@mspro Drum finde ich es so wichtig, die Geschichte mit unseren heutigen Worten in kurzer Form wieder zu erzÀhlen: Von den Bauernkriegen bis zu heutiger BekÀmpfung der Demokratie ...

Ideal war die #Proletenpassion der #Schmetterlinge aus Österreich Ende 1970er Jahre?

@eibart

Alt-Deutschland, wir weben dein Leichentuch, wir weben hinein den dreifachen Fluch: Religionen, Kolonien, Konzerne ...

Die #Proletenpassion der #Schmetterlinge klingt nach und braucht neue Lieder ...

#healthcare setzt neue impulse ...

Der Reichtum, den wir schaffen, der macht die Reichen reich ... #Proletenpassion der #schmetterlinge kommt mir in den Kopf, nachdem ich durch das Frontor ĂŒber den Klosterhof in #Dießen am #Ammersee in diese Kirche trat ...

Die "Proletenpassion" reloaded? Leider weit gefehlt...

Gestern sind wir mit Freunden im Theater gewesen: „Die Proletenpassion“ in Esslingen in der Neuauflage basierend auf der 2015er Fassung angeschaut. Meine Kritik: Oje. Extremismusquatsch und Hufeisentheorie gaben sich die HĂ€nde, Zitat von #Dimitroff zum Thema unterschĂ€tzter #Faschismus von 1935, der bei der Premiere noch genannt wurde, auf Druck von Medien anonymisiert. Fazit der Fassung des StĂŒcks: „Wir wollen mehr Demokratie!“. Seinerzeit als Demokratielied eher im mittleren Teil des Epilogs der Passion, als eine Schlußfolgerung im jahrhundertelangen Reigen im Kampf gegen die Machtergreifung immer neuer Klassen, wĂ€hrend das Proletariat immer das Nachsehen hatte, angesiedelt, nun als entscheidende Konsequenz, die mehr Fragen schuldig bleibt, prĂ€sentiert.

Denn das war eigentlich nicht die Schlußfolgerung, die die Schmetterlinge in den 70ern aus der Geschichte des Proletariats zogen. Gezeigt wird eher eine entpolitisierte HĂŒlle des Originals: Sozialismus, der fĂ€llt nicht vom Himmel und Wir lernen im VorwĂ€rtsgehn waren im Original die im Epilog zu lösenden Herausforderungen, die aus den KlassenkĂ€mpfen zu ziehen war und ist. Und die Frage, wie die "Machtfrage" zu lösen ist. In dem Moment fĂ€llt das neue StĂŒck leider weit hinter die Pariser Commune (1) zurĂŒck, die zwar als frĂŒhes Projekt der Diktatur des Proletariats prĂ€sentiert wird, das vor allem aufgrund fehlender revolutionĂ€rer Konsequenz und der militĂ€rischen Übermacht Preußens scheiterte, jedoch nicht wirklich weiter verfolgt wird. Schaler Beigeschmack entstand fĂŒr mich bei der Aufaddierung und letztlichen Gleichstellung der Opfer des #Faschismus (55 Millionen Tote) und derer #Stalins (60 Millionen Tote) (Kommentar aus der Sitzreihe hinter mir: "Nicht zu vergessen die Millionen, die Mao auf dem Gewissen hatte!") , auch inhaltlich: "Man kann auch so links sein, daß man rechts wieder raus kommt" (GelĂ€chter im Publikum) und kommentarlose Nennung des "RAF Terrorismus" - der im Original nicht erwĂ€hnt wurde. Aus diesen Irrungen und Wirrungen, die sich aus einer immer mehr auf die Spitze getriebenen Machtelite, letztlich in Form einer Partei oder einer militarisierten und marginalisierten Stadtguerilla ausdrĂŒckten wird nicht die Frage gestellt, wie eine solche Entwicklung im Kampf um die Befreiung des Proletariats verhindert werden kann.

So gerade den im StĂŒck herausgearbeiteten Erfahrungen widersprechend und daruch um seinen revolutionĂ€ren Kern beraubt, verkommt das StĂŒck letztlich zu einem Vehikel fĂŒr die bĂŒrgerliche #Demokratie und kann so auch problemlos an einem gutbĂŒrgerlichen Theater aufgefĂŒhrt werden.

An diese MĂ€ngel schließt dann auch die recht unterschiedliche Darstellung durch die Schaspieler:*Innen an, die teils holprig mit Versprechern „Es geht ein Gespenst um in Europa, das Gespenst des Kapitalismus!“ zum Ausdruck brachten, daß sie im Grunde mit dem Inhalt des StĂŒckes nicht viel anzufangen wissen und sich nicht "drangeben". Teils waren die gesungenen Texte nur schwer zu verstehen, vor allem fĂŒr Menschen, die das StĂŒck das erste Mal sehen.

So sehr ich es gut finde, daß sich des Werkes angenommen wird und es wertschĂ€tze, daß die WĂŒrttembergische LandesbĂŒhne es auf ihren Spielplan gesetzt hat: Ich bezweifle, daß den Machern und Darsteller:*Innen die Bedeutung einer „Passion“ klar ist. So blieb das StĂŒck vor allem ab der Pariser #Commune blass und ohne Antwort auf die Fragen unserer Zeit, die sich aus der Geschichte des KĂ€mpfe zwischen den Klassen ergeben. Oder ohne die Frage nach der Antwort auf unsere Zeit zu stellen, wodurch sich das Original ja auszeichnete.

Schade eigentlich, aber vermutlich auch zuviel verlangt fĂŒr ein Landestheater.

Quelle mit Links und dergleichen:

https://www.trueten.de/archives/13202-Die-Proletenpassion-reloaded-Leider-weit-gefehlt....html

1 Sechsteiliges Video der Schmetterlinge im Original zur Pariser Commune

#Theater #Kritik #Rezension #Klassenkapmf #Geschichte #Proletariat #Proletenpassion #Revolution #Perspektive

Die "Proletenpassion" reloaded? Leider weit gefehlt... | trueten.de

Richtungsweisend? Leider nur unter den Wegweisern am Esslinger Marktplatz. Foto: © Thomas TruetenGestern sind wir

@sarahemclaugh "people will ask governments" — he left out a crucial part: which groups of people will have government enact what they ask for?

To translate-quote a band that disbanded in the year of my birth: “What is #Freedom after all? Look around who has the most opportunities and you know whose Freedom it is.” — #Schmetterlinge, im Album #Proletenpassion #1977 #quote https://www.draketo.de/zitate#schmetterlinge-freiheit

Zitate, SprĂŒche und mehr

Verstreute Werke von ((λ()'Dr.ArneBab))

Danke fĂŒr den Link, @Hacki_Love auch wegen dem Hörspiel bei WDR. Ich hĂ€tte dann natĂŒrlich auch noch die #Proletenpassion ins Spiel gebracht: Der #Reformationstag ist immer der Tag, den mensch mit dem Anhören des Parts ĂŒber die Bauernkriege verbringen sollte.

https://de.wikipedia.org/wiki/Proletenpassion