Beginning on Independence Day and then on the first day of every month, let's #stopthescroll. Log off from corporate platforms for the day. Spend the time investing in healthier habits and more ethical, responsible, humane systems. Together we can leave toxic tech and reclaim our right to a better digital future.

https://www.reclaimcontrol.tech/stopthescroll.html

#twitter #TwitterX_ #instagram #facebook

Stop the Scroll to Reclaim Control

Some guidelines to create an active far right group (nazi), that explicit X as the right social network (between crypted services) to use.

#X
#NaziPropaganda
#TwitterX_
#FuckElon
#MuskMustFall
#fascists
#elonisanazi

“X” verlassen

Nach Musks Aufruf zur Gewalt muss die Bundesregierung X verlassen

Elon Musk hat am Samstag als Sprecher einer Großdemonstration zu Gewalt aufgerufen. Doch die Bundesregierung und viele Medien sind weiterhin auf seiner Plattform X. Was muss eigentlich noch passieren, bis sie diesem gewaltbereiten Rechtsradikalen den Rücken kehren?

Gestern hat Elon Musk per Liveschaltung auf der Großdemo des bekanntesten britischen Neonazis – Tommy Robinson – unverhohlen zu Gewalt aufgerufen. Elon Musk ist der reichste Mann der Welt, er besitzt, kontrolliert und steuert die Plattform X, er macht sie zum Werkzeug für eine rechtsradikale Revolution. Musk unterstützt international rechtsextreme Parteien wie die AfD in Wahlkämpfen, er zeigt den Hitlergruß, verbreitet Desinformation. Und jetzt also der nur noch dürftig verklausulierte Aufruf zur Gewalt.

Was muss eigentlich noch passieren, damit die Bundesregierung, der Bundeskanzler, das Außenministerium, die Tagesschau, die ZEIT, der Spiegel oder der Zentralrat der Juden dieser Plattform eines zu allem entschlossenen gewaltbereiten Rechtsradikalen den Rücken kehren? Wann kapieren die Verantwortlichen dieser Accounts, dass sie mit ihrer Anwesenheit bei einem derartig mit dem Eigentümer verbundenen Dienst eben jenem Eigentümer mit ihrem guten Namen Relevanz und Reputation verleihen? Wann kapieren sie, dass ihre Anwesenheit der Propagandabude X Seriosität verleiht und dass sie sich letztlich gemein machen mit der Sache von Elon Musk?

Kommt mir nicht mit Reichweite und den wohlfeilen Argumenten, dass die man die demokratische Diskussion dorthin tragen müsse, wo es wehtut. Dieses ganze rechtfertigende Gelaber, ich bin es satt: Irgendwann muss auch mal Schluss sein, wenn man noch ein Fünkchen Moral in der Tasche hat und als Demokrat*innen einen Rest Glaubwürdigkeit behalten will.

Sonst immer Neutralität, aber der Aufruf zu Gewalt ist OK?

Stellen wir uns einmal vor, dass Musk ein Linker wäre, der permanent für eine friedliche Revolution zum Sozialismus werben würde. Das wäre doch schon zuviel. Ihr wärt doch schon lange gegangen, denn die heilige Neutralität ist ja so wichtig und das wäre alles ganz schlimme Propaganda, die dem Eigentümer einer so wichtigen Nachrichten- und Informationsplattform nicht zusteht. Was wäre das Gezeter groß…

Aber Aufrufe zu Gewalt und Bürgerkrieg und Hitlergrüße und Antisemitismus und Desinformation und Drehen an den Algorithmen, damit die Nazis mehr Reichweite erhalten, das alles nehmt Ihr achselzuckend hin. Weil es der Zeitgeist ist? Traut Ihr Euch nicht mehr, weil die Rechten so stark sind? Was ist eigentlich los bei Euch?

Vielleicht deswegen nochmal zur Erinnerung, welchen Appell Musk am Samstag im Rahmen der Demonstration gegen Einwanderung an die britische Bevölkerung richtete. Ihr sitzt mit Euren Accounts quasi im Funkhaus dieses Typen.

Dies ist eine Botschaft an die vernünftige Mitte, an die Menschen, die sich normalerweise nicht in die Politik einmischen, die einfach nur ihr Leben leben wollen. Sie wollen das nicht, sie sind still, sie gehen einfach ihren Geschäften nach. Meine Botschaft an sie lautet: Wenn das so weitergeht, wird die Gewalt auch Euch erreichen, Ihr werdet keine Wahl haben. Ihr befindet euch hier in einer grundlegenden Situation. Ob Ihr Euch für Gewalt entscheidet oder nicht, die Gewalt wird Euch einholen. Entweder Ihr wehrt Euch oder Ihr sterbt, das ist meiner Meinung nach die Wahrheit.

Was muss eigentlich noch alles passieren, bis Ihr eure X-Accounts endlich dichtmacht?

Markus Reuter recherchiert und schreibt zu Digitalpolitik, Desinformation, Zensur und Moderation sowie Überwachungstechnologien. Darüber hinaus beschäftigt er sich mit der Polizei, Grund- und Bürgerrechten sowie Protesten und sozialen Bewegungen. Für eine Recherchereihe zur Polizei auf Twitter erhielt er 2018 den Preis des Bayerischen Journalistenverbandes, für eine TikTok-Recherche 2020 den Journalismuspreis Informatik. Bei netzpolitik.org seit März 2016 als Redakteur dabei. Er ist erreichbar unter markus.reuter | ett | netzpolitik.org, sowie auf Mastodon und Bluesky. Kontakt: E-Mail (OpenPGP). Dieser Beitrag ist eine Übernahme von netzpolitik, gemäss Lizenz Creative Commons BY-NC-SA 4.0.

“X” verlassen – Beueler-Extradienst

#DeleteFacebook – Warum soziale Netzwerke dezentralisiert werden müssen

Vor fast sechs Jahren, 2018, schrieb ich diesen Aufsatz über das Fediverse, Facebook (Meta gab es da noch nicht) und Mastodon. Uli Kelber hat seit dem wirklich alles richtig gemacht, und im Job all meine Erwartungen übertroffen. Doch auch der Rest des Beitrags ist recht gut gealtert… Allerdings hat das Fediverse seither in mehreren Eskalationsstufen expandiert. Davon konnten wir damals eigentlich nur träumen…!

#DeleteFacebook - Warum soziale Netzwerke dezentralisiert werden müssen

Vor fast sechs Jahren, 2018, schrieb ich diesen Aufsatz über das Fediverse, Facebook (Meta gab es da noch nicht) und Mastodon. Uli Kelber hat seit dem wirklich alles richtig gemacht, und im Job all…

NexxtPress

Mit Update am Nachmittag

Vor ziemlich genau vier Jahren habe ich unter dem Titel „#DeleteFacebook – Warum soziale Netzwerke dezentralisiert werden müssen“ eine Diskussion aufgenommen, die Roland Appel unter der starken Überschrift „Asoziale Netzwerke sind asoziale Netzwerke“ begonnen hat. Am Ende meines Beitrags habe ich dem zu diesem Zeitpunkt gerade erst neu designierten Bundesbeauftragten für den Datenschutz Ulrich Kelber ein Stöckchen hingehalten. Was er inzwischen daraus gemacht hat, ist beachtlich.

Sie erinnern sich noch? Gerade erst war während des US-Wahlkampfes herausgekommen, dass Facebook im Zusammenspiel mit einem gigantischen Datenstaubsauger (Cambridge Analytica) einen der größten Datenschutzskandale seiner Geschichte zu verantworten hatte. Auf den Auswirkungen der Wellen, die das geschlagen hat, surft Mark Zuckerberg noch heute.

Es liegt nicht ganz fern, zu vermuten dass die Umbennenung des Facebook-Konzerns (WhatsApp, Instagram) in „Meta“ auch damit zu tun hatte, dass das Kerngeschäft nicht nur einen erheblichen Vertrauensverlust seiner „Kundschaft“ sondern tatsächlich auch wirtschaftlich relevante Einbußen hinzunehmen hatte. Nun stinkt der Haufen Geld, auf dem Zuckerberg und seine Aktionär:innen sitzen deshalb nicht weniger – im Gegenteil, er ist noch viel größer geworden. Doch die Welt hat sich weiter gedreht und durchaus daraus gelernt!

Und hier kommen wir zurück zum „Beauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit“ aus Bonn. Ulrich Kelber – selbst als Informatiker vom Fach – Mitglied des Bundestages (SPD) seit 2000 und seit 2002 auch bei Zweitstimmenmehrheit der CDU immer mit einem Direktmandat wiedergewählt, führt bereits seit kurz nach seinem Amtsantritt 2019 ein privates Konto auf dem dezentralen sozialen Netzwerk „Mastodon“. (Auf welchem auch der Beueler-Extradienst schon seit 2018 vertreten ist.)

Dieser Move des BfDI hat ihm damals zu enormer Credibility in der Szene verholfen und seine Performance dort hat seinem Ruf sicher nicht geschadet. Doch sich darauf auszuruhen war für seine über 300.000 Follower:innen sicher nicht akzeptabel. Das wusste er vermutlich schon, bevor er seine ersten Schritte dort unternommen hat. Und weil er auch die zugrunde liegende Technik verstanden hat, war es nicht genug auf irgendeiner Instanz des Netzwerkes weitere Konten einzurichten – er (bzw. seine Dienststelle) musste selber zu einem Betreiber einer Instanz des Netzwerkes werden.

Gestern nun war es kurzfristig soweit, dass das offizielle Konto des „Datenschutzbeauftragten“ auf der offiziellen Netzwerkinstanz des „Datenschutzbeauftragten“ social.bund.de mehr Follower:innen hatte, als der „private“ Account von Kelber – der nach wie vor auf der lokalen Instanz Bonn.social läuft. Heute haben sich diese Verhältnisse wieder etwas umgekehrt und das Bonner Konto liegt wieder vor den Berliner:innen. 😉

Schön und gut… Und was soll das ganze nun?

Es wäre vielleicht wirklich ein Thema für Nerds, wenn es denn dabei geblieben wäre und die Mastodon Instanz social.bund.de einzig als „Proof of Concept“ für den BfDI funktionieren würde. Doch dem ist inzwischen nicht mehr so! Auf dem Server tummeln sich inzwischen mehr als eine Hand voll illustre Kanäle – mit einem (noch) deutlichen Schlag in die Datenschutz-Ecke, aber immerhin!

Darüber hinaus findet sich auch eine ganz ansehnliche Zahl von Mandatsträger:innen im dezentralen Mastodon-Netzwerk. Wobei „Die Grünen“ dabei sicher – nach den noch überall anzutreffenden Pirat:innen mit eigenem Server – die größte Fraktion darstellen. Sie betreiben beim „Verein für Netzbegrünung“ ganz wie Piraten und der BfDI auch ebenfalls eine eigene Instanz unter gruene.social. Schauen sie selbst mal rein. Die eine oder den anderen werden sie vermutlich kennen. Hier nur stellvertretend der Kanal der NRW-Partei: https://gruene.social/@nrw (der allerdings seit November 2020 nicht mehr aktualisiert wurde – WTF?).

Neben der morgigen Abschaltung des Zombienetzwerks von StudiVZ ist das alles zusammen vermutlich die insgesamt vielversprechendste Entwicklung zum Thema sozialer Netzwerke in Deutschland – und sie hat noch nahezu unbegrenztes Potential viel weiter zu gehen.

Wenn sie die Erregungsmaschine Twitter nicht ausstehen können, wenn sie Facebook oder seiner Schwester Instagram aus dem Weg gehen – weil sie gute Gründe dafür haben, dann schauen sie sich die in diesem Text erwähnten Kanäle dennoch ruhig einmal an. Weil sie öffentlich sind und vor allem auch, weil ihre Daten dort nicht geloggt und vermarktet werden, müssen sie keine Kompromittierung ihrer Privatsphäre befürchten.

Für mich ist dieser „Proof-Of-Concept“ inzwischen weit mehr als nur ein „alternativer“ Social-Media-Kanal für die, die meinen es zu brauchen. Es ist ein Gegegenmodell zum Datenkapitalismus und es ist beliebig skalierbar – vorausgesetzt es wachsen weitere „öffentliche“ Instanzen. Warum soll ihre Stadtverwaltung etwa keinen eigenen Server betreiben?  Oder ihre öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt? Ja, warum machen sie es nicht selbst?

Sie können es längst!

Update am Nachmittag: Nach einem sehr freundlichen Hinweis einer Extradienst-Mastodon-Leserin aus dem Ländle (und eines nicht weniger freundlichen „Trööts“ der Landesregierung) habe ich noch den Link auf den Server des Datenschutzbeauftragten aus Baden-Württemberg nachzutragen: https://bawü.social/explore. Dort finden sie unter anderen zum Beispiel folgende Kanäle:

Weitere Hinweise auf öffentliche/politische Institutionen im #Fediverse bitte gerne in die Kommentare hier oder auf Mastodon… ich werde sie sehr gerne hier ergänzen!

https://ww1.extradienst.net/2022/03/30/deletefacebook-sie-koennen-es-laengst/

#ASozialeNetzwerke #BadenWürttemberg #Bonn #BonnDigital #BundesdatenschutzbeauftragterBfDI_ #Datenschutz #DieGrünen #DigitaleSouveränität #FacebookMeta_ #Fediverse #InstagramMeta_ #MarkZuckerberg #Mastodon #TwitterX_ #UlrichKelber #WhatsApp

#DeleteFacebook – Warum soziale Netzwerke dezentralisiert werden müssen – Beueler-Extradienst

Metas strategische „Öffnung“ ihres Datenbunkers

Auch wenn es unserem Ego weh tut. Wenn ich – nüchtern, was ich in der Sache vielleicht zu selten bin – auf die tatsächlichen Sachverhalte schaue, dann sehe ich keinen Kampf des David „Fediverse“ mit dem Goliath Meta aufziehen. Ich sehe vielmehr, wie der Gigant sich hinter dem David versteckt, um sich vor der Macht der Politik zu schützen.

Metas strategische „Öffnung“ ihres Datenbunkers

Auch wenn es unserem Ego weh tut. Wenn ich – nüchtern, was ich in der Sache vielleicht zu selten bin – auf die tatsächlichen Sachverhalte schaue, dann sehe ich keinen Kampf des David „Fediverse“ mit…

NexxtPress

Abschalten!

Stellen wir uns vor, es sind die siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Vor der britischen, der deutschen, französischen und holländischen Küste, vor Italien und in der Adria sowie rund um Skandinavien ankern in internationalen Gewässern außerhalb der 12-Meilen-Zone riesige Frachter, ausgestattet mit Generatoren, leistungsstarken Sendern  und mehrere hundert Meter hohen Funkmasten, die die geamte EU und alle westlichen Staaten erreichen. Im Gegensatz zu Piratensendern wie “Radio Caroline”, die in den 60ern die neuesten Hits spielten, ist ihr Zweck Propaganda.

Asoziale Netzwerke erscheinen als Sargnagel der Demokratien

Ihre Betreiber sind die chinesische Regierung, US-amerikanische Oligarchen, die der Demokratie und dem Rechtstaat den Krieg erklärt haben und alle Gesetze brechen, die sie technisch aushebeln können. Die ein gestörtes Verhältnis zur sozialen Gerechtigkeit haben, und rücksichtslos alle Bestrebungen, die sie “libertär” nennen und die in Wirklichkeit anarcho-kapitalistischer Art sind, unterstützen, um möglichst viel Kapital zu akkumulieren, um ihre asozialen persönlichen Bestrebungen umsetzen zu können. Gemeint sind Jeff Bezos (Amazon) und Elon Musk (Tesla, Twitter, Space X), Peter Thiel, Mark Zuckerberg (Facebook, Whattsapp, Instagram). Der Chinesischen Regierung wiederum geht es um die nachhaltige politische Destabilisierung westlicher Gesellschaften. Nicht ohne Grund hat sich die VR China mit dem “Goldenen Schild” ausgestattet – 100.000 Mitarbeiter des Geheimdienstes, die das Internet kontrollieren – denen kann das nicht passieren, was sie den westlichen Demokratien vor ihrem virtuellen Wertstoffhof oder Müllkippe abladen, um die Gesellschaften nachhaltig zu destabilisieren und die Medienlandschaft zu zerstören. Und Vladimir Putin und seine Trolle lachen sich kaputt über die Beschwörungen des Westens, die “Meinungsfreiheit” so vieler Idioten und Demokratiefeinde in den asozialen Netzwerken gegen mehr Regulierung zu verteidigen bzw. dieselbe nicht durchzusetzen.

Die Medien der Vergangenheit überrollt

Konflikte wie der Nahostkrieg, der Überfall der Hamas auf Israel sind längst Teil eines internationalen Propagandafeldzugs, in dem diese Medien eine entscheidende Rolle spielen. Die ARD hat mit einem luciden Beitrag über die Perzeption und Umdeutung des Gaza-Krieges in den asozialen Medien gezeigt, welche Rolle inzwischen Instagram und Co. spielen, wie dort selbsternannte und von keiner politischen oder journalistischen Ahnung befallenen “Influencer*innen” oder besser Manipulator*innen spielen. Von Gegenaufklärung bis zur Volksverhetzung ein breites Spektrum der Meinungsäußerung und Verdrehung der Realität. Alles im scheinbar rechtsfreien Raum des Internet, in dem es vergeblich scheint, Gesetze gegen Verleumdung, Beleidigung, sexueller Belästigung, falscher Tatsachenbehauptung, Volksverhetzung, Verwendung verbotener nationalsozialistischer Symbole wirksam vorzugehen. Weil sich die Politik weigert, Gesetze, die im herkömmlichen Presserecht und gegenüber Flugblattverteilern und Leserbriefeschreibern gelten, im Internet durchzusetzen und Straftaten zu verfolgen und zu bestrafen. Das geht inzwischen deutlich zulasten der Demokratie.

Auch deutsche Konzerne machen die Demokratie kaputt

Viele waren erstaunt, als Elon Musk “Twitter” gekauft hat und die Schranken gegen Extremismus, Verschwörungstheorien und gezielter Desinformation abbaute, indem er hunderte von Mitarbeiter*innen entließ, die bis dahin gegen Fake News und Verleumdungen aktiv tätig waren, und in Reaktion darauf Volkswagen und andere deutsche Konzerne, hunderttausende Werbemittel zurück zogen. Konzerne von denen neimand bis dahin gedacht hatte, dass sie Millionen Euro dem Werbemarkt der demokratischen Presse entziehen und in ein asoziales Netzwerk stecken würden, dessen Kerngeschäft die Verbreitung von ungeprüften Nachrichten bis hin zu den persönlichen Publikumsbeschimpfungen und Hassbotschaften  des Populisten Trump und vieler Neonazis sind. Aus reiner Gier, weil die Algorithmen dieser Netzwerke nach dem Prinzip “immer mehr vom gleichen” eben nicht nur einer Person die einmal einen VW angeschaut hat immer mehr über VW präsentiert, aber auch jedem Neonazi, der einmal ein rassistisches Video angeklickt hat, immer mehr rassitische und rechtsextremistischen Müll anbieten.

Eine gesellschaftliche Diskussion findet einfach nicht statt!

Obwohl diese asozialen Medien und ihre Algorithmen inzischen auf breiter Front unsere öffentlichen Diskussionen unterminieren, Fakenews en masse verbreiten und Unsinn und Lügen mit Nachrichten gleichsetzen, damit die Demokratie gefährden, weigert sich die Politik, dies zur Kenntnis zu nehmen und vor allem, dagegen konsequent  vorzugehen. Ganz im Gegenteil: Die CDU/CSU unter ihrem populistischen spätpubertierenden Anführer Merz sind ausschließlich bemüht, die asoziale und fremdenfeindliche Stimmung, die die AfD schafft, weiter anzuheizen.
Durch erfundene “Fake Probleme” mit angeblichen Zahnarztterminen von Asylbewerbern, den Gebrauch verhetzender Begriffe wie “Asysschwindel” und “Asyltourismus” wie schon in den 90er Jahren. In Wirklichkeit ist die derzeitige Unionsführung überhaupt nicht daran interessiert, die Scheinargumente der rechtsextremistischen AfD zu widerlegen, sondern hofft, von ihnen zu profitieren.

Das System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verteidigen

Mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk haben die Briten den Westdeutschen nach dem zweiten Weltkrieg ein wertvolles demokratisches Geschenk gemacht. Anstelle eines Regierungssenders wie bei den Nazis trat ein regierungsfernes., gleichwohl von pluralen gesellschaftlichen Gruppen kontrolliertes und damit repräsentativ und demokratisch offenes Mediensystem. Vierzig Jahre hat sich dieses System bewährt, dameinbte Helmut Kohl, die Medien für monopolartige Oligarchen wie Kirch und RTL öffnen zu müssen. Die technisch durh das Kabelfernsehen vermehrt verfügbaren Sendefrequenzen fielen überwiegend Kommerziellen Interessen anheim und sogar Sender wir “VOX”, der als Nachrichtenkanal gemäß dem Vorbild von CNN lizensiert wurde, entwickelte sich zum beliebigen Abspielkanal von beliebigstem Billig-Kommerzfernsehen. Aber die Landesanstalten für Medien üben zumindest im Jugendschutz und bei der Herstellung einer gewissen Vielfalt so etwas wie eine Aufsicht aus.

Das Internet ist kein rechtsfreier Raum 

Mit dem Internet und dem entstehen scheinbar rechtsfreier Räume über nationale Grenzen hinweg verloren die Staaten den Mut, Gesetze zu machen, die in die Strukturen von asozialen Netzwerken eingreifen und z.B. ihre Werbeeinnahmen und ihre Werbestrategien regulieren und in die Strukturen von personalisierter Werbung eingreifen und sie z.B. zwingen, die Parameter der Algorithmen offen zu legen. Indem sie z.B. festlegen würden, dass politische Inhalte nicht den gleichen Mechanismen unterworfen werden dürfen, wie Waschmittelwerbung: Wer rassistische Bemerkungen liked, bekommt nicht wie derzeit immer mehr davon geliefert, sondern wird beim ersten mal von der Plattform zeitweise gesperrt, in seinen Möglichkeiten der Nutzung beschränkt und im Wiederholungslfall letztlich ausgeschlossen. Das funktioniert für Rechtsextremismus, Antisemitivmus, Rassismus und Neonazismus nach Schlüsselbegriffen genauso gut wie für Rauschgift oder Waffen – wenn Regierungen das wollen. 

Recht und Gesetz durchsetzen oder abschalten

Warum soll es nicht möglich sein, Facebook, Instagram, TicToc oder Twitter diese Pflichten bei Androhung der Sperre aufzuerlegen? Die Wahrheit ist, es wird gar nicht erst versucht. Viel zu hoch werden kommerzielle Interessen gehalten und viel zu gering die demokratische Öffentlichkeit geschätzt. So graben sich demokratische Staaten selbst das Grab ihrer öffentlichen demokratischen Diskursforen und liefern sich der Anarchie und Manipulationsmacht der asozialen Medien aus. Das Voranschreiten populistischer Parteien, die vor allem von dieser Entwicklung profitieren, muss für die Demokratien Europas ein Warnsignal sein. Asoziale Netzwerke sind nicht “modern” und auch nicht hip, sie haben die Demokratien Europas vund der USA  in die tiefste Krise seit dem 2. Weltkrieg gebracht.  Es wird Zeit, die durch Technik veränderte Medien der Demokratie anzupassen, nicht umgekehrt. Sie müssen kontrolliert werden, sonst ist die Demokratie am Ende.

 

Über Roland Appel:

Roland Appel ist Publizist und Unternehmensberater, Datenschutzbeauftragter für mittelständische Unternehmen und tätig in Forschungsprojekten. Er war stv. Bundesvorsitzender der Jungdemokraten und Bundesvorsitzender des Liberalen Hochschulverbandes, Mitglied des Bundesvorstandes der FDP bis 1982. Ab 1983 innen- und rechtspolitscher Mitarbeiter der Grünen im Bundestag. Von 1990-2000 Landtagsabgeordneter der Grünen NRW, ab 1995 deren Fraktionsvorsitzender. Seit 2019 ist er Vorsitzender der Radikaldemokratischen Stiftung, dem Netzwerk ehemaliger Jungdemokrat*innen/Junge Linke. Er arbeitet und lebt im Rheinland. Mehr über den Autor.... Sie können dem Autor auch im #Fediverse folgen unter: @[email protected]

Abschalten! – Beueler-Extradienst

Mit Update am Nachmittag

Vor ziemlich genau vier Jahren habe ich unter dem Titel „#DeleteFacebook – Warum soziale Netzwerke dezentralisiert werden müssen“ eine Diskussion aufgenommen, die Roland Appel unter der starken Überschrift „Asoziale Netzwerke sind asoziale Netzwerke“ begonnen hat. Am Ende meines Beitrags habe ich dem zu diesem Zeitpunkt gerade erst neu designierten Bundesbeauftragten für den Datenschutz Ulrich Kelber ein Stöckchen hingehalten. Was er inzwischen daraus gemacht hat, ist beachtlich.

Sie erinnern sich noch? Gerade erst war während des US-Wahlkampfes herausgekommen, dass Facebook im Zusammenspiel mit einem gigantischen Datenstaubsauger (Cambridge Analytica) einen der größten Datenschutzskandale seiner Geschichte zu verantworten hatte. Auf den Auswirkungen der Wellen, die das geschlagen hat, surft Mark Zuckerberg noch heute.

Es liegt nicht ganz fern, zu vermuten dass die Umbennenung des Facebook-Konzerns (WhatsApp, Instagram) in „Meta“ auch damit zu tun hatte, dass das Kerngeschäft nicht nur einen erheblichen Vertrauensverlust seiner „Kundschaft“ sondern tatsächlich auch wirtschaftlich relevante Einbußen hinzunehmen hatte. Nun stinkt der Haufen Geld, auf dem Zuckerberg und seine Aktionär:innen sitzen deshalb nicht weniger – im Gegenteil, er ist noch viel größer geworden. Doch die Welt hat sich weiter gedreht und durchaus daraus gelernt!

Und hier kommen wir zurück zum „Beauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit“ aus Bonn. Ulrich Kelber – selbst als Informatiker vom Fach – Mitglied des Bundestages (SPD) seit 2000 und seit 2002 auch bei Zweitstimmenmehrheit der CDU immer mit einem Direktmandat wiedergewählt, führt bereits seit kurz nach seinem Amtsantritt 2019 ein privates Konto auf dem dezentralen sozialen Netzwerk „Mastodon“. (Auf welchem auch der Beueler-Extradienst schon seit 2018 vertreten ist.)

Dieser Move des BfDI hat ihm damals zu enormer Credibility in der Szene verholfen und seine Performance dort hat seinem Ruf sicher nicht geschadet. Doch sich darauf auszuruhen war für seine über 300.000 Follower:innen sicher nicht akzeptabel. Das wusste er vermutlich schon, bevor er seine ersten Schritte dort unternommen hat. Und weil er auch die zugrunde liegende Technik verstanden hat, war es nicht genug auf irgendeiner Instanz des Netzwerkes weitere Konten einzurichten – er (bzw. seine Dienststelle) musste selber zu einem Betreiber einer Instanz des Netzwerkes werden.

Gestern nun war es kurzfristig soweit, dass das offizielle Konto des „Datenschutzbeauftragten“ auf der offiziellen Netzwerkinstanz des „Datenschutzbeauftragten“ social.bund.de mehr Follower:innen hatte, als der „private“ Account von Kelber – der nach wie vor auf der lokalen Instanz Bonn.social läuft. Heute haben sich diese Verhältnisse wieder etwas umgekehrt und das Bonner Konto liegt wieder vor den Berliner:innen. 😉

Schön und gut… Und was soll das ganze nun?

Es wäre vielleicht wirklich ein Thema für Nerds, wenn es denn dabei geblieben wäre und die Mastodon Instanz social.bund.de einzig als „Proof of Concept“ für den BfDI funktionieren würde. Doch dem ist inzwischen nicht mehr so! Auf dem Server tummeln sich inzwischen mehr als eine Hand voll illustre Kanäle – mit einem (noch) deutlichen Schlag in die Datenschutz-Ecke, aber immerhin!

Darüber hinaus findet sich auch eine ganz ansehnliche Zahl von Mandatsträger:innen im dezentralen Mastodon-Netzwerk. Wobei „Die Grünen“ dabei sicher – nach den noch überall anzutreffenden Pirat:innen mit eigenem Server – die größte Fraktion darstellen. Sie betreiben beim „Verein für Netzbegrünung“ ganz wie Piraten und der BfDI auch ebenfalls eine eigene Instanz unter gruene.social. Schauen sie selbst mal rein. Die eine oder den anderen werden sie vermutlich kennen. Hier nur stellvertretend der Kanal der NRW-Partei: https://gruene.social/@nrw (der allerdings seit November 2020 nicht mehr aktualisiert wurde – WTF?).

Neben der morgigen Abschaltung des Zombienetzwerks von StudiVZ ist das alles zusammen vermutlich die insgesamt vielversprechendste Entwicklung zum Thema sozialer Netzwerke in Deutschland – und sie hat noch nahezu unbegrenztes Potential viel weiter zu gehen.

Wenn sie die Erregungsmaschine Twitter nicht ausstehen können, wenn sie Facebook oder seiner Schwester Instagram aus dem Weg gehen – weil sie gute Gründe dafür haben, dann schauen sie sich die in diesem Text erwähnten Kanäle dennoch ruhig einmal an. Weil sie öffentlich sind und vor allem auch, weil ihre Daten dort nicht geloggt und vermarktet werden, müssen sie keine Kompromittierung ihrer Privatsphäre befürchten.

Für mich ist dieser „Proof-Of-Concept“ inzwischen weit mehr als nur ein „alternativer“ Social-Media-Kanal für die, die meinen es zu brauchen. Es ist ein Gegegenmodell zum Datenkapitalismus und es ist beliebig skalierbar – vorausgesetzt es wachsen weitere „öffentliche“ Instanzen. Warum soll ihre Stadtverwaltung etwa keinen eigenen Server betreiben?  Oder ihre öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt? Ja, warum machen sie es nicht selbst?

Sie können es längst!

Update am Nachmittag: Nach einem sehr freundlichen Hinweis einer Extradienst-Mastodon-Leserin aus dem Ländle (und eines nicht weniger freundlichen „Trööts“ der Landesregierung) habe ich noch den Link auf den Server des Datenschutzbeauftragten aus Baden-Württemberg nachzutragen: https://bawü.social/explore. Dort finden sie unter anderen zum Beispiel folgende Kanäle:

Weitere Hinweise auf öffentliche/politische Institutionen im #Fediverse bitte gerne in die Kommentare hier oder auf Mastodon… ich werde sie sehr gerne hier ergänzen!

https://nexxtsocial.net/2022/03/30/deletefacebook-sie-koennen-es-laengst/

#ASozialeNetzwerke #BadenWürttemberg #Bonn #BonnDigital #BundesdatenschutzbeauftragterBfDI_ #Datenschutz #DieGrünen #DigitaleSouveränität #FacebookMeta_ #Fediverse #InstagramMeta_ #MarkZuckerberg #Mastodon #TwitterX_ #UlrichKelber #WhatsApp

#DeleteFacebook – Warum soziale Netzwerke dezentralisiert werden müssen – Beueler-Extradienst

#KillTwitter #DeleteFacebook

Mit Update am Nachmittag

Vor ziemlich genau vier Jahren habe ich unter dem Titel „#DeleteFacebook – Warum soziale Netzwerke dezentralisiert werden müssen“ eine Diskussion aufgenommen, die Roland Appel unter der starken Überschrift „Asoziale Netzwerke sind asoziale Netzwerke“ begonnen hat. Am Ende meines Beitrags habe ich dem zu diesem Zeitpunkt gerade erst neu designierten Bundesbeauftragten für den Datenschutz Ulrich Kelber ein Stöckchen hingehalten. Was er inzwischen daraus gemacht hat, ist beachtlich.

Sie erinnern sich noch? Gerade erst war während des US-Wahlkampfes herausgekommen, dass Facebook im Zusammenspiel mit einem gigantischen Datenstaubsauger (Cambridge Analytica) einen der größten Datenschutzskandale seiner Geschichte zu verantworten hatte. Auf den Auswirkungen der Wellen, die das geschlagen hat, surft Mark Zuckerberg noch heute.

Es liegt nicht ganz fern, zu vermuten dass die Umbennenung des Facebook-Konzerns (WhatsApp, Instagram) in „Meta“ auch damit zu tun hatte, dass das Kerngeschäft nicht nur einen erheblichen Vertrauensverlust seiner „Kundschaft“ sondern tatsächlich auch wirtschaftlich relevante Einbußen hinzunehmen hatte. Nun stinkt der Haufen Geld, auf dem Zuckerberg und seine Aktionär:innen sitzen deshalb nicht weniger – im Gegenteil, er ist noch viel größer geworden. Doch die Welt hat sich weiter gedreht und durchaus daraus gelernt!

Und hier kommen wir zurück zum „Beauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit“ aus Bonn. Ulrich Kelber – selbst als Informatiker vom Fach – Mitglied des Bundestages (SPD) seit 2000 und seit 2002 auch bei Zweitstimmenmehrheit der CDU immer mit einem Direktmandat wiedergewählt, führt bereits seit kurz nach seinem Amtsantritt 2019 ein privates Konto auf dem dezentralen sozialen Netzwerk „Mastodon“. (Auf welchem auch der Beueler-Extradienst schon seit 2018 vertreten ist.)

Dieser Move des BfDI hat ihm damals zu enormer Credibility in der Szene verholfen und seine Performance dort hat seinem Ruf sicher nicht geschadet. Doch sich darauf auszuruhen war für seine über 300.000 Follower:innen sicher nicht akzeptabel. Das wusste er vermutlich schon, bevor er seine ersten Schritte dort unternommen hat. Und weil er auch die zugrunde liegende Technik verstanden hat, war es nicht genug auf irgendeiner Instanz des Netzwerkes weitere Konten einzurichten – er (bzw. seine Dienststelle) musste selber zu einem Betreiber einer Instanz des Netzwerkes werden.

Gestern nun war es kurzfristig soweit, dass das offizielle Konto des „Datenschutzbeauftragten“ auf der offiziellen Netzwerkinstanz des „Datenschutzbeauftragten“ social.bund.de mehr Follower:innen hatte, als der „private“ Account von Kelber – der nach wie vor auf der lokalen Instanz Bonn.social läuft. Heute haben sich diese Verhältnisse wieder etwas umgekehrt und das Bonner Konto liegt wieder vor den Berliner:innen. 😉

Schön und gut… Und was soll das ganze nun?

Es wäre vielleicht wirklich ein Thema für Nerds, wenn es denn dabei geblieben wäre und die Mastodon Instanz social.bund.de einzig als „Proof of Concept“ für den BfDI funktionieren würde. Doch dem ist inzwischen nicht mehr so! Auf dem Server tummeln sich inzwischen mehr als eine Hand voll illustre Kanäle – mit einem (noch) deutlichen Schlag in die Datenschutz-Ecke, aber immerhin!

Darüber hinaus findet sich auch eine ganz ansehnliche Zahl von Mandatsträger:innen im dezentralen Mastodon-Netzwerk. Wobei „Die Grünen“ dabei sicher – nach den noch überall anzutreffenden Pirat:innen mit eigenem Server – die größte Fraktion darstellen. Sie betreiben beim „Verein für Netzbegrünung“ ganz wie Piraten und der BfDI auch ebenfalls eine eigene Instanz unter gruene.social. Schauen sie selbst mal rein. Die eine oder den anderen werden sie vermutlich kennen. Hier nur stellvertretend der Kanal der NRW-Partei: https://gruene.social/@nrw (der allerdings seit November 2020 nicht mehr aktualisiert wurde – WTF?).

Neben der morgigen Abschaltung des Zombienetzwerks von StudiVZ ist das alles zusammen vermutlich die insgesamt vielversprechendste Entwicklung zum Thema sozialer Netzwerke in Deutschland – und sie hat noch nahezu unbegrenztes Potential viel weiter zu gehen.

Wenn sie die Erregungsmaschine Twitter nicht ausstehen können, wenn sie Facebook oder seiner Schwester Instagram aus dem Weg gehen – weil sie gute Gründe dafür haben, dann schauen sie sich die in diesem Text erwähnten Kanäle dennoch ruhig einmal an. Weil sie öffentlich sind und vor allem auch, weil ihre Daten dort nicht geloggt und vermarktet werden, müssen sie keine Kompromittierung ihrer Privatsphäre befürchten.

Für mich ist dieser „Proof-Of-Concept“ inzwischen weit mehr als nur ein „alternativer“ Social-Media-Kanal für die, die meinen es zu brauchen. Es ist ein Gegegenmodell zum Datenkapitalismus und es ist beliebig skalierbar – vorausgesetzt es wachsen weitere „öffentliche“ Instanzen. Warum soll ihre Stadtverwaltung etwa keinen eigenen Server betreiben?  Oder ihre öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt? Ja, warum machen sie es nicht selbst?

Sie können es längst!

Update am Nachmittag: Nach einem sehr freundlichen Hinweis einer Extradienst-Mastodon-Leserin aus dem Ländle (und eines nicht weniger freundlichen „Trööts“ der Landesregierung) habe ich noch den Link auf den Server des Datenschutzbeauftragten aus Baden-Württemberg nachzutragen: https://bawü.social/explore. Dort finden sie unter anderen zum Beispiel folgende Kanäle:

Weitere Hinweise auf öffentliche/politische Institutionen im #Fediverse bitte gerne in die Kommentare hier oder auf Mastodon… ich werde sie sehr gerne hier ergänzen!

#ASozialeNetzwerke #BadenWürttemberg #Bonn #BonnDigital #BundesdatenschutzbeauftragterBfDI_ #Datenschutz #DieGrünen #DigitaleSouveränität #FacebookMeta_ #Fediverse #InstagramMeta_ #MarkZuckerberg #Mastodon #TwitterX_ #UlrichKelber #WhatsApp

#DeleteFacebook – Warum soziale Netzwerke dezentralisiert werden müssen – Beueler-Extradienst

Unsere Herrschenden – noch zurechnungsfähig?

Twitter ist vielleicht das überschätzteste aller asozialen Netzwerke. Ich halte mich dort nicht auf, liefere meine Daten dort nicht ab. Es interessiert mich nicht wirklich. Die dort teilnehmenden Rumtreiber*innen kultivieren dagegen ihren Glauben an diese Selbstreferentialität, verwechseln sie mit gesellschaftlicher Relevanz, bestätigen sich ihrer gegenseitig, und halten sich selbst somit für wichtig. Substanzielle inhaltliche Grundlagen dafür liefern sie nicht. Im Gegenteil.

Jan Böhmermann gehört qua beruflicher Täigkeit zu dieser Gemeinde dazu. Sein Team von der Unterhaltungsfernsehen Ehrenfeld GmbH hat sich Twitter und dem dort regierenden Unwesen seines Oligarchen-Besitzers Elon Musk angenommen. Oder war das nur der Vorwand?

Denn die Kern-Nachricht dieser ZDF-Magazin-Ausgabe waren die Informationen über die Geistesverfassung des mächtigsten und erfolgreichsten Zeitungsverlegers Deutschlands, des Herrn Mathias Döpfner. Bisher scheint die Öffentlichkeit geglaubt zu haben, die SMSe Döpfners zur Verteidigung seines Schützlings und beauftragten und bezahlten Desperados Julian Reichelt hätten den Gipfel seines Irrsinns markiert. Das ist offensichtlich ein Irrtum. Wäre ich Mitarbeiter dieses Döpfner, und hätte womöglich den Auftrag der Milliardärin Friede Springer, auf den Verrückten aufzupassen – dann wäre jetzt der Moment für mich, die Vergeblichkeit meiner Arbeit zu erkennen und zu kapitulieren.

Mann denkt ja oft, und auch ich dachte das im Fall Döpfner, diese deutsche herrschende Klasse sei zwar brutal rechts, aber leider auch recht intelligent und gescheit. Denn wie ist ihr durchgreifender politischer Erfolg sonst zu erklären? Nein, es ist noch schlimmer. Wichtige Repräsentanten von denen, und Döpfner ist so einer, sind total bescheuert bis hin zu irre. Der benutzt nicht seine Revolvermedien für ausgebuffte politische Strategien, sondern der ist so doof, wie seine Verlagsprodukte. Genau so.

Oft ist es genau so, wie Klein-Fritzchen am Tresen meiner Fussballkneipe sich “die da oben” vorstellt. Und oft noch übler. Die noch schlimmere Frage scheint mir: was sagt das über uns, die sich von solchen Kerlen beherrschen lassen?

Unsere Herrschenden – noch zurechnungsfähig?

Twitter ist vielleicht das überschätzteste aller asozialen Netzwerke. Ich halte mich dort nicht auf, liefere meine Daten dort nicht ab. Es interessiert mich nicht wirklich.

Beueler-Extradienst