Okay, man hat also ein Haus gebaut. So einen praktischen weißen Quader, wie ihn jeder hat, weil jeder so einen hat. Auffahrt angelegt, vielleicht noch Garage, Carport oder beides, Terrasse, Zugang zur Haustür gibt’s auch. Aber was macht man mit dem Rest des Grundstücks? Weil, Garten geht nicht, ham wir keine Zeit für, ham wir keinen Bock drauf, ham wir keine Ahnung von.

Also: alles pflastern. Schnell und einfach, und wenn Plastikfolie drunter ist, gibt’s auch kein Unkraut.

Wie, das ist nicht erlaubt?

Okay, dann pflastern wir eben nicht, dann nehmen wir Betonplatten. Geht sogar noch schneller, weil die größer sind.

Wie, das ist auch nicht erlaubt?

Dann asphaltieren wir einfach das ganze Grundstück.

Wie, das ist auch nicht erlaubt?

Ja, gut, dann gießen wir alles mit Beton aus. Quasi Fundament bis an die Grundstücksgrenzen.

Wie, das ist auch nicht erlaubt? Das Grundstück darf nicht komplett betoniert, asphaltiert oder gepflastert werden?

Ha, ich hab’s! Schottern! Einfach das ganze übrige Grundstück mit Schotter bedecken. Harmoniert immer noch mit dem Wohnklotz in RAL 9010 Reinweiß mit Kellerwänden, Dach, Haustür, Fensterrahmen und Briefkasten in RAL 7016 Anthrazitgrau. Sieht dann auch super aus mit dem Doppelstabmattenzaun nach DIN 18230 in RAL 7016 Anthrazitgrau. Oder wir nehmen Gabionen, am besten zweieinhalb Meter hohe, die gehen dann auch als Blickschutz.

Wie, Schottergärten sind jetzt illegal? Und das Grundstück soll begrünt werden?

Dann rollen wir eben Kunstrasen aus! Dann wird’s zwar schwieriger, zweimal im Jahr den Staub und Dreck mit dem Gartenschlauch wegzuspülen, aber dann ist das so.

Wie, Kunstrasen haben sie jetzt auch schon verboten? Nix darf man in diesem Scheißland!

Was kann man dann noch machen? Das ganze Grundstück grün fliesen?

Nee, dann sieht das aus wie damals bei Oma und Opa zu Hause das Badezimmer. Außerdem war es schon teuer genug, das Bad, die Küche und das Gästeklo im Haus zu fliesen. Und grüne Fliesen haben sie in den Baumärkten eh nicht mehr da. Angeblich kauft die keiner mehr. Wobei, kann man ja auch verstehen. Wer will heutzutage schon Farben haben im Haus?

Gehen dann noch grüne Plastikplatten? Oder so Gummimatten wie auf’m Sportplatz, nur eben in Grün? Oder, öh, grün pulverbeschichtetes Stahlblech? Grün eloxiertes Alublech? Oder kann man da irgendwas 3-D-drucken lassen? Und, öh, wenn wir den Doppelstabmattenzaun in RAL 6005 Moosgrün nehmen – sieht dann aber doof aus –, braucht das Grundstück dann nicht grün zu sein?

#Neubaugebiet #Bodenversiegelung #Schottergarten #Doppelstabmattenzaun #Gabione #Gabionen #RAL 7016 Anthrazitgrau #Gärten des Grauens
Hubzilla.de

Rechtsgrundlage in NRW
(LbO 2018 – BauO NRW)
https://recht.nrw.de/lrgv/gesetz/01012024-bauordnung-fuer-das-land-nordrhein-westfalen-landesbauordnung-2018-bauo-nrw/#ss-8-nicht-uberbaute-flachen-der-bebauten-grundstucke-kinderspielplatze

§ 8 Nicht überbaute Flächen der bebauten Grundstücke
(1) Die nicht ... überbauten Flächen der bebauten Grundstücke sind als Grünflächen
1. wasseraufnahmefähig zu belassen oder herzustellen und
2. zu begrünen oder zu bepflanzen,

soweit diese Flächen nicht für eine andere zulässige Verwendung benötigt werden. Schotterungen zur Gestaltung von Grünflächen sowie Kunstrasen keine .. zulässige .. dar.
...
(3) Veränderungen der Geländeoberfläche .. nur ...,
WENN dadurch KEINe Nachteile für Nachbarn.. oder öffentliche Verkehrsflächen entstehen und das Straßen-, Orts- oder Landschaftsbild nicht gestört wird.

#BauOrdnungNRW
#Kunstrasen #Schotterungen ==> #Schottergärten sind in NRW NICHT zulässig !

@cdu
@blog

01.01.2024 Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (Landesbauordnung 2018 – BauO NRW 2018) | RECHT.NRW.DE

Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (Landesbauordnung 2018 – BauO NRW 2018)

@blog ... wenn bereits in dem Bebauungsplan aufgeführt ist, das sog. Vorgärten naturfreundlich anzulegen sind, ... "6. Die Vorgartenflächen zum öffentlichen Raum hin sind bis auf die notwendigen Zugänge als Grünfläche mit Bäumen, Sträuchern, Stauden und Bodendecker anzulegen." . ...
"Die befestigte Flächen dürfen 50% der Vorgartenfläche nicht überschreiten." <== das sagt m.M.n. doch ALLES eindeutig aus.

@gruenenrw
KEINe FörderGELDer für Rückbauen von Schottergärten, sondern Geldstrafen wegen Nichtbeachtung der Vorschriften. #Steingärten #Schottergärten https://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/oberhaching-schottergaerten-ortsgestaltung-stefan-schelle-baukosten-baurecht-lux.8LUV8oz7hVt27uT1p1oxwb

@bundnrw
@NABU
@GrueneBundestag

Baurecht: Warum Schottergärten keine Privatsache sind

Der Oberhachinger Bürgermeister Stefan Schelle übt harsche Kritik an Markus Söder, der massiv in die Planungshoheit der Kommunen eingreift.

Süddeutsche Zeitung
Antrag: Rückbau städtischer Schottergärten

Beschlussvorschlag: Die Verwaltung wird beauftragt, geschotterte oder mit Kies/Splitt gestaltete Flächen auf städtischen Liegenschaften sowie im öffentlichen Raum (z. B. Vorgärten, Verkehrsinseln oder andere straßenbegleitende Nebenflächen, auch Beete) zu erfassen […]

Antrag: Rückbau städtischer Schottergärten

Beschlussvorschlag:

  • Die Verwaltung wird beauftragt, geschotterte oder mit Kies/Splitt gestaltete Flächen auf städtischen Liegenschaften sowie im öffentlichen Raum (z. B. Vorgärten, Verkehrsinseln oder andere straßenbegleitende Nebenflächen, auch Beete) zu erfassen und zu bewerten.
  • Auf Grundlage dieser Bestandsaufnahme ist ein Konzept zum schrittweisen Rückbau dieser Flächen zu erarbeiten.
  • Die betroffenen Flächen sind nach dem Rückbau durch ökologisch wertvolle, standortgerechte und möglichst insektenfreundliche Bepflanzung aufzuwerten und dauerhaft zu pflegen.
  • Die Verwaltung berichtet dem zuständigen Fachausschuss innerhalb von sechs Monaten über den Umfang der betroffenen Flächen, die geplanten Maßnahmen, die Priorisierung sowie den avisierten Zeitplan.
  • Begründung

    Schotter- und Kiesflächen sind aus ökologischer Sicht besonders problematisch. Sie stellen eine unnötige Form der Flächenversiegelung dar, bieten kaum Lebensraum für Tiere und Pflanzen und tragen somit erheblich zum Rückgang der Biodiversität bei.

    Häufig sind (teils sogar bei gemulchten Flächen) darunter Folien oder Trennvliese verlegt. Diese verhindern eine natürliche Bodenentwicklung, beeinträchtigen die Versickerung von Regenwasser und erschweren eine spätere ökologische Nutzung zusätzlich. Darüber hinaus führen geschotterte Flächen insbesondere in den Sommermonaten zu einer starken Aufheizung des Umfeldes und verstärken Hitzeinseln im Stadtgebiet. Sie leisten keinen Beitrag zu einer klimaangepassten Stadtentwicklung und stehen dem Ziel einer „grünen“ und resilienten Stadt entgegen. Auch Starkregenereignisse können durch die mangelnde Versickerungsfähigkeit verstärkt werden.

    Die Bauordnung NRW fordert, dass nicht überbaute Flächen von Grundstücken grundsätzlich zu begrünen sind. Schottergärten bzw. schotterähnliche Gestaltungen sind demnach nicht zulässig. Von der Bürgerschaft wird zu Recht erwartet, dass keine „Schottergärten“ angelegt werden bzw. bestehende entfernt werden. Um glaubwürdig zu bleiben, muss die Stadt Bad Oeynhausen auf eigenen Flächen mit gutem Beispiel vorangehen! Der Rückbau solcher Flächen und die anschließende Begrünung leisten einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Artenschutz.

    Für Maßnahmen der ökologischen Aufwertung und Klimaanpassung, zur Verbesserung des Mikroklimas u.a. bestehen mögliche Förderzugänge, die geprüft werden sollten. Eine zeitnahe Umsetzung ist anzustreben.

    Wir würden uns freuen, wenn dieser Antrag fraktionsübergreifend Unterstützung und Zustimmung findet!

    #Biodiversität #Klimapolitik #Klimaschutz #Klimawandel #nachhaltig #Schottergärten #Stadtrat #Steingärten #Umwelt #Umweltausschuss #Umweltschutz

    Artenvielfalt ist kein Luxus – sie ist unsere Grundlage! 🐝🌸 Auf städtischen Flächen säen wir heimische #Blühpflanzen und schaffen Nistplätze für Insekten, Vögel und Fledermäuse. Wir verbessern die #Durchgängigkeit unserer Flüsse und Bäche, um Lebensräume zu verbinden. Mit Blumenwiesen, Fassadenbegrünung und der Unterstützung beim Umbau von #Schottergärten machen wir Pfaffenhofen grüner, lebendiger und klimafester für heutige und zukünftige Generationen. 🌍

    Link zum Wahlprogramm in der Bio.

    🧵2/2

    Ein guter Vorschlag, der das #Mikroklima in diesem Straßenzug verbessern wird. Kritisch sehen wir die nach der nds. #Bauordnung verbotenen #Schottergärten auf den Fotos in der Vorlage - diese müssen in dem Zuge in #Grüngärten verwandelt werden, damit das Ziel besseres #Stadtklima wirklich erreicht wird und die städtischen Maßnahmen nicht konterkariert werden.
    Einstimmig empfohlen. #StUA #Osnabrück
    Rückmeldungen zur Gestaltung / Pflasterung / Schotterung der Außenanlage des neuen McDonald in Hameln
    Die Gestaltung der Außenanlagen des neuen Standtortes des Schnellrestaurants am Hastenbecker Weg wirft Fragen auf. In einem Bericht vom 08.01.2026 habe ich einige formuliert und Verwaltung und Politik gebeten, mir ihre Antworten / Sichtweisen zur Veröffentlichung zu senden. Die Stadtverwaltung Hameln hat jetzt geantwortet:
    #mcdonaldHM
    #schottergarten
    https://hamelnerbote.de/archive/34573