Was es Neus gibt? Nicht wirklich. Der #Poncirus-Likör steht nun schon über eine halbe Woche und lauert auf seine Opfer. Ich hab zwei Sorten gemacht. Die erste vom überreifen Poncirus, die zweite von den kleinen und viel zu spät gewachsenen Früchten. Letztere sollen laut chinesischer #Medizin die wirksameren sein, also gegen Krankheit. Wie sie gegen den #Alkoholismus wirken könnten, wage ich nicht zu denken. Das erste flüchtige Kosten tat von beiden gut und ich musste das Verkostungskollektiv rausschmeißen, sonst würde ich jetzt kein Bild machen können. Ach ja: viel Zucker, etwas von der #Ingwerernte und eine gekaufte #Vanilleschote für beide. Die Familie meinte, ich solle den Rest der Früchte auch ersäufen.
Die Ernte an #Poncirus war überwältigend. Ich habe Gelee gemacht und Zitronat, ich hab sie zerschnitten und mit Schnaps und Zucker gefoltert und die Stiege ist immer noch halbvoll. Vorige Woche hab ich angefangen, sie zu musen. Heut schmier ich mir das gar nicht so bittere Mus aufs Brot. Ist ja auch mit Zucker reichlich verdünnt. Und ja, wer #Wermuttee mag, mag auch #Poncirusmus.
Normalerweise legt der interessierte #Gelehrte ein oder auch zwei #Leichen ins Unterholz, macht einen Zaun drumherum und lädt vielleicht noch Mark #Benneke zu einem Glas Wein in den Wald um in den folgenden Stunden, Wochen, Jahren zu genießen, wie aus den ein oder zwei Leichen ... Ich habe nur selbstgebastelte #Bitterzitronen, die ich schon leicht angefault aus dem Lausitzer Laub geangelt hatte. In Hamburg lege ich zwei davon unter die Rhododenren, ein Etikett dazu, ein Foto. Und warte. Ich frag mich nämlich, ob da wohl was keimen könnte? Also, ob der #Poncirus trifoliata hier heimisch werden könnte, durch Vögel verschleppt, die Kerne vom Eichhörnchen versteckt ... Zwei weitere Zitronen hab ich halbiert hingelegt. Ach ja, paar Kerne will ich auch noch #guerillamäßig ins Laub werfen.
Nachtrag zur #Poncirus-Ernte. Freunde haben die Früchte gegen meine ernstgemeinte Warnung doch probieren wollen. Und verwundert gemeint, so bitter schmeckte das nun auch wieder nicht. Da hab ich, hellhörig geworden, mal was von den angefaulten überreifen Früchten aufgeschnitten und selber probiert. Und siehe: Erstens sind die tatsächlich saftig, wie mans von #Zitronen kennt, und keine Spur mehr von #Bitternis, von #Phenolen und #Harzen, nur etwas saurer als gewöhnlich. Und der Jüngste unter uns meinte, dass ihm nach den paar Tropfen doch die Mundwinkel brennen. Aber alles sonst, was böses über den #Poncirus trifoliata gesagt wird, ist nicht mehr zutreffend, wenn ... wenn man sie nur vom Strauch fallen lässt und ihnen Zeit gibt. Und, ja, vielleicht auch eine Spur Frost.
#Zitronenernte in #Cottbus. Eine Stiege voll, oder zwei Beutel, wie mans nimmt. Die reifen #Bitterzitronen des #Poncirus trifoliata liegen auf dem Boden auf eigenem Laub. Die noch grünen hängen zu Dutzenden noch in den stacheligen Zweigen, die meisten so hoch, dass ich gern verzichte. Was ich damit mache? #Zitronat, #Gelee, ... nur keinen Saft, denn vom Saft haben sie weniger als an Kernen. Über die Verarbeitung hatte ich übrigens schon am 21. Oktober geschrieben. Und falls noch angaben über die Menge erwünscht sind, die diesjährige Ernte wird für beide Erntetage (Ende September und mitte November) etwa 15 Kilo sein, es ließ sich tragen ...
Drei Wochen lang hatte ich sie im Karton aufm Fensterbrett vergessen, jetzt sind sie wunderbar reif und duften angenehm. Halbiert und ausgekratzt, trennt sich die Schale von den Innereien. Anders als bei der großen süßen Schwester hat der wirklich bittere #Poncirus kaum Saft. Dafür viele Kerne. Der Saft wird zu Gelee, die Kerne dürfen gerne keimen und gedeihen. Die Schale aber wird fein zerschnitten und zwei mal in Salzwasser je 10 Minuten gekocht, abgegossen und noch mal gespült. Das vertreibt die unangenehmen Öle. Der Rest wird mit 1:1 Zucker aufgekocht. Eine Stunde lang. Dann wird erneut gefiltert. Die Stücke dürften trocknen, die Suppe wird zum Gelee. Und, beides ist zu viel der bitteren #Gesundheit für einen alleine. Da muss die Familie noch mit ran. Ob se will, oder nich ...
Es ist so weit, nach den #Weintrauben kommen die #Bitterzitronen. Weil ich jetzt nur noch selten in Cottbus bin, pflücke ich sie schon mal durch. Ein Teil ist richtig reif, die andern eher noch grün und müssen noch am Fenster nachreifen. Ziemlich viele sind aber noch winzig und werden durch den Frost gekillt werden. Der #Poncirus hat aber auch bis in den Sommer hinein geblüht. Die Ernte kann sich sehen lassen. Drei Pfund bitterer Zitronen! Bis zur Verarbeitung sollen sie aber noch paar Wochen liegen, vielleicht verfliegt dann auch schon ein Teil des unangenehm harzigen Beigeschmacks. Auch nach langem Kochen und nach einem Jahr Liegezeit im Glas ist davon noch einiges vorhanden. Aber der bittere Geschmack mit Zitronenaroma! Und erst die Wirkung auf all die Schnupfens und Hüstleins!

Poncirus (by spam (spamham4506))

Poncirus (by spam (spamham4506)) #Poncirus #MidriffMoe

https://kbin.earth/m/[email protected]cial/t/1950339

Vor der letzten Regenzeit hatte die #Zitrone, #Poncirus trifoliata, alle überflüssigen Früchte abgeworfen. Jetzt blüht sie wieder. Sie hat seit dem Frühjahr eigentlich nie wirklich aufgehört zu blühen, weswegen neben den großen Früchten immer noch kleinere zu finden sind. Die Größten streben schon nach fünf Zentimetern, gelb werden sie aber noch nicht. Sollten sie aber, damit ich bittersüße Konfitüre machen kann.
@venande Zuvor: Auch #Rhododendren und #Hortensien sind keine mitteleuropäischen Urgewächse und fast alle beliebten #Gartengemüse kommen von auswärts. Weil aber #Bananen und #Zitronen (#Poncirus trifoliata) hier schon erfolgreich blühen, konnte ich heimische #Insekten schon beim Befruchten sehen. Wein dürfte ebenso befruchtet werden, wie demnächst die #Kretische #Dattelpalme. #Feigen sind selbstbefruchtend, gewiss, aber das passende Insekt wird vermutlich nicht mehr lange auf sich warten lassen.