Skandal. Ja, irgendwie schon, aber anders. Sebastian Hotz alias El Hotzo, begabter und beliebter deutscher Humorist, hat vor einer Woche diesen Witz über das Trump-Attentat gemacht: „Den letzten Bus – Donald Trump: Leider knapp verpasst“ und „Ich finde es absolut fantastisch, wenn Faschisten sterben“. Was soll man dazu sagen? Dass es geschmacklos ist? Jetzt mal im Ernst: Natürlich möchten wir niemandem den Tod wünschen. Zumal beim verkorksten Trump-Attentat, bei dem nichts zusammenpasst ausser den zahlreichen Verschwörungstheorien, tatsächlich ein Unbeteiligter erschossen wurde. Aber rein sachlich ist genau das die Aufgabe der Satire: Die Reichen, Mächtigen und Möchtegernfaschisten anzugreifen, verächtlich zu machen und so zu tun, als würde man ihnen den Tod wünschen. Also doch. Machen wir uns hier nichts vor: Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt. Was war die öffentliche Reaktion? (Die vom Rechtsextremisten Musk lassen wir jetzt mal beiseite). Sebastian verliert seinen Job beim öffentlich-rechtlichen Radio Berlin Brandenburg und wird vom ARD aus einer Literatursendung ausgeladen. Oh! Wir sehen erstaunt dabei zu, wie das bürgerliche Lager (politisch, nicht Camping) jede Provokation potentieller Führerfiguren im Keim ersticken will. Statt zu sagen „das ist aber geschmacklos“ und dabei anerkennend zu nicken. Aber so kenne ich mein Deutschland: Ein Herz für Führer. Nicht für Kinder, nicht für Komödianten. Sebastian wird schon irgendwie klarkommen, der ist ja nicht auf den Kopf gefallen. Aber die öffentliche Meinungslandschaft hat ihren tiefen Riss (rechts von der Mitte) ein weiteres Mal deutlich gezeigt: Zwischen Fortschritt und Faschismus muss man sich eben entscheiden. Ok: #team_elhotzo
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