1/ Hab gerade ein kleines Stück von einem Radiobeitrag über den Asozialen-Paragraphen und die #DDR gehört. Darin meinte jemand, dass es in der DDR kein Sozialsystem gegeben hätte. Das hat mich einigermaßen erstaunt. Die DDR war ein einziges Sozialsystem. Es war alles durchgeplant von der Wiege bis zur Bahre. Deswegen hatten die Ost-Punks statt #NoFuture auch den Slogan #ToMuchFuture.
https://de.wikipedia.org/wiki/Betriebsferienlager_in_der_DDR
„Gesetzliche Grundlagen waren die 3. Durchführungsbestimmung zum Gesetz zur Förderung der Jugend von 1951 und die Verordnung über die Nutzung betrieblicher Erholungseinrichtungen vom 10. Mai 1979.[2] Das Arbeitsgesetzbuch vom 16. Juni 1977 regelte: „Der Betrieb ist verpflichtet, unter Ausnutzung aller Möglichkeiten den Kindern seiner Werktätigen eine erholsame Feriengestaltung in Betriebsferienlagern oder durch andere Formen der Kinderferienerholung zu sichern.“[3]
Aufenthaltsdauer
Die Ferienlager wurden hauptsächlich in den Sommerferien genutzt, selten in den Winterferien. Die Urlaubsdauer betrug zwischen 14 Tage und 21 Tagen. Durchschnittlich mussten die Eltern 12 bis 20 DDR-Mark von den Gesamtkosten (Verpflegung, Unterkunft, Anreise und Betreuung) übernehmen.“
Kennt Ihr die Diskussionen um Teilhabe in der #BRD? Kinder, die nicht mitkommen können auf Klassenfahrt, weil die Eltern das nicht bezahlen können?
Oder hier Gesundheitssystem:
https://www.bpb.de/themen/deutsche-einheit/lange-wege-der-deutschen-einheit/505032/gesundheit-und-gesundheitsversorgung-in-der-ddr/
„In der DDR waren sowohl die medizinische Behandlung durch Ärzt*innen oder Therapeut*innen als auch die von Ärzt*innen verschriebenen Medikamente kostenlos. Gesundheits- und Sozialversicherungssysteme sind kostenintensiv. Die Ausgaben des Sozialversicherungssystems Zur Auflösung der Fußnote[7] der DDR stiegen von 16.220 Millionen DDR-Mark 1971 auf 36.275 Millionen DDR-Mark im Jahr 1988, was einer Steigerung von 124 Prozent entspricht. Aufgrund der Deckelung der Beiträge zur Sozialversicherung und ihrer fehlenden Anpassung im Verlauf der Jahre stiegen damit auch die notwendigen Zuschüsse aus dem Staatshaushalt der DDR von 38,2 Prozent im Jahr 1971 auf 48,1 Prozent im Jahr 1988. Allein die Ausgaben für die kostenlose medizinische Betreuung, Krankengeld, Arzneimittel und Heil- und Hilfsmittel stiegen von 1980 bis 1988 von 11.513,4 Millionen DDR-Mark auf 15.828,8 Millionen DDR-Mark, eine Steigerung um 37 Prozent. Zur Auflösung der Fußnote[8]“
Im Artikel steht auch, dass die BRD im #Gesundheitssystem unterstützt hat. Wusste ich noch nicht. Danke dafür.
Ist ein interessanter Artikel: #DDR-Gesundheitssystem im Prinzip gut, aber Ärztemangel wegen Abwanderung in den Westen, Devisenmangel -> Probleme mit der Beschaffung von West-Medikamenten, verfallende Bausubstanz.