Mehr zu Max Horkheimers Werk in Folge Nr. 26 des #tldrPodcast. 👇
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tl;dr #26: Max Horkheimer - Traditionelle und kritische Theorie - Rosa-Luxemburg-Stiftung

Der 1937 im US-Exil verfasste Aufsatz â€žTraditionelle und kritische Theorie“ ist ein Grundlagentext der kritischen Theorie. Wie denken wir, wie nehmen wir die Welt wahr, wenn wir emanzipiert leben? Diese Frage beschĂ€ftigt Horkheimer, und er will dieses kritische Denken vom Herrschaftsdenken des BĂŒrgertums unterscheiden. Viele Marxist*innen hielten die Antwort fĂŒr einfach: man mĂŒsse sich einfach auf den Standpunkt des Proletariats stellen. FĂŒr Horkheimer war dies in der Periode des Faschismus eine unbefriedigende Antwort. Ihm zufolge hat sich die Wahrheit zu kleinen Gruppen geflĂŒchtet. Das bĂŒrgerliche Denken, so die zentrale These von Horkheimer, leugnet die Arbeit, den Anteil der Menschen an der Gestaltung der Welt, in der sie leben. Dies lĂ€sst den Eindruck entstehen, als gĂ€be es eine Welt â€čdort draußenâ€ș, auf die die Gesellschaft gar keinen Einfluss hat und der sie sich nur anpassen kann. Die Welt erscheint als eine Sammlung von Tatsachen, die unter bestimmten Oberbegriffen versammelt werden. Das BĂŒrgertum hat kein Interesse an Theorie, zur Wahrheit hat es ein zynisches VerhĂ€ltnis, sie dient der Manipulation der Beherrschten.Horkheimer betont demgegenĂŒber – im Anschluss an Marx und LukĂĄcs -, dass Menschen ihre VerhĂ€ltnisse herstellen. Durch menschliche Arbeit geschaffen, steckt in der gegenstĂ€ndlichen Welt Vernunft. Deswegen können wir sie begreifen. Aber diese Vernunft ist gespalten durch die KlassengegensĂ€tze. Das BĂŒrgertum vertritt das Prinzip der Konkurrenz; es erweist sich als unfĂ€hig, eine gemeinsame Welt der Menschen als Menschheit herzustellen, sondern denkt nur an den Reichtum, das GlĂŒck weniger. Unter diesen Bedingungen bleibt Vernunft sich selbst gegenĂŒber undurchsichtig. DemgegenĂŒber kennzeichnet die kritische Theorie ein Verhalten, dem es um die VerĂ€nderung der Gesellschaft als ganzer geht. Die Begriffe der kritischen Theorie wie Arbeit, ProduktivitĂ€t, Geld, Krise sind Momente des gesellschaftlichen Prozesses selbst. Sie verĂ€ndern sich mit ihm und ermöglichen es, die historischen VerĂ€nderungen zu begreifen und die VerhĂ€ltnisse nach vernĂŒnftigen Gesichtspunkten zu verĂ€ndern.Alex Demirović im GesprĂ€ch mit Gunzelin Schmid Noerr, Philosoph und Herausgeber von Horkheimers â€čGesammelten Schriftenâ€ș

Mehr zum Werk von Stuart Hall im #tldrPodcast 👇
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tl;dr #12: Stuart Hall - Rosa-Luxemburg-Stiftung

Stuart Hall gilt als einer der einflussreichsten linken Wissenschaftler der Gegenwart. Politisch gehörte er zur ersten Generation der Neuen Linken. Theoretisch wollte er zur marxistischen Theorie der Überbauten beitragen. Dazu stĂŒtzte er sich auf ungewöhnliche Weise auf Althusser, Derrida und Foucault und trug erheblich zu Entwicklung der britischen Cultural Studies bei. In vielen seiner Texte befasst er sich mit den Ambivalenzen der IdentitĂ€t und den rassistischen Erfahrungen, die er in der rassistischen Farbenlehre als „farbig“ klassifizierter BĂŒrger des Commonwealth auf Jamaika und in England machen musste. Die Idee einer Kreolisierung der KoloniallĂ€nder durch die „Kinder des Empire“ macht ihn fĂŒr postmigrantische Analysen wegweisend. Seine zahlreichen AufsĂ€tze inspirierten die Medienwissenschaft, die Rassismusanalyse oder die Forschungen zu Populismus. Hall hat seine facettenreiche Theorie gelegenheitsorientiert in einer Vielzahl von AufsĂ€tzen entfaltet und nicht in einem „Hauptwerk“ komprimiert.In dieser Folge des Theoriepodcast diskutiert Alex Demirović mit der Stuart Hall-Expertin Nora RĂ€thzel. Sie ist Soziologieprofessorin an der UniversitĂ€t von Umea in Schweden.

Mehr zu Antonio Gramsci und den «GefĂ€ngnisheften» in der dritten Folge unseres #tldrPodcast 👇
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tl;dr #3: Antonio Gramsci – GefĂ€ngnishefte - Rosa-Luxemburg-Stiftung

In Folge 3 des Podcasts „tl;dr – Too long, didn’t read“ gibt Alex Demirović einen Überblick ĂŒber Gramscis politisches Wirken und fasst die zentralen Thesen der GefĂ€ngnishefte zusammen. Mit der Gramsci-Expertin Lia Becker diskutiert Alex Demirović darĂŒber, welche Relevanz die GefĂ€ngnishefte fĂŒr aktuelle politische KĂ€mpfe haben und was wir von Gramsci ĂŒber den Umgang mit der Querdenkerbewegung lernen können.

Einen guten Einblick in ihr Hauptwerk gibt die 47. Folge des #tldrPodcast 👇
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tl;dr #47: Simone de Beauvoir: „Das andere Geschlecht“ - Rosa-Luxemburg-Stiftung

Simone de Beauvoirs 1949 erstmals veröffentlichtes Werk gilt als Manifest der neuen Frauenbewegung. Es behandelt nicht nur – wie der klassische Feminismus – die rechtliche und politische Gleichstellung, also das Wahlrecht fĂŒr Frauen oder gleiche Bezahlung fĂŒr gleiche Arbeit. Ihre zentrale These lautet: Frauen gibt es nicht – sie werden dazu gemacht. Beauvoir ist ĂŒberzeugt von der grundlegenden Freiheit der Menschen. Sie können aus der Immanenz ihres Körpers oder gesellschaftlicher VerhĂ€ltnisse heraustreten und aktiv in eine offene Zukunft handeln. Doch wĂ€hrend MĂ€nnern dies unter den bestehenden VerhĂ€ltnissen weithin ermöglicht wird, bleibt es Frauen oft verwehrt. Dabei werden auch die spezifischen körperlichen Merkmale des weiblichen und mĂ€nnlichen Körpers als Mittel geschlechtlicher Herrschaft instrumentalisiert. Frauen wird der Zugang zu ihrem eigenen Körper, ihrem Begehren, ihrer Lust und damit zu ihrer Autonomie verstellt. MĂ€nner setzen sich selbst als Maßstab, als Norm. Frauen hingegen gelten als das 'andere', als das bloß zweite Geschlecht – als eines des Mangels. Die mĂ€nnliche Norm prĂ€gt sĂ€mtliche Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Frauen werden zur Unterordnung erzogen und von ihrem Körper entfremdet, der als unrein und schwach gilt. Ihre Selbstbestimmung wird systematisch verhindert. Sie sollen sich selbst zum Objekt, zur Beute der MĂ€nner machen. Das vorherrschende VerstĂ€ndnis des VerhĂ€ltnisses der Geschlechter beschreibt Beauvoir als eines des Kampfes. Dem setzt sie jedoch eine andere Vision entgegen: die Überwindung von Weiblichkeit und Familie. Sie plĂ€diert fĂŒr eine Gesellschaft, in der Gleichheit die Grundlage bildet, Unterschiede aber dennoch zur Geltung kommen können. Das mĂ€nnlich dominierte, kriegerische und instrumentelle Modell des GeschlechterverhĂ€ltnisses soll durch eines der Wechselseitigkeit ersetzt werden. Zu Gast bei Alex Demirović ist in dieser Folge die Geschlechtertheoretikerin Andrea Maihofer. Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: https://www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.

Heute morgen habe ich beim Joggen eine Folge von #tldrpodcast , dem Theoriepodcast der #rosaluxemburgstiftung , ĂŒber #maozedong gehört. Da habe ich verstanden, dass die Textzeile "Ein Synonym fĂŒr 'Lass 100 Blumen blĂŒhen, 100 Schulen in Rap-Cyphers miteinander wetteifern''" aus dem Lied #Esperanto von #Freundeskreis (1999) eine Referenz an eine Rede von Mao ist https://de.wikipedia.org/wiki/Hundert-Blumen-Bewegung #til
Hundert-Blumen-Bewegung – Wikipedia

Wie wirken alltÀgliche PhÀnomene und Medienbotschaften als Mythen?

🎧 In der 50. Folge des #tldrPodcast spricht Alex Demirović mit Eva Geulen ĂŒber das Buch «Mythen des Alltags» von #RolandBarthes 👇
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Mehr zu Leben und Werk Antonio Gramscis in der dritten Folge unseres #tldrPodcast 👇
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tl;dr #3: Antonio Gramsci – GefĂ€ngnishefte - Rosa-Luxemburg-Stiftung

In Folge 3 des Podcasts «tl;dr – Too long, didn’t read» gibt Alex Demirović einen Überblick ĂŒber Gramscis politisches Wirken und fasst die zentralen Thesen der GefĂ€ngnishefte zusammen. Mit der Gramsci-Expertin Lia Becker diskutiert Alex Demirović darĂŒber, welche Relevanz die GefĂ€ngnishefte fĂŒr aktuelle politische KĂ€mpfe haben und was wir von Gramsci ĂŒber den Umgang mit der Querdenkerbewegung lernen können.

📱 Out now! tl;dr #47: Simone de Beauvoir «Das andere Geschlecht»

Alex Demirović spricht mit der Geschlechtertheoretikerin Andrea Maihofer ĂŒber Beauvoirs «Das andere Geschlecht». 👇 đŸ§”
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#tldrPodcast

tl;dr #47: Simone de Beauvoir - Rosa-Luxemburg-Stiftung

Simone de Beauvoirs 1949 erstmals veröffentlichtes Werk gilt als Manifest der neuen Frauenbewegung. Es behandelt nicht nur – wie der klassische Feminismus – die rechtliche und politische Gleichstellung, also das Wahlrecht fĂŒr Frauen oder gleiche Bezahlung fĂŒr gleiche Arbeit. Ihre zentrale These lautet: Frauen gibt es nicht – sie werden dazu gemacht. Beauvoir ist ĂŒberzeugt von der grundlegenden Freiheit der Menschen. Sie können aus der Immanenz ihres Körpers oder gesellschaftlicher VerhĂ€ltnisse heraustreten und aktiv in eine offene Zukunft handeln. Doch wĂ€hrend MĂ€nnern dies unter den bestehenden VerhĂ€ltnissen weithin ermöglicht wird, bleibt es Frauen oft verwehrt. Dabei werden auch die spezifischen körperlichen Merkmale des weiblichen und mĂ€nnlichen Körpers als Mittel geschlechtlicher Herrschaft instrumentalisiert. Frauen wird der Zugang zu ihrem eigenen Körper, ihrem Begehren, ihrer Lust und damit zu ihrer Autonomie verstellt. MĂ€nner setzen sich selbst als Maßstab, als Norm. Frauen hingegen gelten als das 'andere', als das bloß zweite Geschlecht – als eines des Mangels. Die mĂ€nnliche Norm prĂ€gt sĂ€mtliche Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Frauen werden zur Unterordnung erzogen und von ihrem Körper entfremdet, der als unrein und schwach gilt. Ihre Selbstbestimmung wird systematisch verhindert. Sie sollen sich selbst zum Objekt, zur Beute der MĂ€nner machen. Das vorherrschende VerstĂ€ndnis des VerhĂ€ltnisses der Geschlechter beschreibt Beauvoir als eines des Kampfes. Dem setzt sie jedoch eine andere Vision entgegen: die Überwindung von Weiblichkeit und Familie. Sie plĂ€diert fĂŒr eine Gesellschaft, in der Gleichheit die Grundlage bildet, Unterschiede aber dennoch zur Geltung kommen können. Das mĂ€nnlich dominierte, kriegerische und instrumentelle Modell des GeschlechterverhĂ€ltnisses soll durch eines der Wechselseitigkeit ersetzt werden. Zu Gast bei Alex Demirović ist in dieser Folge die Geschlechtertheoretikerin Andrea Maihofer. Alle Podcasts der Rosa-Luxemburg-Stiftung: https://www.rosalux.de/podcasts Du möchtest keine Podcast-Folge mehr verpassen? Abonniere unseren monatlichen Newsletter.

Mehr zu Agnoli und seinem bekanntesten Werk im #tldrPodcast 👇
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Einen umfassenden Einblick gibt das Buch «Johannes Agnoli oder: Subversion als Wissenschaft» 👇
https://dietzberlin.de/produkt/johannes-agnoli-oder-subversion-als-wissenschaft/

tl;dr #26: Max Horkheimer - Traditionelle und kritische Theorie - Rosa-Luxemburg-Stiftung

Der 1937 im US-Exil verfasste Aufsatz Â«Traditionelle und kritische Theorie» ist ein Grundlagentext der kritischen Theorie. Wie denken wir, wie nehmen wir die Welt wahr, wenn wir emanzipiert leben? Diese Frage beschĂ€ftigt Horkheimer, und er will dieses kritische Denken vom Herrschaftsdenken des BĂŒrgertums unterscheiden. Viele Marxist*innen hielten die Antwort fĂŒr einfach: man mĂŒsse sich einfach auf den Standpunkt des Proletariats stellen. FĂŒr Horkheimer war dies in der Periode des Faschismus eine unbefriedigende Antwort. Ihm zufolge hat sich die Wahrheit zu kleinen Gruppen geflĂŒchtet. Das bĂŒrgerliche Denken, so die zentrale These von Horkheimer, leugnet die Arbeit, den Anteil der Menschen an der Gestaltung der Welt, in der sie leben. Dies lĂ€sst den Eindruck entstehen, als gĂ€be es eine Welt â€čdort draußenâ€ș, auf die die Gesellschaft gar keinen Einfluss hat und der sie sich nur anpassen kann. Die Welt erscheint als eine Sammlung von Tatsachen, die unter bestimmten Oberbegriffen versammelt werden. Das BĂŒrgertum hat kein Interesse an Theorie, zur Wahrheit hat es ein zynisches VerhĂ€ltnis, sie dient der Manipulation der Beherrschten. Horkheimer betont demgegenĂŒber – im Anschluss an Marx und LukĂĄcs -, dass Menschen ihre VerhĂ€ltnisse herstellen. Durch menschliche Arbeit geschaffen, steckt in der gegenstĂ€ndlichen Welt Vernunft. Deswegen können wir sie begreifen. Aber diese Vernunft ist gespalten durch die KlassengegensĂ€tze. Das BĂŒrgertum vertritt das Prinzip der Konkurrenz; es erweist sich als unfĂ€hig, eine gemeinsame Welt der Menschen als Menschheit herzustellen, sondern denkt nur an den Reichtum, das GlĂŒck weniger. Unter diesen Bedingungen bleibt Vernunft sich selbst gegenĂŒber undurchsichtig. DemgegenĂŒber kennzeichnet die kritische Theorie ein Verhalten, dem es um die VerĂ€nderung der Gesellschaft als ganzer geht. Die Begriffe der kritischen Theorie wie Arbeit, ProduktivitĂ€t, Geld, Krise sind Momente des gesellschaftlichen Prozesses selbst. Sie verĂ€ndern sich mit ihm und ermöglichen es, die historischen VerĂ€nderungen zu begreifen und die VerhĂ€ltnisse nach vernĂŒnftigen Gesichtspunkten zu verĂ€ndern. Alex Demirović im GesprĂ€ch mit Gunzelin Schmid Noerr, Philosoph und Herausgeber von Horkheimers â€čGesammelten Schriftenâ€ș