Wandel im kolumbischen Medellin: Treppen, Touristen, Traumata
Einst beherrschten staatliche Gewalt und paramilitĂ€rische Gruppen das Viertel, nun sprĂŒhen Graffiti-KĂŒnstler bunte Motive und Tourist*innen fĂŒllen die Gassen und SouvenirlĂ€den: Der Wandel des Stadtteils Comuna 13 in MedellĂn ist offensichtlich. Hinter der bunten Fassade wird die Frage nach Gerechtigkeit, verschwundenen Menschen und der Rolle des Staats aufgeworfen.https://www.woxx.lu/wandel-im-kolumbischen-medellin-treppen-touristen-traumata/
Vor einigen Tagen stand eine Frau aus Kolumbien auf der BĂŒhne des prĂ€chtig geschmĂŒckten Festsaals des Wiesbadener Landtags. Jani Silva, 64-jĂ€hrige Die kolumbianische KleinbĂ€uerin und Umweltaktivistin Jani Silva aus dem Putumayo erhielt den hessischen Friedenspreis. Im Interview spricht sie ĂŒber ihren Einsatz fĂŒr Menschenrechte, Umweltschutz und ein Leben in Frieden im Amazonasgebiet Kolumbiens.
Seit 1994 gibt es in Kolumbien ein Gesetz, das den KleinbĂ€uer*innen in ihren Gebieten besondere Rechte garantieren soll. Die sogenannten Zonas de Reserva Die kleinbĂ€uerliche Vereinigung im Tal des Cimitarra-Flusses kĂ€mpft fĂŒr Landrechte und Selbstbestimmung. Ein GesprĂ€ch ĂŒber Zonas de Reserva Campesina, Agrarreform und Widerstand in Kolumbien.
La Escombrera wird als das gröĂte Massengrab Kolumbiens bezeichnet. Die Bauschuttdeponie liegt im MedellĂn im Randbezirk Comuna 13. Zwischen 1997 und 2003 La Escombrera in MedellĂn gilt als Kolumbiens gröĂtes Massengrab â ĂŒber 400 Verschwundene aus der Comuna 13 sollen dort unter Bauschutt liegen.