Aus der Urlaubslektüre: "Columbusstraße" von Tobi Dahmen. Eine in doppelter Hinsicht schwere Kost. In über 500 Seiten
#GraphicNovel spührt der Autor dem Leben seiner Eltern- und Großelterngeneration im
#Nationalsozialismus nach. Im Wesentlichen stützt er sich auf die überlieferten Dokumente in der Familie, die Erzählungen des Vaters und Recherchen zu den jeweiligen Schauplätzen und Begebenheiten. Im Ergebnis entstand eine Geschichte, wie sie sich wohl aus vielen Familien erzählen ließe - Mitläufer aus Opportunismus oder Angst, Überzeugungstäter, Distanzierung und Widerstand. Erzählt aus persönlicher Perspektive der Protagonisten, fast nie die der Opfer. Dahmen kontrastiert die (vermutlich) geschönten Berichte immer wieder in drastischeren oder verräterischen Bildern. Wenn entsprechendes Hintergrund- und Kontextwissen fehlt, dann wird dem Leser manches nicht zugänglich sein, trotz Glossar. Grafisch gewohnt gekonnt umgesetzt.
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