Die Welt lebt seit Jahrzehnten unter der ständigen, oft verdrängten Bedrohung eines Atomkrieges. Doch die jüngsten geopolitischen Spannungen, etwa durch Russland, Nordkorea oder den Iran, haben diese Ängste neu entfacht. Ein Atomkrieg, so zeigt es die investigative Arbeit von Annie Jacobsen, wäre nicht nur verheerend, sondern erschreckend schnell. Innerhalb von drei Stunden könnte das Leben, wie wir es kennen, ausgelöscht sein.

Warum? Moderne Atomwaffen sind unglaublich mächtig und effizient. Ein Angriff mit Interkontinentalraketen würde innerhalb von Minuten registriert, und schon kurze Zeit später würde der automatische Ablauf der Abschreckungslogik einsetzen. „Use them or lose them“ – also „Nutze sie oder verliere sie“ – ist die bittere Realität nuklearer Abschreckung. Ein Gegenschlag würde oft erfolgen, noch bevor die erste Rakete das Ziel erreicht, was eine Eskalation unausweichlich macht. Sobald die USA oder Russland mit einem nuklearen Angriff konfrontiert sind, bleibt keine Zeit für Vernunft oder diplomatische Lösungen. Die Prozesse sind automatisiert, die Eskalation unvermeidlich.

Dies bedeutet, dass eine Führungsperson, die irrational handelt oder die eigene Zerstörung in Kauf nimmt – das sogenannte „Mad King“-Szenario –, den nuklearen Holocaust auslösen könnte. Und selbst wenn ein Land wie Nordkorea einen begrenzten Angriff plant, könnte ein amerikanischer Gegenschlag durch das Überfliegen russischen Territoriums eine globale Eskalation auslösen.

Die Auswirkungen wären katastrophal. Städte und ihre Einwohner würden im Licht eines einzigen nuklearen Blitzes verbrannt. Die Erde selbst würde durch den Ruß der brennenden Städte und Wälder in einen langanhaltenden „atomaren Winter“ gestürzt. Die Dunkelheit und die Kälte würden das Überleben der Menschheit unmöglich machen, während radioaktive Strahlung die wenigen Überlebenden vergiftet.

Die aktuelle Nukleardoktrin ist tief in einem System verwurzelt, das auf Reaktion und Gegenschlag ausgelegt ist. Sobald der erste Sprengkopf abgefeuert wird, gibt es keinen Weg zurück – das ist die „Rationalität der Irrationalität“, wie es ein Experte formulierte. Doch wie rational ist es, sich in einem Teufelskreis der Zerstörung zu befinden, aus dem es keinen Ausweg gibt?

Wenn wir eines lernen können, dann dies: Ein Atomkrieg ist nicht zu gewinnen, und jede Drohung, ihn zu entfesseln, ist mehr als nur geopolitische Taktik – es ist Wahnsinn.

Quelle und mehr Infos Zeit Online

https://god.fish/2024/10/13/nukleare-ausloeschung-der-menschheit-in-nur-drei-stunden/

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Annie Jacobsen • Das wichtigste aus Z+ : Wie lange braucht es, die Menschheit auszulöschen? Etwa drei Stunden

Putin, Nordkorea, Iran. Die Angst vor einem Atomkrieg ist so groß wie lange nicht. Aber was würde eigentlich genau passieren, wenn jemand einen Sprengkopf losschickt?

DIE ZEIT
Deutschland hat selbst keine Atomwaffen, ist aber Teil der US-Nuklearstrategie. Lange gelang der Balanceakt. Doch Ukrainekrieg und schwindende Rüstungskontrollen stellen ihn in Frage.
Atomwaffen: Deutschlands Gratwanderung | DW | 31.03.2023
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Atomwaffen: Deutschlands Gratwanderung | DW | 31.03.2023

Deutschland hat selbst keine Atomwaffen, ist aber Teil der US-Nuklearstrategie. Lange gelang der Balanceakt. Doch Ukrainekrieg und schwindende Rüstungskontrollen stellen ihn in Frage.

DW.COM

Unfassbar aktuell.
Hoimar von Ditfurth 1986:

Frage von Moderator:
"Wollen Sie den Menschen den Angst machen“

Hoimar von Ditfurth:
"Ja! Ich will Angst machen in dem Sinne, das ich glaube, dass man sich gegen eine Gefahr (Klimawandel) nur dann verteidigen kann, wenn man sie auch erkannt hat und ich glaube, dass die Gefahren, die derzeitige unsere Zivilisation gefährden von niemandem Ernst genommen werden.

Wir machen uns Sorgen wegen der Inflationsrate.
Wir machen uns Sorgen wegen unserer Altersvorsorge.
Und viele, viele andere Gründe. Und das aus Recht und verständlicher Weise.
Aber wir machen uns erstaunlich wenig Sorgen über die Wahrscheinlichkeit, dass die Menschheit sich in absehbarer Zeit […] ausrotten wird, oder die noch größere Wahrscheinlichkeit, dass wir von dem Zusammenbruch der Biosphäre unsere natürlichen Lebensgrundlagen, betroffen werden.“

[…]

https://www.youtube.com/watch?v=Yv1ar2z57xQ
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Hoimar von Ditfurth, Mahner (Interview, 1986)

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Trump besteht auf Nachbesserung des Iran-Abkommens

US-Präsident Trump gibt dem Atomabkommen mit "eine letzte Chance": Die Sanktionen blieben zunächst ausgesetzt, allerdings müsse der Vertrag nachverhandelt werden.