Was ist

Die grösste Stadt in der grössten Staatsmacht ist zum Labor der Linken geworden

Doch zunächst das Negative. Wie Sie wissen, bin ich ein Freund der Kritik an dem Medium, das den Namen Spiegel trägt. Eine zunehmende Zahl von Dummköpfen ist dabei der Ansicht, es sei egal, ob diese Kritik rechts oder links sei. Sie machen das Medium zum Popanz, statt die Politik, die von diesem Medium nur repräsentiert und bedient wird. So wie der Kollege Roberto De Lapuente beim Westend-Verlag.

Gemäss der Zielgruppenstrategie seines Verlages versucht er sowohl BSW- als auch AfD-Wähler*innen zu bedienen, die ausweislich eigener Online-Umfragen die Mehrheit unter seinen Leser’inne’n stellen. Und sein Text fungiert als Werbeumfeld der Verlagsreklame “Ulf Poschardt legt nach”. Das ist der Porschefahrer und leitende Angestellte des Springerkonzerns, der unersättlich mit den Publikationsmöglichkeiten bei seinem Konzernarbeitgeber nicht ausgelastet ist.

Lapuente bringt es fertig, die Nazi-Kontinuitäten, die Spiegel-Gründer Augstein persönlich organisiert hat, in seiner Analyse wegzulassen. Das allein ist schon hohe Propagandakunst. Kunstvoll unterschiebt er sein eigenes Politikbild von der Gleichsetzung “kritischer Masse” mit den “Querdenkern”, “Schwurblern” und “rechtsoffen”. Ohne Belegstelle sind es schlicht seine eigenen Bilder, die er da malt.

Die damaligen Reformjahre (gemeint: Schröders Agenda 2010 und die Unterstützung des Spiegel) haben maßgeblich zur gesellschaftlichen Spaltung beigetragen, sie haben das alte Vertrauensverhältnis vieler Bundesbürger in ihren Staat erodieren lassen – es entstand ein politisches Vakuum, in das letztendlich die AfD vorstieß.” Zackzack, so klar und einfach, dass Julia Ruhs vor Neid erblassen wird: die gute alte BRD wurde von Schröder und dem Spiegel “gespalten”. “Dann entschloss man sich, einen aggressiveren Grippevirus mit einer Pandemie zu küren.” Arrividerci Wissenschaft! So einfach ist die Welt beim Verzicht auf materialistische Analyse unter Verwendung der guten alten Gut-und-Böse-Bilder. In den 60ern und 70ern habe ich sowas noch von katholischen Kanzeln gehört.

Der Feind für Herrn Lapuente und Westend ist also weder das Kapital noch Springer, sondern die genossenschaftliche Spiegel-Mitarbeiter-KG. Warum mächtige Gegner, wenn es auch Leichte gibt? Ich bin ja auch dafür, dass Borussia Mönchengladbach freiwillig in die spannendere 2. Liga geht.

Labor New York City

Welch ein Kontrast zu dieser selbstkritischen Abhandlung:

Peter Frase/Jacobin: Regieren im Kapitalismus ist widersprüchlich – auch bei Mamdani – Was passiert, wenn ein Sozialist plötzlich die größte Stadt der USA regiert? Zohran Mamdani konnte seit Beginn seiner Amtszeit einige Erfolge verbuchen. Aber es wurde auch klar, wie viele Kompromisse sozialistische Politik im bürgerlichen Staat verlangt.”

Die bedauernswerte Mehrheit der dummen Linken würde diese Diskussionen am liebsten überhaupt nicht führen. Sie sind schmerzhaft und anstrengend. Ich habe sie sowohl bei den Jungdemokraten als auch bei den Grünen geführt (und nicht nur da). Für linke Politik im real existierenden Kapitalismus sind sie keine Kür, sondern Pflicht. Wer sie vermeidet, scheidet aus, selbstgewählt.

Es wird nicht ausreichen, von Mitteleuropa gebannt nach New York City zu starren und bis zum Schlusspfiff zu warten, wie es ausgeht. Das gleicht dem im-Stich-lassen, wie es früher zu Vietnam oder Nicaragua gespielt wurde. Besser lief es im Kampf gegen das Rassistenregime in Südafrika, der im besten Sinne internationalisiert war – staatlich und gesellschaftlich.

Wer nur nach New York starrt, übersieht den heraufziehenden europäischen Faschismus. Wollen die Linken so doof bleiben, wie es konservative und andere bürgerliche Demokrat*inn*en in Deutschland schon immer waren? Wenn er dann bemerkt wird, ist es zu spät.

Bonus: Wal-Betrachtung

Der in die Ostsee verirrte Wal wurde zum Indiz für den Zustand der real existierenden Aufmerksamkeitsökonomie. Matthias Becker/telepolis ist dazu eine im besten Sinne materialistisch-ökologische Betrachtung gelungen:

Bye bye Timmy: Praktizierte Tierliebe im Anthropozän – Tierschutz zwischen Klimakrise und Ideologie: Ein Buckelwal, viele Deutungen – wie rechte Narrative, Aktivismus und ökologische Realität aufeinandertreffen.”

Was ist – Beueler-Extradienst

Rechtsstaatlichkeit im Internet?

Ich verfolge seit Wochen die Diskussion um die Möglichkeiten des “Onlinemissbrauch” am Beispiel der Moderatorin Collien Fernandes, die laut “Spiegel” seit Jahren denjenigen sucht, der Fake-Pornografie von ihr verschickt. Vor einigen Wochen hat sie ihren Ex-Mann Christian Ulmen angezeigt und der “Spiegel” und andere Medien nehmen dies zum Anlass, eine Kampagne gegen eine Person zu führen, deren Schuld oder Unschuld völlig offen ist. Dessen persönliche Existenz aber mit Sicherheit durch diese Kampagne vernichtet werden könnte.  Gleichzeitig wächst im Internet eine andere Diffamierungskampagne. Collien Fernandez wird mit Haß und sexistischer Gewalt von denjenigen Männern überzogen, die dieses Medium für ihre Gewaltphantasien, Frauenfeindlichkeit und Hasskampagnen als Vertreter eines rechtsextremen “Maskulinismus” täglich mißbrauchen. Sie ist damit nicht allein, wie sich in den wenigen Tagen ihrer Cheftrainerschaft bei Union Berlin am Beispiel der Fußballtrainerin  Marie  Louise  Eta zeigt.

Personalisierte Kampagnen sind Antiaufklärung

Personalisierte Diskussionen bergen immer die Gefahr, statt aufzuklären, von den wesentlichen strukturellen Problemen abzulenken. Das teilt diese Diskussion mit derjenigen um die Epstein-Files, die das System des männlichen US-Sexismus auf eine Person fokussieren, aber das dahinter stehende patriarchale Herrschaftssystem  der weißen männlichen US-Eliten außen vor lässt. Zuckerberg, der ewige Softie mit Welpenschutz, der sich gerade mit Goldkettchen und Prolo-Accessoires ein Macho-Image zuzulegen versucht, ist ein peinliches Abziehbild dieses Schauspiels.

Welche Chance hat der Rechtstaat im Internet in Zeiten, in denen jener Tech-Oligarch Mark Zuckerberg, einer der gefährlichsten kriminellen Datendiebe der Welt,  Eigner des Meta-Konzerns, der wiederholt vor dem Kongress wegen Datenmissbrauchs und der illegalen Erstellung von Persönlichkeitsprofilen angeprangert wurde, und der heute mit dem Segen seines Gönners Trump und seiner Demokratiefeinde Peter Thiel, Elon Musk ohne Rücksicht auf Bürgerrechte und Verfassungen an der Transformation der Demokratie in autoritäre Oligarchendiktaturen arbeitet?

Individuelle Grund- und Freiheitsrechte bleiben auf der Strecke

Ich kämpfe solidarisch gegen jede Art von Gewalt, nicht nur sexualisierte Gewalt im Internet und auf asozialen Medien. Aber ich stelle auch als Bürgerrechtler die Frage, was die Unschuldsvermutung angesichts solch massiver Kampagnen von Teilen der Presse noch wert ist. Als “Spiegel”-Abonnent habe ich mehrfach und inzwischen wochenlang Artikel über die abscheuliche, verurteilenswerte sexualisierte Gewalt in asozialen Medien gelesen und teile die Analyse, dass Männer im Schutz des Internet ganz besonders brutal und hinterhältig darauf abzielen, Frauen zu demütigen, zum Objekt zu machen, persönlich herabzuwürdigen und zu verletzen. Ich bin deshalb für eine strikte Gesetzgebung und ein internationales Vorgehen gegen Provider und Plattformen, die so einen Dreck und Kriminalität zulassen oder dulden.  Das Internet darf kein rechtsfreier Raum sein und wir müssen Gesetze und internetionale Abkommen schaffen, die das endlich unterbinden.  Aber auch das muss nach Regeln des Rechts geschehen.

“Du hast mich virtuell vergewaltigt”

Diese Parole von Fernandes schaffte es auf die Titelseite des ehemals rechtsstaatlichen und linksliberalen “Spiegel”! Der “Spiegel” zieht damit eine prinzipielle Frage, ob asoziale Netzwerke oder der Rechtstaat im Internet das Sagen haben, auf die Ebene einer Soap. Und das ist das eigentliche Verbrechen an der Betroffenen als Person und an der Gesellschaft. Die wird vom Grundproblem, dass die Staaten im Internet kein Recht durzusetzen bereit sind, abgelenkt.  Hat der “Spiegel” der Betroffenen damit wirklich geholfen, oder einfach auf ihre Kosten Auflage gemacht? Rudolf Augstein würde sich vermutlich im Grab nicht nur herumdrehen, sondern mit mindestens 1200 U/min einer Wäschetrommel rotieren, bekäme er von dieser Schlagzeile seines ehemals der Aufklärung verpflichteten Magazins Kenntnis. Ich habe den entsprechenden Artikel gelesen und war entsetzt, wie die grundsätzlich völlig berechtigten und beklagenswerten Verniedlichungen, Ignoranzen, und Bagatellisierungen sexueller und sexualisierter Übergriffe, die im virtuellen Raum stattfinden und sich ausbreiten, von den dahinterstehenden politischen Unfähigkeiten isoliert werden. Aber welche politischen Konsequenzen sind daraus zu ziehen?

Nicht nur die Täter, sondern Provider und Plattformen sind das Problem

Handeln gegen die Provider und deren irrige, aber durch staatliches Nichthadeln immer wieder bestätigte Auffassung, das Internet  sei ein rechtsfreier Raum, ist dringendst geboten.  Das ist eine politische Frage nach der Durchsetzung des Rechts, insbesondere des Strafrechts, im virtuellen Raum, die sich immer schärfer stellt – aber keine Frage der persönlichen und öffentlichen Reinigung schmutziger Beziehungswäsche. Die konsequente Identifikation von Tätern, die Straftaten begehen durch eine konsequente Sanktionierung der Provider und Plattformbetreiber ist der richtige Weg. Das gilt im Übrigen auch im Bezug auf das geplante Smartphone- und Plattformverbot für Jugendliche unter 16 oder 14 Jahren. Hier trägt eine junge Generation unter Preisgabe ihres Grundrechts auf Informationsfreiheit die Folgen dafür, dass die Rechtstaaten der EU offenbar nicht in der Lage oder nicht Willens sind, durch konsequente Regulierung die asozialen Plattformen und Netzwerke der USA und Chinas einzuhegen. Ganz im Gegenteil: mit der “Omnibus”-Gesetzgebung der EU und mit den von Kristina Reiche geplanten Einschränkungen des Datenschutzrechts wird sogar das Gegenteil erreicht und den Tech-Oligarchen der USA weiter Tür und Tor geöffnet. Zum Nutzen und Profit der KI-Oligarchen und auf Kosten der Bürgerrechte in der EU und weltweit.

Die Politik verweigert Betroffenen Zugang zum Recht und Gerechtigkeit

Mit welchem Recht, muß doch gefragt werden, verweigert die Politik in Europa eigentlich den Betroffenen solcher Gewalt und Hetze die Gerechtigkeit in Gestalt des Zugangs von Opfern zum Rechtstaat und den Gesetzen? Wieso werden nicht Provider ebenso mit richterlichen Verfügungen zur Befolgung der Gesetze gezwungen, wie die Deutsche Telekom oder Telefonica, wenn der Richter eine technische Kommunikationsüberwachung anordnet oder der Verfassungsschutz eine G10-Maßnahme auf Kommunikationsüberwachung erwirkt? Wenn sich die libertären Spinner des Silicon Valley von Zuckerberg bis Musk weigern, diese rechtstaatlichen Anordnungen zu befolgen, warum werden ihre Naetzwerke, Grundlage ihres Milliardenreichtums, nicht einfach abgeschaltet? Es gibt ein Grundrecht der Betroffenen auf Persönlichkeitsschutz, es gibt kein Grundrecht für Provider, Straftaten zu decken! Warum muss sich Marie-Louise Eta, eine hochqualifizierte Fußballlehrerin, seit sie Trainerin von Berlin ist, sexistischen Beleidigungen im Netz, Diskriminierungen und Beleidigungen aussetzen?  Was muss eigentlich noch passieren, bevor die Bundesregierung und die EU-Kommission aufhören, dem Profitinteresse der US-asozialen Netzwerke willfährig zu sein und jeglichen Grundrechts- und Persönlichkeitsschutz ihrer Bürger:innen zu verweigern?

Plattformen sind wie Presseverlage zu behandeln

Vom Anfang der privaten Nutzung des Internets etwa ab 1993 an hat eine libertäre, damals noch nicht in den Rechtsfaschismus abgeglittene Elite von Sillicon-Valley-Aktivisten der Welt eingeredet, das Internet sei “etwas völlig neues”, ein neues “Zeitalter der Demokratie” breche an. Ein Scheiß ist angebrochen – Gesetzlosigkeit zugunsten von professionellen Datendieben und Meinungsmanipulatoren und Antidemokraten wie Peter Thiel, Elon Musk, Mark Zuckerberg nebst Jeff Bezos und den Herren von Google. Sie alle meinen wie J.D. Vance, Meinungsfreiheit bedeute, dass sie Fake News, rechten Abschaum, Nazi-Inhalte, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit unbeschränkt publizieren und niemand ihre Freiheit dazu beschränken dürfe. Während sie die Freiheit der anderen rücksichtslos einschränken, durch ökonomische Macht, technische Vorherrschaft und illegalen, milliardenfachen Datenmissbrauch. Die Rechtslage ist eigentlich ganz einfach: entweder, diese Netze halten die EU-Gesetze ein, bezahlen die Strafen bei Verstößen, liefern die Täter aus, oder sie werden abgeschaltet. Das ist nicht gegen die Freiheit, sondern demokratisch. Denn Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden. Freiheit endet dort, wo sie die Freiheit anderer einschränkt. Und Freiheit muss für alle gelten: “Ihre Meinung ist genau das Gegnteil der meinigen, aber ich werde mein Leben daransetzen, dass Sie sie sagen dürfen” – Voltaire. Ein liberaler Revolutionär. Die Algorithmen der asozialen Netzwerke sorgen dafür, dass das nicht möglich ist, sondern Gewalt, Rassismus, Sexismus und Rechtsextremismus dominieren. Wenn wir damit nicht Schluss machen, ist die Demokratie verloren.

Rechtsstaatlichkeit im Internet? – Beueler-Extradienst

#26November
WELTTAG DER #ZEITSCHRIFTEN
Ich frage mich, ob das inzwischen ein Tag zum #Trauern ist. Die sogenannte #VierteGewalt im #Staat ist teilweise und regional ziemlich heruntergekommen. Wo ist das neue #SturmgeschützDerDemokratie? #RudolfAugstein selig würde sich im Grabe umdrehen.

Jan Philipp #Reemtsma wurde 1952 geboren. Er ist ein #Paradebeispiel dafür, wie man mit einem großen Erbe auch zum Wohle des #Gemeinwesens wirken kann.
https://tinyurl.com/2jm3v9h8

#zusammenstark #freiheit #presse

Jan Philipp Reemtsma – Wikipedia

@[email protected] vor jahrzehnten hat die #Bundesregierung¹ den #EVU jede menge #Geld gezahlt, damit sie teure unwirtschaftliche #AKW bauen. Jetzt sollen die EVU also teure unnötige #Gas #Kraftwerk basteln. ¹) und #FranzJosefStrauß, der als erster #Verteidigungsminister² #RudolfAugstein in einem #Schrank des #Spiegel verhaftet hatte und #Hemden zu #Oberhemden befördert hatte, war erster #Atomminister ²) hat im #bundestag beeidet³, dass er nie wieder eine #Waffel anfasst ³) #Bundeskanzler #Kohl hat beeidet, #Schaden vom deutschrn #Volk abzuwenden und keine jüdischen Vermächtnisse als #Parteispende anzunehmen

Weniger dumm, als es aussieht

Die Tücken der Paywall

Eher lustlos gehe ich täglich bei süddeutsche.de vorbei. Das meiste ist eingemauert, und mein Geld kriegen die SWMH-Milliardäre nicht – es ist zu knapp. Aber gucken, welche Themen die haben und welchen Spin sie ihnen geben. Auflachen musste ich bei diesem Teaser: “Bye-bye, Bluesky – Die sozialen Netzwerke sind von Propaganda und Falschinformationen überschwemmt, ein Diskurs ist kaum mehr möglich. Ist das Ende einer Ära gekommen?” Haha, mann erwartet von asozialen Konzernnetzwerken “Diskurs”? Selber schuld.

Doch huch, der Text von Michael Moorstedt ist ja gar nicht eingemauert. Und längst nicht so bescheuert wie sein Teaser. Geht doch.

100 Jahre Augstein

Willi Winklers Würdigung von Rudolf Augsteins 100. Geburtstag hätte ich auch glatt gelesen, wenn sie mich lassen würden. Aber der von Otto Köhler/Junge Welt ist jetzt ein paar Tage paywallfrei: Ein deutscher Publizist: Deutschland zuerst – Ein großes Volk, das besser isst als seine Nachbarn, braucht politische Bewegungsfreiheit. So dachte, so schrieb der vor 100 Jahren geborene Rudolf Augstein in seinem Spiegel”.

Weniger dumm, als es aussieht - Beueler-Extradienst Medien

Die Tücken der Paywall Eher lustlos gehe ich täglich bei süddeutsche.de vorbei. Das meiste ist eingemauert, und mein Geld kriegen die SWMH-Milliardäre nicht – es ist zu knapp. Aber gucken, welche Themen die haben und welchen Spin sie ihnen geben. Auflachen musste ich bei diesem Teaser: “Bye-bye, Bluesky – Die sozialen Netzwerke sind von Propaganda und Falschinformationen überschwemmt, ein Diskurs ist kaum mehr möglich. Ist das Ende einer Ära gekommen?” Haha, mann erwartet von asozialen […]

Beueler-Extradienst

FAZ: „Spiegel“ feiert in Hamburg 100 Jahre Rudolf Augstein

Der „Spiegel“ würdigt den Magazin-Gründer Rudolf Augstein mit einem Festakt. Der Bundespräsident redet wie erwartet, der Chefredakteur ist pathetisch – und fürs Politische sorgt: die Chansonsängerin Ute Lemper.
Festakt in Hamburg: „Spiegel“ feiert „Augstein 100“

Festakt in Hamburg: „Spiegel“ feiert „Augstein 100“

Der „Spiegel“ würdigt den Magazin-Gründer Rudolf Augstein mit einem Festakt. Der Bundespräsident redet wie erwartet, der Chefredakteur ist pathetisch – und fürs Politische sorgt: die Chansonsängerin Ute Lemper.

Frankfurter Allgemeine Zeitung
@sasastanisic wenn #RudolfAugstein DAS wüsste, er würde im Grabe rotieren❗️🙄🤦

Den Kapitalismus in seinem Lauf …

… hält weder Ochs noch Esel auf. Und schon gar nicht ein paar revolutionäre Zwerge. Best of 26. April 2023
1969 wollte eine Gruppe revolutionärer Spiegel-Mitarbeiter*innen den Besitzer der Produktionsmittel Rudolf Augstein in die Wüste schicken. Der wollte aber nicht in die Wüste. Einerseits Dickschädel, andererseits aber auch schlau, vereinbarte er […]

https://extradienst.net/2023/04/27/den-kapitalismus-in-seinem-lauf/

Den Kapitalismus in seinem Lauf …

... hält weder Ochs noch Esel auf. Und schon gar nicht ein paar revolutionäre Zwerge. Best of 26. April 2023 1969 wollte eine Gruppe revolutionärer Spiegel-Mitarbeiter*innen den Besitzer der Produktionsmittel Rudolf Augstein in die Wüste schicken. Der wollte aber nicht in die Wüste.

Beueler-Extradienst
FAZ: NDR veröffentlicht gefälschte Hitler-Tagebücher

Die gefälschten Hitler-Tagebücher, auf die vor 40 Jahren der „Stern“ hereinfiel, haben niemandem gefehlt. Der NDR veröffentlicht sie trotzdem.
Falsche Tagebücher: Hitler enthüllt
NDR veröffentlicht gefälschte Hitler-Tagebücher

Die gefälschten Hitler-Tagebücher, auf die vor 40 Jahren der „Stern“ hereinfiel, haben niemandem gefehlt. Der NDR veröffentlicht sie trotzdem.

FAZ.NET
Inhaltlich hat #FranziskaAugstein, die, so wie ich, zum Zeitpunkt der Handlung noch nicht geboren war, den Film "Die Spiegel Affäre" nach allen Regeln der schreibenden Kunst zerlegt. Die Legende der politischen Rivalität zwischen #FranzJosefStrauß und ihrem Vater, dem Herausgeber des #Spiegel #RudolfAugstein war selbst für mich, als Strauss fast 20 Jahre nach den Vorgängen in diesem Film Bundeskanzler werden sollte, noch ein Faktor meiner persönlichen Politisierung. Ungefähr zu der Zeit habe ich begonnen, den Spiegel zu lesen.

Nun haben die Zeiten sich geändert. Das Magazin aus #Hamburg ist erst jüngst aus meinem #RSS Reader geflogen. Das andere Hamburger Flagschiff, der #Stern, wird gerade von #GrunerUndJahr als Programmzeitung für #RTL abgewickelt... Es scheint, als sollte ich das Ende des Print-Journalismus noch innerhalb meiner Lebenserwartung erleben.

Da kann dieser #PolitThriller (2014) von #BR, #WDR, #Arte und #DEGETO - bei #3Sat in der #Mediathek - schon als so was wie ein Abgesang auf das "Sturmgeschütz der Demokratie" zu verstehen sein - in dem noch einmal der Scheinwerfer auf die Zeit gerichtet wird, zu welcher es tatsächlich noch den Lauf der #Geschichte in #Deutschland zu beeinflussen wusste.

Selten habe ich ein so großes und großartiges Ensemble gesehen. #FrancisFultonSmith ist geradezu überirdisch beeindruckend in seiner Rolle als FJS. Dialoge, Ausstattung, Kamera, Inszenierung... der Film von #RolandSusoRichter (Regie) und #JohannesWBetz (Drehbuch) hat fast keine Schwächen.

Ein spannender Film ist das geworden. Mit jeder Menge künstlerischer Freiheit und mancher historischen Vereinfachung natürlich. Am Ende ist das kein #Dokumentarfilm, sondern "nur" #Unterhaltung. Und dafür steht er auch nach fast 10 Jahren noch sehr gut da!

Die Spiegel-Affäre | 3Sat Mediathek bis 04.11.2023

"Die Spiegel-Affäre" vom Oktober 1962 ist ein Politthriller auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges. Die Welt stand am Rand eines Atomkrieges, strategisches Zentrum wäre Deutschland gewesen.