Zum #unterstützenDurchKonsum wird gerade überall aufgerufen -> helft #lokal|en Händler*innen! Und das ist auch oft gut und richtig: z.B.

Brot oder Brötchen kaufen -> zum Dorfbäcker;
Fleisch/Wurst? -> zum lokalen Metzger.
Kartoffeln? -> #Bauer um die Ecke oder im #Nachbardorf
usw.

...das ist ein bissche wie #SupermarktChallenge (= eine Woche nichts Supermarkt kaufen), nur dass es jetzt Mainstream ist, und ich keine Exot mehr bin, wenn ich das machen. ;-)

1/?

Es macht Sinn, dass ich die Sachen, die ich brauche (oder die ich kaufen will obwohl ich sie nicht _brauche_ - auch das ist valide!) möglichst lokal kaufe.

2/?

Wenn ich aber etwas NICHT brauche und es _eigentlich_ auch nicht kaufen will, scheint mir #unterstützenDurchKonsum der falsche Weg.

Beispiel: #brotBacken mach ich selbst (es schmeckt gut, ich mache es gern, es ist gesund, die Zutaten sind #lokal und #bio...) - es wäre nicht richtig, _NUR_ wegen der Krise damit aufzuhören und stattdessen Brot zu kaufen.

Das es meinen Dorfbäcker weiterhin gibt, er also einigermaßen durch die Krise kommt, will ich trotzdem, und das ist mir grundsätzlich auch wert, etwas von meinem Geld dafür abzugeben.

4/?

2. Beispiel: Gerade jetzt hab ich Zeit (+Freude daran) zu #kochen. Ich hab keinen Bedarf (und kann es mir gar nicht leisten), mir regelmäßig Essen liefern zu lassen. Die lokale Gastwirtschaft, die diesen Lieferservice jetzt anbietet, würde ich trotzdem gern unterstützen.
-> Es ist mir wichtig, dass sie auch weiterhin da ist - für andere und auch für mich.

Auch dafür ("es gibt die #Dorfkneipe auch in Zukunft noch") würde ich jetzt - etwas - von meinem Geld ausgeben

5/?

Ich würde mich freuen, wenn sich konsumlose, finanzielle Unterstützung als Alternative zu #unterstützenDurchKonsum etablieren würde, bzw. überhaupt denkbar wird!

Nenn wir es #unterstützenOhneKonsum oder #kaufEtwasNichts:

Menschen geben Unternehmen Geld, ohne eine (direkte) Leistung dafür zu erhalten. Einfach als Beitrag, damit diese auch weiterhin existieren können.

#Schenken oder #solidarisch|er Beitrag oder so...

6/7

Das Geld von #kaufEtwasNichts soll ganz normal verbucht werden, wenn sich daraus Gewinn ergibt, soll der auch versteuert werden usw. Also genau wie wenn ich etwas kaufen würde, nur dass wir uns den physischen teil (Ware) sparen.

Dunkler Erinnerung/Halbwissen von #Fairmondo (#FaireWeltAbo): wenn es keine Gegenleistung gibt, muss auch keine Mehrwertsteuer erhoben werden?!
-> So ist 1 € den ich gebe, auch direkt 1 € #Deckungsbeitrag beim Unternehmen.

7/?

Ich vermute, dass es v.A. für die Empfangenden noch sehr befremdlich wäre.

Keine Ahnung, wie meine #Bäckerin reagieren würde, wenn sich sagte:

"Ich will kein Brot von Dir kaufen, ich back' meins selbst - aber den Teil vom Preis des Brotes, der dein #Deckungsbeitrag ist ("was du dran 'verdienst' "), den würde ich die gern geben/schenke!"

...vermutlich überfordert?

("Tu was is die #Kaffeekasse" ist NICHT was ich will!)

8/8 ENDE! ;-)

@el_joa
Es darf leider nicht so verbucht werden, als wenn der Physische Teil incl. Zutaten nur real nicht passieren würde, er darf auch rechnerisch nicht passieren.
Vorher: 1€ Einnahme <> 60ct Zutaten, 10ct Lohn, 10ct sonstige variable Kosten, 20ct Deckungsbeitrag (incl. Miete, Fixkosten, Gewinn).
Jetzt wird das rechtlich nur noch als 20ct Einnahme <> 20ct Deckungsbeitrag verbucht