Ich frag mich bei #NIMBY-Debatten echt oft, wie kackdreist man sein kann. Ich bin in einem #Kohlerevier aufgewachsen. Hier gibt es Senkungen, die Risse in Häusern verursachen. Hier gibt es Staub und Dreck kilometerweit rund um die #Tagebaue. Hier stehen einige der größeren #CO2-Quellen des Planeten. Diese Scheißkraftwerke machen einen Lärm, den du teilweise noch in einigen hundert Metern Entfernung hörst. Dauerhaft.

Und dann regen sich Leute ernsthaft darüber auf, wenn irgendwo für #Windkraft ein Stück #Wald gerodet wird oder ein paar Windräder in der Landschaft stehen.

Was zum Henker?

Zehntausende oder hunderttausende Menschen leben seit Jahrzehnten mit den Folgen von Tagebau und Kohlekraft. Dreck, Lärm, zerstörte Landschaften, gesundheitliche Belastungen, Schäden an Häusern. Das wurde als normal akzeptiert.

Und jetzt werden ausgerechnet in diesen Regionen zusätzlich hunderte #Windräder gebaut. Weil man die Belastung offenbar problemlos weiter dahin schiebt, wo Menschen sowieso schon seit Generationen die Folgen der Energieversorgung tragen.

Bei ein paar Windrädern im Sauerland gibt es Empörung. Ganze Kohlereviere für Energiegewinnung zu verheizen war und ist für viele offenbar hinnehmbar.

Diese Verhältnismäßigkeit werde ich nie verstehen.