Am 6.12.1989 trat Egon Krenz als DDR-Staatschef zurück, ein Schlüsselereignis vor der Wende.
Am 6.12.1989 trat Egon Krenz als DDR-Staatschef zurück, ein Schlüsselereignis vor der Wende.
Am 3. Dezember 1989 tritt das Politbüro des SED-Zentralkomitees mit Egon Krenz an der Spitze geschlossen zurück. Sie reagieren damit auf den Protest tausender Bürgerinnen und Bürger vor dem Gebäude des Zentralkomitees. Wegen der gefälschten Kommunalwahlen im Mai, die Egon Krenz als oberster Wahlleiter gedeckt hat, sprechen sie ihm das Vertrauen ab und fordern einen politischen Wandel. Drei Tage später legt Krenz sein Amt als Staatsoberhaupt nieder.
Das hatte ich mir zu #Krenz auch noch aus der Rezension rausgeschrieben:
„Eine zentrale Aufgabe seines Buches sieht Krenz nicht nur darin, die #DDR als leuchtenden Höhepunkt der deutschen und europäischen Geschichte zu zeichnen – wenn sein Buch ein paar Fotos aus den zerfallenen Innenstädten der DDR Ende der 1980er-Jahre enthielte, würde dies seine Darstellung allein wortlos konterkarieren.“
Ich war 1989 im Prenzlauer Berg. Wenn man in der Dunkerstraße in einen Hinterhof gegangen ist, sah man dort Schuttberge zusammengekrachter Häuser.
In der Schönhauser Alle war ich auf Dächern unterwegs. Da stand mittendrin ein Haus, das war eine Ruine. Irgendwann mal abgebrannt.
#Halle, #Erfurt, die Altstadt von Erfurt wurde nur von engagierten Bürger*innen vor dem Abriss gerettet. Alles war kurz vor dem Zusammenbruch.
https://www.bpb.de/themen/deutschlandarchiv/544645/anhaltende-vernebelung/
Ehm, krasses Zeug:
„Kein Gericht sollte sich über ein Parlament hinwegsetzen können“ (S. 283). Wohlgemerkt über ein „Parlament“, dem Krenz angehörte und das so wichtig war, dass er es in seinen Memoiren nicht weiter behandelt.“
„Dass er sogar behauptet: „Die Individualität war uns immer sehr wichtig“ (S. 424), ist geradezu grotesk vor dem realen gesellschaftspolitischen Hintergrund, in dem jeder in der Masse aufgehen sollte, jeder sich anpassen sollte und die Militarisierung der Gesellschaft – die Krenz natürlich mit keinem Wort erwähnt – genau das zu erreichen suchte, was Krenz leugnet: die Brechung der Individualität.“
„Egon Krenz glaubt noch heute, er sei als oberster FDJler von den meisten Jugendlichen „als einer der Ihren“ wahrgenommen worden (S. 41). Das tut richtig weh.“
Ja. =:-)
Wir sind die Fans von Egon Krenz! Und über Aurich sind wa auch nicht traurig.
„(Auf Seite 153 verwechselt Krenz offenbar seine eigenen Söhne ...)“
Tja, dann ist er natürlich ein glaubwürdiger Zeitzeuge. Zum Glück habe ich nur einen Sohn. Da kann ich den nicht verwechseln. Ja, ok. Ich könnte ihn mit dem von Egon Krenz verwechseln. Aber meiner sieht aus wie Jesus. Der von Krenz sicher nicht.
Ist lang, aber sollte man mal lesen.
https://www.bpb.de/themen/deutschlandarchiv/544645/anhaltende-vernebelung/
Den Shop scheint es nicht mehr zu geben, aber #Krenz ist im ND immer noch ein Held:
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1193750.memoiren-von-egon-krenz-hauptsache-keine-gewalt.html
Kann ja sein, dass er seine Meinung geändert hatte, aber Krenz war in China gewesen und hatte sich mit dem Massaker am Tian’anmen-Platz, der Niederschlagung der Demos solidarisch gezeigt.
„DDR-Politiker wie Hans Modrow, Günter Schabowski und Egon Krenz besuchten China, um ihre Unterstützung zu dokumentieren.[45] So äußerte sich Krenz im Juni 1989 mit den Worten, es sei „etwas getan worden, um die Ordnung wiederherzustellen“. In der Zuspitzung der Ereignisse der politischen Veränderung in der DDR tauchte zwischenzeitlich die Befürchtung auf, die Staatsführung der DDR könne sich für eine „Chinesische Lösung“ entscheiden. Viele, vor allem kirchliche Oppositionsgruppen der DDR verstanden diese Reaktion als Warnung vor einer möglichen Gewaltanwendung gegen sie.[46] Nach Ansicht von Bürgerrechtlern wie Carlo Jordan war diese Haltung der DDR-Führung ein Auslöser für die massenhafte Fluchtwelle aus der DDR in den Westen im Spätsommer 1989, weil ein Großteil der Bevölkerung diese Reaktion als eine Abkopplung ihres Staates vom Reformprozess in Ostmitteleuropa verstand.“
https://de.wikipedia.org/wiki/Tian%E2%80%99anmen-Massaker
Tut mir Leid, #ND. Müsst Ihr Euch ne andere Arbeit suchen.
Man kann, wie die Берлинская правда, mit #Krenz über #Russland sprechen, oder man fragt einen Nachbarn. Der Blick von Riho #Terras, #MEP aus #Estland, ist ein anderer, besonders zum #Krieg in der #Ukraine.
#Europapolitik #Europaparlament
https://www.l-iz.de/leben/reisen/2025/03/der-andere-blick-auf-russland-gesprach-riho-terras-europaparlamentarier-estland-620367
Lancuch XXII Festival. Maria Leszczynska, cello, and the Polish National Radio Symphony Orchestra in Katowice conducted by Yaroslav Shemet play: Vagn HOLMBOE: Monolith. Jan KRENZ: Symphony No. 1. Roman PALESTER: Passacaglia. LUTOSLAWSKI: Cello Concer...
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Lancuch XXII Festival. Maria Leszczynska, cello, and the Polish National Radio Symphony Orchestra in Katowice conducted by Yaroslav Shemet play: Vagn HOLMBOE: Monolith. Jan KRENZ: Symphony No. 1. Roman PALESTER: Passacaglia. LUTOSLAWSKI: Cello Concer...
Oh, je. Ja, zu Ost-Zeiten unlesbar. Ich war als Jugendlicher Postzusteller. Das ND haben nur die rötesten Socken im Block gelesen.
Ich habe durchs Fotografieren öfter mal mit ND-Journalistinnen zu tun gehabt und von den finanziellen Schwierigkeiten gehört und hatte mich auch entschlossen, irgendwie zur Rettung beizutragen. Genossenschaftsanteile oder so.
Aber #Krenz geht überhaupt nicht. Meine Schwester hat die letzten Kommunalwahlen der #DDR mit ausgezählt. Das konnte man laut Wahlgesetz. Die Kirche hat die Ergebnisse dann zusammengezählt und konnte so Wahlbetrug nachweisen. Krenz ist dafür dann verurteilt worden.
Er ist ein Antidemokrat. Und man kann jetzt im ND-Shop seine signierten Bücher kaufen.
ND, wir haben gegen Krenz gekämpft. Wir haben gegen Dich gekämpft damals. Jetzt habe ich kurz überlegt, Dir zu helfen, weil Du eine der wenigen Stimmen aus dem Osten bist. Aber nee.
Geh unter! Tschüss!
(Gemeinsam mit der Linken, die sich nie formal von der #SED losgesagt hat, weil sie das Parteivermögen so geil fand. #Gysi übrigens.)
Schräg an der ganzen Sache ist nur, dass Sarah Wagenknecht übrig geblieben ist. Vielleicht sollte Egon Krenz auch ne Partei gründen. Oder bei der Sarah mitmachen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Egon_Krenz#Verurteilung_und_Haft
Zitat Krenz: „Ich bitte, das nicht zu Protokoll zu nehmen.“