Gerade auf der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbücher ausgezeichnet worden, ist Marie-Janine Calics Buch "Balkan-Odyssee - 1933 - 1941 - Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa", ein wichtiges Zeitzeugnis und Dokument. Gerade, weil es sich einer Region zuwendet, die in der bisherigen Sachliteratur eher wenig beachtet und bearbeitet wurde. Zur Abrundung und Vervollständigung des Gesamtgeschehnisse und Zusammenhänge und dem Erhalt der Erinnerung.

#WasIchLese

Martina Hefter hat ihren Text choreografisch angelegt. Sie umspielt verschiedene Versionen einer Persönlichkeit, verschiedene Zustände, verschiedene moralische Standpunkte in einer Sprache, die Momente von Ödnis genauso wenig scheut wie die Love-Scammer sie scheuen: abgestandene Komplimente, Pseudotiefsinniges über die Sterne, Dröges über das Tanztraining. Seltsamerweise bleibt die Ödnis in diesem Roman dann allerdings Programm.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/martina-hefter-hey-guten-morgen-rezension-100.html

#wasichlese

Martina Hefter: „Hey guten Morgen, wie geht es dir?“ - Ein Roman, der sein Versprechen nicht einlöst

Für ihren Roman über moderne Heiratsschwindler und ihre Opfer hat Martina Hefter den Deutschen Buchpreis 2024 erhalten. Unsere Kritikerin ist nicht überzeugt.

Deutschlandfunk Kultur

Iran 1978: Millionen Menschen protestieren gegen die repressive Herrschaft von Mohammed Reza Pahlawi. Es kommt zu Demonstrationen, die niedergeschlagen werden. In diesem Setting ist Tarlan, der erstmals 2006 erschienene Roman der iranischen Schriftstellerin Fariba Vafi, angesiedelt. Tarlan heißt übersetzt Falke. Sie stammt aus einer mittelständischen Familie, liest viel und will Lehrerin oder Schauspielerin, am Liebsten aber Schriftstellerin werden.

https://literaturkritik.de/id/21457

#wasichlese

Sie steht ihren Mann - Fariba Vafi erzählt im Roman „Tarlan“ aus dem Leben einer jungen Iranerin nach der Revolution von 1979 : literaturkritik.de

Sie steht ihren MannFariba Vafi erzählt im Roman „Tarlan“ aus dem Leben einer jungen Iranerin nach der Revolution von 1979

Wusstet Ihr das? Nach dem Zweiten Weltkrieg warb Island etwa 300 Frauen aus Deutschland zur Landarbeit an. In der Hoffnung, dass sie bleiben und heiraten.

In »Moosland« erzählt Katrin Zipse von Elsa, einer der Frauen. Innerlich vom Krieg versehrt, sprachlos inmitten einer anderen Sprache, überfordert von unvertrauten Aufgaben in einem rauen Umfeld, in einer Familie, die ihre eigenen Wunden mit sich trägt. Es ist eine Geschichte vom Fremdsein und Ankommen. Ich lese sie gern.

#wasichlese

Gerade entdecke ich Leïla Slimani. Wunderschön gelesen von Isabelle Redfern: Der Duft der Blumen bei Nacht.

#WasIchLese

Als erschütterndes Dokument häuslicher und sexualisierter Gewalt liest sich „Und ich werde dich nie wieder Papa nennen“ von Caroline Darian. Sie ist die Tochter von Gisèle Pelicot, deren Ehemann Dominique Pelicot sie über Jahre hinweg mit Medikamenten betäubt und im bewusstlosen Zustand nicht nur selbst vergewaltigt, sondern von dutzenden Männern, im Internet aufgestöbert, hat vergewaltigen lassen.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/caroline-darian-ich-werde-dich-nie-wieder-papa-nennen-sexualisierte-gewalt-rezension-100.html

#wasichlese

Caroline Darian: Und ich werde dich nie wieder Papa nennen - Schmerzhafter Aufruf zum Hinsehen und Handeln

Die Tochter von Gisèle Pelicot hat ein aufrüttelndes Buch geschrieben. Über ihren als Serienvergewaltiger verurteilten Vater und ihr eigenes Martyrium.

Deutschlandfunk Kultur

„Eine Hymne an das Leben“ – was für ein Titel. Giséle Pelicots Hymne ist nicht triumphal, sondern reflektierend und beharrlich. Sie sei, so erzählt sie, schon immer eine glücksbegabte Frau gewesen. Darum will sie sich auch nach dem Verbrechen die Freude über Spaziergänge in der Natur, die neue Liebe zu einem Mann, das Zusammensein mit ihren Enkelkindern nicht nehmen lassen.

https://www.deutschlandfunkkultur.de/gisele-pelicot-hymne-leben-rezension-100.html

#wasichlese

Vergewaltigungsopfer Gisèle Pelicot erzählt in ihrer Autobiografie ihren Weg zurück ins Leben

In ihrer Autobiografie berichtet Gisèle Pelicot von dem Gerichtsprozess, Zerreißproben in der Familie – und wie sie sich ihre Lebensfreude zurückholte.

Deutschlandfunk Kultur

Aktuell bin ich in Roland Baines‘ Lebensgeschichte eingetaucht, einer Romanfigur, dessen Leben drei Jahre nach Ende des 2. WK beginnt.

Ian McEwans Roman ‚Lektionen’ beschreibt die letzten fast siebzig Jahre Menschheitsgeschichte anhand einzelner individueller Lebensgeschichten. (Walter Kreye liest es, finde ich, unglaublich gut.)

Obwohl ich erst skeptisch war*, hat es mich die Geschichte mit ihren vielen Facetten buchstäblich in ihren Bann gezogen.

*männerlastig

#wasichlese

Dass ich Ursula Poznanskis Kriminal- und Jugendromane sehr mag, schrieb ich schon früher. Immer geht es um Frauen, die irgendwie anders sind und die sich gegen Widerstände behaupten lernen müssen.

Gerade ist „Das Signal“ dran. Eine Frau, die wegen eines Unfalls ihr Bein verliert. Ihr sie gaslightender Mann würde sie am liebsten „entmündigen“ … Psychothriller.

Ich lerne viel über Beinamputation & das Leben damit und danach.

#WasIchLese

Zur Zeit lese ich u.a. "Der Gärtner und der Tod" vom bulgarischen Schriftsteller Georgi Gospodinov, der mich mit seinem Roman "Zeitzuflucht" sehr begeistert hat. "Der Gärtner und der Tod" ist ein ganz anderes und viel persönlicheres Buch, in dem Gospodinov vom Sterben seines Vaters und über das Weiterleben danach erzählt, und welche Rolle ein Garten dabei spielt. #WasIchLese