San Francisco Opera: „Parsifal“ – Wagner ernstgenommen
Gastartikel
Aus den USA kam ja einst der sog. Wokismus herüber nach Europa, der sich gesellschaftlich mit bestimmten und mittlerweile immer häufiger diskutierten Narrativen ausbreitete und sich in einer gewissen Ausprägung auch auf die Ästhetik des Opernschaffens insbesondere deutschsprachiger Opernhäuser legte. Umso interessanter ist es, dass man in den USA immer noch Opernproduktionen erleben kann, zumal auch im Wagnerfach, die den Intentionen und Motiven ihrer Schöpfer, den Komponisten also, recht nahe stehen. Sie kommen durch einen Aufführungsstil, den man in unseren Breiten bisweilen abfällig als traditionell oder gar „altmodisch“ abtun würde, zu sehr beeindruckenden szenischen und interpretatorischen Lösungen. Diese verlangen gerade den Opernliebhabern und Rezensenten, die die Wagner-Rezeption schon über ein halbes Jahrhundert beobachten, immer wieder Bewunderung ab. (Rezension der Neuinszenierung im November 2025 – Livestream-)
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