In „Ich, Akira" erzählt der Hund von Attila Klaus Peter Hildmann vom Leben mit seinem Herrchen und wie er dessen Werdegang miterlebte. Von der anfänglichen, langjährig gottgleichen Verehrung bis zu den Belastungen, die das Verhältnis zu Hildmann mittlerweile trägt.
Der ungewohnte Blickwinkel und die mit dem Klischee „der beste Freund des Menschen" verbundene unbedingte Liebe von Akira zu seinem „Papa", der ihn aus dem Tierheim geholt hat, lässt die Enttäuschung über die Entwicklung eines Menschen, das nachträgliche Infragestellen auch der guten Zeiten mit derselben Person und das Unvermögen, an die Person noch irgendwie heranzukommen, besonders deutlich hervortreten.
Richard Feist spielt Akira wunderbar. Trotz all der klugen Sätze und Überlegungen bleibt das Hundedasein immer präsent, ist erkennbar, dass hier ein Hund durch die Ansprache ans Publikum - das immer wieder ins Geschehen einbezogen wird - über sich hinauswächst, seinen Anlagen aber natürlich nicht entfliehen kann. Trotz vieler auch humoriger Szenen wird die Darstellung dabei nie albern oder - in die andere Richtung - unglaubwürdig intellektuell. Es stehen die Gefühle im Zentrum der Betrachtung und Richard Feists Akira zieht einen schnell in seinen Bann.
Ein toller Theaterabend, der sehr lange Applaus war absolut verdient.
Foto: Verena Bauer
theater-heilbronn.de/programm/…
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