Von @dmz #DMZ #MittellÀndische #Mittellaendische

Seit dem Ausbruch der #SARSCoV2-#Pandemie haben Epidemiologen SchÀtzungen zufolge in der WHO-Region Europa allein in den letzten drei Jahren etwa 36 Millionen Menschen identifiziert, die unter #LongCovid leiden.

Britische Wissenschaftler haben kĂŒrzlich in einer Studie herausgefunden, dass es eine Verbindung zw. Long Covid, verstĂ€rkter #ThromboseanfĂ€lligkeit und kognitiven Problemen ("#BrainFog") gibt. #kognitiveProbleme

https://www.dmz-news.eu/2024/05/09/reminder-ausl%C3%B6ser-f%C3%BCr-nebel-im-kopf-bei-long-covid-identifiziert

Reminder: Auslöser fĂŒr "Nebel im Kopf" bei Long Covid identifiziert

DMZ – WISSENSCHAFTŠ Anton Aeberhard Š Seit dem Ausbruch der SARS-CoV-2-Pandemie haben Epidemiologen SchĂ€tzungen zufolge in der WHO-Region Europa allein in den letzten drei Jahren etwa 36 Millionen Menschen identifiziert, die unter den Symptomen von Long Covid leiden. Neben den bekannten physischen Beschwerden treten bei Long Covid-Patienten hĂ€ufig auch kognitive BeeintrĂ€chtigungen auf, die oft als "Brain Fog" bezeichnet werden. Britische Wissenschaftler haben kĂŒrzlich in einer bahnbrechenden Studie herausgefunden, dass es eine bedeutsame Verbindung zwischen Long Covid, verstĂ€rkter ThromboseanfĂ€lligkeit und diesen kognitiven Problemen gibt. Die Forschungsarbeit, angefĂŒhrt von Maxime Taquet von der Abteilung fĂŒr Psychiatrie an der UniversitĂ€t Oxford, hat wichtige Erkenntnisse ĂŒber die Ursache von kognitiven BeeintrĂ€chtigungen nach einer akuten SARS-CoV-2-Infektion geliefert. Die Ergebnisse der Studie sind alarmierend: Einer von acht Covid-19-Patienten erhĂ€lt innerhalb von sechs Monaten nach der akuten Infektion eine Diagnose von neurologischen oder psychiatrischen Problemen. Besonders besorgniserregend ist dabei das hĂ€ufig auftretende Symptom des "Brain Fog", das die Patienten lange begleiten kann. Die Forscher entdeckten wĂ€hrend ihrer Analyse und den Nachuntersuchungen bemerkenswerte ZusammenhĂ€nge. WĂ€hrend der akuten Phase einer Covid-19-Erkrankung fĂŒhrten erhöhte Werte des Blutgerinnungsfaktors I, auch bekannt als Fibrinogen, im Vergleich zum EntzĂŒndungsmarker CRP (c-reaktives Protein) hĂ€ufiger zu objektiv messbaren kognitiven Störungen. Fibrinogen wird in der Leber produziert, und erhöhte Werte im Blut weisen auf EntzĂŒndungsvorgĂ€nge hin, die auch die Blutgerinnung aktivieren können. DarĂŒber hinaus zeigten die Studienteilnehmer mit erhöhten Fibrinogenwerten signifikant schlechtere Ergebnisse in Tests zur subjektiven Wahrnehmung kognitiver Probleme. Dies legt nahe, dass die Bildung von Mikrothromben im Gehirn mit diesen BeeintrĂ€chtigungen in Verbindung stehen könnte. ZusĂ€tzlich besteht die Möglichkeit, dass Fibrinogen direkt Nervenzellen im Gehirn schĂ€digt. Ein weiterer bedeutender Marker in der Studie war D-Dimer, ein bekannter Indikator fĂŒr Thrombosen. Die britischen Wissenschaftler fanden auch hier einen klaren Zusammenhang zwischen erhöhten D-Dimer-Werten und kognitiven Störungen. Diese Erkenntnisse wurden durch die Analyse von ĂŒber 90 Millionen britischen elektronischen Krankenakten bestĂ€tigt. Die mögliche ErklĂ€rung fĂŒr diese ZusammenhĂ€nge liegt in der Vermutung, dass erhöhte D-Dimer-Konzentrationen im Blut auf die Bildung von Thromben in den kleinen BlutgefĂ€ĂŸen der Lunge hinweisen könnten. Dies könnte wiederum zu einer langfristigen Verringerung der Sauerstoffaufnahme fĂŒhren und somit ErschöpfungszustĂ€nde verursachen. Die Forschungsergebnisse legen nahe, dass in schweren Covid-19-VerlĂ€ufen die Verwendung von Medikamenten zur Hemmung der Blutgerinnung erwogen werden sollte. Dies könnte möglicherweise dazu beitragen, Long Covid-Probleme zu verhindern oder zumindest erheblich zu lindern. Die Studie hat nicht nur das VerstĂ€ndnis von Long Covid vertieft, sondern könnte auch neue Wege zur Behandlung und PrĂ€vention dieser Langzeitfolgen der Krankheit eröffnen.

DIE MITTELLÄNDISCHE ZEITUNG - FÜR MEHR DURCHBLICK