
Ich werde irgendwann mal wieder schauen, wie sich Darktable weiterentwickelt hat.
Das hat bei mir auch alles mehr als einen Anlauf benötigt - hat sich über die Jahre entwickelt, ich mach mir da auch keinen Stress mehr. Wenn etwas mit freier Software nicht gut funktioniert, dann nehme ich oft auch erstmal die unfreie Alternative, damit ich zum Ziel komme. Aber wenn ich dann merke, dass ich das öfter mache, dann schaue ich mich nach Alternativen um. Kostet halt alles Zeit...
@zuglufttier @kuketzblog @nessuno

Danke für die positive Meldung ! Hätte auch gesagt das #darktable um einiges besser ist. Möchte aber bitte keine neuerliche Diskussion aufbrechen.
@zuglufttier @kuketzblog @nessuno ich hab nicht viel Ahnung von kommerzieller Software. Ich nutze seit über 20 Jahren fast ausschließlich freie Software.
Der Vorteil ist die Transparenz und Offenheit.
Ich denke das die Software so wenig genutzt wird, liegt weniger an der Qualität. Es ist für viele Leute einfach bequemer, dass zu nutzen, was einem vorgesetzt wird.
Programme wie darktable, digiKam, kdenlive, Gimp, Blender oder libreoffice sind Software-Perlen, die einfach nur verkannt werden. Ein Linux-Desktop ist definitiv besser, als Windows und trotzdem wird er so wenig genutzt. Man nimmt halt das, was die Masse nimmt und solange Rechner mit Windows ausgeliefert werden, wird sich daran auch nichts ändern.
Ich denke das hier auch die Vielfalt für viele sehr verwirrend sein kann.
Das kommerzielle Software besser ist, würde ich so nicht unterschreiben. Die haben halt mehr Geld für Design und Reklame. Die Dokumentation ist auch oftmals besser, aber das übernimmt bei freier Software oftmals die Community.
@mitkindimrucksack @kuketzblog @zuglufttier @nessuno
Das kann ich so unterschreiben. Bin vor vielen Jahren auf Linux umgestiegen und habe es nie bereut. Es ist alles eine Sache der Gewohnheit
@Talisa @zuglufttier @nessuno @kuketzblog ich denke man muss sich einfach darauf einlassen. Die Anwendungen laufen alle stabil und man kann mit einem Linux-System heute wirklich jede Aufgabe hervorragend erledigen.
Man darf aber nicht erwarten, dass Linux genau so funktioniert wie Windows. Freie Software setzt eine ganze Menge Eigenverantwortung voraus. Man muss sich kümmern und sich selbständig mit der Software beschäftigen. Freiheit ist keine Einbahnstraße. Die Entwickler sind ebenfalls frei und können ihre Software so gestalten, wie sie es gerne hätten. Das macht die Anwendungen nicht immer attraktiv und eine intuitive Bedienung kann man oft vergessen. Ein gutes Beispiel dafür ist Emacs. Darktable ist einer der besten RAW Konverter überhaupt, aber die Bedienung ist für Anfänger ein Abenteuer. Blender ist super, aber ohne eine vernünftige Anleitung bekommt man damit nichts gebacken. Das selbe bei Kdenlive.
Mir ist die Freiheit lieber und ich habe großen Respekt vor den Entwicklern.
Aber damit kommen viele leider nicht klar.
@mitkindimrucksack @kuketzblog @Talisa @zuglufttier @nessuno

Generell, weil das Interesse fehlt, deswegen muss es mit einem Klick und einem Wisch funktionieren und das ist nicht Linux.
@nessuno @kuketzblog

Die Horde Affen haben entschieden, dass sie dies wollen ..... (Konzerne zu unterstützen) und pfeifen dafür auf Datenschutz ect...
Wann hat jeder das letzte Mal eine Spende an ein Open-Source-Projekt gemacht?
Windoof hat jeder auf seinen PC, ja klar, weil es schon darauf war, keine Selbstverantwortung mehr, es muss alles mit einem Klick oder Wisch funktionieren. Konzerne mit Geld füttern, aber dann sagen, es gibt keine Alternativen, verstehe ich nicht ganz.
@nessuno
Das Problem liebt hierbei aber auf der Seite von proprietärer Software. Die genannten Anwendungen setzen standardmäßig ebenso proprietäre Dateiformate ein und haben nur Schnittstellen zu eigener bzw. kooperierender Closed Source Software.

#FreieSoftware kann dies oft aus rechtlichen Gründen nicht abfangen und hat auch nicht die Aufgabe dafür kompatibel zu sein, wenn Offene Standards existieren.

Letztendlich liegt es damit in der eigenen Verantwortung (sich) umzustellen.
@kuketzblog

@nessuno @kuketzblog Es gibt noch manche Sparten mit Nachteilen, aber auch viele mit Vorteilen. Nicht umsonst setzt sogar Microsoft immer mehr Open Source Software ein.

Und wer Darktable kennt der findet Lightroom mistig.

@kuketzblog
Der Mangel an qualitativ gleichwertigen open source Alternativen hält mich auch, nach vielen Versuchen, davon ab, von Windows komplett auf Linux (nur mein Zweitsystem) umzusteigen.

Open Source Software Entwicklung müsste einfach stärker finanziell gefördert werden, Z.B. durch Stiftungen oder von staatlicher Seite. Das ist für mich der Knackpunkt.

@kuketzblog
Auch wenn ich mich kritisch geäußert habe, so verfolge ich die Entwicklungen um Linux und open source Alternativen schon. Es liegt mir schon am ❤️!

Eine echt gute, aber auch kritische Blog-Seite, die manche vielleicht noch nicht kennen und wo der Autor sich, wegen Windows 11, erneut vorgenommen hat, sich von Windows zu verabschiede, und diese Reise zu dokumentieren:
https://www.dedoimedo.com/computers/windows-moving-away.html

Moving away from Windows - It begins

Article announcing and explaining my rationale for moving away from Windows as the operating system of choice, covering current and future problems and restrictions in the system stack - new online account requirement during Windows Pro setup and possible future desktop-as-a-service model, my usage model and needs, software support in Linux with specific focus on gaming and office suite, potential risks related to TPM and security chips, strategic migration plan until 2025 and beyond, and more

@nessuno @kuketzblog

Kritik ist voll in Ordnung, es hat jeder die Wahl, ob er Windoof verwendet oder eben nicht. Es ist einfach nicht möglich, Äpfel mit Birnen zu vergleichen ......
Linux wurde nicht gemacht, um Windoof Konkurrenz zu machen, es ist was Eigenes und möchte auch so verwendet werden. Es wird dann auch für den Anwender eine Herausforderung, was Neues zu erkunden und zu lernen. Ich brauche auch dann keinen Blog, um eine Meinung zu haben oder zu vertreten, die mache ich mir dann selbst.
@kuketzblog Und es war noch nie so leicht wie heute.
@kuketzblog Was hältst du eigentlich von Counter Social und Bluesky?