Mit jedem Netflixfilm, den ich schaue, bekomme ich mehr und mehr den Eindruck, dass Netflix auch nichts weiter ist, als die einzige Videothek in einer ostdeutschen Kleinstadt Mitte der 90er Jahre. Nehmen wir zum Beispiel den französischen Film „Bastion 36". Den versucht Netflix als abgründig schwarzen Polizeithriller zu vermarkten. Dabei sieht man dann nichts anderes als einen weiteren Polizeithriller aus Frankreich, der sich anfühlt, als hätte man ihn schon mehrfach gesehen – nur mit anderen Gesichtern und leicht veränderter Handlung. Olivier Marchal, bekannt für seine düsteren Polizeidramen, bleibt seinem Markenzeichen treu und liefert einen Film, der zwar handwerklich solide, aber