Ex-Novartis-Chef Daniel Vasella hat 2013 im Kanton Zug einen "Ă€usserst hohen" Steuerbetrag nicht bezahlen wollen - weil er angeblich seinen Wohnsitz von Risch ZG nach Monaco verlegt hatte. Doch der MultimillionĂ€r unterlag vor dem Zuger Verwaltungsgericht. Aus dem bislang unbekannten rechtskrĂ€ftigen Urteil des Verwaltungsgerichts vom September 2020, das der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vorliegt und ĂŒber das die "Sonntag Zeitung" berichtete, geht hervor, dass Vasella im Rekursverfahren "vollstĂ€ndig" unterlag. GerichtsprĂ€sident Aldo Elsener bestĂ€tigte auf Anfrage, dass es sich im anonymisierten Urteil um Vasella handelt. Vasella hatte sich Anfang 2013 bei der Einwohnergemeinde Risch abgemeldet und gab der Zuger Steuerverwaltung an, er sei nach Monaco umgezogen. Die Steuerverwaltung aber ging weiterhin von einer Steuerpflicht im Kanton Zug aus, dagegen wehrte sich Vasella. Anhand von Strom- und Wasserverbrauch oder Kreditkartenabrechnungen zeigt das Gericht im 57-seitigen Urteil zahlreiche Indizien auf, die gegen den Umzug sprechen.
Erneut bestimmt ein Datenleck ĂŒber die Steuertricks von Superreichen die Schlagzeilen. Simon Muster sprach mit Dominik Gross von Alliance Sud ĂŒber internationale Steuergerechtigkeit, inkonsequente Steuerpolitik â und ein mögliches Alternativprogramm. Ein internationales JournalistInnennetzwerk hat Anfang Woche ein 3000 Gigabyte grosses Datenleck von Kanzleien in verschiedenen Steueroasen veröffentlicht. Die sogenannten Pandora-Papers bezichtigen Superreiche aus allerâŠ