@ankedb
Bedauerlicherweise steht die Pressefreiheit ĂŒber der Verbreitung von Fakenews. Somit kann die #bloedzeitung weiterhin ihre Leserschaft wunderbar manipulieren und belĂŒgen.
In den 80ern gab es folgenden Spruch:
Bild war dabei und sprach mit der Leiche.
Schon damals wussten die Menschen, dass diese Zeitung vom seriösen und investigativen Journalismus Lichtjahre entfernt ist. Trotzdem wird sie gekauft ( ja, nur wegen des Sportteils! bekomme ich oft zur Antwort) und somit finanziert.
Pressefreiheit ist, das die #welt und die #bloedzeitung nur dann richtig medial einsteigen, wenn #gruenen Politikerys sich nicht Regelkonform verhalten.
Wo war der Aufschrei bei der freundschaftlichen Postenvergabe von #Wissing ?
Wo ist die detaillierte und dauerbeschallende Berichterstattung ĂŒber #aiwanger ?
Medial ist es eher ruhig und im Gegenteil, #aiwanger Geschmacklosigkeiten werden als "JugendsĂŒnde" (mit VerstĂ€ndnis) abgetan.
Unfassbar.
Letztens las ich ja das aktuelle Bildblog-Buch. Von Seiten der Blödzeitung wird ja gerne gemeint, Leute, die sie blöd fĂ€nden, lĂ€sen die Zeitung gar nicht, was in meinem Fall ja auch seit Ewigkeiten stimmt â ich ignoriere selbst Aufsteller bewusst -, aber auf den aktuellen Stand gebracht merkt man: Nichts Gutes hat man verpasst.
Und als ich neulich Cui bono: WTF happened to Ken Jebsen? hörte, fiel mir auch auf: Ewig nichts gehört von diesem Typen, wenn man erzĂ€hlt bekommt, was in der jĂŒngsten Vergangenheit passiert ist. Und Nichts Gutes hat man verpasst.
Ich binge gerade Deadwind. Mir gefallen die Winterbilder der finnischen Serie und die Logiklöcher unterhalten mich.
Und wÀhrend ich mir die Frage stelle: Wird es wohl ein weiteres aufklÀrendes Buch zur Blödzeitung geben oder ist sie eher am Ende? fahre ich den Rechner runter.
So, da steÂht ja schon wieder Ostern vor der TĂŒr. Dann rĂ€uÂmen wir mal eben die TheÂmen ab:
ThiÂlo SarÂrazin ist gestern nicht aus der SPD verÂbanÂnt worÂden. Veit Medick fragt sich nun, was der ganze TamÂtam soll.
BlogÂger-Urgestein Don Dahlmann nimmt StelÂlung zur Lage der deutschen Blogs in ZeitÂen von TwitÂter und FaceÂbook.
TillÂmann Allmer fragt sich im NachkÂlapp der re:publica, ob die diejeniÂgen, die im InterÂnet Töne angeben wollen, nicht ĂŒberseÂhen haben, dass der Zug lĂ€ngst ohne sie abgeÂfahren ist.
Robin MeyÂer-Lucht beobachtet bei der Blödzeitung, dass Anspruch und RealÂitĂ€t auseinanÂderÂdriften. Aber was will man auch erwarten bei einÂer PubÂlikaÂtion, die kein JourÂnalÂisÂmus ist.
Sven K. philosoÂphiert ĂŒber eingeschlafene Arme.
NachÂdem das BunÂdesverÂfasÂsungsÂgericht eine Klage der PARTEI auf WahlwiederÂholÂung aus forÂmalen GrĂŒnÂden hat, meint diese, es hanÂdle sich um einen schwarzen Tag fĂŒr die Demokratie. Soso.
FĂŒr alle, denen der KarÂfreÂitag zu unspanÂnend ist: Eine neue Online-Tatort-Folge ist drauĂen: KonÂtrollTotalverÂlust
[audio:http://mp3-download.ard.de/radio/radiotatort/2011_podcast_totalverlust.mp3]Und wĂ€hrend ich mir die Frage stelle: Ist BlogleÂsen out? hole ich mir erstÂmal noch einen KafÂfee.
[ Foto: Luc van Gent ]
Stephanie GutÂtenÂberg quatscht beim TitÂtensender ĂŒber TitÂtenÂseitÂen im InterÂnet. Alles ganz wichtig, super recherÂchiert und so. HauptÂsache im FernseÂhen und von den QualÂitĂ€tÂspubÂlikaÂtioÂnen STERN & BILD begleitÂet! Bei solchen PubÂlikaÂtioÂnen sollte man die KotztĂŒten gleÂich mitliefern.
Die in DĂŒsÂselÂdorf gern eingeÂsetÂzten BierÂbikes sind kĂŒnÂftig verÂboten und könÂnen nur unter AuflaÂgen eingeÂsetÂzt werÂden.
SchriftÂsteller Nick HornÂby und MusikÂer Ben Folds haben zusamÂmen ein Album gemacht. Das geht Arno Frank allerdÂings nicht ins Ohr.
Und wĂ€hrend ich mir die Frage stelle: Sollte man nicht einÂschreÂitÂen, wenn Eltern zur FĂŒrÂsorge ihrer Kinder RTL2 & BILD zu Rate ziehen? hole ich mir erstÂmal noch einen KafÂfee.
[Foto: Luc van Gent]
Sehr kurzfristige Neuigkeiten aus GrĂŒnwald: RTL II hat Stephanie zu Guttenberg als Moderatorin fĂŒr ein wohl in der Tat aufsehenerregendes Format gewonnen. Der Sender startet "Tatort Internet" kurzfristig bereits am Donnerstagabend.
Carta.info befasst sich mit der Bildzeitung, die die SarÂrazin-DebatÂte zur SchÂablone ihrer SprechÂberechÂtiÂgungskamÂpagne macht. Dabei ignoriÂert man bei der Bild natĂŒrÂlich die sarÂrazinÂschen AusÂfĂŒhrung, die den RechtÂsausleger fĂŒr die DiskusÂsion disÂqualÂiÂfizieren:
âDas Muster des genÂerÂaÂtivÂen VerÂhalÂtens in DeutschÂland seit Mitte der sechziger Jahre ist nicht nur keine DarÂwinÂsche natĂŒrÂliche ZuchtÂwahl im Sinne von âsurÂvival of the fittestâ, sonÂdern eine kulÂturell bedÂingte, von MenÂschen selbÂst gesÂteuerte negÂaÂtive SelekÂtion, die den einziÂgen nachwachÂsenden Rohstoff, den DeutschÂland hat, nĂ€mÂlich IntelÂliÂgenz, relÂaÂtiv und absoÂlut in hohem TemÂpo verÂminÂdert.â (Seite 353)
Als ob der Mann irgenÂdeine Ahnung hĂ€tte, wovon er da redet. Auch Ex-Bild-am-SonÂntag-ChefredakÂtuer Michael Spreng spricht der Bildzeitung ab, dass es in PunkÂto SarÂrazin derzeit um die VerteiÂdiÂgung der MeiÂnÂungsÂfreiÂheit geht:
Das GegenÂteil ist der Fall: Kaum einÂer durfte in den letÂzten Jahren den Mund so weit aufreiĂen wie ThiÂlo SarÂrazin. Die VorÂabÂdrucke seines BuchÂes in BILD und âSpiegelâ erreÂichtÂen 18 MilÂlioÂnen Leser, er war schon Gast in zwei TalkÂshows mit sechs MilÂlioÂnen Zuschauern, zu seinÂer PressekonÂferenz kamen 250 JourÂnalÂisÂten und 30 FernseÂhteams, er war Schlagzeile in jedÂer deutschen Zeitung, AufÂmachÂer in allen TV-NachrichtÂen. Sein Buch wurde schon 250.000 mal bestellt. Mehr MeiÂnÂungsÂfreiÂheit geht nicht.
Das provÂinzkind zeigt sich irriÂtiert ĂŒber die MelÂdung, dass ĂŒberÂdurchÂschnitÂtlich viele BerlinÂer an den FolÂgen des AlkoÂholÂgenussÂes sterÂben und darĂŒber wie akzepÂtiert doch dieser DroÂgenkonÂsum ist.
Stephen HawkÂing hat in GroĂbritÂtanien eine ReliÂgionsÂdeÂbatÂte entÂfacht. FĂŒr die naturÂwisÂsenschafltiche ErkÂlĂ€rung der EntsteÂhung der Welt könÂnten so viele ErkÂlĂ€runÂgen angeÂfĂŒhrt werÂden, dass ein RĂŒckÂgriff auf Gott als ErkÂlĂ€rung nicht notwendig sei. Dies wird von Richard Dawkins gefeiert. Der britisÂche GroĂrabÂbinÂer Jonathan Sacks hĂ€lt dageÂgen:
âWisÂsenschaft nimmt die Dinge auseinanÂder, um zu sehen, wie sie funkÂtionÂieren. ReliÂgion setÂzt sie zusamÂmen, um zu verÂsteÂhen, was sie bedeuten.â WisÂsenschaft, die sich als ReliÂgion aufÂspiele, sei ebenÂso unsinÂnig wie ReliÂgion, die sich als WisÂsenschaft gebe. HawkÂing erkÂlĂ€re, âwieâ, nicht âwarumâ die Welt geschafÂfen worÂden sei. Die Bibel frage: âWer sind wir, warum sind wir hier, wie sollen wir leben?â, arguÂmenÂtierte Sacks.
Und wĂ€hrend ich mir die Frage stelle: Warum geht den NaturÂwisÂsenschaftlern im Kampf gegen Religiöse eigentlich immer noch so einÂer ab? hole ich mir erstÂmal noch einen KafÂfee.
[Foto: Luc van Gent]