Zeitzeichen - 13.04.1771: Der Dampflok-Erfinder Richard Trevithick wird geboren

Richard Trevithick bringt sich selbst Ingenieurskunst bei und erfindet sein Leben lang. Doch ihm fehlt der Geschäftssinn. Berühmt werden mit seinen Ideen andere.

Bitter, dass Menschen Satire nicht kapieren.

Das ist die #Verblödung der #Gesellschaft, die nicht mehr selber denkt, sondern nur noch ihre #KI über alles fragt und Überraschung, Ki #erfindet über 40% Ihrer Antworten. Nein.....Doch.....Ohhh ⬇️

#AfD #erfindet steuerfinanzierte, queere Afghanen im Whirlpool!

#Volksverpetzer:

Entweder in der #rechtsextremen #AfD gibt es irgendwo einen Wettbewerb, die meisten Feindbilder in einer Meldung unterzubringen. Oder jemand der Faschisten hatte eine Quote zu erfüllen – ich habe auf jeden Fall mit diesem einen Fake meine AfD-Hetz-Bingo-Karte sofort vollbekommen.

https://www.volksverpetzer.de/faktencheck/afd-erfindet-queere-afghanen-whirlpool/

AfD erfindet steuerfinanzierte, queere Afghanen im Whirlpool!

Die Fake-Geschichten der AfD werden immer bizarrer - oder jemand hat intern eine Wette laufen, wie viele Triggerworte in einem Fake unterbringen kann. Beweise können die Rechtsextremen keine liefern - die soll es in internen Berichten gegeben haben, die "leider" schon vernichtet wurden. So so. Wer nimmt diese Partei noch ernst?

Volksverpetzer

(Volksverpetzer) AfD erfindet steuerfinanzierte, queere Afghanen im Whirlpool!

Die Fake-Geschichten der AfD werden immer bizarrer – oder jemand hat intern eine Wette laufen, wie viele Triggerworte in einem Fake unterbringen kann. Beweise können die Rechtsextremen keine liefern – die soll es in internen Berichten gegeben haben, die “leider” schon vernichtet wurden. So so. Wer nimmt diese Partei noch ernst?

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#Afghanen #erfindet #queere #steuerfinanzierte #volksverpetzer #whirlpool

AfD erfindet steuerfinanzierte, queere Afghanen im Whirlpool!

Die Fake-Geschichten der AfD werden immer bizarrer - oder jemand hat intern eine Wette laufen, wie viele Triggerworte in einem Fake unterbringen kann. Beweise können die Rechtsextremen keine liefern - die soll es in internen Berichten gegeben haben, die "leider" schon vernichtet wurden. So so. Wer nimmt diese Partei noch ernst?

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AfD erfindet steuerfinanzierte, queere Afghanen im Whirlpool!

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AfD erfindet steuerfinanzierte, queere Afghanen im Whirlpool!

von Thomas Laschyk | Juli 30, 2025 | Faktencheck

Entweder in der rechtsextremen AfD gibt es irgendwo einen Wettbewerb, die meisten Feindbilder in einer Meldung unterzubringen. Oder jemand der Faschisten hatte eine Quote zu erfüllen – ich habe auf jeden Fall mit diesem einen Fake meine AfD-Hetz-Bingo-Karte sofort vollbekommen. Der rechtsextreme AfD-Politiker Joachim Keiler aus Sachsen hat es geschafft, steuerfinanzierte, queere Afghanen im Whirlpool zu erfinden. Hier der Faktencheck darüber, was sich die rechtsextremen Scherzkekse der AfD jetzt wieder ausgedacht haben.

Bleiben wir zunächst in der Realität

Der CSD Dresden hat erstmals im Jahr 2019 eine sogenannte „Refugee Card“ herausgegeben – eine Notfallkarte mit wichtigen Kontakten für queere Geflüchtete. Sie war nie als Eintrittskarte oder sonst etwas konzipiert. Mit der Karte konnten Geflüchtete aber unter anderem eine Sauna besuchen, deren Betreiber den Eintritt jedoch kostenlos gewährte – ohne einen Cent staatlicher Förderung oder einen Cent vom CSD. Das war einfach eine freiwillige Geste des Sauna-Betreibers. Ein anderer Unternehmer handhabte das ebenso.

Die Karte kostete laut dem Veranstalter rund 175 Euro in der Herstellung. Der CSD Dresden bekam 2019 etwa 161.000 Euro Fördermittel. Und das war es eigentlich schon. Correctiv hat das alles ausführlich recherchiert. Aber erfahrene Leser von Faktenchecks können sich schon denken, was die gesichert rechtsextreme AfD daraus gebastelt hat. Die Faschisten sind bekannt als Lügner und Verschwörungsideologen. Die zogen eine direkte Linie von der Förderung des CSD zur Karte zur Sauna. Und fantasierten sich so steuerfinanzierte, queere Afghanen im Whirlpool zusammen. Dass ihre Behauptung so absurd war, lässt seit Jahren indoktrinierte AfD-Wähler nicht stutzig werden, dass das nicht so stimmen kann. Sie glauben, die Realität sei so absurd. Nur so legt man Menschen herein, Rechtsextreme zu wählen.

Catnip für Faschisten

Der rechtsextreme AfD-Politiker Joachim Keiler aus Sachsen behauptete am 20. Juni 2025, es gebe „Whirlpool-Veranstaltungen“ für queere Afghanen, die mit sagenhaften 68.000 Euro im Jahr aus Steuermitteln finanziert würden. Keine Ahnung, woher er sich diese Zahl herausgezogen hat. Angeblich solle der CSD dieses sprudelnde Treiben organisieren. Die AfD Sachsen verbreitete den Unsinn begeistert weiter auf YouTube, Instagram und TikTok. Die Faschisten wollten mit der erfundenen Geschichte wohl möglichst viele Trigger auf einmal bedienen – queere Menschen, Geflüchtete, angebliche Verschwendung von Steuergeldern. Catnip für Rechtsextreme.

Originell ist dieses Märchen aber auch nicht: Die Fake-Geschichte geistert schon mindestens seit 2023 durch die rechten Fake-News-Seiten.

Wie wir bereits gesehen haben, ist der Eintritt in die entsprechende Sauna kostenlos und der Betreiber bekommt weder Geld vom Staat, noch vom CSD. Die Zahl von 68.000 € ist anscheinend komplett ausgedacht. Die Rechtsextremen behaupten, sie hätten das aus einem BILD-Artikel und aus einem Sonderbericht, aber da steht auch nichts von der Zahl. Der Bundesrechnungshof erklärt auch, dass es diese Belege nicht gibt. Der Rechtsextremist behauptet dann, er hätte „interne Unterlagen“ in einem Untersuchungsausschuss gesehen, die aber leider vernichtet worden seien und von denen kein anderes Mitglied des U-Ausschusses etwas weiß.

Ja, ich habe meiner Lehrerin auch gesagt, dass ich ganz sicher meine Hausaufgaben gemacht habe, sie aber leider der Hund gefressen hat. Da die Faschisten der AfD aber fürs ständige Lügen bekannt sind, ist viel wahrscheinlicher, dass sie hier wieder beim Lügen erwischt wurden. Gut, wer von queeren Whirlpool-Parties mit Afghanen träumt, macht wohl auch vor Zahlen nicht halt. Schade, dass man sich dann aber nicht getraut hat, 69.000 Euro daraus zu machen.

Rechtsextreme Fantasiewelt

Während es so viele echte Probleme und Herausforderungen für unsere Gesellschaft gibt, reitet die AfD lieber auf wilden Märchen herum. Was für eine lächerliche Partei. Es ist lächerlich, wie man von dieser Partei ernsthaft erwarten kann, dass sie reale Probleme lösen soll, wenn sie in ihrer eigenen Fantasiewelt lebt und von queeren, steuerfinanzierten Afghanen in Whirlpools träumt. Waren sie neidisch, weil sie nicht eingeladen waren? Keine Sorge, liebe AfD: Der Eintritt in die Sauna ist kostenlos.

Die AfD hat aus einer gedruckten Notfallkarte für queere Geflüchtete eine steuerfinanzierte Luxus-Spa-Fantasie konstruiert. Warum? Weil es in ihre rassistische und queerfeindliche Agenda passt. Weil man damit Klicks und Wut erntet. Und weil die Wahrheit die AfD nie besonders interessiert hat – besonders dann nicht, wenn sie nicht ins Weltbild passt.

Wenn man das nächste Mal also hört, die AfD „spreche nur unbequeme Wahrheiten aus“, kann man getrost lachen – oder weinen. Denn das Einzige, was hier sprudelt, ist kein Whirlpool, sondern die Fantasie der Rechtsextremen.

Artikelbild: canva.com/Screenshot

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#Afghanen #erfindet #queere #steuerfinanzierte #whirlpool

Thomas Laschyk

Volksverpetzer

Die AfD ist eine rechtsextreme Partei, die von Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit durchsetzt ist. Der parlamentarische Geschäftsführer Baumann heuchelt, wenn er im Bundestag so tut, als würde sich seine Partei gegen “Judenhasser und Vergewaltiger” stark machen. Offensichtlich sind das leere Worte, da der Partei Judenhass und Frauenfeindlichkeit in den eigenen Reihen egal sind. Dass ihr parlamentarischer Geschäftsführer sich im Bundestag Zahlen zu Vergewaltigungen ausdenkt, um gegen Migrant:innen und Muslime zu hetzen ist deswegen an sich keine Neuigkeit. Allerdings hat er damit aus Versehen auf eine echte Problematik mit den Zahlen hingewiesen.

AfD: Heuchelei statt Feminismus

Wenn sich ausgerechnet die rechtsextreme, von frauenfeindlichem und antisemitischem Gedankengut durchzogene AfD als Beschützerin von “Frauen und Juden” aufspielt, dann war es offensichtlich mal wieder Zeit, gegen Muslime und/oder Geflüchtete zu hetzen. So auch in der ersten Sitzungswoche Anfang Oktober. Da stellte sich der parlamentarische Geschäftsführer Bernd Baumann ans Rednerpult und erzählte von einer Welt voller Nebelschwaden. Weil die Ausländer alles angezündet hätten oder so. Muss man dabei gewesen sein.

Besonders zynisch wird es allerdings, als der AfDler über sexuellen Missbrauch redet. Dabei prangerte er nicht an, dass in Deutschland jede Woche im Schnitt drei Frauen von ihrem Partner oder Ex-Partner ermordet werden. Er kritisierte auch nicht die unzureichenden Mordmerkmale, die verhindern, dass Femizide in Deutschland konsequent als Morde verfolgt werden können. Denn es geht Baumann ja nicht um den Schutz von Frauen, es geht um Hass. Deswegen erfand er einfach mal eine Zahl: 50.000 Vergewaltigungen durch muslimische Flüchtlinge sollen es gewesen sein. Auch auf Twitter verbreitete die AfD-Fraktion diese Zahl, ohne jegliche Quelle.

Man kann schnell erkennen, dass diese Zahl einfach ausgedacht ist und auf keinerlei belastbarer Statistik beruht. Natürlich nicht, die Zahl muss ja auch nur schön plakativ klingen. Nur so kann man sie dann in den sozialen Medien mit großen weißen Buchstaben auf rotem Grund dem nach Skandalen gierenden Wahlvolk hinwerfen.

Doch mit seiner völlig erfundenen Zahl eröffnet Baumann unabsichtlich eine Problematik, die tatsächlich in der Diskussion um Vergewaltigungen und sexuelle Gewalt relevant ist. Denn man könnte vielleicht erwarten, dass wir hier jetzt die echte, “wahre” Zahl der Vergewaltigungen präsentieren und der AfD eine lange Nase drehen. Doch das wäre nicht nur völlig unangemessen: Es geht auch einfach nicht.

Statistiken zu sexueller Gewalt und Vergewaltigungen

Zunächst einmal: Ja, es gibt natürlich Statistiken dazu. Zum Beispiel die Polizeiliche Kriminalstatistik von 2023. Dort findet man unter “Vergewaltigung, sexuelle Nötigung und sexueller Übergriff im besonders schweren Fall einschl. mit Todesfolge” 12.186 Fälle für das Jahr 2023. Davon 1.193 durch Zugewanderte. Diese Zahl liegt also weit von der AfD-Spinnerei von 50.000 entfernt, selbst wenn man für die letzten 10 Jahre aufsummieren würde. Ganz abgesehen davon, dass “Zugewanderte” nicht dasselbe ist wie “muslimische Flüchtlinge”.

Doch wenn man sich tatsächlich mit Gewalt gegen Frauen beschäftigen möchte, reicht selbst diese Statistik nicht aus. Denn repräsentative Studien zeigen, dass die offiziellen Zahlen vermutlich viel zu niedrig liegen, es also eine sehr hohe Dunkelziffer gibt. Eine Studie des Bundesfamilienministeriums aus dem Jahr 2004 zeigte beispielsweise, dass 13% der Frauen zwischen 16 und 85 bereits von sexueller Gewalt unter Anwendung von körperlichem Zwang oder Drohungen betroffen waren. Das ist wohlgemerkt nur die sehr enge Auslegung von sexueller Gewalt. Betrachtet man auch sexuelle Belästigungen, gaben sogar 58% an, schon mindestens einmal betroffen gewesen zu sein. Eine Studie der Agentur der EU für Grundrechte von 2014 kam zu dem Ergebnis, dass jede dritte Frau über 15 schon einmal sexualisierte und/oder körperliche Gewalt erlebt hat.

Wenn man diese Zahlen auch nur grob auf die deutsche Bevölkerung hochrechnet drängt sich der Verdacht auf, dass es bei Vergewaltigungen und generell sexualisierter Gewalt eine enorme Dunkelziffer geben muss. So eine Dunkelziffer ist naturgemäß schwer zu erheben. Das Bundeskriminalamt hat es 2022 trotzdem in einer Dunkelfeldstudie versucht. Demnach wurden nur 9,5% aller Fälle von sexuellem Missbrauch und Gewalt bei der Polizei angezeigt. Bei anderen Tatbeständen wie “körperliche sexuelle Belästigung” (2,2%) oder “Zeigen von Geschlechtsteilen” (0,6%) liegt die Anzeigequote noch niedriger.

AfD-Behauptungen über vergewaltigungen sind fern von der Realität

Also: Die AfD hat sich einfach irgendeine hohe Zahl an scheinbaren Vergewaltigungen ausgedacht, um gegen Migranten und Geflüchtete zu hetzen. Nichts Neues, schenken wir den Rechtsextremen also nicht mehr Aufmerksamkeit als nötig. Doch das echte Problem der sexuellen Gewalt gegen Frauen müssen wir trotzdem angehen.

Ein erster Schritt, um dieses Problem auf der gesellschaftlichen Ebene zu bekämpfen, wäre deshalb, die Framings in unseren Köpfen zu hinterfragen. Und damit wären wir wieder bei Baumann und seinen Gruselgeschichten im Bundestag. Denn das Bild, welches er in die Köpfe der Menschen pflanzen will, ist: Am gefährlichsten seien für Frauen irgendwelche dunklen Gestalten, natürlich muslimisch und geflüchtet, die sie abends im Stadtpark in Büsche zerren. Und ja, es gibt natürlich auch solche Fälle von Vergewaltigungen. Aber die Realität sieht meist anders aus.

Was wir stattdessen schaffen müssen

Laut Frauenhaus-Statistik waren 2022 rund 87% aller Frauen, die Schutz in einem Frauenhaus suchten, Opfer von Gewalt durch ihren Ehemann, Partner oder Ex-Partner geworden. Die Kriminologin Katrin Hohl geht im ZEIT-Interview davon aus, dass etwa neun von zehn Vergewaltigungen in einem vertrauten oder zumindest bekannten Umfeld passieren. Sie sieht dabei auch einen Zusammenhang zur hohen Dunkelziffer, da sich die Opfer schämen oder sogar die Schuld bei sich selbst suchen.

Ein weiterer Grund für die hohe Dunkelziffer ist laut BKA auch die Angst davor, nicht genügend Beweise vorweisen zu können. Manche wollen die Tat auch bewusst lieber vergessen. Verständlich angesichts der hohen psychischen Belastungen, die ein Gerichtsprozess mit sich bringen kann – auch wenn der aktuell öffentlich ausgetragene Prozess um Gisèle Pelicot ein Hoffnungsschimmer ist und hoffentlich vielen Betroffenen Mut macht. Denn viele der Gründe, warum Menschen sexuellen Missbrauch nicht anzeigen, sind systemisch bedingt. Es muss also eine gesamtgesellschaftliche Veränderung her.

Natürlich erfordert das ein großes und auch unbequemes Umdenken. Man fühlt sich schließlich viel wohler mit dem Gedanken, dass man sich unter “Vergewaltiger” den Flüchtling, der nachts im Park Frauen auflauert vorstellen kann statt den netten Onkel von der Familienfeier. Doch wenn man sexuelle Gewalt ernsthaft eindämmen möchte, dann darf man nicht nur darüber reden, wenn es den eigenen Gruselmythen über Geflüchtete oder Muslime dient. Das mag sich nicht so gut klicken und wackelt am selbstzufriedenen Weltbild, ist also für die AfD uninteressant. Aber wir als demokratische Mehrheit sollten diese Taschenspielertricks aufzeigen und widersprechen.

Artikelbild: canva.com/Screenshot twitter.com

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https://www.bachhausen.de/afd-erfindet-50-000-vergewaltigungen/

#erfindet #vergewaltigungen

Die AfD und ihr verschleierter Antisemitismus | Heinrich-Böll-Stiftung

Antisemitismus ist in weiten Teilen des rechtsextremen Spektrums allgegenwärtig und scheint im Denken vieler AfD-Mitglieder fest verankert zu sein.

Heinrich-Böll-Stiftung

In einer Zeit, in welcher der Westen aus verständlichen Gründen Solidarität mit der israelischen Bevölkerung zeigt, die unter dem Terrorismus der Hamas leidet, versucht die pro-russische Propaganda, diese Solidarität gegen die Unterstützung der Ukraine auszuspielen – und das mithilfe eines manipulierten Videos. Logischerweise hat die Ukraine nichts mit der Hamas zu tun, die russische Propaganda log sich dennoch eine Ukraine-Hamas-Verbindung her. Schnell dementieren BBC und Bellingcat, die als Quelle genannt werden, jemals darüber berichtet zu haben. Außerdem hat die Ukraine auch keinen Grund, sich ausgerechnet auf Seiten der Hamas in den Konflikt einzumischen. Wir schauen auf die Fakten.

Russische Propaganda log schon oft über Waffenlieferungen

Ein Ziel der russischen Propaganda Angriffskrieg gegen die Ukraine ist es, das Vertrauen der europäischen Staaten und der USA in die Ukraine zu zerstören. Russlands „72-Stunden-Militäroperation“ zieht sich seit über 600 Tagen hin. Das ist dem Durchhaltevermögen der ukrainischen Armee und Zivilbevölkerung zu verdanken. Aber eben auch westlichen Waffenlieferungen, mit denen sich das Land verteidigen kann. Darum sind eben diese Waffenlieferungen schon öfter Ziel russischer Desinformationskampagnen gewesen.

Obwohl die Waffen offensichtlich in der Ukraine eingesetzt werden und die russische Armee effektiv aufhalten, behaupten Kreml-Propagandist:innen immer wieder, dass dieselben Waffen, die gerade den Angriff abwehren, irgendwohin geschmuggelt würden. Sie streuten erlogene Berichte über Waffen in Mexiko, Finnland oder gar Bremen, die alle leicht zu widerlegen waren. Doch russische Propaganda lebt eben davon, möglichst viele Behauptungen in die Welt zu setzen – und zu hoffen, dass einige hängen bleiben. Und so ist es auch wenig überraschend, dass sie sich jetzt eine Ukraine-Hamas-Verbindung zurechtlügen.

Perfide Manipulation: Wie die Kreml-Propaganda Solidarität spaltet

Die Erzählung über den angeblichen Waffenschmuggel von der Ukraine zur Hamas stützt sich auf ein gefälschtes BBC-Video. Dieses behauptet fälschlicherweise, der britische Nachrichtensender BBC habe in einem Bericht des Enthüllungsmediums Bellingcat Beweise für Waffenlieferungen nach Gaza aufgedeckt. Die Behauptung besagt, dass die Ukraine NATO-Waffen an die Hamas geliefert habe. Doch sowohl Vertreter der BBC als auch Bellingcat bezeichnen das Video als Fälschung. Weder auf der Website der BBC noch bei Bellingcat findet sich ein solcher Bericht. Ein aktueller Faktencheck von Correctiv hat ebenfalls klargestellt, dass es keinerlei Verbindung zwischen dem Konflikt zwischen Israel und der Hamas und der Ukraine gibt.

Weitere Desinformation – Ein Blick auf die Details

In dem besagten Video werden Waffen, Kampfszenen und ein Interviewausschnitt gezeigt. Die Ausschnitte sind mit den Logos von BBC und dem seriösen Recherchekollektiv Bellingcat ausgestattet. Ein eingeblendeter Text behauptet, dass die „Analyse geheimer Daten“ der Beweis dafür sei, dass Korruption im Verteidigungsministerium der Ukraine zur Lieferung von zahlreichen NATO-Waffen an die Hamas geführt habe.

Neben der irreführenden Behauptung über die Ukraine und die Hamas enthält das manipulierte Video noch weitere falsche Informationen. Zum Beispiel wird der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister als „Defence Prime Minister“, also „Verteidigungs-Premierminister“ bezeichnet. Doch eine solche Position existiert gar nicht – die korrekte Bezeichnung lautet „Minister of Defence“ („Verteidigungsminister“). Die BBC hat in der Vergangenheit niemals eine derartige fehlerhafte Bezeichnung verwendet. Es ist demnach äußerst unwahrscheinlich, dass dem Sender dieses Detail entgangen ist.

Ein bedeutender Teil des Videos, beginnend ab der 35. Sekunde, zeigt eine Aufnahme, die zuvor separat verbreitet wurde. Er zeigt angeblich ein Hamas-Mitglied, das sich für Waffenlieferungen aus der Ukraine bedankt. Die Echtheit dieses Videos ist jedoch unwahrscheinlich, wie von dem Nachrichtensender France 24 betont wurde. Auch kurios: Viele der gezeigten Waffen gehören nicht einmal zur Standardbewaffnung der Hamas.

Weitere Details widersprechen Ukraine-Hamas-Verbindung

Einige Szenen im gefälschten Video haben aktuellen Bezug und wurden auch von der BBC verwendet, jedoch nicht im Zusammenhang mit Waffenschmuggel. Andere Szenen zeigen alte Aufnahmen von Hamas-Mitgliedern oder stammen gar nicht von der BBC.

Absurd: Am Ende des gefälschten BBC-Videos wird Nassim Taleb gezeigt, der scheinbar über einen NATO-Austritt der USA spricht. Diese Darstellung ist jedoch völlig haltlos. In Reaktion auf das Video bestritt der Autor, jemals über einen Austritt der USA aus der NATO gesprochen zu haben. Wie eine Recherche von Correctiv ergab, stammt der Video-Ausschnitt mit Talebs Aussage nicht von der BBC, sondern wurde aus einem Podcast über Börsenhandel entnommen. In diesem Podcast wurde weder die NATO noch ein möglicher Austritt der USA daraus thematisiert.

Hamas über ihre Unterstützung: Keine Verbindung zur Ukraine

In einem Interview mit dem arabischen Ableger von Russia Today äußerte sich Ali Baraka von der Hamas zur den Waffenlieferungen. Baraka erklärte, dass die Hamas hauptsächlich von ihren offiziellen Verbündeten, insbesondere dem Iran und der Hisbollah, Unterstützung erhält. In diesem Zusammenhang wird die Ukraine nicht als Verbündete der Hamas oder als Lieferant von Waffen genannt. Natürlich muss man Hamas-Quellen grundsätzlich kritisch sehen, doch es ist ein weiteres Indiz gegen die pro-russischen Behauptungen einer Ukraine-Hamas-Verbindung.

Klare Distanzierung von BBC und Bellingcat

Das gefälschte Video und die unwahren Behauptungen wurden vielfach auf verschiedenen Social-Media-Plattformen, darunter Telegram, TikTok und X, verbreitet. Hauptsächlich übrigens von pro-russischen Profilen. Die genaue Herkunft des Videos bleibt unklar.

Der Gründer von Bellingcat, Eliot Higgins, bezeichnete die Inhalte am 10. Oktober als Fälschung und aus der Feder von russlandfreundlichen Nutzenden. Am selben Tag veröffentlichte der Bellingcat-Account auf X folgende Erklärung auf Englisch:

„Uns ist bekannt, dass in den sozialen Medien ein gefälschtes BBC-Video verbreitet wird, in dem fälschlicherweise behauptet wird, Bellingcat habe ukrainische Waffenverkäufe an die Hamas bestätigt. Wir sind zu keinen derartigen Schlussfolgerungen gekommen und haben auch keine derartigen Behauptungen aufgestellt. Wir möchten betonen, dass dies eine Fälschung ist und entsprechend behandelt werden sollte.“ Auch Shayan Sardarizadeh vom BBC-Verify Team erklärte auf X: „Das Video ist zu 100 Prozent eine Fälschung. Weder BBC News noch Bellingcat haben das berichtet.“

Das ukrainische Verteidigungsministerium hat das Video ebenfalls als Fälschung bezeichnet.

Generell stellt sich die Frage: Warum sollte die Ukraine ein Motiv dafür haben, Waffen an die Hamas zu liefern? Michael O’Hanlon, Direktor für außenpolitische Forschung bei der US-Denkfabrik Brookings Institution, merkte dazu an: „Angefangen bei der Tatsache, dass Kiew damit beschäftigt ist, Waffen zu beschaffen und nicht, sie wegzugeben.“ Mehrere ukrainische Beamte wiesen das Gerücht ebenfalls zurück. Gleichzeitig wurde ein Schreiben des ukrainischen Geheimdiensts publik, in dem Moskau beschuldigt wurde, hinter den Falschmeldungen zu stecken. Außerdem spricht gegen die erfundene Ukraine-Hamas-Verbindung, dass sich der ukrainische Präsident Selenskyj, selbst Jude, klar mit Israel solidarisiert hat und sogar einen Solidaritätsbesuch in Israel plant.

Kritische Medienkompetenz: starkes Werkzeug gegen Desinformation

Wir sehen also: Die gesamte angebliche Ukraine-Hamas-Geschichte ist von der Kreml-Propaganda frei erfunden worden. BBC und Bellingcat haben die Geschichte dementiert. Und selbst der Terrororganisation Hamas ist dieses Märchen zu absurd. Die Ukraine hat auch aktuell nun wirklich kein Motiv, die dringend gebrauchten Waffen abzugeben.

Es ist wichtig, auf solche Fakes nicht hereinzufallen und sich auf verlässliche Informationen zu stützen. Angesichts der weitverbreiteten Desinformation und Propaganda ist kritische Wachsamkeit unerlässlich. Wie wir gesehen haben, muss selbst die Verwendung der Logos von seriösen Seiten nicht immer bedeuten, dass man es auch mit einem seriösen Bericht zu tun hat. Im Zweifel sollte man die Behauptungen immer bei den angeblichen Quellen wie Bellingcat oder BBC selbst nachprüfen. Und wenn man sich nicht sicher ist, es am Besten komplett ignorieren und nicht noch weiter verbreiten.

Denn jeder dieser Fakes, so klein sie auch sein mögen, hilft der Propaganda autoritärer Regime. Besonders perfide ist das natürlich, wenn die emotionale Situation in zwei brutalen Konflikten gegeneinander ausgespielt wird. Doch wir sollten dieser Bedrohung selbstbewusst entgegentreten. Wir können unsere Solidarität sowohl mit Israel als auch der Ukraine ausdrücken, ohne uns in eine künstliche Konfrontation hineinziehen zu lassen.

6 Tipps, wie ich mich zum Nahost-Konflikt äußern kann

 

Artikelbild: Screenshot twitter.com; canva.com

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