Bayreuther Festspiele 2025: „Das Rheingold“
Ursula Hartlapp-Lindemeyer
[caption id="attachment_30918" align="alignleft" width="300"] Bayreuther Festspiele 2025/DAS RHEINGOLD/Olafur Sigurdarson (Alberich), Ya-Chung Huang (Mime) und Kinderstatisterie der Bayreuther Festspiele/Foto: ©Bayreuther Festspiele/Enrico Nawrath[/caption]
Dekonstruktion einer Oper in Bayreuth
Simone Young am Pult und ein exquisites Solistenensemble sorgten mit dem Bayreuther Festspielorchester für eine exzellente musikalische Umsetzung von Wagners Partitur. Das gezeigte Konversationsstück im Setting einer feudalen Villa mit einem glitzernden Pool, später einer chicen Kindertagesstätte mit acht braven Mädchen und einem ungezogenen Bengel, der mit Ketchup rumspritzte, wollte allerdings so gar nicht zur Musik passen, die man woanders schon als Entstehungsmythos der Schwerindustrie gesehen hat. Valentin Schwarz fasst den „Ring“ als eine Parabel über die Konkurrenz zwischen dem Lichtalben Wotan und dem Nachtalben Alberich auf, aber Richard Wagner hat in seiner Partitur sehr viel mehr ausgedrückt. (Gesehene Vorstellung: Derniere am 15. August 2025)
[…]
https://opernmagazin.de/bayreuther-festspiele-2025-das-rheingold/