Elegie für Germanenheld und Chipstüte – „Siegfried“-Premiere am Royal Ballet and Opera
Lynn Sophie Guldin
Mutter Natur geht schaukeln. Gut, Kleider hat sie dabei keine an, aber mein Gott, man muss ja nicht immer so pingelig sein. In der verkohlten Welt von Barrie Koskys Siegfried am Londoner Royal Ballet and Opera gibt es selbstverständlich ein Wiedersehen mit der stummen Erda aus den vorherigen Opern. Diesmal muss sie sich mit zwei Tenören in der Weltesche herumschlagen sowie etlichen Zankereien auf einer Parkbank. Die Auseinandersetzung mit einem Naturthema im Ring siecht weiterhin ein wenig dahin, doch Kosky gelingt eine charmante und liebenswürdige Inszenierung. Das muss man, Mankos hin oder her, erst mal schaffen. (Rezension der Premiere v. 21. März 2026) […]




