Autorinnen/Interview-Durchführung: Marie Pauline Kullmann und Florentine Wiegand Lesezeit: 9 Minuten Das Thema Fachkräftemangel ist momentan in allen Branchen präsent, so auch in der Buch- und Medienbranche. In dieser Hinsicht ist der Nachwuchs von zentraler Bedeutung und es ist wichtig, dass seine Stimme gehört wird. Wir haben mit Nachwuchssprecher Tobias Groß über den Nachwuchs in der Branche gesprochen, welche Möglichkeiten und Chancen es gibt, sich zu engagieren und was sich bereits geändert hat: Was genau macht das Nachwuchsparlament? Es ist für den Nachwuchs in der Buchbranche das Highlight des Jahres. Diese zwei Tage, die man auf dem Mediacampus in Frankfurt zusammenkommt, bestehen aus ganz viel Netzwerken. Neue Menschen kennenlernen und merken, dass du ‚nicht allein bist, auch mit Problemen’ nicht. Dort nimmt man an verschiedenen Workshops teil, die sich immer um ein aktuelles Thema drehen. Dieses Jahr stehen der Einsatz von KI und die Themen Fachkräfte- und Nachwuchsempowerment im Mittelpunkt. Dazu gibt es immer eine Abendveranstaltung, welche meistens als moderierte Lesung stattfindet. Es werden auch verschiedene Keynotes, also Impulsvorträge, und Podiumsdiskussionen veranstaltet. Das Highlight ist die am zweiten Tag stattfindende Parlamentssitzung. Diese zwei Stunden werden von den aktuellen Nachwuchssprecher:innen moderiert und die 85 Teilnehmer:innen können wirklich alles loswerden, was ihnen auf der Seele liegt. Sowohl existierende Probleme konkret benennen, als auch gute Seiten und positive Dinge hervorheben. Das schöne ist, dass die Parlamentssitzung ein Safe Space ist. Die Ergebnisse dieser Parlamentssitzung, tragen die Nachwuchssprecher:innen bei der Hauptversammlung des Börsenvereins anonymisiert vor. Das geht direkt vom Nachwuchsparlament zu den Arbeitgeber:innen im Buchhandel. Welchen Einfluss hat das auf unsere Branche? Die präsentierten Ergebnisse werden gehört und im Idealfall weitergegeben bzw. machen die Arbeitgeber:innen es zu ihrer Strategie. Das Thema Nachwuchs ist so präsent wie noch nie in der Branche und mittlerweile ist die Meinung des Nachwuchses sehr gefragt. Deshalb waren Florian und ich auch die ersten Nachwuchssprecher, die an einer Vorstandssitzung des Börsenvereins teilnehmen durften. Dort wurde unsere Meinung gehört. Konntet ihr durch euer Engagement schon etwas erreichen/ bewegen und worauf seid ihr besonders stolz? Nach einem Jahr wage ich es noch nicht so ein Fazit zu ziehen. Ich wünsche mir natürlich, dass wir noch mehr erreicht hätten, aber ich weiß nicht was wir schon unsichtbares erreicht haben. Beispielsweise hatten wir ein doppelseitiges Interview im Börsenblatt zur Ausgabe der Leipziger Buchmesse, sodass wir eine riesengroße Reichweite adressieren konnten. Ich glaube da haben wir schon etwas erreicht wovon wir sagen können, das wir stolz darauf sein können so präsent zu sein. Durch unsere Präsenz zeigen wir das neue Gesicht des Nachwuchses. Das der Nachwuchs wirklich selbstbewusst auftreten und auch Forderungen stellen kann. Was am Ende konkret dabei rauskommt, das kann ich jetzt noch nicht sagen. Schon alleine die Präsenz verändert etwas. Wir als Nachwuchssprecher durften auf der Frankfurter Buchmesse bei der Verleihung des Deutschen Buchpreises, der Eröffnungsfeier, beim Young Excellence Award des Börsenblattes und beim Friedenspreis dabei sein. Dass es Nachwuchskräften ermöglicht wurde daran teilzunehmen, ist schon eine große Auszeichnung. Jetzt beim Börsenverein haben wir im kommenden September auch einen Hackathon, wo etablierte Leute aus der Branche auf Nachwuchskräfte treffen und gemeinsam in Arbeitsgruppen Strategien entwickeln, um unseren Fachkräftemangel zu beheben. Das gab es in der Form noch nie. Ein Ehrenamt ist auch eine zusätzliche Belastung. Warum engagierst du dich? Meine größte Motivation ist, dass ich an die Zukunft der von mir sehr geliebten Branche glaube. Ich möchte, dass junge Menschen weiter in die Branche strömen da ich fest daran glaube, dass das Buch auch noch in 100 Jahren existieren wird ‒ auch in gedruckter Form und nicht nur digital. Und die Branche hat es einfach verdient, weiter am Leben zu bleiben. Ich leiste super gerne meinen Beitrag dazu, andere Leute zu motivieren auch in die Branche zu gehen. Sei es direkt nach dem Abi, während des Studiums oder bereits mit dem Abschluss in der Tasche, wenn man noch nicht so richtig weiß, was man jetzt machen möchte. Ich bin jedoch auch Nachwuchssprecher geworden, weil ich möchte, dass sich in der Ausbildung etwas verändert. Weil ich davon überzeugt bin, dass gerade die Generationen, die während Corona gelernt haben, unglaublich improvisationsfähig und stressresistent sind. Während der Corona-Pandemie haben diese, zum großen Teil, den Laden am Laufen gehalten. Mein innerer Antrieb ist, dass die Buchbranche eine Zukunft hat und deswegen möchte ich junge Leute dafür begeistern in diese zu gehen. Und möchte auch, dass sie gute Arbeitsbedingungen erleben und mit Freude auf Arbeit gehen. Deswegen mache ich das Ehrenamt auch gerne und nehme die Mehrbelastung hin. Ich profitiere natürlich auch von meinen Kontakten, vor allem für später. Es ist ein netter Nebeneffekt, dass ich dadurch sehr viele Leute kennengelernt habe, alle wichtigen Personen im Buchhandel kenne und sehr gute Kontakte pflege. Aber das ist, wie gesagt, ein Nebeneffekt. Warum sollten es auch andere tun? Ebenfalls wegen der Kontakte. Doch man sollte sich nicht nur beim Nachwuchsparlament engagieren, sondern auch bei der Nachwuchs-AG des Börsenvereins. Diese besteht aus unterschiedlichen Taskforces, die alle ein spezifisches Thema haben. Der Einfluss der Nachwuchs-AG ist auch echt groß. Was da erarbeitet wird und nach außen dringt, das wird auch wahrgenommen. Der Nachwuchs hat so eine gute Position und viel Gestaltungsspielraum, deswegen lohnt es sich auch, sich in den Taskforces zu engagieren. Und natürlich auch beim Nachwuchsparlament, weil die Meinungen gehört werden. Das ist echt etwas einzigartiges. Was gibt es für Taskforces in der Nachwuchs-AG? Die Idee der Nachwuchs-AG mit ihren Taskforces ist während Corona entstanden. Die Idee kam 2020 auf, als das Nachwuchsparlament coronabedingt ausgefallen ist. Im Frühjahr 2021 wurde das Projekt angegangen und es entstanden folgende Taskforces: Taskforce Gütesiegel: Sie verleiht Gütesiegel für eine gute Ausbildung Taskforce Speaker´s Corner: Hier wurde ein klassisches Forum etabliert, wo ein Austausch untereinander stattfinden kann Taskforce Nachwuchsblog: Für diese Taskforce schreibe ich und wir sind auf der Internetseite des Börsenvereins integriert. Wir als Redaktion bieten eine Seite, wo wir alle Themen, die den Buchhandel betreffen darstellen können. Jeder macht so viel, wie er/sie kann. Taskforce Diversität: Diese gibt es ganz frisch und die Idee ist letztes Jahr auf dem Nachwuchsparlament entstanden. Wir als Nachwuchsblog bieten der ‚Taskforce Diversität’ ein Forum. Diese hat eine eigene Rubrik auf der Seite, wo sie ebenfalls Artikel veröffentlichen können. Taskforce Nachhaltigkeit: Hier wird ganz eng mit der AG- Nachhaltigkeit des Börsenvereins zusammengearbeitet Wie bist du dazu gekommen und wie bist du Nachwuchssprecher geworden? Mein Erstkontakt war in meinem Berufsschulblock im Oktober/November 2019, wo die damalige Koordinatorin für Berufsbildung des Börsenvereins durch die Klassen gegangen ist und Werbung fürs Nachwuchsparlament gemacht hat. Ich fand das total cool, habe es im Hinterkopf behalten und mich dann auch für das Nachwuchsparlament 2020 beworben. Das ist dann leider wegen Corona ausgefallen. 2021 habe ich mich wieder für das Nachwuchsparlament beworben und einen Bewerbungsessay geschrieben, welches sehr gut ankam. Zu dem Zeitpunkt wurde ich bereits dazu animiert, mich für das Amt des Nachwuchssprechers zu bewerben. Dies lehnte ich ab, da es mein letztes Ausbildungsjahr war und ich mich erst einmal darauf konzentrieren wollte. Beim Nachwuchsparlament 2021 durfte ich dann an einer Podiumsdiskussion teilnehmen und mein Essay wurde zudem in den Branchenmedien veröffentlicht. Ich habe mich danach in der Nachwuchs-AG engagiert und den Taskforce Nachwuchsblog mit aufgebaut. Beim Nachwuchsparlament 2021 ist auch der Börsenverein auf mich aufmerksam geworden. Die Stelle des Nachwuchssprechers war ab dem ersten April 2022 vakant und ich wurde offiziell gefragt, ob ich das Amt übernehmen möchte. Da habe ich gleich zugesagt, jedoch eine Bedingung gestellt: ‚Ich mache das Ganze nur übergangsweise und ich möchte mich beim nächsten Nachwuchsparlament zur Wahl stellen.’ Ich möchte das Amt nicht einfach so bekommen, bzw. nur weil ich jetzt gute Kontakte zum Börsenverein habe, sondern weil ich wirklich gewählt werden möchte. Zudem habe ich mich mit meinem Arbeitgeber Thalia und meiner zukünftigen Chefin abgestimmt, ob das okay ist. Im Juli letzten Jahres habe ich mich dann zur Wahl gestellt und wurde auch gewählt. Was sind deine Aufgaben als Nachwuchssprecher? Die Nachwuchssprecher:innen repräsentieren die Auszubildenden im Buchhandel. Sei es diejenigen, die den Beruf der Buchhändler:in ausüben, der Einzelhandels- oder Medienkaufleute. Zudem repräsentieren wir alle Volontär:innen aus Buchstudiengängen/ buchnahen Studiengängen und auch Volontär:innen von Verlagen. Wir nehmen das, was uns von den jungen Leuten angetragen wird, auf und tragen es den Arbeitgeber:innen vor. Wir werden zu Tagungen eingeladen und nehmen an Podiumsdiskussionen teil, wo die Meinung des Nachwuchses gefragt ist. Auf den Buchmessen sind wir im Einsatz gewesen und waren Gäste bei diversen Podiumsdiskussionen, wo es um den Nachwuchs ging. Wir werden auch von Verlagen eingeladen, aber es hat natürlich immer etwas mit dem Nachwuchs zu tun. Als Highlight sprechen wir einmal im Jahr vor der Hauptversammlung des Börsenvereins und auch beim Vorstand. Wir sind natürlich beim Nachwuchsparlament sehr eingespannt und nehmen auch an verschiedenen Veranstaltungen teil. Unter anderem moderieren wir die zweistündige Parlamentssitzung. Wir sind zudem Teil des Berufsbildungsausschusses, der zwei bis drei Mal jährlich tagt. Generell kann man sagen, das Ehrenamt besteht aus viel Repräsentanz. Wir geben dem Nachwuchs ein Gesicht. Was macht dir besonders Spaß? Im Großen und Ganzen mache ich alles gerne. Mir macht das Reden vor Publikum Spaß, also Podiumsdiskussionen. Am Anfang war ich noch super aufgeregt, mittlerweile bin ich routiniert und es ist fast keine Aufregung mehr da. Wobei ich sagen muss, dass das Nachwuchsparlament für mich das absolute Highlight ist. Da bekomme ich einen direkten Draht zu den Nachwuchskräften und es kommen auch immer wieder neue Leute nach, die man motivieren kann und deren Meinung man hört. Was mir aber auch wirklich Spaß macht, ist die Arbeit mit der Referentin für die Berufsbildung, Laura Herth, und meinem Kollegen Florian Noichl. Wir drei haben wirklich ein sehr gutes Verhältnis zueinander und arbeiten gut zusammen. Wie ist das Feedback aus dem Nachwuchsparlament selbst? Die Resonanzen sind durchweg immer positiv und für viele ist es das Jahreshighlight. Es schwärmen danach immer alle davon. Viele sagen auch, dass es schade ist, das sie nur zwei Mal (inzwischen drei Mal) daran teilnehmen dürfen, weil es einfach so eine tolle Veranstaltung ist. Wir als Börsenverein wünschen uns, dass das Ganze noch mehr nach außen getragen wird, an den Hochschulen präsenter ist und vor allem weiter in den Buchhandel vordringt. In den Verlagen ist es schon sehr präsent, denn wir hatten noch nie so viele Bewerber aus Verlagen, wie dieses Jahr. Wie steht dein Arbeitgeber dazu? Wirst du durch ihn unterstützt? Mein Arbeitgeber Thalia sponsert das Nachwuchsparlament und die Meinung im Unternehmen über die Veranstaltung ist sehr positiv. Die Thalia-Teilnehmer:innen werden dafür freigestellt und müssen nicht ihre freien Tage ‚opfern’. Thalia hat definitiv erkannt, wie wichtig das Nachwuchsparlament ist. Die Sichtbarkeit ist noch ein bisschen das Problem, aber da hat sich schon viel getan. Wie viele Menschen bewerben sich jedes Jahr? Es gibt in dieses Jahr 85 Plätze. Eine Besonderheit beim diesjährigen Nachwuchsparlament war, dass wir das erste Mal nicht alle Bewerber:innen nehmen konnten. Auf 85 Plätze gab es 120 Bewerbungen. Bei so vielen Bewerbungen mussten wir sogar Leute ablehnen. Leider! Aber das zeigt auch, dass die Sichtbarkeit des Nachwuchsparlaments wächst. Und das ist ein Ergebnis unserer Arbeit in der Berufsbildung des Börsenvereins. Wir danken Tobias Groß für das vielseitige und informative Gespräch und dem zur Verfügung gestellten Titelbild!
Autorinnen: Kristin Scharn, Mia-Theres Broda Neben Tabakwaren und Mieten im sozialen Wohnungsbau sind Bücher eine der wenigen Waren, die in Deutschland preisgebunden sind. Ein Buch kostet also überall das Gleiche, egal bei welchem Händler man es kauft. Warum ist das eigentlich so? Was bedeutet das und ist das heute überhaupt noch sinnvoll? Preisbindung Bei dem Verkauf von preisgebundenen Produkten verpflichtet sich der Handel vertraglich, den vom Hersteller vorgeschriebenen Endverkaufspreis vom Endkunden zu verlangen. Dadurch ist kein Preiswettbewerb mehr möglich. Prinzipiell verbietet das Kartellgesetz allerdings die Preisbindung. Einige Produkte, wie beispielsweise Bücher, sind jedoch davon ausgenommen. Die Preisbindung ist hier sogar gesetzlich vorgeschrieben. Buchpreisbindung Das Buchpreisbindungsgesetz (BuchPrG) verpflichtet alle Händler dazu, Bücher zu den vom Verlag fest definierten Preisen zu verkaufen. Außer Büchern sind auch Musiknoten, Medienkombinationen, wie beispielsweise ein Buch mit beiliegender CD, kartographische Produkte und E-Books preisgebunden. Nicht preisgebunden sind unter anderem fremdsprachige (importierte) Bücher, Hörbücher und Kalender. Eine weitere Ausnahme bilden Zeitungen und Zeitschriften, welche nicht verpflichtend preisgebunden verkauft werden müssen. Dennoch werden sie aufgrund von brancheninternen Regelungen meistens preisgebunden verkauft. So sichert man die Presse- und Informationsfreiheit und gibt jedem die gleiche Chance an Informationen zu gelangen. Nach Ablauf einer Mindestfrist kann die Preisbindung eines Buches vom Verlag aufgehoben werden. Der Händler kann dann einen eigenen Preis festlegen. Bücher mit Beschädigungen sind ebenfalls nicht mehr an die Buchpreisbindung gebunden. Solche Mängelexemplare sind durch einen Stempel zu kennzeichnen und können dann zu einem anderen Preis verkauft werden. Historische Entwicklung In Deutschland war der Buchhandel der erste Wirtschaftszweig mit einer Preisbindung. Diese entwickelte sich zur Verhinderung der Preisschleuderei, da es im 18. Jahrhundert zu verheerenden Preiswettbewerben mit rabattierten Büchern zwischen Buchhändlern in den Großstädten und Provinzbuchhändlern gekommen war. Um Unterstützung zu erhalten, traten zu dieser Zeit sowohl Buchhändler als auch Verleger dem Börsenverein bei. Der Börsenverein ist ein Verein zur Vertretung der Interessen des Buchhandels. Infolgedessen wurde 1888 die Preisbindung für Bücher mit Hilfe des Börsenvereins unter dem Vorsitz von Adolf Kröner eingeführt. Durch die sogenannte Krönersche Reform verpflichteten sich die Mitglieder des Börsenvereins dazu, Bücher zu den vom Verlag festgelegten Preisen zu verkaufen. Wer die Grundsätze dieser Satzung nicht einhielt, wurde nicht mehr beliefert und gegebenenfalls sogar vom Börsenverein ausgeschlossen. Ein Ausschluss konnte Mitglieder und Nichtmitglieder des Börsenvereins treffen, hatte meist fatale wirtschaftliche Folgen und konnte sogar zum Ruin des Händlers führen. Die Buchhändler und Verleger hielten sich an die Vorgaben und die Buchpreisbindung setzte sich schnell vollständig durch. 1903 ereignete sich der „Bücher-Streit“. Schon zuvor wurden die festen Preise kontrovers diskutiert und besonders von Bibliotheken, wissenschaftlichen Verlagen und Wissenschaftlern kritisiert. Der „Bücher-Streit“ wurde durch die Frage entfacht, ob Festpreise die Bücher teurer oder günstiger machen würden. Zudem wurde hinterfragt, ob die Verlage eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Büchern wollten und ob dies für sie gesamtwirtschaftlich wichtig sei. Außerdem wurden diverse Argumente gegen die Preisbindung vorgebracht. Die Ergebnisse der daraus resultierenden Verhandlungen waren Nachbesserungen im Preisbindungssystem, wie beispielsweise die Einführung von Rabatten für Bibliotheken und die Beilegung des Streits. Durch die Einführung der Buchhändlerischen Verkehrsordnung und der Buchhändlerischen Verkaufsordnung wurde das Preisbindungssystem nachfolgend weiter gestärkt. Trotz einiger Schwierigkeiten und Kritik zur Zeit des Ersten Weltkrieges und der Inflation setzte sich die Preisbindung weiter durch. Zudem wurde sie bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges nur minimal verändert. Durch die Aufteilung Deutschlands in Besatzungszonen nach dem Zweiten Weltkrieg und dem damit einhergehenden Zusammenbruch des Börsenvereins verlor die Satzung der Preisbindung ihre Gültigkeit. Auch wenn einige Besatzungsmächte sie eigentlich nicht genehmigten, wurde sie allerdings weiterhin in der Branche eingehalten. Als 1958 das Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen verabschiedet wurde, gewährte man der Preisbindung für Verlagserzeugnisse eine Sonderregelung. Dadurch durften Verlagserzeugnisse trotzdem preisgebunden verkauft werden. 1974 wurden Sammelrevers beschlossen, die es den Buch- und Zwischenhändlern ermöglichten, Sammelverträge abzuschließen. So konnten viele Einzelverträge gebündelt werden. Außerdem wurde ein grenzübergreifendes Sammelrevers zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz geschlossen. Nach dem Eintritt Österreichs in die EU in den 1990er Jahren, wurde eine kartellrechtliche Beschwerde gegen den grenzübergreifenden Sammelrevers bei der EU-Kommission eingereicht und 2000 folgte dessen Verbot. Deshalb benötigte man eine gesetzliche Neuregelung der Buchpreisbindung in Deutschland. 2002 wurde daraufhin das Buchpreisbindungsgesetz verabschiedet, welches bis heute mehrmals überarbeitet und aktualisiert wurde. Die erste Überarbeitung erfolgte 2006 und enthielt beispielsweise die Einführung von Räumungsverkäufen und Kennzeichnungspflicht für Mängelexemplare. 2016 wurden die bis dahin nicht preisgebundenen E-Books in das Preisbindungsgesetz aufgenommen. Zudem wurde eine Reimportklausel eingefügt, welche das Umgehen der Buchpreisbindung durch Reimporte verhindert. Zuletzt wurde das Gesetz 2021 aktualisiert. Wiederkehrende Diskussionen über die Preisbindung In den letzten Jahren kamen immer wieder Diskussionen darüber auf, ob die Preisbindung aufgehoben werden sollte. Der letzte große Aufschrei folgte 2018, nachdem die Monopolkommission (Beratungsgremium, welches die Bundesregierung unterstützt) in einem Gutachten zu dem Schluss kam, dass die Buchpreisbindung den Markt behindere. Doch warum genau sollte dies der Fall sein? Nach Ansicht der Experten stünde der Schutz des Buches als Kulturgut im Gegensatz zum Interesse an einem freien Markt. Ihrer Ansicht nach gäbe es keine ausreichenden Belege dafür, dass die Preisbindung genügend kulturpolitischen Einfluss übe. Es wäre laut Experten aber fragwürdig, ob sich solche Belege finden lassen, und sie sehen die Buchpreisbindung daher als schwerwiegenden Markteingriff. Außerdem hielten sie es für wahrscheinlich, dass die EU die Buchpreisbindung in Bezug auf den grenzüberschreitenden Buchhandel für unvereinbar mit den geltenden EU-Regeln erklären würde. Solch ein Urteil würde der Kommission nach zu einem Wettbewerbsvorteil von ausländischen Unternehmen gegenüber dem inländischen Buchhandel führen. Selbiges sei auch bei der Arzneimittelpreisbindung der Fall gewesen, bei welcher der EuGH geurteilt hatte, dass dieses nicht mit der in der EU geltenden Warenverkehrsfreiheit vereinbar wäre. Dieses Urteil bildete ursprünglich den Anlass des Gutachtens und dem damit verbundenen erneuten Aufflammen der Diskussion über die Buchpreisbindung. Empörung aus der Branche Die Aussagen der Monopolkommission schlugen in Fachkreisen hohe Wellen. Nach der Erscheinung des Gutachtens gab es seitens des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels Widerspruch. In einer unmittelbar nach dem Gutachten folgenden Stellungnahme betonte der damalige Geschäftsführer Alexander Skipis, dass durch die Preisbindung keine Wettbewerbsbeschränkung entstehen würde, sondern es bestärke das Buch als Kulturgut und garantiere zudem „ein breites und vielfältiges Buchangebot“. Des Weiteren kritisierte der Börsenverein, dass sich der Bericht der Kommission auf veraltete Studien beziehe und keine eigenen aktuelleren Erhebungen durchgeführt wurden. Der Vergleich mit der Schweiz sei ebenfalls fragwürdig, da die Schweizer Verlage 80% ihres Umsatzes auf dem deutschen Markt erzielen. Dagegen seien die Zahlen der Buchhandlungen jedoch zurückgegangen. Die Sicht von Autor:innen Auch Autor:innen sind davon überzeugt, dass die Buchpreisbindung überlebenswichtig für viele Buchhändler, aber auch für Autor*innen selbst ist. In einem Interview von Deutschlandfunk mit der Bestseller-Autorin Nina George prophezeite diese weitreichende negative Konsequenzen durch eine Aufhebung der Preisbindung. Sie schütze nicht nur das Buch als Kulturgut, sondern sorge auch für niedrige Preise. Wenn die Preisbindung aufgehoben würde, dann würden die Preise steigen. Kleinere Buchhandlungen unterliegen der Konkurrenz und die Programme der Verlage würden sich auf Bestseller beschränken. Dies würde die Vielfalt der Literatur einschränken, so George. Ihrer Meinung nach sei der britische Buchmarkt ein gutes Beispiel. Seit hier die Preisbindung aufgehoben wurde, seien die Honorare für Autor:innen stark gesunken und die großen Ketten profitierten, wohingegen die inhabergeführten Buchhandlungen zu kämpfen hätten. George kritisierte im Interview zudem, dass Autor:innen es ohne Preisbindung schwerer hätten ein Buch zu veröffentlichen, da die Verlage den Fokus dann vor allem auf Bestseller legen würden, die eine Erfolgsgarantie besitzen. Denn für kleinere Projekte würde das Geld fehlen. Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Debatte um die Buchpreisbindung entwickelt und ob das Gesetz in Zukunft vielleicht reformiert wird. Was denkt Ihr über dieses Thema? Quellen: Börsenblatt (2018): Monopolkommission will Buchpreisbindung abschaffen. Online verfügbar unter: https://www.boersenblatt.net/archiv/1474127.html, veröffentlicht am 29.05.2018, zuletzt eingesehen am 14.09.2022. Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V. (o.J.): Preisbindungsgesetz Deutschland. Online verfügbar unter: https://www.boersenverein.de/fileadmin/bundesverband/dokumente/beratung_service/politik_recht/buchpreisbindung/preisbindung/Wortlaut_Preisbindungsgesetz.pdf, zuletzt eingesehen am 11.09.2022. Bundeszentrale für politische Bildung (2016): Preisbindung. Online verfügbar unter: https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20310/preisbindung/#:~:text=Durch%20Preisbindung%20soll%20der%20Preiswettbewerb,Verlagserzeugnisse%20wie%20B%C3%BCcher%20und%20Zeitschriften., zuletzt eingesehen am 11.09.2022. Buzer (o.J.): Synopse aller Änderungen des Buchpreisbindungsgesetz am 01.09.2016. Online verfügbar unter: https://www.buzer.de/gesetz/1037/v200424-2016-09-01.htm, zuletzt eingesehen am 12.09.2022. Deutschlandfunk (2018): „Buchpreisbindung wird uns einen fairen Wettbewerb garantieren“. Online verfügbar unter: https://www.deutschlandfunk.de/buchhandel-buchpreisbindung-wird-uns-einen-fairen-100.html, veröffentlicht am 30.05.2018, zuletzt eingesehen am 14.09.2022. Lehmanns Media GmbH (o.J.): Fragen und Antworten zur Buchpreisbindung. Online verfügbar unter: https://www.lehmanns.de/page/buchpreisbindung, zuletzt eingesehen am 11.09.2022. Monopolkommission (o.J.): Sondergutachten 80: Die Buchpreisbindung in einem sich ändernden Marktumfeld. Online verfügbar unter: https://www.monopolkommission.de/de/pressemitteilungen/206-buchpreisbindung.html, zuletzt eingesehen am 14.09.2022. Rechtsanwaltssozietät Fuhrmann Wallenfels Binder (o.J.): Preisbindung für Bücher. Online verfügbar unter: http://www.preisbindungsgesetz.de/content/info/1001-preisbindung-fuer-buecher.htm, zuletzt eingesehen am 12.09.2022. Schulz, Christina (2003): Die Buchpreisbindung und ihre Wirkungen auf den deutschen Buchmarkt. Online verfügbar unter: https://m.diplom.de/document/222132, veröffentlicht im Mai 2003, zuletzt eingesehen am 12.09.2022. Umlauf, Konrad/Pohl, Sigrid (2018): Eine kurze Geschichte von Buch und Buchhandel. Online verfügbar unter: https://libreas.eu/ausgabe34/umlauf/, zuletzt eingesehen am 12.09.2022. Verch, Ulrike (2022): Alles was Recht ist: Das Buchpreisbindungsgesetz. Online verfügbar unter: https://reposit.haw-hamburg.de/bitstream/20.500.12738/13091/1/Verch_Buchpreisbindung.pdf, veröffentlicht am 30.06.2022, zuletzt eingesehen am 12.09.2022.
Autorin: Jolyn Stenschke „I can't breathe“. Es war der letzte Satz den George Floyd sprach, bevor er starb, nachdem der Polizeibeamte Derek Chauvin über mehrere Minuten auf seinem Hals kniete. Kurz danach wurde dadurch die antirassistische Protestbewegung „Black Lives Matter“ kontinentübergreifend zu ihrem Höhepunkt angetrieben. Trotz der Entwicklungen der letzten Jahrzehnte sind Rassismus und Diskriminierung noch immer auf der ganzen Welt ein Problem, unter dem Millionen von Menschen leiden. Auch in Deutschland wurden der Antidiskriminierungsstelle des Bundes im Jahr 2021 5.617 Fälle gemeldet, von denen 37 Prozent aus rassistischen Gründen verübt worden sind. Doch was genau ist eigentlich nochmal Rassismus? Rassismus beschreibt letztendlich eine Ideologie, bei der eine Person aufgrund ihres äußerlichen Erscheinungsbildes und/oder ihrer ethnischen Herkunft ausgegrenzt, als weniger wert angesehen und dadurch anders behandelt wird. Dabei begleitet Rassismus noch immer nationale Minderheiten und BiPoc (Abkürzung für Black, Indigenous and People of Color) durch alle Lebensbereiche. Ob es auf dem Weg zur Arbeit in der U-Bahn ist, in der Schule, bei der Suche einer Wohnung, im Kontakt mit der Polizei, in Clubs oder auf der Straße. Auch im Freund:innenkreis oder bei der Ausübung eines Hobbys können sich weiterhin rassistische Vorurteile und stereotypische Denkweisen verstecken und bei den betroffenen Personen psychische wie physische Schäden hinterlassen. Denn es sind nicht nur offene Beleidigungen oder körperliche Angriffe, die unter den Begriff „Rassismus“ fallen. Auch Unwissenheit oder Unüberlegtheit sind Auslöser einer subtileren Art von Rassismus, die bereits bei Kommentaren beginnt wie „Du sprichst aber gut Deutsch“, „Du bist aber hübsch für eine (...)“ oder „Kann ich deine Haare mal anfassen?“. Was wird in Deutschland dagegen unternommen? Artikel 3 des Grundgesetztes für die Bundesrepublik Deutschland besagt, dass niemand wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden darf. Darüber hinaus existiert seit dem Jahr 1998 das Rahmeneinkommen des Europarats zum Schutz nationaler Minderheiten in Deutschland. Dazu zählen die friesische Volksgruppe, die dänische Minderheit, das sorbische Volk sowie die deutschen Sinti und Roma, welche nahezu in ganz Deutschland leben und weiterhin besonders stark von Ausgrenzung und Diskriminierung betroffen sind. Im Jahr 2006 trat zudem das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Kraft, mit dem Deutschland vier europäische Richtlinien umgesetzt hat, um Benachteiligungen aufgrund von z. B. ethnischer Herkunft zu verhindern oder zu beseitigen. Woraufhin die Antidiskriminierungsstelle des Bundes gegründet wurde - eine unabhängige Stelle im deutschen Bundesministerium, dessen gesetzliche Aufgaben die Beratung, Forschung und Öffentlichkeitsarbeit umfasst und die auf der Grundlage des AGG handelt. Zusätzlich existieren verschiedene Bundesprogramme gegen Rassismus, der Nationale Aktionsplan gegen Rassismus (kurz NAP), zahlreiche Verbände, Projekte und Personengruppen, die sich gegen Diskriminierung einsetzen, sowie Stiftungen und Schulen, die sich dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ angeschlossen haben. Ist damit also alles getan? Trotz der vielseitigen Bemühungen ist Rassismus immer noch ein großes Thema in unserer Gesellschaft, da es weiterhin tief in staatlichen Strukturen, unseren Denkstrukturen und Wirtschaftssystemen verwurzelt ist. Es ist nicht abzustreiten, dass eine weiße Hautfarbe Hand in Hand mit weißen Privilegien geht und nicht-weiße Person weiterhin Opfer von bewussten oder unbewussten rassistisch geprägten Handlungen werden. Doch jede:r hat die Möglichkeit sich selbst zu informieren und diskriminierte Personengruppen zu unterstützen. Dafür haben wir hier einige #ownvoices Bücher zusammengetragen, die von BiPoc-Autor:innen geschrieben wurden und einen klaren Einblick in deren persönliche Erfahrungen mit Rassismus geben. „The Hate U Give“ von Angie Tomas Es ist der erste Jugendroman von der afroamerikanischen Schriftstellerin Angie Thomas und folgt der afroamerikanischen Schülerin Starr, die mit ihrer Familie in dem verarmten Viertel Garden Heights wohnt und auf eine überwiegend weiße Privatschule geht. Nachdem ihr bester Freund Khalil vor ihren Augen von einem weißen Polizisten erschossen wird, rückt sie plötzlich ins Zentrum der Öffentlichkeit und beginnt unter all dem Druck, der dadurch plötzlich auf ihr lastet, ihre Stimme zu finden. https://www.penguinrandomhouse.de/Buch/The-Hate-U-Give/Angie-Thomas/cbj-Jugendbuecher/e506033.rhd „Grundfarbe Deutsch: Warum ich dahin gehe, wo die Rassisten sind“ von Umeswaran Arunagirinathan In dieser Biografie beschreibt Herzchirurg Dr. Umes Arunagirinathan wie er als 13-Jähriger Flüchtender nach Deutschland kam und mit welchen Schwierigkeiten er als dunkelhäutiger Mensch in Deutschland zu kämpfen hat. https://www.rowohlt.de/buch/dr-med-umes-arunagirinathan-grundfarbe-deutsch-9783499009556 „Das Wort das Bauchschmerzen macht“ von Nancy J. Della In diesem Kinderbuch folgen wir einem dunkelhäutigen Jungen namens Lukas. Lukas' Lieblingszeit in der Schule ist die Vorlesezeit. Das ändert sich jedoch, als seine Lehrerin Frau Hoehlmann eine Geschichte vorliest, in der ein Wort vorkommt, welches ihm Bauchschmerzen macht, jedoch keiner außer seiner Freundin Amira so richtig zu verstehen scheint. So geht er zu seiner Familie, die daraufhin gemeinsam überlegen, was sie dagegen tun können. https://www.edition-assemblage.de/buecher/das-wort-das-bauchschmerzen-macht/ „Schamlos“ von Sofia N. Srour, Nancy Herz und Amina Bile Drei norwegische muslimische Frauen gewähren einen Einblick in die Sorgen und Probleme, mit denen sie jeden Tag zu kämpfen haben. Sie tauschen sich innerhalb des Buches darüber aus, wie es ist, als Muslimin in einem westlichen Land zu leben, sie berichten über ihren Alltag mit Freund:innen, über Kleiderordnungen und über die Erwartungen ihrer Familien, erzählen die Geschichten, die ihnen andere Mädchen und junge Frauen erzählt haben und geben einander Ratschläge. https://www.thienemann-esslinger.de/produkt/schamlos-isbn-978-3-522-30521-1 „Gypsy: Die Geschichte einer großen Sinti-Familie“ von Dotschy Reinhardt Die deutsche Jazz-Musikerin und Menschenrechtlerin Dotschy Reinhardt ist Sinteza. Sie gehört zum Volk der Sinti, welches seit sechs Jahrhunderten in Deutschland lebt und einen langen Schatten der Ungerechtigkeit und Verfolgung hinter sich her trägt. In ihrem Buch erzählt sie von den Sinti und Roma, von ihrer Familie, ihrer Sprache und ihrer Kultur, sowie ihrem beruflichen Werdegang und ihrer Liebe zur Musik. „Exit Racism: rassismuskritisch denken lernen“ von Tupoka Ogette Diese Buch lädt Menschen dazu ein, sich näher mit Rassismus in Deutschland auseinander zu setzen. Es wirft einen Blick auf die Entstehungsgeschichte des Rassismus und beleuchtet die rassistischen Strukturen, die sich noch immer in unserem Denken und Handeln verstecken. https://www.exitracism.de/ Quellen: Antidiskriminierungsstelle des Bundes (o. D.): Über uns, [online] https://www.antidiskriminierungsstelle.de/DE/ueber-uns/ueber-uns-node.html [zuletzt geprüft am 16.08.2022]. Bundesministerium des Innern und für Heimat (2021): BMI - Lexikon - M - Minderheiten, [online] https://www.bmi.bund.de/DE/service/lexikon/functions/bmi-lexikon.html;jsessionid=658F340B8A4E994B7C8CA0FB61DA4FFD.2_cid295?cms_lv2=9391116&cms_lv3=9398194#doc9398194 [zuletzt geprüft am 16.08.2022]. Bundeszentrale für Politische Bildung (2022): Black Lives Matter – eine Bestandsaufnahme, [online] https://www.bpb.de/themen/nordamerika/usa/507013/black-lives-matter-eine-bestandsaufnahme/ [zuletzt geprüft am 16.08.2022]. Webseite der Bundesregierung (2018): Nationaler Aktionsplan gegen Rassismus, [online] https://www.bundesregierung.de/breg-de/suche/nationaler-aktionsplan-gegen-rassismus-1145356 [zuletzt geprüft am 16.08.2022]. Zech, Tanja (2022): Gegen das Gift, deutschland.de, [online] https://www.deutschland.de/de/topic/leben/initiativen-gegen-rassismus-in-deutschland [abgerufen am 18.08.2022]. Zentralrat Deutscher Sinti und Roma (2019): Aufforderung an die Bundesregierung: Nationale Minderheiten in Deutschland solidarisch mit den indigenen Völkern weltweit, [online] https://zentralrat.sintiundroma.de/aufforderung-an-die-bundesregierung-nationale-minderheiten-in-deutschland-solidarisch-mit-den-indigenen-voelkern-weltweit/ [zuletzt geprüft am 16.08.2022].
Ihr lest, liebt und/oder lebt Bücher sowie alles, was dazugehört? Ihr wollt den Schreiballtag von AutorInnen näher kennenlernen? Oder ihr seid auf der langen Suche nach der Antwort, was ihr in Zukunft studieren möchtet? Hier bekommt ihr einen guten Überblick, welche Veranstaltungen das Programm des Studiengangs Buch- und Medienwirtschaft für die Leipziger Buchmesse 2021 bereithält. Es ist für jeden Buch-Liebhaber etwas dabei – also stürzen wir uns gemeinsam in das (virtuelle) Getümmel! Wie bereits zur Frankfurter Buchmesse im letzten Jahr, stellen sich die Studierenden aller teilnehmenden Verbund-Studiengänge der großen Herausforderung, die diesjährige Buchmesse in Leipzig digital stattfinden zu lassen. Mit der Leipziger Buchmesse geht eine lange Tradition einher, welche bestmöglich fortgeführt werden soll. Hierfür konnten die Studierenden Hilfestellungen ihrer VorgängerInnen annehmen, aber gleichermaßen viele neue Dinge ausprobieren. Denn ihre Füße konnten sie bei der Planung gewiss nicht stillhalten. Die Leipziger Buchmesse 2021 wird mit spannenden Diskussionen, Vorträgen, Lesungen sowie Interviews mit AutorInnen unter dem Motto #LBMathome durchgeführt. Alle Formate werden vom 27. bis zum 30.05.2021 auf dem YouTube-Kanal „Studium rund ums Buch“ hochgeladen. Im weiteren Verlauf des Beitrags stelle ich euch die einzelnen Programmpunkte sowie deren Hintergründe genauer vor. Wer steckt hinter dem Projekt? Unter dem Namen „Studium rund ums Buch“ leiten mehrere Buch- und Medienstudiengänge aus Erlangen, Leipzig, Mainz, München und Stuttgart einen Gemeinschaftsstand, welcher sowohl auf der Frankfurter als auch auf der Leipziger Buchmesse vertreten ist. Aufgrund des Übergangs der Messen in digitale Formate wurde für das Projekt ein gleichnamiger YouTube-Kanal erstellt, auf dem bereits vielfältige Inhalte von der Frankfurter Buchmesse 2020 zu finden sind. Auch in diesem Jahr wurde für die Leipziger Buchmesse fleißig geplant sowie Videos produziert. Die einzelnen Studiengänge werden während der Messewoche Videos auf dem YouTube-Kanal hochladen und dort ebenso Digital-Live-Events ausrichten. Die Veranstaltungen des Studiengangs Buch- und Medienwirtschaft Donnerstag, den 27.05.2021 11.00 Uhr: „Studieren – Corona Edition“ Seit über einem Jahr meistert der Großteil der Studierenden alle Aufgaben von Zuhause aus. Wie der Studierendenalltag nun aussieht, wie Prüfungen geschrieben werden und wie es denen geht, die gerade erst mit dem Studium angefangen haben, wird in diesem Video einleitend für das gesamte Programm gezeigt. 12.00 Uhr: Studiengangsvorstellung Für einen ersten Einblick werden die wichtigsten Fragen zu den verschiedenen Studiengängen in ganz Deutschland beantwortet. Was zeichnet die jeweiligen Fachrichtungen aus? Welche Erfahrungen konnten Studierende bislang sammeln? Diese Hochschulen sind mit folgenden Studiengängen vertreten: Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen: Buchwissenschaft Hochschule der Medien in Stuttgart: Mediapublishing Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig: Buch- und Medienwirtschaft, Buch- und Medienproduktion sowie Bibliotheks- und Informationswissenschaft Ludwigs-Maximilians-Universität in München: Buchwissenschaft Universität in Leipzig: Kommunikations- und Medienwissenschaft (Schwerpunkt Buchwissenschaft) 15.00 Uhr: Fachvortrag von der Athesia Kalenderverlag GmbH Mit Marken wie Harenberg, Heye und Weingarten bietet die Athesia Kalenderverlag GmbH die größte Auswahl an Kalendern im deutschsprachigen Raum. Das Thema des Fachvortrags wird die aktuelle Situation des Kalendermarktes sein. Freitag, den 28.05.2021 14.00 Uhr: Lesung mit Anabelle Stehl (live) Die Autorin Anabelle Stehl wird in einem Interview über ihr kürzlich erschienenes Buch „Fadeaway“ berichten, bei dem es sich um den zweiten Teil ihrer Away-Trilogie im LYX-Verlag handelt. Währenddessen könnt ihr im Live-Chat Fragen an die Autorin richten. Im Anschluss folgt eine Lesung aus ihrem neuen Buch. Samstag, den 29.05.2021 11.00 Uhr: Interview mit Nina MacKay (live) Nina MacKay gewährt Einblicke in ihr Leben als Autorin und spricht zudem über ihre bisherigen Erscheinungen in den Genres Romantasy, Jugendbuch-Fantasy und Young Adult. Auch hier könnt ihr eure Fragen stellen. Sonntag, den 30.05.2021 12.00 Uhr: Vorstellung unserer ProfessorInnen Die ProfessorInnen unseres Studiengangs (Buch- und Medienwirtschaft) stellen sich und den Studiengang in einem kurzen Interview näher vor. Außerdem teilen sie interessante Erfahrungen aus der Branche mit uns. Zu ausgewählten Zeiten gehen außerdem weitere abwechslungsreiche Video-Formate online. Dadurch eröffnet sich ein umfangreiches Angebot der vielfältigen Studiengänge rund ums Buch aus ganz Deutschland. Für spannende Einblicke hinter die Kulissen sowie für wichtige Informationen können Interessierte gerne beim Instagram-Account @buch_und_medienwirtschaft vorbeischauen. Dort habt ihr ebenfalls die Möglichkeit, bei dem ein oder anderem Gewinnspiel tolle Preise zu gewinnen. Autorin: Marie Taubert Bildquelle: Neele Unger mit Canva.com erstellt