Ivo São Bento (VelgeNaturlig) - Eulogy for symbiosis - Sequenz 2

Rhizom, Samstag, 28. Februar um 17:30 MEZ

Fr, 27.02.2026 - Sequenz 1: Live Performance - Einlass: 18:30 / Beginn: 19:30 Uhr
Sa, 28.02.2026 - Sequenz 2: Live Performance - Einlass 17:00 / Beginn 17:30 Uhr
So, 01.03.2026 - Sequenz 3: Open Listening Session / Café português - 15:00 Uhr

Ein audio-visuelles Spannungsportrait des portugiesischen Klangkünstlers Ivo São Bento (aka VelgeNaturlig).

Der Planet Erde — als natürlicher Lebens- und Sterbensraum sowie als Schauplatz für die systematische Zer-/Störung des terrestrisch-universellen Gleichgewichts durch den Einfluss der Spezies Mensch wird mittels spontaner Verwebung elektro-akustischer Klangerzeugnisse in ein sichtbares, begehbares, hörbares Ökosystem gebündelt.

“Eulogy for symbiosis - a cacophonous < introspection >< reflection > on the world” ist eine audiovisuelle Rauminstallation, die sich in 3 “Sequenzen” aufteilt — von Freitag den 27.02. bis Sonntag, 01.03.2026 arbeitet sich der Künstler täglich tonal, vom Zweikampf der Gegensätzlichkeit ausgehend, über das Mechanisch-Industrielle schließlich zum natürlichen Urzustand zurück — in Begleitung wandelt sich auch der Ausstellungsraum.

Das Aufeinandertreffen der Maschinerie Mensch mit ihrer Sägezahnschwingung und
der minimalistischen Ursprünglichkeit der Sinuswelle, jener Geräusche aus Fauna, Flora, Wasserkörpern, Luftbewegung und Erdreich will São Bento dabei in seine Klangsprache transkribieren — verzichtet weitestgehend auf die obligatorische “Moral der Geschichte” und lädt lediglich zum Zuhören bei einem Glas portugiesischen Wein ein.

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Ivo São Bento ist ein experimenteller Soundkünstler und Komponist im Bereich der auditiven Kunst, ursprünglich aus Lissabon (Portugal) stammend, lebt und arbeitet er heute in Mitteleuropa.
In seiner Arbeitsweise konsequent improvisatorisch bleibend ist jede Performance ausschließlich auf den gegenwärtigen Moment fokussiert. Daraus entstehen eine Vielzahl einzigartiger klanglicher Ergebnisse und die Schaffung eines „vollständig natürlichen Flusses“ – dem zentralen Fokus São Bentos künstlerischer Arbeit. Von der Gestaltung weitläufiger, sich ständig wandelnder Klangräume durch das Schichten sorgfältig bearbeiteter Sounds, Field Recordings und elektroakustischer Elemente bis hin zur präzisen Ausarbeitung reduzierter musikalischer Blaupausen mithilfe alter analoger Maschinen entsteht im Werk dieses portugiesischen Veteranen der elektronischen Musik eine Vielfalt auditiver Umgebungen – angenehm, immersiv und licht, ebenso wie dicht, schwer, dissonant und unerwartet.

Unter dem Namen VelgeNaturlig publizierte er bisher über 17 Full-Length-Veröffentlichungen, von denen einige bei internationalen Musiklabels erschienen sind. Zudem tritt er national wie international auf und spielte zuletzt ausgewählte Shows in den Vereinigten Staaten.

velgenaturlig.myportfolio.com

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(Image: Nanna Holzer)

https://gancio.graz.events/event/ivo-sao-bento-velgenaturlig-eulogy-for-symbiosis-sequenz-2

Ivo São Bento (VelgeNaturlig) - Eulogy for symbiosis - Sequenz 3

Rhizom, Sonntag, 1. März um 15:00 MEZ

Fr, 27.02.2026 - Sequenz 1: Live Performance - Einlass: 18:30 / Beginn: 19:30 Uhr
Sa, 28.02.2026 - Sequenz 2: Live Performance - Einlass 17:00 / Beginn 17:30 Uhr
So, 01.03.2026 - Sequenz 3: Open Listening Session / Café português - 15:00 Uhr

Ein audio-visuelles Spannungsportrait des portugiesischen Klangkünstlers Ivo São Bento (aka VelgeNaturlig).

Der Planet Erde — als natürlicher Lebens- und Sterbensraum sowie als Schauplatz für die systematische Zer-/Störung des terrestrisch-universellen Gleichgewichts durch den Einfluss der Spezies Mensch wird mittels spontaner Verwebung elektro-akustischer Klangerzeugnisse in ein sichtbares, begehbares, hörbares Ökosystem gebündelt.

“Eulogy for symbiosis - a cacophonous < introspection >< reflection > on the world” ist eine audiovisuelle Rauminstallation, die sich in 3 “Sequenzen” aufteilt — von Freitag den 27.02. bis Sonntag, 01.03.2026 arbeitet sich der Künstler täglich tonal, vom Zweikampf der Gegensätzlichkeit ausgehend, über das Mechanisch-Industrielle schließlich zum natürlichen Urzustand zurück — in Begleitung wandelt sich auch der Ausstellungsraum.

Das Aufeinandertreffen der Maschinerie Mensch mit ihrer Sägezahnschwingung und
der minimalistischen Ursprünglichkeit der Sinuswelle, jener Geräusche aus Fauna, Flora, Wasserkörpern, Luftbewegung und Erdreich will São Bento dabei in seine Klangsprache transkribieren — verzichtet weitestgehend auf die obligatorische “Moral der Geschichte” und lädt lediglich zum Zuhören bei einem Glas portugiesischen Wein ein.

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Ivo São Bento ist ein experimenteller Soundkünstler und Komponist im Bereich der auditiven Kunst, ursprünglich aus Lissabon (Portugal) stammend, lebt und arbeitet er heute in Mitteleuropa.
In seiner Arbeitsweise konsequent improvisatorisch bleibend ist jede Performance ausschließlich auf den gegenwärtigen Moment fokussiert. Daraus entstehen eine Vielzahl einzigartiger klanglicher Ergebnisse und die Schaffung eines „vollständig natürlichen Flusses“ – dem zentralen Fokus São Bentos künstlerischer Arbeit. Von der Gestaltung weitläufiger, sich ständig wandelnder Klangräume durch das Schichten sorgfältig bearbeiteter Sounds, Field Recordings und elektroakustischer Elemente bis hin zur präzisen Ausarbeitung reduzierter musikalischer Blaupausen mithilfe alter analoger Maschinen entsteht im Werk dieses portugiesischen Veteranen der elektronischen Musik eine Vielfalt auditiver Umgebungen – angenehm, immersiv und licht, ebenso wie dicht, schwer, dissonant und unerwartet.

Unter dem Namen VelgeNaturlig publizierte er bisher über 17 Full-Length-Veröffentlichungen, von denen einige bei internationalen Musiklabels erschienen sind. Zudem tritt er national wie international auf und spielte zuletzt ausgewählte Shows in den Vereinigten Staaten.

velgenaturlig.myportfolio.com

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(Image: Nanna Holzer)

https://gancio.graz.events/event/ivo-sao-bento-velgenaturlig-eulogy-for-symbiosis-sequenz-3

e.t gfrerer - A POET`S WALK / TRAVERSE

Rhizom, Mittwoch, 17. Dezember um 18:00 MEZ

DORT DER WEG - open house / winterwerkstatt rhizom/reside
der raum ist in arbeit / bar rhizom / lady`s sing the blues

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Weitere Öffnungszeiten:

Do, 18.12.2025, 18-22 Uhr
Fr, 19.12.2025, 18-22 Uhr

Di, 30.12.2025, ab 18 Uhr: bauernsilvester // einlagerung im werkraum: export/murales/import

Fr, 16.01.2026, ab 18 Uhr: abschluss der winterarbeiten // projektionen aus den werkmeisterschen harmonien (film von bela tarr, 2000)

Sa, 17.01.2026, 18-22 Uhr
So, 18.01.2026, 18-22 Uhr

(auf anfrage kann die werkstatt auch zwischendurch besucht werden. Kontaktnummer: +43 650 620 144 6)

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e.t gfrerer | aufräumen im wesentlichen neues

Die Werkstatt ist das Vorgefundene. Eine Ordnung. Ein konkreter Raum, eine Stätte, das zu Bearbeitende. Um, auf, in dieses zu Bearbeitende wird das zu Schaffende gebaut. Mit Bauholz. Mit Karton. Mit Seilen und mit Stoffen. Mit dem, was da ist. Oft auch mit irgendwas. Material. Temporäre Konstruktionen, die der Werkstatt einen neuen Denkraum zuordnen.

Die Schraube, der Nagel, der Haken, der Knoten hält den Denkraum aufrecht. Das Geklebte klebt. Das zu Verarbeitende ist jetzt die Arbeit. Die Schwerkraft hält den Raum um das Geschaffene. Die Werkstatt ist jetzt Werk-Statt. Fertig. Es ist ausgestellt. Ein Zustand ist erreicht, ein Moment geschaffen. Alles ist in Ordnung. Dann ist Eröffnung. Und nachher ist es aus.

Wichtig ist jetzt, dass man seinen Arbeitsplatz so hinterlässt, wie man ihn vorgefunden hat. Das ist das kulturelle Erbe. Veränderung wäre ja Natur. Der Hammer, der Schrauber, Werkzeug. Es wird demontiert. Rückgebaut. Die Hände schälen das Geschaffene aus der Werk-Statt. Stück für Stück. Die De-Konstruktion ist mitgedacht, das Material ist 'aufgeladen'. Jetzt muss es weg - die Welt ist kein Museum.

Wenn man nach der Arbeit aufräumt, entsteht Ordnung. Weil die Natur während der Arbeit Veränderung gemacht hat, ist die Ordnung neu. Die Arbeit hat den Ort neu verordnet. Der Ort ist bedeutet. Die Werkstatt bleibt Werk-Statt - die Wiederherstellung gelingt nur Besenrein, der Ausgangszustand ist verloren. Das ist, was e.t gfrerer macht.

(Text: Olli Pall)





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(Image: mono-RAIL / Konstrukteur: Louis Brennan, England 1907 / edited by RHIZOM 2025)

Mit Unterstützung von Kulturamt der Stadt Graz, Kulturabteilung des Landes Steiermark, BMWKMS_Bundesministerium Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport

https://gancio.graz.events/event/et-gfrerer-a-poets-walk-traverse

Unabhängigkeit unter Druck___Präsentation ausreißer – Grazer Wandzeitung

Rhizom, Freitag, 28. November um 18:00 MEZ

Nicht-kommerzielle Medien sind gerade in Krisenzeiten demokratische Garanten für Unabhängigkeit und Zugänglichkeit von Information wie auch künstlerischen und kulturellen Inhalten. Gleichzeitig sind sie finanziellem und politischem Druck unvergleichlich massiver ausgesetzt als große Medienkonzerne. Doch journalistische Qualität, Diversität auf allen Ebenen sowie Berichterstattung auf Augenhöhe sind die Schlüssel, um das Vertrauen in Medien wieder zu stärken und so Propaganda und Hetze wirksam entgegen zu treten. Der ausreißer ist zudem großflächig im öffentlichen Raum präsent und behauptet wider dessen immer ausschließlicheren Kommerzialisierung freie mediale und künstlerische Inhalte für alle. Der politische Widerstand dagegen wächst.

Über diese brisante Situation diskutieren:
Daniela Grabovac (Leiterin der Antidiskriminierungsstelle und der Extremismuspräventionsstelle Steiermark),
Thomas Wolkinger (Dozent der FH Joanneum, Institut für Journalismus und Digitale Medien; freier Journalist),
Evelyn Schalk (Chefredakteurin ausreißer – Die Wandzeitung, Journalistin, Autorin)

https://gancio.graz.events/event/unabhangigkeit-unter-druck___prasentation-ausreisser-grazer-wandzeitung

Eröffnung: Atousa Falamarzian & Sepehr Karbassian - Mohit (محیط)

Rhizom, Freitag, 14. November um 18:00 MEZ

Atousa Falamarzian & Sepehr Karbassian - Mohit (محیط)

Eröffnung: Freitag, 14.11.2025, 18 Uhr

Mohit ist eine audiovisuelle Installation von Atousa Falamarzian und Sepehr Karbassian, die die Poetik des intimen Raumes untersucht. Ausgehend von seinem Konzept der "Topoanalyse" – der psychologischen Untersuchung der Orte unseres intimen Lebens – erforscht dieses Werk, wie Menschen emotionale Bindungen zu physischen Umgebungen aufbauen und wie diese Umgebungen wiederum unsere Erfahrung von Zugehörigkeit prägen. Mohit ( طیحم ( übersetzt sich als "Umgebung", "Umfeld" oder "Atmosphäre". In einer Zeit, die von Vertreibung aufgrund von Konflikten geprägt ist, hat das grundlegende menschliche Bedürfnis nach Zugehörigkeit eine neue Dringlichkeit erlangt. Mohit schafft eine responsive klangliche Architektur, in der Besucher aktiv am Bau temporärer Klangunterkünfte teilnehmen können und dabei die durchlässigen Grenzen zwischen innen und außen, Anwesenheit und Abwesenheit, Erinnerung und Unmittelbarkeit aushandeln.

Weitere Öffnungszeiten: 15.-19.11.
Sa - So, 14-17 Uhr
Mo - Mi, 16-19 Uhr

(Sujet: Atousa Falamarzian & Sepehr Karbassian)

https://gancio.graz.events/event/eroffnung-atousa-falamarzian-and-sepehr-karbassian-mohit

Klaus Theweleit ist Kulturwissenschaftler und Autor des Buchs Männerphantasien, in dem er auf Basis psychoanalytischer Ansätze eine Theorie des Faschismus entwirft. Einer seiner Bezugspunkte darin: Anti-Ödipus von Gilles Deleuze und Félix Guattari. Doch was hat es mit der dort beschriebenen Wunschmaschine und dem Rhizom auf sich?

Um das herauszufinden, haben wir Klaus Theweleit besucht und uns mit ihm über Rhizomatik, Wunsch- und Überlaufmaschinen, die Entstehung des Ichs und Schleswig-Holstein unterhalten. Ein Beitrag nicht nur zum Hören, sondern auch zum Miterleben. 

https://www.mixcloud.com/radiocorax/entfesseltes-denken-gespr%C3%A4ch-mit-klaus-theweleit/

Klaus Theweleit ist Kulturwissenschaftler und Autor des Buchs Männerphantasien, in dem er auf Basis psychoanalytischer Ansätze eine Theorie des Faschismus... mehr

https://radiocorax.de/129667-2/

#Faschismus #Geschlechter #kritik #KritischeTheorie #Männer #Matthes&Seitz #Rhizom

AB:GLANZ - Farbbringer (Lukas Gosch) / Reldnir (Stefan Rindler) / Homvnkvlvs (Claudio Petric)

Rhizom, Freitag, 10. Oktober um 17:00 MESZ

Eröffnung: 10.10.2025, 17 Uhr Einlass/18 Uhr Beginn

Weitere Öffnungszeiten: 11.10.2025 – 26.10.2025, immer Do-So, 18-21 Uhr

AB:GLANZ ist eine gemeinschaftliche Ausstellung der drei Grazer Künstler – Reldnir (Stefan Rindler), Homvnkvlvs (Claudio Petric) und Farbbringer (Lukas Gosch) – die gleichermaßen in der bildenden Kunst wie in der extremen Musikszene (Death/Black Metal) verwurzelt sind.

Oft lediglich als Ergänzung zur Musik verstanden und eng mit den Projekten NEKRODEUS, MYSTERIVM XARXES und ELLENDE verwoben, werden diese visuellen Arbeiten aus ihrer Rolle als Beiwerk herausgelöst und in den Kunstraum überführt.

Zwischen Gesellschaft und Subkultur entfaltet sich ein Ort, in dem Klang, Atmosphäre und Zugehörigkeit visuell manifest werden und sich zu einer kollektiven Erfahrung verdichten. Eingebettet in weitere Bezugswerke der Künstler, verhandelt die Ausstellung in konfrontativer Bildsprache ein (sub)kulturelles Vokabular für die existenzielle Gegensätzlichkeit unseres Selbst – von Leben und Tod, von Gemeinschaft und Isolation, von Dunkel und Licht. Die Kunst bewegt sich, wie die Musik selbst, an den Rändern: wo sie gegen Konvention antritt und dem Unsagbaren wie zutiefst Menschlichem eine Sprache schenkt.

(Sujet: Petric/Gosch/Rindler)

https://gancio.graz.events/event/abglanz-farbbringer-lukas-gosch-reldnir-stefan-rindler-homvnkvlvs-claudio-petric

Zentrum für Wurfkeramik - Temporäre Außenstelle Graz

Rhizom, Donnerstag, 25. September um 18:00 MESZ

Eröffnung: 25.09.2025, 18 Uhr

Weitere Öffnungszeiten:
26.9. - 28.9.2025, 13-18 Uhr

Das Zentrum für Wurfkeramik erforscht seit 2019 die Methode der Wurfkeramik und eröffnet nun eine temporäre Außenstelle in Graz. Die Zweigstelle im Kunstverein Rhizom präsentiert das Archiv, das sogenannte Wurfkeramiksammelsensorium, in dem Wurfobjekte, verschiedene Instrumente und Tonaufnahmen gezeigt werden.
Weiters gibt die Außenstelle einen Einblick in die Methode der Wurfkeramik, die mit dem Wurf einen aktiven und subjektiven Prozess punktueller Aneignung im öffentlichen Raum beschreibt. Ziel des Zentrums ist es, die Wurfkeramik weiterzuentwickeln und in Zukunft als Fachgegenstand im Schulunterricht zu etablieren.
Mitglieder des Zentrums stehen persönlich für Einwurf, Entwurf, Vorwurf und Verwerfung zur Verfügung. Im Rahmen der herbstvermittlung bieten sie zudem eine performative Schulung zum Erlernen der Wurfkeramik an.

Eine Kooperation im Rahmen des steirischen herbst ’25

Vermittlungsangebot:
25.9., 10:00–13:00
28.9., 14:00–17:00

Schulung zur Methode der Wurfkeramik


Web: https://zentrum.wurf.at/

(Fotocredit: Zentrum für Wurfkeramik, Wurfobjekt, 2020)

https://gancio.graz.events/event/zentrum-fur-wurfkeramik-temporare-aussenstelle-graz

Eröffnung: Darwin Andino - CODEX / CÓDIGO

Rhizom, Dienstag, 16. September um 19:00 MESZ

Materie und Erinnerung sind kulturelle Artefakte, die mich in meiner Arbeit umtreiben. Erinnerung ist eine komplexe Kommunikationsstruktur, bewahrt in den wenigen Dingen, die in der Lage sind, Epochen zu überdauern: Keramik, Stein, Metall, Fasern, Holz. Es ist auch ein Nachdenken über die Begrenztheit der heutigen Welt – darüber, wie viele ihrer Objekte über die Zeiten hinweg Bestand haben werden. Aus diesen Überlegungen heraus entwerfe ich eine Sprache, einen visuellen Code und Materialien, die diese Komplexität freilegen.

Die Ausstellung repräsentiert eine kleine Welt in all ihren Widersprüchen. Zentralamerika – meine Region – erscheint als fraktale Repräsentation des Universums. Diese Region nach Europa zu transferieren stellt sich aus meiner Perspektive als ein Spiel fraktaler Maßstäbe dar, das die Maschinerie der Zivilisation in Bewegung setzt.

Mich interessiert die Anomalie, in Österreich – im Zentrum Europas – Tontafeln mit der Geschichte der zentralamerikanischen Kunst zu entdecken. So ergibt sich ein doppeltes Spiel: zum einen die Evidenz dieses Mikro-Universums beim Sichtbar-Werden im Ausstellungsraum, zum anderen die buchstäbliche Geste, die Tontafeln zum Abschluss der Ausstellung dem Erdreich zu übergeben. Das Werk wird zu einer Zeitkapsel, wobei der Akt über die Allegorie hinaus Teil des Prozesses selbst wird.

Zentralamerika stellt sich – ausgehend vom Standort Rhizom – als Bestätigung früherer Austauschprozesse mit dem Publikum in Graz dar, ohne jedoch die kritische Kraft zu verlieren, die den Arbeiten zugrunde liegt: eine symbolische Spannung zwischen der Ersten und der Dritten Welt.

Finissage & Abschlussaktion „Be-Erdigung der Bibliothek“: 22.09.2025, 19 Uhr (sharp!)

Weitere Öffnungszeiten: 17.-22.09.2025, 15-19 Uhr

Kurator: Lester Rodríguez https://lesterodriguez.com/

Kurzbio Darwin Andino:
geb. 1983 in Honduras
Künstler und Erfinder/Maker. Teilnahme an lokalen Biennalen in Honduras und Nicaragua sowie an mehreren Ausgaben der Bienal Centroamericana de Artes Visuales, in denen er beide Länder vertrat. Seine Arbeit wurde in verschiedenen Ausgaben der Antología de las Artes de Honduras hervorgehoben. Mitbegründer der zeitgenössischen Kunstkollektive El Círculo, Lacrimógena und Veinti3 sowie Entwickler von Projekten für die regionale Kunstschule EspIRA* / La ESPORA. War als Kulturvermittler am Centro Cultural de España in Tegucigalpa tätig und leitet derzeit sein regional ausgerichtetes Projekt labdecosas.com.
https://darwinandino.com

https://gancio.graz.events/event/eroffnung-darwin-andino-codex-codigo