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Part 1/2
Die Debatte um Enteignung zeigt vor allem eines:
Die Linke denkt weiter sozialdemokratisch, nicht emanzipatorisch. Wenn Enteignung heißt, Eigentum vom privaten Kapital in staatliche Verwaltung zu überführen, dann ist das kein Bruch mit Herrschaft, sondern ihre Umorganisation. Der Staat tritt an die Stelle des Konzerns, Ausbeutung wird nicht aufgehoben, sondern bürokratisiert.
Man vertraut darauf, dass der Staat soziale Widersprüche löst, die er selbst produziert und absichert. Statt kollektiver Selbstverwaltung von unten wird auf Parlamente, Gesetze und Behörden gesetzt.
So wird Enteignung zur staatlichen Befriedungsmaßnahme, nicht zur Befreiung.
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