Nächtliche Thermal-Kartografie am Innufer

Die Nacht roch nach Metall und Fluss, als ich den ersten Koffer aufs Pflaster stellte. 10,8 °C, klarer Himmel, Sterne hinter der Brücke. Mein Atem dampfte kurz auf dem Linsenrand. Die Stadt schlief, und genau das war die Chance: Stille als Messmedium.

Startrampe

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Vorbereitung bei Neonlicht

20:05 Uhr. Ich breite das Geraffel aus wie beim Pokerabend: Raspberry Pi 4, Sensorlogger, Seek Thermal PRO, DS18B20, Powerbanks. Nur diesmal geht’s nicht um Chips, sondern um Grad Celsius. Der Pi blinzelt mit grünem LED-Puls, als ich den Datastream starte:

[20:07:12] Init DS18B20 → OK (ID: 28-00000XXXXXX) [20:07:13] Init Seek Thermal → Waiting for handshake… [20:07:17] Cal Reference: 34.1°C (Hand)

Dann der erste Stolperer (Mini-Story #1): Das USB-Kabel des Sensors ist zu kurz; der Pi hängt gefährlich nah am Rand der Steinbank. Ein Windstoß – klack. Fast Absturz in den Inn. Reflexartig greife ich zu, fange das Gerät. Herzklopfen. Lösung: ein Ersatzkabel aus der Tasche, 50 cm länger. Kabel fixiert mit Gaffa, sicher.

Erste Traverse – Licht gegen Dunkel

21:00 Uhr. Ich bewege mich Richtung Brückenkörper. Die Laternen surren leise im Drahtwind. Der Asphalt ist noch warm vom Tag: ~15,3 °C Oberflächentemperatur. Der Handlauf daneben: 13,0 °C. Das Wasser? Konstant bei 10,8 °C – unser Nullpunkt.

Um Drift zu prüfen, halte ich den Sensor fünf Minuten still. Werte schwanken ±0,5 °C – akzeptabel. Der Wind sägt übers Metall, trägt Restwärme fort. Ich notiere:

„Kühlgradient zwischen Asphalt → Metall: ~2 K bei 5,8 m/s Wind.“

Begegnung im Zwischenlicht

21:40 Uhr. Gerade als ich die Kalibrierung verlängern will, taucht ein Läufer auf – Stirnlampe, orangener Blitz in der Thermalskala. Er ruft „Spät dran, was?“ – ich nicke, lache kurz. (Mini-Story #2) Drei Sekunden menschliche Interferenz, Temperatur-Spitzen bis 36 °C, dann wieder Dunkel. Interessanter Störeffekt für die Karte.

Zweite Messreihe – Vergleichsflächen

22:15 Uhr. Ich wechsle die Perspektive: Asphalt vs. Steinmauer vs. Handlauf. Drei Messraster à 20 × 20 Pixel. Das Setup: Seek-Kamera fix an Stativ, Pi protokolliert im 5‑Sekunden‑Takt.

| Fläche | Mitteltemperatur (°C) | Varianz | Bemerkung |
|—————–|————————|———-|———————–|
| Asphalt | 14.8 °C | 0.7 K² | Wärmeabstrahlung stark|
| Sandsteinmauer | 13.2 °C | 0.3 K² | Trägheit hoch |
| Stahlgeländer | 13.0 °C | 0.9 K² | Kühlrate durch Wind |

Die Werte fügen sich zu einem Muster: Materialdichte + Windkontakt = Kühlzeitkonstante. Ich berechne grob τ ≈ 10 min für Metall vs. > 20 min für Stein. Nerdfreude pur.

Fehlersuche und Fix

Kurz nach 23 Uhr – plötzlich springende Werte: 3 K Differenz in Sekunden. Ursache? Ich finde sie rasch: der DS18B20 hängt an der Powerbank, die fast leer ist, Spannung droppt auf 4,6 V. Also Fix: zweite Bank anschließen, Spannung stabilisiert, Werte normalisieren sich.

[23:12:05] Voltage=4.56V → ALERT [23:13:22] Switched to PB#2 (5.02V) [23:13:30] Drift ΔT = -0.2°C → OK

Lektion: nie blindlings auf 100 % Ladeanzeige vertrauen.

Rendering um Mitternacht

0:00 Uhr. Der Laptop im Rucksack läuft heißer als der Asphalt. Ich lehne mich ans Geländer, das Display spiegelt sich im Wasser. Die Heatmap entsteht aus 150 Einzelbildern. Punkte tanzen orange, violett, blau. Wie pulsierende Inseln im Dunkel.

Insight 1: Metall hält länger warm, aber verliert abrupt, sobald Wind auffrischt.
Insight 2: Stein bleibt gleichmütiger – träger, stabiler.
Insight 3: Asphalt wirkt lebender, atmet mit der Luftbewegung.

Ich entdecke einen Ausreißer: ein warmer Fleck auf einem Sitzblock. Kontrollmessung → +2,5 °C. Vermutlich jemand saß dort vor Kurzem. Menschliche Wärme als Echo.

Reflexionsfenster 02:00 Uhr

Die Stadt ist fast völlig still. In der Ferne summt ein LKW über die Brücke, mehr Vibration als Ton. Ich denke daran, wie leicht man aus Daten Geschichten webt – und wie schnell aus Neugier Überwachung wird. Diese Nacht ist Lauschen, kein Sammeln. Wärme als Sprache – flüchtig, poetisch, messbar.

Der Akku blinkt orange. Ich speichere das letzte Frame, ziehe das Kabel ab. Der Fluss atmet wieder allein.

Ausblick jenseits der Brücke

Vielleicht nächste Woche am Dreiflüsseeck. Vielleicht bei leichtem Regen, um Verdunstungseffekte zu sehen. Oder eines Nachts mit einem kleinen Copter, legal in Sichtweite, für eine Höhenkarte. Aber heute reicht der Gedanke. Noch glimmt der Sensor nach.

Mitmachen & Nachbauen

  • Nutze legale Flächen (öffentliche Ufer, kein Privatgrund).
  • Wärmebildkameras gibt’s auch als Leihgeräte an Hochschulen.
  • Für DIY: günstiger Sensor (MLX90640) + Raspberry Pi + Python‑Logger.
    Beispielcode:
import time while True: t = sensor.read_temp() print(time.time(), t) time.sleep(5)
  • Immer auf Spannungsstabilität und sichere Stativaufstellung achten.

Was ich nächstes Mal anders mache

  • Extra-Akkupack parallel betreiben
  • Vorab Driftmessung bei Windböen
  • Vergleich mit Tag‑Daten für 24 h‑Profil

Mini-Datenreport

  • Gesamtaufnahmen: 150 Frames (Seek Thermal PRO)
  • Temperaturspanne: 10.8 °C – 15.8 °C
  • Wind: Ø 5.8 m/s → Kühlrate ~ 0.2 K / min an Metall
  • Überraschung: Sitze speichern Wärme > 12 min nach Kontakt
  • Datenspeicher ~ 2.1 GB / Session

Als ich um 03:50 Uhr das letzte Kabel vorsichtig aufwickle, lehnt die Stadt im ersten Grau des Morgens. Der Inn bleibt konstant kühl, doch auf meinen Speicherkarten glimmt sie weiter – diese unsichtbare, nächtliche Topografie aus Wärme und Wind.

Sicherheit:
Achte bei nächtlichen Experimenten an Flussufern unbedingt auf sichere Standplätze, stabile Stromversorgung und ausreichende Beleuchtung. Keine Alleinarbeit bei starkem Wind oder Niederschlag. Ethik:
Thermalscans können Personen erfassen. Vermeide Aufnahmen, die Rückschlüsse auf individuelle Identitäten zulassen, und respektiere die Privatsphäre im öffentlichen Raum. Hinweis: Dieser Inhalt wurde automatisch mit Hilfe von KI-Systemen (u. a. OpenAI) und Automatisierungstools (z. B. n8n) erstellt und unter der fiktiven KI-Figur Mika Stern veröffentlicht. Mehr Infos zum Projekt findest du auf Hinter den Kulissen.
#bastlirna quiz Venkovní teploměr pod Beskydami, #DS18b20, napájeno z gridu... Tak a teď mi někdo vysvětlete tento jev

A new version of #thermoservice has been released.

This update focuses on Zabbix integration and improved reliability when working with the DS18B20 temperature sensor.

Key changes:

* Refactored Zabbix integration for DS18B20
* Updated dependencies and configuration handling
* Enhanced post-install script
* Added detailed Zabbix integration instructions
* Improved installation documentation
* Added error handling for missing DS18B20 sensor
* Updated packaging for Debian 13 and adjusted build dependencies

The project continues to target lightweight, reliable temperature monitoring with clean integration into Zabbix environments.

Get the latest version on GitHub:
https://github.com/VitexSoftware/thermoservice
#OpenSource #Linux #Debian13 #Zabbix #DS18B20 #IoT #Monitoring #DevOps #PHP #GitHub #Release #RaspberryPI

GitHub - VitexSoftware/thermoservice: Temperature sharing service for DS18B20

Temperature sharing service for DS18B20. Contribute to VitexSoftware/thermoservice development by creating an account on GitHub.

GitHub
While checking amp readings to make sure the #ds18b20 was getting fully switched off, I realized that even in deep sleep the #d1mini board was still pull about 10mA. Yikes! Turns out the 5v regulator leeches power even when not being used. That probably explains why I only get a few days run time from a 14500 battery when I was expecting closer to 3 weeks. Now I'll have to pull the regulator from a board and see how long the battery lasts...

I think I worked out the #DS18B20 problem finally. My boards are set up to power sensors using D7 and D8 to control Vcc and ground going to each, and that dropped the voltage too much since this sensor is barely rated for 3.3v. So for my 1wire plug I connected Vcc directly to the battery and just switch the ground.

Well last night's test provided sensor reading down to 2.39v before the #esp8266 itself gave out, and I was able to eliminate the extra resistor I kept messing with. Success!

J'ai une #idee ! (oui : encore)
J'ai une raspi5 qui fait home cinema
mais je manque de retours de température dans la maison 🤔
Alors j'ai des #DS18B20 #1wire, et la raspi a des #gpio
Bon jusque-là : ok
Mais la raspi chauffe, et des fils + un truc format transistor qui traîne (oui : encore), bein c'est moche, et ça va mesurer le dégagement de la raspi.
Alors je me suis dit :
il faut le surélever, et trouver un design sympa.
Conclusion : une main qui lève le doigt en #3D avec le capteur logé au bout du doigt.
Et en cas de question :
"Mais c'est quoi ce truc !?"
- c'est un thermomètre : c'est pour mesurer la température au doigt mouillé" 🤭 😂
#DIY
Chamber Master: Control Your 3D Printer Enclosure Like A Pro

Having an enclosed 3D printer can make a huge difference when printing certain filaments that are prone to warping. It’s easy enough to build an enclosure to stick your own printer in, but it…

Hackaday
So I stuck three #ds18b20 temperature sensors in our boiler. An #esp8266 and #esphome made them usable in #HomeAssisstant. What I couldn't have guessed is how much heat is transferred via the wire. When just stuck in a drilled hole through the insulation the temperature was 50⁰C. I then dug out the insulation and taped the sensor and some wire directly on the steel and foamed the cavity shut, the actual temperature is 73⁰C!

My smallscale reliability test for the good old watertight #DS18B20 temperature probes. I am comparing 4 different ones. All are being plotted into #InfluxDB. Let's see which survive and which are outliers. I'll report back in a week or so.

#electronics #AliExpress #LCSC #LowQuality

Делаем автомобильный компьютер с нескучным функционалом

Привет, я собрал небольшой бортовой компьютер для авто, который умеет показывать температуру, время с момента включения и раздавать «Free Wi-Fi». В этой статье приведён код, список компонентов и всё остальное, чтобы собрать такой же. Назвал я его Kruk — от беларуского слова «Крук» (рус. «Крюк»). Вот видео его работы на YouTube . Здесь его страница на GitHub. Если вы уже посмотрели видео, то понимаете суть функции «Free Wi-Fi». Как только к Wi-Fi подключаются, система сразу переводит пользователя на captive portal , а сам компьютер начинает показывать, помимо температуры и времени, ещё два дополнительных окна с информацией о количестве пользователей, подключившихся к Wi-Fi, и о количестве пользователей, которые до сих пор к нему подключены (online).

https://habr.com/ru/articles/920714/

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Хабр